Interessantes und Beeindruckendes


#21

Hab leider gerade keine Hintergrundinfos zu dem Bild, hab aber nochmal nachgefragt.
Ich schätze auf irgendwas mit Schiffen. :sweat_smile:
Könnten “Schlepptrosse”, also Ziehseile für richtig große Schiffe sein.
Hier in etwas kleiner auf einem Rettungs-Notschlepper auf Amrum. Schon hier wiegen 10 Meter schon über eine Tonne.

Edit: Ja, das ist wohl einfach, was wir gedacht haben. Zum Sachen heben, nur halt sehr schwere. :smiley: Das wird unter anderem Für Lasten verwendet, in Werften, auf Ölbohrplattformen und so weiter. Da werden ja Lasten transportiert, die für uns unvorstellbar scheinen. Allgemeiner Begriff für diese Bügel ist auf Deutsch “Schäkel” Der Suchbegriff für die großen Teile ist “Heavy Lift Shackles”. :smiley:

Dieser Schäkel kann laut Heavy Lift News bis zu 2.500 Tonnen heben: :sweat_smile:


#23

Falls ihr gut englisch könnt und mal Analysis erklärt haben wollt :sweat_smile:


#24

Ist was für den Channel, glaube ich:

Auf der Website gibt es nur “gute” Nachrichten (quasi als Gegenpol zu den Sensationsnews die sich hauptsächlich auf Schreckensmeldungen reduzieren). Der inhaltliche hauptteil besteht aus wirklich interessanten innovationsberichten, Naturdokumentationen und interessanten / außergewöhnlichen Dingen. Ein bisschen wie Sendung mit der Maus als Website für Erwachsene


#25

Da Andreas und Florentin immer so geschichtsinteressiert sind (siehe Trümmerfrauen :beansmirk: ) :

http://www.spiegel.de/einestages/2-weltkrieg-frontverlaeufe-1945-a-1027785.html
Hier sieht man ganz gut die Frontverläufe zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Wenn ich das nicht falsch im Kopf habe: Die westlichen Allierten und die Sowjetunion haben untereinander ausgemacht, dass die Westallierten quasi alles bis zur Elbe einnehmen und die Sowjetunion alles östlichen davon und damit Berlin. Aus dem Grund sind viele deutsche Truppen noch über die Elbe geflohen, weil sie in amerikanische Gefangenschaft wollten. In Norddeutschland waren die britischen Streitkräfte und südlich davon die amerikanischen und französischen Truppen. Gegen Ende des Krieges war nur noch der Norden, Teile von Süddeutschland, die Alpen, Böhmen und Mähren, Kurland (Lettland) und paar griechische Inseln unter deutscher Kontrolle, wenn ich mich recht erinnere.

Und zu Marcus Antonius und Kleopatra:
An sich auch die spannendere Story als Caesar und Kleopatra. Nur wahrscheinlich etwas überdramatisiert, da die antiken Quellen stark pro Octavian (Augustus) geschrieben haben und später Shakespeare und Hollywoodfilme das Bild weiter verfestigt haben. Es gab zwischen Antonius und Octavian einen regelrechten Propagandakrieg. Octavian hat das in der Öffentlichkeit gedreht, dass es kein Bürgerkrieg gegen Antonius ist, sondern quasi ein Krieg gegen eine ausländische Macht (Kleopatra). Zudem hat er in Rom das Testament von Antonius vorlesen gelassen, was an sich ein großer Skandal war, aber er hat das ausgeschlachtet, dass Antonius in Alexandria bestattet werden will und die Kinder von ihm und Kleopatra seine Erben sind.
Das heutige Antoniusbild ist zudem besonders von Cicero beprägt, der ein Gegner von Antonius war und von dem viele Reden und Briefe bekannt sind. Das Leben von Antonius mag vielleicht tragisch genug gewesen sein, aber dass er in 95% der Fälle in den überlieferten antiken Quellen in die Pfanne gehauen wird, ist vermutlich noch schlimmer.


#26

Auf dieser Seite kann man die verschiedenen Länder der Erde hin und her verschieben und so sehen, wie die Größe durch die Kartendarstellung verzerrt wird. Kann damit immer wieder viel Zeit verbringen und da ich gerade wieder dran gedacht habe, dachte ich, dass es für diesen Thread vielleicht ganz passend ist :smiley:


#27

Haben sich nicht Soviets und Amis ein Rennen um Berlin geliefert weil da nukleares Material und Fachpersonal war?


#28

Die Amerikaner haben sich bei Berlin an sich rausgehalten. Technologien und Wissenschaftler wollten natürlich beide Seiten haben. Manche Wissenschaftler wurden vor Kriegsende nach Süddeutschland verlegt, so dass da manche eh in amerikanische Hände fielen (von Braun z.B.). Das ging aber eher um V2 & Co.
Nukleares Material? Die meisten Anlagen zur Aufbereitung wurden sowieso durch Luftangriffe zerstört. Da sollte nichts nennenwertes vorhanden gewesen sein. Müsste ich mir sonst mal anschauen.


#29

Dieses Video behandelt verschiedene Statistiken zu den Todeszahlen aus dem 2. Weltkrieg.


#30

Von mir auch mal wieder zwei Stories, beide etwas länger, aber wenn ihr mal ein bisschen Zeit habt, sehr sehr lesenwert.


How Anna Delvey tricked New York
Geschichte einer Frau die über Jahre hinweg durch Betrug und Täuschung in New York von verschieden Menschen tausende Dollar erhalten hat. Also die krasse Geschichte einer Trickbetrügerin.


Im Schatten der Colonia Dignidad - Correctiv.org


Und zuletzt noch was zum anschauen :

Fotos aus der New Yorker Ubahn in den 70ern, damals statistisch einer der gefährlichsten Orte der Stadt.

The rate of violent incidents in the New York subway was so high by 1980 that the NYPD had over 2,300 police officers patrolling the system at all times.


#31

#32

Ist eine Urban Legend aus den 60ern…

Dennoch lustig.


#33

Lies mal den Reddit-Post drunter :wink:


#34

Habe heute leider meine Lupe zuhause vergessen :smiley:


#35

Manche haben es vielleicht schon gehört, vor einer Woche oder so ging durch die Medien, dass die EU Einweg-Plastikprodukte wie beispielsweise Plastikbesteck, -Geschirr oder -Strohalme verbieten lassen will, wenn sie sich umweltfreundlich ersetzen lassen. Die meisten Leute halten dies natürlich grundsätlich für eine gute Idee, häufig kamen aber Gegenstimmen wie: “Was bringt es, wenn nur wir alles vernünftig machen und dem Rest der Welt ist es egal?”. Aufgrund dieses und anderer mehr oder weniger neuer Ereignisse, werde hier kurz mal was zur aktuellen Müllsituation in Europa und Deutschland schreiben. tl;dr gibts am Ende.

Wohin geht den Müll den wir produzieren? Der wird recycelt, oder? Ja und Nein. Ein sehr großer Anteil unseres Müll wird aus Deutschland in andere Länder exportiert. Lange Zeit wurde der größte Anteil des EU-Plastikmüll unsortiert nach China exportiert, da die Weiterverarbeitung bzw. Wiederverwertung dort billiger erledigt werden konnte. Nun ist es aber so, dass China nach Jahrzehnten von Ignoranz feststellt, dass sie die bisherige extremen Umweltzerstörungen in ihrem Land beenden müssen, da die Folgen jetzt schon schwer sind. Deswegen hat die Regierung der VR China Anfang des Jahres bestimmt, dass “insgesamt 24 verschiedene Recyclingmaterialien dürfen seit dem 1. Januar nicht mehr nach China importiert werden – darunter unsortierter Plastikabfall, Altpapier, alte CDs und alte Textilien”. Grund: Der Müll war zu dreckig, zu gefährlich und in der Realität zu schlecht recycelbar. [Quelle]
Damit steht unser System (das der westlichen Staaten) vor einem Problem. Wohin mit dem Müll? Wir produzieren auf jeden Fall zu viel um es selbst zu verarbeiten, zumindest im Moment. In Deutschland ist es seit 2005 gesetzlich verboten Müll in Deponien zu vergraben, ebenso darf nicht Müll nicht exportiert werden, wenn er im Zielland in Mülldeponien landet.
Wie gesagt, China will nicht mehr für uns recyceln, aber zum Glück gibt es noch ein Land, dass viel näher ist und wo es viele Unternehmen gibt, die bereit sind unseren Müll für uns zu verarbeiten: Polen! Polen importiert jedes Jahr riesige Mengen an Müll, hier eine Grafik für die Importmengen aus verschiedenen Ländern (Der “Maßstab” ist 1=1000 T Müll)

Laut dieser Grafik hat Deutschland (Niemcy) 2016, also noch bevor China zu gemacht hat, ganze 356.000 Tonnen Müll nach Polen exportiert, fast ein drittel Anteil an der Gesamtmenge von über 1 Millionen Tonnen Müll.

Und nun? Passiert in Polen das:

Eine Müllkippe brennt. Aber nicht nur eine. Seit Anfang April haben in Polen schon ~40 Mülldeponien gebrannt, das heißt fast täglich. Man muss wohl kaum dazu sagen, wie schädlich dies für Umwelt und Mensch ist, da dort teilweise auch giftige und Sondermülle lagern.
Es brennt überall in Polen:

Moment mal, Deponien? Da sollte unser Müll doch gar nicht hin? Kommt er aber! Polen, bzw. die polnischen Unternehmen haben natürlich auch nicht die Kapazitäten den ganzen Müll umweltschutzgerecht zu verarbeiten, wenn das weder Deutschland kann, noch China will.
Die Brände entstehen wahrscheinlich, weil die Deponien überlastet sind und wohl auch nicht die Richtige Ausrüstung usw. für die Massen und Art von Müll haben. Vielleicht spielt Korruption und organisiertes Verbrechen eine Rolle. Die polnischen Unternehmen haben das günstigste Angebot gemacht und das ist was zählt. Es ist sehr warhscheinlich, dass auch deutsche Unternehmen Müll nach Polen exportieren, der dort nun auf Mülldeponien brennt. Vielleicht wurde diesen Unternehmen “versichert”, dass der Müll vorgabengerecht verarbeitet wird, also recycelt und nicht vergraben. So ist es aber nicht und das sollte irgendwie geändert werden.

Hab von dem Thema vorhin in einem Thread auf Reddit erfahren, dort gibt es auch die Quellen für den zweiten Teil (Auf Englisch und Polnisch).

tl;dr: In Polen brennen derzeit täglich Mülldeponien, auf denen wahrscheinlich auch (illegalerweise) deutscher Müll liegt. Nachdem China seit Anfang des Jahres keinen Müll mehr importiert steht unser derzeitiges Müllsystem vor einem Problem: Wir haben viel zu viel von dem Scheiß.


#36

An sich interessant, aber überprüf lieber im Text noch mal, ob du an den richtigen Stellen “exportiert” und “importiert” schreibst. :wink: Da ist ab und zu was durcheinander. ^^


#37

Echt, wo denn? Am Anfang in dem Zitat habe ich es so übernommen, jetzt aber geändert. Oder bringe ich vielleicht die beiden Begriffe komplett durcheinaner? :smiley: Sind hier an vielen Stellen aber auch ein bisschen austauschbar.

Edit: Danke für die Hinweise, ich hoffe es passt jetzt! :blush:


#38

Im tldr steht zb dass wir hier jetzt zu viel Müll haben, weil china keinen mehr exportiert. :slight_smile:


#39

Hier noch :blush::

Ne, wenn ich das richtig gesehen habe, war es nur zweimal exportieren statt importieren :smiley:


#40

Ich habe gestern durch Zufall den Kanal “Special Books by Special Kids” auf Youtube entdeckt.
Ein Reporter reist herum und führt kleine Interviews mit Menschen, die an seltenen und schweren Erkrankungen (Glasknochen, Hirntumor, Amputationen, Schizophrenie, etc) leiden. Vorwiegend sind die Interviewpartner Kinder und Jugendliche, was einige der Aufnahmen umso schwerer zu ertragen macht.

Man erfährt hier unter anderem, wie diese Menschen die Welt wahrnehmen, über ihre Probleme und Ängste aber auch Lebensmut.

Ich kann nur jedem raten sich die kleinen Interviews einmal anzusehen:

Es freut mich zu sehen, dass der Kanal so erfolgreich ist und ich hoffe dass möglichst viele Leute so vielleicht einen anderen Blick auf das Leben bekommen.


#41

Als ich vorhin über den Thread gestolpert bin, hab ich mich als erstes an ein Projekt erinnert, von dem mir ein Komillitone vor 2 Jahren erzählt hat.

Eine Ritterburg wird gebaut

Mitten im Departement Yonne im Burgund, im Wald von Guédelon, stellen sich rund 50 Handwerker einer außergewöhnlichen Herausforderung: Sie bauen in einem verlassenen Steinbruch eine Burg aus dem 13. Jahrhundert mit den Methoden, Materialien und Hilfsmitteln der damaligen Zeit. Die Baustelle wurde 1997 eröffnet und die Dauer der Arbeiten wird auf ca. 25 Jahre geschätzt - ein Tempo, das für das Mittelalter durchaus nicht ungewöhnlich war. […]

Quelle

Hier gehts zu der offiziellen Seite des Projekts, unteranderem mit vielen Bildern.
Und ein kurzes Video von Planet Wissen, speziell zum Schlagen der verwendeten Steine.

Für alle die an sowas interessiert sind - und was näheres gerne mal besuchen würden -, empfehle ich den Archäologischen Park in Xanten.

Dort wird fortlaufend eine römische Siedlung nachgebaut. War leider erst einmal - und viel zu kurz - da. Ist eine sehr weitläufige Fläche und zu Beginn steuert man sofort auf das hiesige Amphitheater zu, daneben gings zur Taverne - in der übrigens in Togen serviert wurde. :smiley:
Ich meine sogar dass man den Wehrgang und die Türme der Mauer - streckenweise - begehen konnte.
Zu der Zeit als ich dort war, würde noch an dem Tempel gearbeitet und ein Schiff gebaut.

Auch der Xantener Dom ist hübsch, ließe sich also bei einem Besuch verbinden. :slight_smile: