Nur 430€, wird Zeit das die Strafen endlich sich nach dem Einkommen richten und nicht irgendwelche Pauschalsätze.
Ok, das sind dann schonmal 430,-€ weniger im Sondervermögen. Fängt ja gut an… ![]()
Interessantes Interview mit dem Soziologen Stefan Schulz. Den dürften viele von Tilo Jung kennen und mittlerweile mit der Zusammenarbeit mit dem hier bei RBTV bekannten Wolfgang Schmitt (haben zusammen einen Podcast namens „Die neuen Zwanziger“)
Das Thema ist die Geburtenkrise in Deutschland. Schulz hat einige radikalere Ideen.
Zuerst. Der Geburtenrückgang in Deutschland ist dramatisch
WELT: Die Zahlen, die Sie darlegen, sind wirklich dramatisch: 2023 ist die Geburtenzahl um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im ersten Quartal 2024 sank sie im Jahresvergleich um weitere 4,4 Prozent.
WELT: Werden Familien von der Politik in Deutschland paradoxerweise gerade deswegen vernachlässigt, weil sie idealisiert werden?
Schulz: Die Kinder, die wir haben, sind unser Heiligtum. Und wie es sich für ein Heiligtum gehört, wird es verhüllt. Die sieht man nicht auf der Straße. Ich war letzten Monat in Griechenland. Es ist spektakulär zu sehen, wie anders die da drauf sind –Kinder sind eine Selbstverständlichkeit. Das soziale Leben findet grundsätzlich mehr auf der Straße statt.
WELT: Wie nehmen Sie die Situation aktuell in Deutschland wahr?
Schulz: In Ostdeutschland haben wir Regionen, wo man überhaupt keine Kinder mit Schulranzen mehr sieht, die zu Fuß in die Schule gehen. Es gibt sie einfach nicht mehr, und die wenigen, die es gibt, werden natürlich mit dem Auto den langen Weg bis zur drei Dörfer entfernten Schule gefahren.
Er fordert „eine Billion Euro pro Jahr für Familien“
WELT: Ein gigantisches Sondervermögen – nicht nur für die naheliegenden Bereiche wie Kitas, sondern zum Beispiel für staatlich geprüfte Babysitter, Catering für Alleinerziehende und rund-um-die-Uhr-Kitas.
Schulz: Ja, ich denke, das ist gerade eine gute Gelegenheit für eine konstruktive Wende, um zumindest für die Familien ein bisschen was rauszuholen. Genauso wie der Staat während der Pandemie für die Familie ausgefallen ist, sollte er jetzt einspringen. Wir haben gesehen, was negativ möglich ist und jetzt will ich einmal sehen, was positiv möglich ist.
Unterstützung beim Wohnen
WELT: Ist Baupolitik die neue Familienpolitik?
Schulz: Es müsste ganz anders gebaut werden. Der Staat als öffentlicher Finanzier, Träger und Bauherr müsste schlüsselfertige Häuser bauen und sagen: „Ach, du hast zwei Kinder? Dann mäßigen wir den Preis.“ In Frankfurt wird das teilweise so gemacht: wenn man ein Grundstück übernimmt, werden pro Kind 10 oder 20 Prozent von der Erbpacht abgezogen.
Und auch 24 Stunden Kitas
WELT: Sie schlagen sogar staatlich organisierte Kindergeburtstage vor.
Schulz: Was würde es bedeuten, eine Stelle in der Stadt zu haben, wo man einen Kindergeburtstag beantragen kann? Ich möchte gerne mit zehn Kindern Kindergeburtstag feiern und dann werden mir einfach 450 € ausgezahlt.
WELT: Sie plädieren auch für den Ausbau von 24-Stunden-Kitas für Eltern mit Nachtschicht. Fördert das nicht eher das Auseinanderdriften von Familien?
…
Schulz: In Deutschland haben wir Kinderbetreuung – für die Zeit, in der die Mutter arbeiten geht. Was ist mit der Kinderbetreuung, wenn die Mutter Spaß haben will? Aber die Mutter darf keinen Spaß haben! Spaß hat gefälligst das Kind zu bringen. Das ist völlig absurd. Ein Kind kann doch nach der Schule noch mal zwei, drei Stunden irgendwo anders sein in einem sozialen Zusammenhang und dort halt ein Musikinstrument spielen. Wo ist denn das zu viel?
Habe Schulz nun schon öfters im Jung und schmitt Umfeld gesehen und gehört.
Egal, mit wem er da dann sitzt und diskutiert, er eckt immer am meisten an. ![]()
Manchmal überschreitet er auch die Linie zum plumpen Populismus, aber er macht auch wenigstens mal richtige Vorschläge, die was ändern würden.
Völlig utopisch bei der politischen Landschaft aktuell, aber spannend zu hören.
Wobei das ja eher was mit warmem Klima vs kaltem Klima zu tun hat oder ?
Also mein Griechischer Kollege mit dem hatte ich es darüber und er sagt eben, das dadurch dass man viel länger draussen was machen kann und es auch ganz normal ist das zu machen , plus in Griechenland auch die Eigenheimquote viel höher ist als bei uns, die Leute viel mehr draussen und auf der Straße etc machen.
Wohingegen der Deutsche eher bei sich Dinge macht , was zum Clash führt, wenn zb Migranten irgendwas mit 50 oder 100 Leuten laut im Park feiern und sich Deutsche davon gestört fühlen, gerade wenn es irgendetwas religiöses ist, das nicht das christentum ist
Glaube das liegt eher daran, dass es jetzt als unsicher empfunden wird Kinder draußen spielen zu lassen. Früher war das noch kein Thema, da sollte man nur wieder zurück sein bevor es dunkel wird. In Deutschland gibt es auch genug Leute, die gereizt reagieren, wenn irgendwo ein Kind ist und halt Sachen macht, die Kinder so machen, weinen zB.
Ich bin mal mehr mal weniger bei Schmidt, der ist schon ein ganz schöner Trampel manchmal aber von seinem Engagement für Familien, Kinder und generell jungen Menschen können sich viele was abschneiden.
Diese Lippenbekentnisse der Parteien zu diesen Themen sind häufig nicht mehr als das gewesen, das beginnt schon damit das man die Schulen hat verrotten lassen in den letzten Jahrzehnten.
Achso, ja gut auf die Kinder bezogen,
wir haben nunmal Ganztagesbetreung mit Mittagessen heutzutage schon recht früh.
Ich, Mitte 30, hatte in Klasse 5 und 6 noch genau 1x die Woche nachmittagsschule und war sonst um 12:20 oder spätestens 13: 10 raus aus der schule und sowas wie Nachmittagsschule in der Grundschule etc gab es gar nicht.
Genauso Kindergarten war man um 12 Uhr irgendwas daheim,.
Wenn die Kids heute den ganzen Tag in Schule und Betreung sind, wird nunmal auch weniger Gespielt.
Ganz zu schweigen dass ein Mit Vollspan geschossener Fußball gegen die Stoßstange damals einfach Pong war und heute dann Sensoren für X000€ kaputt sind.
Wir haben auf den Höfen gespielt und es ging auch.
Aber das Problem ist hier die Kultur. Und was Stefan da beobachtet hat, kann ich aus Spanien auch nur berichten. Das hat nicht nur was mit dem Wetter zu tun. Auch im Haus werden keiner Kinder geduldet oder man beschwert sich an jeder Stelle. Hier in Leipzig werden Spielplätze abgebaut wegen Lärm etc…
In anderen Ländern erlebe ich auch ein anderes selbstverständnis der Generationen. Auf einem Platz in Spanien tanzen Omis, die Kids helfen bei der Technik und spielen dann auf der anderen Seite etwas Fußbalk. Um den Platz zig Cafés etc…
Wenn ich alleine diese Omis nehme und sie bei mir in Leipzig auf den Lindenauer Markt stelle, was da los wäre. Von Kindern ganz zu schweigen.
Ich brauche, wenn der Koalitionsvertrag steht, man eine Übersicht, was genau die Unterschiede zwischen Hartz IV, Bürgergeld und Grundsicherung sind. Das liest sich einfach nur wie eine Rolle zurück.
Endlich wieder mehr Angst vor Arbeitslosigkeit ![]()
Am besten wieder anfangen sein Geld fürs Alter im Strumpf zu sparen, wie die Großeltern, kann sonst schnell weg sein.
wie soll das bitte genau zusammenhängen? Ich habe nicht das Gefühl das in Dörfern oder Eigenheim-Neubausiedlungen mehr auf Straßen los ist.
Ist so! Hatte vor 15 Jahren oder so mal zu Weihnachten 'n 50er von meiner Oma bekommen und den auf’s Konto eingezahlt. Später wurde dann um Arbeitsamt gefragt, woher ich die 50,-€ hätte. Habe das erklärt und dann hieß es, man wolle jetzt mal eine Ausnahme machen, aber normalerweise müssten sie mir die 50,-€ abziehen.
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Wetten solche Methoden halten da jetzt wieder Einzug.
Man legt sich also besser wirklich 'nen Bargeld-Tresor zu.
Die SPD müsse für härtere Asylpolitik einstehen und sich weniger um die Bürgergeldempfänger kümmern…
Alles klar, in den paar Minuten weiß ich nun auch, wie der Herr von Marschall tickt und dass ich mir künftiges Geblubber von ihm sparen kann.
Fasst doch gut zusammen, dass die SPD keine sozialdemokratische Partei mehr ist. Sehr sehr schade! Gerade in diesen Zeiten wäre eine echte sozialdemokratische Kraft enorm wichtig!
Die Eingangsprämisse ist ja schon falsch. Die Leute haben für die CDU gestimmt, nicht für einen Politikwechsel. Jeder mündige Wähler sollte wissen, dass die CDU nicht für Wechsel steht.
Und dann sein Gelaber darüber, dass jetzt über unwichtige Themen in den Koalitionsverhandlungen geredet wird, obwohl zB Verteidigung schon abgehakt ist, weil man sich da einig ist. Da wird dann natürlich nicht drüber berichtet. Will er, dass nur 3 Themen vom Koalitionsvertrag abgedeckt sind?
Immerhin hat er gesagt, dass sie sich mehr für Arbeitnehmer einsetzen soll. Aber kurz danach regt er sich auf, dass über Steuerpolitik diskutiert wird. Hängt ja kaum zusammen…
Würde mal behaupten, wenn man in NRW als SPD gegen die AfD in einigen Wahlkreisen verliert, die vorher SPD Wahlkreise wahren sollte man sich gedanken machen.
