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Bada Binge - Der Serien-Talk [Sammelthread]

badabinge

#4281

Müsstest es. Wäre ja sonst auch nicht im Stile der Originalserie.
Anthologieserien gibt es ja im Moment aber schon häufiger: Room 104, Black Mirror, Weird City, Philip K. Dick’s Electric Dreams z.B. (auch wenn die nicht alle unbedingt gut sind)


#4282

Naja häufiger :wink: … es gibt ein paar.
Aber unzählige Drama, Crime, Fantasy, Comic Serien die sooooooo gestreckt werden, da würde sogar jede Drogenküche neidisch werden… mMn kaum zu ertragen… oder Netflix (nicht nur) eine Ästhetik und Narrative geprägt haben, die kaum noch zu ertragen ist. Meine Meinung! Und von ein paar Leuten die ahnung haben! :wink:

Ich mag Black Mirror, Weird City war leider totaler mist, Electric Dreams war leider auch nicht wirklich gut.

Also bin gespannt auf Twighlight Zone :slight_smile:


#4283

Ich meinte auch eher die Entwicklung hin zur Anthologie. Gibt ja jetzt mehr als noch vor ein paar Jahren. Aber das ist jetzt auch nicht so wichtig.
Weird City konnte mich leider auch nicht kriegen. Fand die erste Folge vom Konzept gut, aber die Ausführung war dann doch zu larifari


#4284

Ja stimmt schon, Black Mirror, und der große erfolg haben da ein paar Türen geöffnet. :slight_smile:


#4285

Naja deswegen sind es ja auch Serien, nicht alle machen es gut, aber eine Story über länger zu erzählen ist nun mal der Kern einer Serie.


#4286

Gibt doch bestimmt noch eine Reihe von Crime- oder Hospital procedurals.


#4287

Prinzipiell richtig. Nur stellen sich die meisten Serien allegorisch für mich wie folgt dar…

Die meisten sind wie Interviews mit einem Politiker vor dem Wahlkampf…viel und langes gefasel, um bloß nicht auf konkretes festgenagelt zu werden, aber trotzdem laaaange schwafeln, ohne jemals auf den Punkt zu kommen, nebenkriegsschauplätze aufmachen damit man was sagt ohne wirklich was zu sagen.

So auf Serien bezogen, mir ist schon klar dass Serien Strecke machen müssen, nur wenn die Grundgeschichte allenfalls für einen Kurzfilm reicht, dann wird es kaum zu ertragen…
Und das hat dann auch nichts mehr mit Worldbuilding zutun…

Aber ja, gute kreative Regisseure/Showrunner können auch eine sehr simple Story durch Optik verspieltheit, frische Ideen, vllt 13 Folgen füllen… nur ist dies selten.

Rückblenden, jede Lebensphase auserzählen, jede Motivation tot erklären, entfernt jede mystik, jede art von dreidimensionalität …

Ja es gibt ein paar echt gute Serien…

Aber werde immer einen guten Film einer guten bis Okayen Serie bevorzugen… ja auch ein 1 1/2 stunden Film kann sich ziehen, nur dann ist es eh egal … nur wenn ich mir verarscht vorkomme weil eine mittelmässige Geschichte über 13 Folgen a 1 std gestreckt wird, dann ist das nochmal was anderes.


#4288

Ich würde einfach keine Serien schauen wenn das Grundkonzept so stört.


#4289

Och Leelo Antwortet man dir ehrlich, so wie du es immer gerne verlangst, kommt jetzt sowas …

Jo danke für den Tipp!


#4290

Immerhin sind es nur noch 10-13 Folgen. Früher hatte man ja meist Staffeln von 20-26 Folgen. Obwohl das auch nicht immer schlecht sein musste.


#4291

Das ist halt deine Meinung. Five-O ist z.B. einer der besten Folgen von Better Call Saul bzw. im gesamten Breaking Bad-Universum. Die einstige (coole) Nebenfigur Mike darf seine Geschichte erzählen. Was brachte ihn nach Albuquerque, was geschah mit seinen Sohn. Im Rückblick mit BCS und den Flashbacks lässt es diese Figur in BB nochmal tragischer zurück. Dasselbe gilt auch alles um Jimmy bzw. Saul.

Gibt dafür auch noch andere Beispiele. Im Film brauche ich das nicht. In Serien sind mir Charaktere wichtig, da kann die Story auch mal ein wenig problematisch sein. Dafür muss sicherlich alles offen gelegt werden, aber ein ich brauche auch kein leeres Buch als Charakter.


#4292

Ich sag nicht das es Persé schlecht ist oder seien muss, :slight_smile:


#4293

Naja du regst dich über etwas auf was der Kern von Serien ist. Ich kann voll verstehen wenn man es nicht mag wen Serien langsam aufgebaut werden und ganz klassisch nach dem ‘es muss eine neue Staffel geben’ Prinzip funktionieren, nur ist es nun mal so.

Ich reg mich doch auch nicht auf das Liebesfilme und RomComs klischeehafte Liebessülzen sind, ich schau sie einfach nicht.

Deine Ausführung zeigt ja das du da scheinbar genung Energie reinsteckst, aber wenn du schon an die Sache ran gehst, dann lass es doch und schau drei, vier oder zehn Filme statt dessen. Ist doch okay, wirft zb auch keiner Antje vor das sie keine Serien mag, aber wie setzt nicht in BadaBing und erklärt es da breit.


#4294

Das ist deine Meinung.
Dies macht dann Sinn, wenn wie die meisten hier irgendeine fast Familiäre Beziehung zu den Charakteren aufbauen… Sympathie ja! Aber es interessiert mich null was sie ausserhalb einer abgeschlossenen Geschichte gemacht haben, weder vorher noch nachher… hey Fans ihr habt noch nicht genug, wir haben noch Stoff…
Sorry das verständnis von guter Kunst ist bei mir komplett konträr.

Zieh als Künstler deine Vision durch ob 5 Folgen oder 3 Staffeln, du willst die Geschichte genau so erzählen ok…
Mit Anfang und Ende also nicht nach Erfolg sondern nach kreativen Gesichtspunkten…
Es ist schwieriger 5 Sätze voll auf den Punkt zu schreiben ohne etwas wegzulassen…

Einfacher ist es laaaange zu faseln um den heißen brei reden, und trotzdem nichts auf den Punkt bringen (ja wer mag darf dies zitieren, um es meinem kompletten text entgegenzustellen, am besten noch mit einem smiley, dieser hier zb :eddyclown:)


#4295

Nein das ist nicht seine Meinung, darum schaut man Serien, man will eben mehr wissen über ein Spock, Dr.Who, Walter White ect. Klar ist das langweilig wenn ein das nicht interessiert. Das hat eben auch nichts mit ‘guter Kunst’ zu tun, auch weil man erst mal erklären müsste man mit Kunst meint.

Das kann man kritisieren, gibt aber mittlerweile einige Serien die das so machen und so wie es aussieht wird sich das Konzept eher festigen. Auch weil man so die Zuschauer mitnimmt die eine geschlossene Story wollen.


#4296

Warum familiäre Beziehung? Man kann auch mehr als Sympathie oder Antipathie für Charaktere empfinden. Also juckt es dich nicht, wenn einer deiner favorisierten Charaktere nach 2 Staffeln stirbt. Du symphatisierst nur mit ihm, switche ich halt zu Charakter B, der ist auch ganz dufte.

Ich habe in Serien nun viele Charaktere gehabt, die länger und kürzer überstanden haben. Deren Gedanken, Handlungen etc. mich gefesselt, schockiert oder berührt haben. Das ist dann auch Kunst von allen Seiten.

Klar, ab einen gewissen Zeitpunk ist ein Charakter auch fertig erzählt. Gibt dort auch positive und negative Beispiele. Dann unterscheiden wir uns, womit ich kein Problem hab. Mehr Input zu Charaktere, um deren Handeln noch tiefer zu beleuchten, ist für mein Vergnügen und eine Serie nie verkehrt.

Tja, wenn Rückblenden und das Beleuchten von Lebensphasen zu den kreativen Gesichtspunkten dazu gehören. :thinking:

Naja. Ich hatte oben ein Beispiel genannt. Du nimmst nun Serien generell, weil es um ein paar Netflix-Serien geht. Es gibt halt gute und schlechte Erzählungen. Bei einen klappt es, bei einem ist es unnütz, der eine streckt, der andere perfektioniert die Story und Charaktere. :upside_down_face:


#4297

Also du unterstellst mir immer ich würde mich aufregen, etwas erklären oder ausführen ist für dich also aufregen, ahh verstanden!

Wieso sollte ich keine Serien mehr gucken???
Es ist ja nur eine Form, und wer diese Form kreativ ausfüllt, macht für mich alles richtig, ja selten, aber wenn es ein Künstler schafft bin ich voll des lobes…

Ich esse gerne Pizza, gibt es in Deutschland viele gute Pizzabäcker/Pizzarien ?(echt Neapolitanisch) …Nein! Gibt es ein paar gute ? Ja!
Hör ich jetzt auf Pizza zu Essen ? Wieso sollte ich?
Wenn jetzt zb Freunde sagen hast du schon die in München propiert oder xy , dann hoffe ich das sie gut ist, und freu mich wenn dem so ist.

Nicht die Form (Serie) persé ist das Problem, sondern die oftmals uninspirierte und total berechnende ausnutzung jeglicher cheap tricks.


#4298

Dann reg dich ober nicht über den Rest auf, wenn du dich über ein Konzept aufregst, was dich einfach nicht Anspricht. Klar kannst du einem Better Call Saul vorwerfen das er nicht zum Punkt kommt. aber dafür blendest du ja völlig aus, das die Charakterentwicklung ziemlich perfekt ist.

Du nennst es cheap tricks, wer es mag findet es gut.

Ich weiß ja auch nicht was du nun für Serien feierst. Obwohl GoT nach dem Prinzip Anfang und Ende stehen fest gedreht wurde, scheint es dir trotzdem nicht zu gefallen.


#4299

Nochmal um das abzukürzen…
Hab doch nicht geschrieben ich hasse Serien, also kann ich auch viele deiner Punkte zustimmen…
Aber und an dem Punkt waren wir beide schonmal… gute bis sehr gute Serien die meine oben genannten kriterien erfüllen oder mich nicht für dumm verkaufen, sind selten Punkt

Gibt es Serien die in Spielfilmlänge gut gewesen wären mMn zu hauf, so sind sie mittelmässig bis schlecht.

Darfst du das anders sehen, tu dir keinen zwang an.

Edit: Meine nicht nur Netflix.


#4300

Und hier, alles gesagt! Ja!

Nur der unterschied ist, für mich funktioniert es bei mindestens 90% nicht.

Ach und du hast gefragt ob ich keine sympathie oder antipathie für gewisse Charaktere entwickel, Doch! Bis zu einem gewissen Punkt… Nur trotzdem muss ich diese fiktive Figur nicht auserzählt bekommen…
Wenn es eine Doku ist oder Biographie absolut, faszinierend.