Rocket Beans Community

Gespräche zu Nachrichten und News aus der Welt


#2753

#2754

Ich komm zwar aus Ostdeutschland, bin aber weder jung noch gebildet ^^


#2755

Schon lustig da Bild als Quelle zu nehmen^^


#2756

Naja die Bild ist ja auch wie ein schwarzes Loch, bloß das es nur Intelligenz und Gehirnzellen verschlingt.


#2757

War meine Absicht :budi:


#2758

der user hat keine andere.


#2759

Keine Ahnung ob ich als jung oder gebildet zähle, aber ich bin auch dafür. Man würde nicht in ein schwarzes Loch (zwinker zwinker) fallen wenn man einen unzumutbaren Job kündigt oder nicht annimmt.
Dass es eine Möglichkeit gibt Leute ganz ohne Geld dastehen zu lassen finde ich eines Sozialstaats unwürdig. Vor allem wenn man der Willkür der inkompetenten Agentur für Arbeit ausgesetzt ist.


#2760

Sehe ich ähnlich, aber wenn man genug Geld verdient braucht man kein Grundeinkommen, oder sollte es als Chance von Arbeiterngebern genutzt werden um weniger Geld zu zahlen. Bei Arbeitslosigkeit sollte in jedem Fall ohne Sanktionen gezahlt werde, aber eher auch nur dann.


#2761

Ja, wenn die Agentur für Arbeit inkompetent ist, ist das eine Sache. Aber die wählen ja (hoffentlich) die Jobs doch nicht willkürlich aus.

“Oh sie sitzen im Rollstuhl. Sie sind unser Mann für die Baustelle!”


#2762

Da geht es auch um Jobs für die man 3h am Tag im Zug sitzen würde. Vor dem Gesetz ist das zumutbar. Oder was ist mit Scheißbuden wie Hermes, die einen in die Scheinselbständigkeit zwingen um nicht Mindestlohn zahlen zu müssen? Man darf auch wegen Mobbings ohne Sanktionen kündigen, aber weis das mal nach.
Aber dein Beispiel in geringerer Ausprägung kommt auch vor.


#2763

stimme ich dir zu. gibt halt manche, die sagen: “3h im Zug, egal, hauptsache nen Job!” und manche die sagen, dass dies nicht zumutbar sei, auch wenn das Gesetz meint, es sei es. Diese Einstellung hat natürlich auch seine Berechtigung. Es kommt halt drauf an, wo man hier die Grenze zieht. Sind 2h auch unzumutbar? 1h?
Und logischerweise die Einstellung der Agenturarbeiter, die die Meinung vertreten, man solle sich nicht beschweren, alles ist besser als arbeitslos!
Unzumutbarkeit liegt (leider und zum Glück) immer im Auge des Betrachters.


#2764

Wenn die Wahl wäre 3h Zug zu fahren oder gar kein Geld zu bekommen, würdest du dann auch zu Hause bleiben?


#2765

Ja, das ist die eines Sozialstaats unwürdige Erpressung die ich oben kritisiert habe. So halten sich auch Ausbeuterbetriebe am Markt.


#2766

Nein, das ist das Prinzip eine Sozialstaats. Sozialstaat bedeutet eben nicht (!) “Ach, andere bezahlen ja für mich!”, sondern “Alle machen mit”. Das heißt eben “alle”. Dass es überhaupt den Gedanken “Ach, vielleicht brauche ich ja gar nicht zu arbeiten, das ist mir zu anstrengend, mir reicht das Geld vom Amt” gibt ist ein grundlegendes Problem des Systems.


#2767

Ausbeutung ist das Prinzip des Sozialstaats? Na wenn du meinst.


#2768

Unwillen seinen Beitrag zu leisten ist das Hauptproblem des Sozialstaats.


#2769

Ab wie viel Beitrag wird es unsozial?


#2770

Es gibt aber eine Grenze bei dem was zumutbar ist und was nicht. Diese Grenze ist grau und wird von der aktuellen Gesellschaft bestimmt. Da gibt es keine allgemein gültige Wahrheit, ab wann sich jemand drückt oder es zumutbar ist.


#2771

Es gibt keinen festen Beitrag. Jeder versucht das Beste für sich rauszuschlagen. In dem Beispiel oben wäre die Person zu faul zum Arbeiten und trägt ihren Beitrag nicht bei, weil sie keine Verhältnismäßigkeit sieht.

Eine andere Person nutzt zahlreiche Graustellen im Steuerrecht um pro Jahr sehr viel Geld zu sparen, weil sie die Verhältnismäßigkeit nicht sieht.

Das ist beides exakt das Gleiche.


#2772

Man arbeitet um zu leben und lebt nicht um zu arbeiten. Beim Beispiel oben wäre das nicht mehr gegeben.