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Grundlagen oder wieso so vieles harpert...reloaded

Mein erstes Thema konnte ich leider nicht fertig stellen, dank meiner Internetverbindung.
leider wurde mein noch äußerst unfertiger post in den thread
“die entwicklung des programms von RBTV” gepackt wo er aber genauso wenig wie allein in den Quotenthread gehört. Deshalb poste ich hier den fertigen Text.Ein Mod kann ihn ja gerne wieder verschieben

Hallo,
ich verfolge die Bohnen jetzt seit über drei Jahren.
Seit dem Start des Senders war ich von dem
Konzept angetan doch war auch schon damals wegen einigen Entscheidungen
mehr als verwundert.

Die Aussage es läge an dem Start des Ganzen fand
ich schon damals mehr als schwach vor allem da offensichtlich Ressourcen
verschwendet und Probleme die die grundsätzliche Struktur betrafen
nicht angegangen wurden.
Nun ist die Anfangs(Schon)-zeit schon lange
vorbei und es sollte eigentlich keinen verwundern wie es nun läuft und
doch lese ich wie es die Bohnen nicht verstehen könnten weshalb es zu
niedriegen Quoten komme.Häufig wird das Argument benutzt der
Content sei gut doch es fehle der Bekanntheitsgrad oder es läge an der
“speziellen” Art des Contents der nicht für die junge und somit
hauptsächliche Youtube Zuschauerschaft gemacht sei. In den nun folgenden
Punkten möchte ich euch helfen die Problematik eures Senders zu
verstehen und wieso es trotz teils sehr gutem Content zu niedrigen
Quoten kommt:

Das Uncanny Valley der Medien:

Sender haben meist eine hohe Qualität, eine geringe Zuschauer-Sender
Interaktion, und vor allem eine geringe Zuschauer-Zuschauer Interaktion.
Das angenehme an einem Sender ist, dass er keine Mitarbeit von seiten
des Konsumenten benötigt und man auch mit Content konfrontiert wird der
einem unbekannt ist. Die einzelnen Sendungen sind meist qualitativ
hochwertig und voneinander scharf abgegrenzt. Dazu ist meist ein relativ
hohes Budget zur Verfügung

Youtube und ähnliche On-demand Services reizen durch die Möglichkeit der direkten
Interaktion des meist sehr einschlägigen aber dafür oft perfektioniertem
Contents, eine hohe Zuschauer-Zuschauer Interaktion und die Möglichkeit
oder Verpflichtung die Qualität zu verbessern. Dazu kommt die
Möglichkeit bei mehreren Formaten auf die jeweils anderen zu
referenzieren

Ihr seid da leider ein sehr
ungünstiger Hybride welcher dadurch die Verpflichtungen und nur wenige
der Vorteile von beiden Seiten besitzt. Zuerst neigen eure Formate dazu
sich gegenseitig zu verwaschen und unnötig zu referenzieren was aber für
einen, zumindest als solchen geplanten, heterogenen Sender schädlich
ist. Dadurch wirkt man als Neuzuschauer eher abgewiesen, da es so zu
einer Abkapselung des gesamten Senders kommt.
Ein weiteres Problem ist die 24/7 Sendezeit.
Ein echter Sender hat viele Drittanbieter wodurch
Wiederholungen vermieden und Vielfalt erzeugt wird. Niemand schaltet ein
nur um ein zufälliges Letsplay in der Mitte der Story zu sehen, weshalb
es eher ungünstig ist On-demand artigen Content als Wiederholung zu
senden. Dazu kommt der Zwang auf Quantität statt Qualität Content
rauszuhauen (gameplusdaily anstatt gameplus etc.) um Sendezeit zu
füllen, was für einen Youtubekanal kein Muss ist. Auch sollte es kein
Muss sein mit anderen interagieren zu müssen, da man als jemand der
einfach “reinzappt” sich nicht erst mit der Community auseinander
setzten will. Interaktion ist schön und gut aber ein Sender sollte sich
damit zurückhalten (vor allem da ein großer Teil einfach nur zusehen und
nicht gegen andere die Sendung auf Spur halten will.)

Kurzum:

-beschränkt euch auf Nachmittag bis Nachts mit dem eigentlichen Sender -Letsplays und ähnliche Formate sollten nach der ersten oder zweiten Folge On-demand sein
außer sie sind qualitativ oder inhaltlich besonders (und vor allem im live Kontext) angebracht live zu senden.

-Bringt mehr “together” letsplays vor allem mit Kombinationen die sich als
bewärt herausgestellt haben (z.B.Simon+Nils). So kommt es nicht zu “Oh
ja…ich weiß nicht so recht…soll ich da lang?” Monologen für die nun
wirklich niemand gerne nen letsplay guckt. Zu zweit geht fast immer
mehr.

-kommt weg von Giga Konzept. Giga litt an den gleichen Schwächen und nun ist es tot.
Ein wenig Giga ist ok aber es gibt nen Grund wieso GameOne
solange erfolgreich war: Kompakter und gut durchgetakteter Content vs. diffusem
und chaotischem Content.

-Alle Formate(auch Kino+ und andere Gute) benötigen ein besseres pacing.
Überlegt euch besser worüber ihr diskutieren oder reden wollt und
schreibt euch eure Punkte vorher auf. Gibt nen Grund wieso auch die
besten Moderatoren( gerade bei etwas so häufig unübersichtlichem) nen
Zettel in der Hand haben.Kürzer wäre hier deutlich mehr.(und ich meine
teilweise deutlich kürzer, auf die Hälfte oder mehr)

-Bohnjour ist zu lang. Ich muss es hier noch mal etwas spezifizieren denn es soll
ja angeblich “das” primetime Format sein. Die JimmyKimmel show ist
60Minuten lang und die besitzt deutlich mehr Content. Late Night shows
sind fast immer durch ein schnelles und gutes pacing gekennzeichnet und
ihr braucht nun mal ewig bis mal etwas passiert. Macht 30min draus.
Selbst der dürre blasse Junge auf seinem longboard kriegt das besser hin :wink:

-zerrt gefälligst nicht jeden vor die Kamera.
Es geht nicht darum ob jemand es kann sondern ob jemand
exzellent in der Unterhaltung oder Strukturierung eines Formates ist.
Niemand schaltet für Mittelmäßigkeit oder “gut” ein.Weder bei Youtube
noch im Fernsehen

-Und mehr vorgeplanten Content. Dafür könntet ihr dann ja die Zeit vor dem Nachtmittag nutzen

Ich weiß, dass das recht viele Änderungen sind aber ich sage nicht das dies die Lösung ist.
Es sind nur die Dinge die euch aus diesem Uncanny valley rausholen könnten.

Hat man dich nicht beim ersten Thread schon auf diesen Thread hingewiesen?

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