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Transgender - was wie wo und überhaupt

Fühlen dich erst mal ganz fest gerückt.

Schön da du dich geöffnet hast, du wirst mehr Mut finden, es ist okay wenn es langsam passiert ist.

Und such weiter nach Leuten die dich unterstützen, bei vielen dauert es etwas bis man die Personen findet bei denen man sich wohlfühlt.

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Erstmal alles gute für dich! Sei ganz fest gedrückt.
Du bist mit Sicherheit keine Dramaqueen - ich mag mir gar nicht vorstellen, wie ich mich fühlen würde, wenn ich in dieserLage von einem besten Freund nur einen blöden Spruch reingedrückt bekommen würde.

Dich hier online zu öffnen, ist doch schon mal ein guter Schritt! Ich hoffe, du findest auch in deinem Bekanntenkreis noch weitere Unterstützung. Ich kenne Transmänner, und (leider) hatten alle diverse Probleme - sind jetzt aber auch glücklicher, als vorher (sorry, wenn das jetzt sehr floskelhaft klingt).

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Ich weiß von ein paar Bekannten, dass es ihnen sehr geholfen hat sich mit der örtlichen LGBT Community zu treffen bzw. dort mit Menschen zu sprechen die in ähnlichen Lebenssituationen waren/sind.

Bei uns werden da auch Seminar und Treffen angeboten die sich mit allem möglichen zum Thema Trans sein beschäftigen.

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Zum Thema “Transgender” kann ich persönlich wenig sagen. Allerdings bin ich bisexuell und weiß was es bedeutet im Bereich der Sexualität nicht der “Norm” zu entsprechen.

Ich habe auch lange gebraucht mir das selbst einzugestehen. Da man immer mit dem Mindset rumläuft, dass “hetero” normal ist und alles andere unnormal und damit auch nicht Thema. Und da man als bisexueller Mann auch auf Frauen steht, scheint das erstmal kein Thema zu sein. Bis du merkst, dass du so 50% deiner Sexualität nie ausgelebt hast.

Am meisten nerven mich einfach die Sprüche. Auch wenn ich weiß, dass sie nicht ernst gemeint sind. Aber während hetero Männer bei Treffen mit Frauen immer im Verdacht stehen, dass da mehr dahinter steckt ist es bei bisexuellen Menschen bei jedem Treffen so. Egal welches Geschlecht.

Ich kann von Glück reden, dass ich sehr liberale Eltern habe. Ich weiß, dass es völlig in Ordnung ist wenn ich mal einen Mann “nach Hause” bringe. Leider habe ich z.B. auch einen sehr guten Freund der schwul ist. Dessen Eltern wollen das nicht und schweigen das Thema einfach tot. Mir tut das echt leid und ich kann einfach nicht verstehen wie man als Eltern so verbohrt sein kann. Da werde ich fast sauer…

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Ich habe gestern angefangen diesen Thread zu lesen und muss sagen, dass ich total gerührt bin und ich niemals damit gerechnet hätte so viel Positives hier zu lesen.

Danke für diese Community!!!:kissing_heart:

@Addearheart, zuerst möchte ich dir danken, dass du hier den Mut gefunden hast diesen Stein los zu treten! Aus persönlichen Erfahrungen mit Bekannten, kann ich dir nur sagen, dass es der Seele gut tut die Person zu sein die man im inneren ist! Ich hatte selbst schon öfters mit Transgendern zu tun und jede Geschichte dahinter war anders aber das Ergebnis war immer das gleiche. Sei wer du sein willst! Dann geht es dir auch gut! In deiner speziellen Situation kann ich mich nur vorher geschriebenem anschließen. Versuche kleine steps und gehe immer einen kleinen Schritt nach dem anderen. Auch wenn die Veränderungen nur langsam wahrgenommen werden, werden sie irgendwann deutlicher. Distanziere dich von Menschen die dir nicht gut tun… auch wenn deises schwer fällt aber DEIN Wohlergehen ist hier wichtig!

Ich hoffe ich konnte dir da zumindest ein wenig helfen. :blush:

Zu guter letzt will ich die Gelegenheit nutzen, um das erste mal in der Öffentlichkeit zu sagen das ich Bi bin. Eure Geschichten haben auch mir Mut gegeben mehr zu mir selbst zu stehen und es nicht mehr nur Geheim zu halten… Bisher konnte ich das nur 4 Menschen erzählen und geschähmt habe ich mich jedesmal dafür. Warum weiß ich bis heute nicht…

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Wollte mich nur mal an allen hier bedanken.

Danke
Danke
Danke

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Jetzt erst gesehen. Für mich bist und bleibst du Addearheart unabhängig davon was du biologisch bist oder wie du dich fühlst (hoffe das kommt richtig rüber, ist auf jedenfall positiv gemeint im Sinne von du bist du). Ich hoffe sehr dass du auch im RL eine Person hast oder findest bei der du du selbst sein kannst.

Zum Beruflichen, ich vermute das ist in Tirol nicht so einfach, aber ich hoffe dass sich das auch entweder legt oder du etwas anderes findest bei dem du dich auch persönlich entfalten kannst.

Fühl dich gedrückt :slight_smile:

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So. Hab mich heute meiner Familie & Friends gesagt. was Sache ist.

Und - wie hier im Forum - meine Familie & Freunde machten sich schon lange Sorgen um mich, und dass es nun herrausen ist: Willkommen in meinem neuen Leben?

Gute Freundin ist dann gleich mit einem besseren Namen gekommen, weil Adde ist zu blöd und Adora zu sperrig. Dora it is. Hab mich sofort in den Namen verliebt. Und er passt einfach.

Danke nochmals an alle hier im Chat, dass ihr mir die Angst genommen habt, zu mir zu stehen. Dass ihr mir die Kraft gegeben habt, ich zu sein. Hab euch alle lieb.

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Viel Glück, Freude und Erfolg im neuen Leben, Dora!

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:hugs:

wow.
ich hab großen respekt vor dir und deinem mut!
du bist echt super!

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Wollte euch nur auf den laufenden halten:

Family: Ma war anfangs geschockt, zum Glück war meine Schwester dabei (die selber Transpersonen kennt) und es wird dauern, aber sie wird es verstehen. Rest der Familie: Ja - und?

Arbeit: Ja - und? (Okay, dachte nie groß dass die damit ein Problem haben werden)

Freunde: Ja - und? (Musste ihnen nur das Okay geben, dass sie das gerne weiterleiten dürfen und ich kein Geheimnis mehr daraus machen will). Übrigens, dass sind gute Kollegen, die das auch durchmachten, falls Probleme sind gerne da.

Wieso hab ich das fast 25 Jahre verheimlicht?

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Btw

Warum ist das für dich nicht möglich? Also Hormone und vl irgendwann die OP?

Wenn du eine Mutter hast, die dich teilweise wöchentlich ausfragte, wann du endlich Kinder bekommst … War in der Richtung gemeint.

Vieles ist möglich, leider nicht alles (Und ja, das hat mich großes Kopfzerbrechen gemacht). Okay, ich könnte vor einer OP mein Sperma spenden … :neutral_face:. Zumindest haben sie nun Adoptionen (danke VfGH) geöffnet, vielleicht …

Aber Schritt nach Schritt. (Hab noch nicht mal einen Partner).

PS: Und wie gesagt: mein Vater hat sich homosexuell geoutet am Tag meiner Geburt. Sein Outing war allgemein weird. Und dieses Trauma will/wollte ich niemanden (besonders meiner eigener Kinder) nie antun.

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Bei dir wäre es ja kein Outing mehr. Aber Schritt für Schritt klingt gut :smiley:

Klar, aber als Mädchen im falschen Körper während der Pubertät (und auch später) - da denkste an sowas noch nicht, da willst deine Gefühle nur verstecken und unterdrücken.

Meinte jetzt bei dir bzw falls du Kinder hast dann.

Die Outingphase ist ja jetzt und nicht dann. :slight_smile:

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Übrigens: Funniest/Most Stupid Moment of my queer life: Als ich vor zwei Jahren “meinen” Namen in meinen Namen auf YT ändern wollte und damit auch meine ganzen Gmail-Kontakte die entsprechende Nachricht bekamen … :scream:.

Sollte wer wissen, wie man Google sagen kann, dass man (ohne weiteren Account) zwei Namen verwendet - bitte melden!

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Ich freu mich so sehr für dich. Es ist dir sicher nicht leicht gefallen umso schöner das es doch so gut aufgenommen wurde. :hugs:

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Update:

Morgen erster Termin als Frau beim Friseur :fearful:. Mag meine langen Haare (ja und alle sagten dauernd, ich soll sie abschneiden) und Ma will unbedingt, dass ich sie kürzer schneide, dass es ja nicht auffällt. Scheiß drauf, endlich ein Haarschnitt, der mir auch gefällt. (Mein Haar geht mir zur Zeit bis zu den Schultern, hatte auch mehrmals Haare die mir, man entschuldige mir mein klatschianisch, bis zum Arsch gingen und aus “Karrieregründen” immer gestutzt).

Heute auch eine sehr gute Unterhaltung mit meiner Schwester geführt. Sie weiß nun, warum ich Klamotten einkaufen und Friseurbesuche eigentlich schon immer gemieden habe wie die Pest.

Samstag geht’s dann endlich ans Kleidungsshoppen. Freundinnen haben instant zugesagt, mir zu helfen (ja als “Mann” allein die Frauenabteilung zu durchstöbern fühlt sich doch etwas komisch an). Vielleicht gibt’s dann auch endlich RL-Pics von mir hier im Forum :kissing_heart:.

Einziger Downmoment: Frühester Beratungstermin erst Anfang Oktober :frowning_face:. Naja, vielleicht auch gut, weil zur Zeit, dank der Akzeptanz meines Umfeldes bin ich leicht auf einer Euphoriewelle. Andererseits gibt es zur Zeit, nach all der langen Unterdrückung kein besseres Gefühl als es endlich der Welt rauszuschreien: ICH BIN 'NE FRAU, NA UND?

Hab heute auch die (fast, leider nicht alle erreicht) letzten des mir wichtigen Umkreises informiert und die Akzeptanz war zu 100 % - endlich wissen wir, warum du so “anders”/“komisch”/“introvertiert” warst. Sollte das wer lesen, der mit sich und seiner Sexualität hadert: vergiss deine Sorgen, vertraue dich deinen Freunden und Freundinnen (und alles dazwischen) an und versuche es nicht wie ich Idiotin, es 25 Jahre zu verheimlichen. Gerade nicht deinem Therapeuten.

Und glaube nicht, dass ein besserer Zeitpunkt kommt. Es gibt immer Ausreden, es gerade jetzt nicht zu tun (Arbeitslosigkeit, neuer Job, Beförderung, andere (gerade Vereine) nicht zu blamieren, schwierige Zeit in der Familie, … - könnte euch zig Sachen aufzählen, warum man die Fixidee hat, es herauszugögern).

Es ist ein größerer Schritt für dich (dass haben mir auch die anderen Transfrauen bestätigt, mit denen ich bisher reden konnte), als für dein Umfeld. Und die paar Idioten, die es nicht kapieren, haben deine Aufmerksamkeit nicht verdient.

PS: Auch eine Sache, die mir zu meinem Coming Out halfen: Singen im Chor. Singen, gerade Singbildung (das erreichen höherer Töne), fühlt sich sowas von gut an. Hatte immer Probleme mit meiner Stimme, weil sie sich für mich zu wenig mit dem deckte, was ich hören wollte (hasste Tonbandaufnahmen von mir). Sitze gerade im Tenor (mit ein paar älteren Frauen) und 1. es macht einfach Spaß; 2. wenn man dann endlich die höheren Töne schafft, es fühlt sich so gut an. Werde vielleicht niemals im Sopran singen, aber die ganze Gruppendynamik (und nein, singe erst seit meinem Outing bei einem Chor in meiner Gegend und nur die Chorleiterin weiß von meinem Geschlecht). Vor allem es macht Spaß. Kein Meister ist je vom Himmel gefallen. Ich habe noch viel vor mir. Aber meine Stimme fühlte sich das erste Mal seit ich denken kann, als meine Stimme an (noch immer eine Oktave zu tief, aber ich kann mich hören).

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First of all: Finds super, wie toll sich das bei dir entwickelt! Weiter so!

Beim Thema Sopran singen oder nicht, wirst halt auch durch deine Stimmbänder limitiert sein. Aber mit der richtigen Technik geht sich einiges aus. Als ich damals im Schulchor gesungen hab (zwischen 16-19) konnte ich durch das richtige Training statt im Tenor durchaus im Alt 1 mitsingen. War teilweise höher als meine damalige Freundin die Alt gesungen hat :sweat_smile: Ja ich weiß, der Vergleich hinkt hier ordentlich und will dich auch nicht demotivieren. Eher das Gegenteil, musst nur aufpassen bei den Stimmbändern

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