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Joker - Put on a happy Face *Diskussionsthread*

Den letzten Satz vielleicht blurren? Könnte man als Spoiler sehen. :slight_smile:

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Einerseits: Ja.

Andererseits: Wer liest Beitrag #260, ohne den Film gesehen zu haben :sweat_smile:

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Das hier ist doch der Diskussionsthread zum Film? Wer hier liest sollte den Film gesehen haben oder es einem egal sein.

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Heute Abend mit friends and family gesehen. Meiner Mutter war er gerade gegen Ende etwas zu brutal und verstörend aber selbst die musste zugeben, dass Joaquim Phoenix’ Schauspiel und das gar nicht so unintelligente Drehbuch einfach den Film spannend und intensiv macht.

Als Comicnerd ist er mehr ein best of bekannter Ideen, teilweise von anderen Comicfiguren geklaut, aber ein verdammt guter Film. Selten was gesehen, wo ich 2 Stunden einfach nicht wegschauen konnte.

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Du fandest das Drehbuch also gut? Mir war es doch sehr plump, allein die Szene im Kino. Großer Aufstand vor dem Kino und er huscht ganz unbemerkt durch den Seiteneingang.

Durch diese Was ist Ecke und was ist erfunden Thematik wird es den Autoren zudem zu einfach gemacht. Ist quasi ein Freifahrtsschein alles einzubauen und Logiklücken zu kaschieren indem man sagt, dass kann er sich ja eingebildet haben. Finde das eher lazy.

Meiner Meinung ist gut was anderes, eher gut geklaut. Aber wie gesagt, meine Mutter fand es ganz ansprechend.

Ich glaube, dass das Drehbuch nicht den Schwerpunkt darauf legt, wie ein psychisch Kranker möglichst gut in ein Kino einbricht, sondern wie ein psychisch Kranker zu einem Massen Mörder wird.

Und auch da stelle ich mir die Frage: Reicht das? Klar ist es schlimm, was ihm wiederfahren ist, das passiert aber täglich vielen Menschen. Ich sehe diese Gesellschaftskritik auch nicht zwingend (was ist das für eine Gesellschaft, die dies zulässt), denn das Drehbuch bzw. die Figur tut schon vieles, um in diese Ecke gedrängt zu werden.

Die Bruce Wayne Einbindung ist zwar einerseits cool, andererseits aber auch seltsam, da der Joker schon steinalt wäre, wenn Bruce Wayne zu Batman wird.

hmm Joker um knappe 60, wayne ca 30. Ich hab Joker zumindest nie als jemand gesehen der ähnlich alt wie Bruce ist

Hatte Joker immer als ~10 Jahre älter geschätzt von der Zeichentrick Serie damals.

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aber was wird dann aus der Fanfiction Theorie, dass die beiden Zwillinge sind, die nach der Geburt getrennt wurden? :kappa:

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Ich muss ehrlich gestehen, dass es für mich nur einen Punkt gab, der dazu geführt hat, dass er zum Joker wird und das ist, wenn er keine Medikamente mehr bekommt, die seine Krankheit kontrollierbar machen.

Davon abgesehen ist es doch beabsichtigt, ihn so in die Ecke zu drängen und das ist auch das gut am Drehbuch. Es stellt nämlich die Frage, ist das Leid, dass er erfährt eine Rechtfertigung für die Gewalttaten die er begeht und da würde ich klar kein sagen.

Ich bin ehrlich gesagt einem positiven Gefühl aus dem Kino, dass dann kollabiert ist, als ich mich wieder daran erinnert habe das er eine Mutter - ihr Kind, seine Mutter, einen Kolegen aus der Arbeit und eine Talkshow Host umgebracht hat. An dem Punkt habe ich mir gedacht, dass der Film echt gut ist, weil er mich zum Nachdenken angeregt hat. Was zum Beispiel bei den MCU Filmen nie statt gefunden hat, weil man sich nach dem Film keine Gedanken über die möglichen Kolateralschäden macht, sondern nur das Action-Fest abfeiert.

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Ich hab Angst wie dir Fanfic weiter geht :simonhahaa:

Wow, das war ja mal was. Ich bin schwer Begeistert.

Ein unbequemer Film, der ein öfters an Grenzen führt, um ein dann wieder in die Gegenrichtung zu stoßen. Für mich eine klare 10/10. Und Arthur Fleck reiht sich für mich neben Travis Bickle (Taxi Driver) und Alex DeLarge (A Clockwork Orange) ein.

Inszenierung:
Das hätte man Todd Phillips und Lawrence Sher so eher nicht zu getraut, aber eine tolle Inszenierung.
Zu einem das Gotham was weniger Noir war als in früheren Verfilmungen, aber spürbar in seiner tristes und Anonymität.
Der Joker, der ein nie zweifeln lässt das er der wird denn man so gut kennt.
Die Kamera von das was denn Film erst so richtig unangenehm gemacht hat, diese ständige Unschärfe der Umgebung zwang ein immer an der Figur Arthur zu kleben und ihn als ständigen Mittelpunkt wahrzunehmen. Auch war die Kamera sehr dynamisch, sucht immer wieder neue Einstellungen und Szenerien, forderte denn Zuschauer ständig.

Joaquin Phoenix:
Was soll man da noch sagen, ich hatte keine zweifel und wurde perfekt unterhalten. Von einer unangenehmen Körperlichkeit bis zu kleinsten Mimikzuckungen spielt er diese Rolle Perfekt.

Story:

Auch ich hatte etwas angst vor einer Origin Story, aber die war völlig unbegründet. Man weiß immer noch nicht viel mehr über die Figur des Joker. Ist er verrückt - er scheint es zu sein, wurde er dazu gemacht - er hatte es nicht leicht.
Die ganze Wayne und Sohn Sache kann man nicht mögen, ich fand denn ‘Twist’ gut und gibt zumind. dem Hass und der Obsession in bezug auf Batman mehr Futter.
Und am Ende kann auch alles erfunden gewesen sein, wir wissen es nicht und werden es nie Erfahren - und das macht echt gut.

Der ‘Shitstorm’ vorher :nun: ich hatte es gesagt, erst denn Film schauen und dann am besten gleich vergessen. Wer das erzählt sollte solche Filme einfach nicht schauen.

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Es sei denn, man entscheidet sich eine Fortsetzung zu machen, und das unklare Ende für Franchise-Money zu opfern :smirk:

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Joaquin Phoenix soll das schon klar ausgeschlossen haben und ihm glaube ich das.

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Ich glaube das es völlig irrelevant ist ob Arthur Fleck nun wirklich psychisch Krank ist und was ihm passiert ist.

Ich hatte auch nicht das Gefühl das er da nun in eine bestimmte Ecke gedrängt wurde. Vielmehr führen Zufälle dazu, das er keine Medikamente mehr bekommt, kein Job mehr hat und er die Knarre bekommt, er hat weder dazu noch dagegen gearbeitet.
Am ende führen diese Zufälle dazu das er drei Leute tötet und er merkt das er das mag, Schließlich finden die Morde auch vor dem größten Impact für ihn statt, er erfährt das seine Mutter ihn belogen hat und Wayen stößt ihn zurück.

Man weiß ja auch nicht über was er am Ende lacht, das Bruce nun auch Waise ist, das Thomas Wayne tot ist, das es ihm egal ist, … wer weiß, es ist der Joker.

Oder ob er die Zuschauer an der Nase herumgeführt hat und nichts davon stimmt :smiley:

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Also, dass er es mag, hat man ja schon gesehen, als er den letzten der Drei umgelegt hat. Das war eine Exikution oder auch heimtückischer Mord. Die Tatsache, dass er keine Medikamente mehr bekommt war für mich, der Point of no return. Natürlich hat ihm die Waffe zum ersten Mal das Gefühl von Macht gegeben, aber bei den ersten Morden hatte man noch das Gefühl, dass er zwar die Veranlagung hat, er aber noch einen anderen Weg einschlagen könnte.

Also ich glaube, das kein gesunder Mensch so etwas tut, wie Arthur. Wenn man so etwas tut, dann hat man wirklich nicht alle Murmeln zusammen.