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Welchen Film habt ihr als letztes gesehen? II

Und Melissa McCarthy endlich mal in einer angenehm anderen Rolle. Guter Film.

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Joker in der dt. Synchro

Nachdem ich ihn Donnerstag in der OV gesehen habe, hab ich ihn nun noch einmal auf Deutsch gesehen. Leider verliert die Performance von Phoenix dadurch eine Menge, weshalb er mir deutlich weniger gefallen hat. Denn mal ehrlich: Abseits von dieser großartigen Performance hat der Film nicht viel zu bieten.

Warum spielt er eigentlich 81? Hat die Wahl dieses Jahres irgendeine Bewandtnis für den Plot? Kann der Film nicht genauso 2019 spielen? Der Hass auf reiche Leute und die Spaltung der Gesellschaft macht heute doch mehr Sinn als damals. Auch die Problematik mit dem Gesundheitssystem ist aktueller denn je.

Pheonix ist überragend, aber nach der 2. Sichtung habe ich das Gefühl, dass der Film als solches ein Blender ist. Was will er eigentlich aussagen? :frowning_face:

Besser als “Dark Knight”?

An “Joker” scheiden sich ja wirklich die Geister.

Die Bewertungen in den Kritiken reichen von totaler Fehlschlag bis zu Meisterwerk.

Schon interessant.

Ich glaube ich werde ihn mir aber erst auf Blu-Ray anschauen.

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Easy.

All right then :grin:

El Camino

Ein schöner Epilog für Jesse Pinkman, in dem auch nochmal einige Dinge gezeigt wurden und Jesse nun einen neuen Start in Alaska starten kann. Fand ich schön, dass Mike ihm von Alaska erzählte. Fand das Verhältnis zwischen den Beiden schon damals toll. Generell gefielen mir alle Flashbacks sowie Auftritte bekannter Gesichter.

Hätte es den Film gebraucht? Nein, wenn man die Geschichte damals noch hätte bringen können. So war das Entkommen damals, zwar eine Befreiung, aber auch die Fahrt ins Ungewisse für ihn und uns. Nun fährt er auch ins Ungewisse. Aber als neuer Mann, an neuem Ort. Das ist schön. So war Granite State und Felina, aber der Epilog und das Finale von Walter White. Die Serie ist dann vorbei mit Walter White. Da hätte die Story um Jesse zeitlich nicht mehr gepasst.

Ich fand El Camino gut. Ich war sofort zurück in der Welt. Was ich auch cool fand: Wie oft sagte Gegenwarts-Jesse nun
“Bitch”? Nicht einmal, meine ich. Ist auch das wovon man Aaron Paul ein wenig losreißen wollte. :grin: Auch wieder stark abgeliefert von Paul.

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Room 237:
Interessanter Film, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass er für gewisse Zuschauer eher mühsam oder nervig sein kann.
Die Frage die man sich vor diesem Film stellen muss ist: Habe ich die Geduld über 100 Minuten einer Gruppe Leute zuzuhören, welche sich derart in einen einzigen Film (Kubricks “Shining”) reingearbeitet haben, dass sie angefangen haben, in jedem Fleckchen und in jedem Schatten irgendwelche Symbole zu sehen, welche in ihren Augen ihre persönlichen, völlig überzogene und weit hergeholte Theorien dazu, worum es in dem Film EIGENTLICH geht, beweisen…
Ich war anfangs etwas ungeduldig, denn der Film fängt gleich mit einigen sehr, SEHR überkonstruierten Interpretationen irgendwelcher Nebensächlichkeiten an, und da dachte ich erst: “Och, meine Güte Leute… das ist jetzt aber nicht euer Ernst, oder?”
Aber irgendwie vergingen die 100 Minuten dann doch verdammt schnell und waren dann schlussendlich doch sehr unterhaltsam.
Und ich finde, es regt durchaus zum Mitdenken an, wenn man den Gedankengängen all dieser Leute so folgt, und dann Dinge sieht, welche einem noch nicht aufgefallen sind.

Z.B. hat der eine der Interview-Gäste erzählt, wie er den Film vorwärts und rückwärts gleichzeitig laufen liess, und die Bilder halb-transparent übereinander drüber gelegt hat, sodass die Bilder verschwimmen. Ich verstehe immer noch nicht ganz, was er denkt das beweise, aber natürlich entstehen auf diese Art faszinierende Szenen, wo Gesichter übereinander drüber liegen, oder thematisch passende Szenen miteinander verschmelzen. Natürlich behaupte ich nicht, dass Kubrick den Film ABSICHTLICH so konstruiert hat. Aber was ich denke ist, dass, wenn ein Film gut strukturiert und gefilmt ist, dass dir viele Filme eine so bizarre Synchronie in gewissen Momenten geben können. Wie gesagt: NICHT weil das beabsichtigt ist, sondern eher weil eine Konventionelle Geschichtsstruktur dazu führen kann, dass das Set-Up eines Themas oder eines Plotpunktes am Anfang unter umständen ähnlich weit vom Anfang des Filmes entfernt sein kann, wie der schlussendliche Pay-Off zum Ende des Filmes. Und wenn der Bildaufbau innerhalb des Filmes gut gewählt ist, dann wird automatisch ein gewisser Overlap entstehen, weil wichtige Punkte innerhalb des Bildes oft zentral gesetzt sind, etc, etc… Und solche Dinge finde ich persönlich halt interessant :grin:

Fazit: Unterhaltsame Doku, verlangt aber dass man bereit ist, sich mit den wildesten Interpretationen irgendwelcher Leute auseinander zu setzen.

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Hab den Film Rocketman am Freitag auf Bluray bekommen und ihn mir nochmal angeschaut, nachdem ich ihn damals schon im Kino gesehen habe. Wenn man die Songs von Elton John mag, kann man sich den Film auch öfters anschauen. :grin::sweat_smile:

El Camino
Lustigerweise eine derer Geschichten bei der ich nicht wusste das ich sie wollte bis ich sie gesehen habe. War völlig im Frieden mit dem Ende von Breaking Bad, El Camino greift aber nochmal eine Geschichte auf mit einem offenen Ende und bringt sie zu einem würdigen Abschluss. Erstaunlich ist wie schnell man wieder in der Welt von BB drinne ist (obwohl der letzte rewatch schon ne ganze Weile her ist) und wie schnell einem bewusst wird das man es vermisst hat und was für eine Qualität das alles hatte. El Camino war nicht nötig und trotzdem freue ich mich das es ihn gibt. Funktioniert der Film auch ohne BB? Meiner Meinung nach nicht da der Bezug zur alten Serie doch einen ordentlichen Teil einnimmt und auch wenn das was eigenständig ist wieder toll erzählt und in Szene gesetzt wird denke ich das der Fluss des Films ohne Vorwissen zu oft unterbrochen wird. Und gebt Aron Paul mehr Rollen, der Typ ist echt besser wie vieles mit dem man von Hollywood zugebombt wird.

Joker
Hmm…ja…hmmm…Joker ist ein guter Film mit grosser schauspielerischer und produktionstechnischer Leistung, aber ist er der Überflieger den viele aus ihm machen? Ohne den DC Hintergrund hat man nunmal das Abdriften in den Wahnsinn schon oft gesehen, auch Gesellschaftskritik ist wirklich nichts neues. Ich kann nur mutmassen warum er bei vielen so eine wuchtige Wirkung hat, vielleicht fühlt sich doch der eine oder andere ertappt, denn das schöne ist das er JEDEM den Spiegel vorhält, vom kleinen Alltagsarschloch bis zu Gruppierungen mit einer guten Intension die dabei aber selbst zu etwas negativem mutieren, von den Medien bis zu denen die sich daran ergötzen und Leuten die sich wie Scheisse verhalten und glauben sie könnten das mit dem verhalten anderer rechtfertigen, von den Incels bis zur Antifa bis zum “normalen” random Dude. Sprich der Film pinkelt Leute in einem weiten ausladenden Kreis ans Bein und den Reaktionen nach zu urteilen trifft er genau ins Schwarze. Getroffene Hunde bellen…
Am stärksten ist für mich der Film trotzdem in seinen Comicwurzeln Momenten denn da ist er neu und frisch und mutig und schafft es sogar überraschend zu sein. Aber reicht das um ein spitzen Film zu sein?
Fazit: der Joker ist gut, ohne Frage (besonders für einen Comicfilm), aber meiner Meinung nicht das was aus ihm gemacht wird, sowohl in die eine oder andere Richtung. Er ist unbequem, deprimierend und traurig, ganz bestimmt kein Popcorn oder Sonntagsfilm und auch keine Gewaltorgie wie es von einigen herbeifantasiert wird,…und genau deshalb sollte man ihn sich ansehen denn er verweigert sich dem Mainstream Wohlfühlkino konsequent und ist eine willkommene Abwechslung. Und falls dieses aufblähen zu dem Skandalfilm das er nur ein bisschen ist ein Marketingstunt war…good job ich hasse euch

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Ja!

Grand Budapest Hotel

Zeit für einen Hot Take :smiley:

Das ist hemmungsloser Style over Substance. Der Bildkompositions-, Schnitt- und Kameraeinstellungsporno ist zwar faszinierend und als jemand, der sich über reine Unterhaltung mit Filmen beschäftigt absolut sehenswert… ja ich würde sogar sagen: Muss man mal gesehen haben.

Aber die Story? Meh. Charaktere? Klar, skurril. Wie immer bei Anderson. Aber hier fühlt es sich tatsächlich so an, als wären die Charaktere schräg um des Schrägsein willens.
Und im Minutentakt mit Superstars vollgebombt zu werden, ist kein qualitativer Wert an sich. Auch, wenn es Lieblinge wie Bill Murray oder Jeff Goldblum sind.

Unterhaltsam ist das trotzdem irgendwie. Dafür sind Anderson-Filme dann doch zu eigen. Aber diese Stellung als ultimativer Kritikerliebling mit vielen hohen bis Höchstwertungen… hat er meiner Meinung nach nicht verdient.

3,5 von 5 Sternen.

Climax

Ja. Auch hier: Style over Substance. Die Tanz-Plansequenz am Anfang ist der Hammer und die Kamera allgemein - wenn auch ganz am Ende etwas übertrieben diffus - und das Zusammenspiel dieser mit der Musik ist der Wahnsinn. Ein Audiovisueller Orgasmus der besonderen Art.

Das Problem: Noé versucht die letzte Viertelstunde von “Requiem vor A Dream” auf eine Stunde auszuweiten… allerdings mit Charakteren, die mir vollkommen egal sind. Das scheint er zu wissen und baut als billigen emotionalen Effekt ein Kind ein.

Laut seinen eigenen Aussagen wollte er zeigen “wie schlimm Drogen sind”. Nur unterläuft er diesen Anspruch selbst, denn in der Handlung des Films ist der kollektive Trip dieser Menschen unfreiwillig herbeigeführt. Wenn der Film ein Thema hat, dann sind es schlechte Freunde.
Ich habe persönlich keine Drogenerfahrung… zumindest mit härteren Drogen. Trotzdem möchte ich in Zweifel stellen, dass Menschen wegen LSD zu gewalttätigen Vollpsychopathen werden. Der Film ist so drüber in der Darstellung von Drogenmissbrauch, dass er sich von der Realität abhebt und der pädagogische Ansatz vollkommen zerstört wird.

Trotzdem bleibt es eine “Seherfahrung”.

3 von 5 Sternen

Goodfellas

Scrollt weiter hoch und schaut, was ich zu Casino geschrieben habe. Das sagt auch alles zu Goodfellas.

Darf ich auch mal den nächsten Hot Take abliefern? Ich finde Joe Pesci überschätzt… oh je, hat er das wirklich geschrieben? Ja, hat er. Joe Pesci kann EINE Rolle perfekt, aber auch eben nur diese. Und Scorsese setzt mir das in beiden Filmen zu inflationär ein. In Goodfellas gibt es gleich drei- oder viermal den Aufbau: “Joe Pesci sitzt in einer Bar oder einem Restaurant, redet und unterhält fast den ganzen Laden und explodiert dann aus dem Nichts und massakriert jemanden”. Das hat für mich vollkommen seine Wirkung verloren.

Ich hoffe in “The Irishmen” denkt sich Scorsese mal was Neues aus.

4 von 5 Sternen.

Ich meine, einmal hat er es ziemlich direkt gesagt. Kann aber auch sein, dass es in einer Rückblende war. In den Interviews im Vorfeld zu “El Camino” hat Aaron Paul seinen ikonischen Spruch aber wieder sehr oft gesagt.

Ich meine, es kam einmal Bitch vor von Jesse, aber das war im Diner mit Walter. Sonst hatte Skinny Pete am Anfang des Films 1-2x Bitch verwendet.

Ich wurde zwar nicht gefragt, aber Joker kommt meiner Meinung nach nicht mal in die Nähe von The Dark Knight.

Man kann gerne darüber streiten, ob Ledger oder Pheonix die bessere Peformance abgeben. Ich selber will das gar nicht, da beide großartig sind. Betrachtet man aber nur den Film, dann gibt mir TDK so viel mehr.

El Camino

Leider belanglos. Hätte ich nicht gebraucht.

Ja, geht mir ähnlich. Finde “The Dark Knight” auch um einiges stärker, aber halte diesen Film halt auch für so ziemlich den besten Comic-Film, den es im Moment gibt. Für mich zusammen mit “Logan”. Und “Joker” kommt da nicht ganz ran. Trotzdem immer noch ein starker Film.

Der Hauptgrund, warum ich gefragt habe war aber mehr, dass heutzutage viele Leute vergessen, dass “The Dark Knight” ja eigentlich auch ein DC-Film ist…
Bei den meisten fällt dieser Film irgendwie aus dem Gedächniss, wenn es um Comicbuch-Filme geht. Und in der Regel nicht, weil sie ihn nicht gut finden, sondern mehr, weil sie ihn einfach irgendwie nicht dem gleichen Genre wie all die anderen Comicbuch-Filme zuschreiben.

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El Camino: a breaking bad Movie (klingt für mich nicht nach nur einem Film…)

Toll gefilmt (Bilder, Stimmung); aber inhaltlich sehr dünn.
Die Serie hab ich seit Staffel 5 aktuell war nicht wieder gesehen, daher war ich dauernd am rätseln, wie es in der letzten Folge für Jessie eigentlich ausging.
Vermisst habe ich auch richtig verrückte Einfälle. Den Original-Cast nochmal in der Breite heranzuziehen war sehr schön, zu 99% sind das jedoch nur sehr kurze Momente.
Der Film unterhält gut, dennoch finde ich ihn nicht außergewöhnlich oder besonders.

Manace II Society …gibt es auf Prime zu schauen. Den hab ich viele Jahre nicht gesehen. Immernoch ein sehr guter Film. Nur die schnellen Schwarzblenden und das der Film nach all der Zeit noch immer nicht optisch aufgebessert und so extrem dunkel ist, wirkt veraltet. Sonst kann man den noch gut ansehen.

Das mag daran liegen, dass TDK gerade noch vor der MCU-Welle gestartet ist. Iron Man war zwar ein paar Monate raus, aber damals stand das MCU noch nicht stellvertretend für die Definition von Comicbuchverfilmungen, dem später alle (inkl. DC) nachgeeifert haben.

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Doch, es bleibt bei einem Film. Vince Gilligan hat in einen Auftritt gesagt, dass Better Call Saul und El Camino, die einzigen Geschichten im Universum bleiben. Er kann sich nur bei zukünftigen Projekten vorstellen, dass er mit Leuten aus dem Cast wieder zusammenarbeitet, wenn es passt.

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Einfach mal aus Nostalgie den kaptain Blaubär Film auf Netflix runtergeladen.
Ist ganz nett. Recht kurzweilig. Die Synchronsprecher, insbesondere Helge Schneider sind gut aber war etwas enttäuscht wie einfallslos der so insgesamt ist.
Wenn man das mit Blaubär Roman vergleicht, ist schon ein krasser Unterschied. Der Roman ist zwar an älteres Publikum gerichtet und der Film für Kinder aber dennoch kann ja beides sehr fantasievoll sein.

Superbad

Lange her das ich den gesehen hab. Und wow der ist immer noch richtig richtig lustig. Trotz stumpfer 0815 Prämisse viele richtig gute Gags. Und so viele bekannte Gesichter.
Hatte ich sehr viel Spaß mit.

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