Rocket Beans Community

PnP - Projekt Pilos am 05.04.2019 um 20:30 Uhr

penandpaper

#1234

Das Dilemma an den OS-PnPs lässt sich eigentlich sehr gut am Tod von Eddys Charakter erkennen. Als Eddy gestern gestorben ist war es schade, dass er gehen musste(konsequent aber schade). Aber um den Charakter war es nicht schade! Man hatte überheupt keine emotionale Bindung. Wie auch, wenn man sie erst an dem tag kennengelernt hat?
Vergleichen wir das mal mit 9/11 Animal Squad: Beim Tod vom Baron und dem Ende war ich fertig mit der Welt und kurz davor Rotz und Wasser zu heulen. Es ging mir an die Substanz! Es war nicht nur schade um Andreas bzw den rest, es war traurig weil der/die Charakter(e) weg waren.

Das ist der große Unterschied zwischen OS und Mehrteilern: Die Charaktere werden einem symphatisch und sind nicht mehr nur Mittel zum Zweck, nicht austauschbare 08/15-Personen. Wäre Eddys Charakter nicht dabei gewesen hätte es für die Story keinerlei Unterschiede gemacht. Die Interaktion der Charaktere war kaum bis garnicht vorhanden, es ging einzig und alleine um das Rätzel. Ob 2 oder 6 Spieler war da eigentlich egal. Bei 9/11 oder Thabor hätte die Gruppe und das gesamte Abenteuer nicht ohne alle Charaktere funktionieren können.

Thabor war meiner Meinung nach ein Sonderfall: Es wurden zwar nur 2 Abende, aber über den Wochenlangen Hype vor dem ersten Teil und zwischen den Abenden hat man zu einigen der Charakteren eine Bindung aufgebaut. Das war nicht so krass wie bei TEARS oder 9/11, aber schon deutlich mehr als bei Pilos, da die Spieler sich auch mehr in ihre Rollen und das Setting einfühlen konnten.

Solche PnPs wie Pilos kann man mal zwischendurch machen. Ich würde mir aber mal wieder ein längeres PnP wünschen, wo eben auch die Charakterentwicklung mehr im Fokus ist. Auch bei Thabor gab es kaum Entwicklung, weil die Handlung innerhalb von 48 Stunden spielte.


#1235

Ich weiß nichtmal mehr wie Edes Charakter hieß. Ich kann mich nur daran erinnern, dass er einen Cousin Namens George McCrate hat. :ugly:


#1236

Exakt! Ich weiß noch wie der Großvater von Ivy Istari heißt und die Charaktereigenschaften aller 9/11-tiere, aber nicht mal den Namen eines Charakters aus einem PnP, welches ich vor weniger als 24 Stunden gesehen habe. Und das hat nichts mit meinem Erinnerungsvermögen zu tun, sondern damit, dass die Pilos-Charaktere, mit Ausnahme von Jaques Gelee, soviel Haftung hatten wie eine Teflonpfanne.


#1237

ich denke, es ist richtig, was ihr schreibt.
nämlich, dass es wichtig ist, den spielern raum zu lassen.
das setting / die story sollte den charakteren eine bühne bieten und nicht die charaktere der story dienen (dafür gibt es NPCs).
PnP sind immer dann am stärksten, wenn das gewährleistet ist und immer dann schwächer, wenn das nicht der fall ist.


#1238

Ich kann Hauke nur empfehlen, wenn schon immer das “How to be an expendable Hero” Regelwerk benutzt werden muss, mindestens einmal die Spielleiter Sektion aus einem Powered by the Apocalypse Buch seiner Wahl durchzulesen und zu berücksichtigen. Des weiteren würde ich gern anregen, die Preshow mal versuchsweise zwei Wochen vorher stattfinden zu lassen und darin ein bisschen weniger Wert auf die genauen Statistiken und ein bisschen mehr auf den Background und die Character Bonds zu legen. Anschließend kann man dann nämlich das zu bespielende Abenteuer speziell für die entstandenen Charaktere schreiben und Bezug auf den gemeinsam erfundenen Hintergrund nehmen. Hätte meiner Meinung nach tausendmal mehr Gewicht als das was sonst gern passiert.


#1239

Was wäre auch wieder ein Hauke P&P VOD ohne Was wäre Wenn?


#1240

Mein Lieblings-PNP von allen von der Geschichte her. Ich war bei der Auflösung geflasht :smile::kissing_smiling_eyes:


#1241

Danke für dieses PnP. Die Story hat mir sehr gefallen und es war ein lustiger Abend. Natürlich war der Moment mit dem Wolf das Highlight des Abends xD
Einfach wunderbar auf die Situation reagiert!


#1242

Laura hat das Warhammer Setting gebaut. Dazu hat sie Pappmache und Leim verwendet.


#1243

15 Minuten pro Folge trifft es genau - nur mit dem Unterschied, das die PnPs damals noch in 4-7 Folgen aufgeteilt waren :smiley:

Zu den oft erwähnten Nachteilen der PnP-Oneshots, ich selbst finde kleine (nicht zwangsläufig kurze) abgeschlossene Geschichten super. Eine OneShot-Welt in die Spieler und Zuschauer immer wieder gern zurück möchten (MM), ist quasi das Beste was einem SL passieren kann.

Die Meisten finden daran aber nicht toll, dass es so schnell wieder vorbei ist, sondern, dass die Spieler ein konkretes Ziel / eine Aufgabe bekommen, dieses erreichen die Spieler oder eben nicht aber während sie dieser Aufgabe folgen eröffnet sich quasi eine riesige Welt und Hintergrundstory.

Bei den RBTv-Kampagnen war es bisher immer genau umgekehrt, man bekam ein sehr schwammiges unkonkretes Meta-Ziel vorgegeben (rettet die Welt, verhindert 9/11 usw.), Welt und Story wurden deutlich schöner und ausführlicher eingeführt, danach gab es aber nichts neues mehr zu entdecken, stattdessen gab es häppchenweise Zwischenziele, die immer erreicht wurden, denn die Show muss ja weitergehen.

Wie eingangs erwähnt, kann ich die kreative Motivation für OneShots voll und ganz nachvollziehen, nur dann stellt den Spielern doch bitte Aufgaben, die in einer Session abgeschlossen werden, anstatt Welten zu bauen, die nur eine Session lang tragen.

Mit MM haben wir schon eine super Geister-Detektiv-Serie Anfang des 20. Jhd., mit wiederkehrenden Charakteren und Geschichten, die für sich allein stehen können - in der Welt lassen sich schon wirklich viele unterschiedliche Mini-Abenteuer spielen.

Wie wäre es jetzt mit genau so einer OneShot-Miniserie in der Art von Jan Tenner, Flash Gordon, Akte X und Sliders? Dann hätten wir neben schiefgelaufenen Militärexperimenten, unterschiedliche Planeten, Paranormale FBI-Fälle und sogar Paralleldimensionen mit unterschiedlichen Zeitlinien. Mir fällt absolut kein PnP-Plot ein, den man nicht in einer dieser Charakter-Welten unterbringen kann - Die Station Dysnomia meldet sich nicht mehr? Bam, schicken wir Jan Tenner and Friends dorthin, das zu untersuchen, Jailhouse Boogie, Moulder und Skully kommen mit gefälschter Identität in ein Gefängnis, um einem Insassen Informationen zu entlocken aber dann kommt der Verbindungsmann ums leben, der euch hätte wieder rausholen sollen oder eben Projekt Pilos im Sliders Format, wo es übrigens Jurassic Park, Moby Dick und das Angeschlossensein an Geräte und das Durchleben keiner “Filmschnipsel” genau so gab.

Die OneShots so zu verpacken, böte den SLs die Möglichkeit, uns absolut jede Geschichte zu pärsentieren, die ihnen nur einfällt, den Spielern böte es die Möglichkeit, sich auf ihre Charaktere einzulassen und ihnen ein bisschen mehr Tiefgang zu verpassen und uns Zuschauern würde es die Möglichkeit geben, diese Charakterentwicklung mitzuerleben und trotzdem immer ein abwechslungsreiches Setting geboten zu bekommen.


#1244

Ein Meisterwerk der Unterhaltung, Danke dafür ihr habt das alle mal wieder Super gemacht… ich habe geweint und Magen Schmerzen im Rotkäppchen abschnitt gehabt, wie gut war das den Bitte?

Rot ist nur eine Farbe! … NUR EINE FARBE!!!


#1245

Rot is schnella! :beanwat:


#1246

Hauke hat doch gesagt das die Körper derer die die Tests nicht bestehen entsorgt werden. Er hat doch sogar was von einer Falltür, oder ähnlichem, gesagt.


#1247

Kurze abgeschlossene Storys sind super ich hätte nur auch gerne mal eine konsistente Welt in dem sich die selben Helden immer weiter entwickeln. ( vgl. Flutwelt)


#1248

Fanart auf Instagram gefunden.


#1249

Die Idee, die Charaktere verschiedene Settings durchlaufen zu lassen, und auch, dass es sich als eine Art Test einer KI herausstellt, mitsamt der Auflösung am Ende fand ich prinzipiell richtig gut. Schade nur, dass sich dadurch noch mehr als sonst ein Abarbeiten der Situationen eingestellt hat. Das was sowohl die Jungs, als auch Hauke gut können, ist Figuren mit Leben zu füllen und absurde Situationen zu schaffen. (Gab es schonmal so wenig NPC-Interaktion wie hier?) Die Rätsel, sowie die Kämpfe, fand ich bisher nur selten richtig gut. (okay, das Kunst-Level hier war ganz nice) Da war für mich auch der Warhammer - Teil nicht so viel schlechter als jeder andere “kloppt halt drauf bis es tot ist”-Kampf, trotz nett ausgespielter Spezialwürfe. (und ja, Item-Karten, oder einfach die Werte den Spielern nicht vorher geben hätte schonmal einiges vereinfacht)
Im Nachhinein ist man immer schlauer, aber vielleicht hätte man auch überlegen können, erstmal eines der storylastigeren Szenarios zu Anfang und Warhammer, Risiko oder die Lemminge erst später voten zu lassen. Oder halt möglichst komplett entschlacken und die Absurdität der Situation mehr in den Vordergrund rücken.
Die Story-Settings haben das noch ganz gut aufgefangen, auch dass NPC’s ihre Routinen einfach mal wiederholt haben, fand ich einen netten Twist, da hätte ich mir mehr davon gewünscht. Auch Pilos kam mir am Ende zu kurz, da wäre noch Potential gewesen, auch wenn der Moment am Ende schon geil war.
Das Ganze über zwei Termine zu ziehen und dem dafür mehr Zeit zu geben, hätte vielleicht helfen können. Andererseits, nachdem es ihnen klar wurde, wie die “Spielregeln” waren, war die Story auch irgendwie auserzählt, bzw. hätte dann noch mehr folgen können/müssen, wie sie die Simulation durchbrechen können.

Ich muß aber auch sagen, dass ich die “KI schafft menschliches Leben aus Zellhaufen und social Media - Posts um sie auf Tauglichkeit zur Besiedelung eines Planeten zu prüfen” - Idee zwar als solches ganz witzig, aber auch nicht richtig stimmig finde.

Und ich möchte auch nochmal S.P.A.C.E. verteidigen, das hat zumindest für mich persönlich besser funktioniert, auch wenn es noch weniger p&p, dafür aber mehr Rollenspiel und Möglichkeiten für Schwachsinn hatte.
Manche Ideen im Thread finde ich aber auch nicht so richtig treffend. Zwar wäre ich auch dafür, manche Welten gerne wieder zu besuchen (Morriton Manor, Thabor), aber schon die Verknüpfung von T.E.A.R.S. und B.E.A.R.D.S. war für mich eher mäßig und viele der Welten leben auch von ihrem jeweiligen speziellen Charme, was einen Mix für mich da wenig reizvoll macht.

Projekt Pilos war für mich ein interessantes Experiment, für mich aber lieber wieder mehr auf die Kerntugenden der Runden besinnen: Eine interessante Welt anbieten und ausschmücken und Platz lassen, damit die Charaktere sie erkunden und Quatsch anstellen können. Und dafür weniger sich in irgendwelchen Regeln und Vorgaben verzetteln.


#1250

Hab den Thread jetzt nur überfolgen, aber scheint ja hier nicht so gut angekommen zu sein (zumindest haben die Beiträge die ich lese und eher nicht so begeistert sind die meisten Likes), ich fands richtig gut. Klar hat der Warhammer Teil etwas gehangen, aber ich fands insgesamt wirklich super.


#1251

Sooo schlecht liest sich das hier finde ich gar nicht. Es sind meist die selben Kritikpunkte, die man ja auch selbst schon erkannt hat. Von der Prämisse fanden es die meisten glaube ich gut.


#1252

Sehr gut geschrieben :slight_smile:

Stimme dir zu 100% zu. Man muss nicht immer versuchen Innovativ zu sein. Einfach mal eine schönes normales P&P.


#1253

War jetzt auch nicht so gemeint als ob es hier wirklich schlecht wegkommt, ist ja auch alles nachvollziehbare Kritik. Ich meinte nur das ich sehr viel Spaß dabei hatte und das reicht mir, auch wenns Verbesserung geben kann.