Forum • Rocket Beans TV

Welchen Film habt ihr als letztes gesehen?


#12962

Gary Oldman und Morgan Freeman sind ebenfalls perfekte Besetzungen.

Bale sowieso.


#12963

Wolfsnächte

Düsterer und ungemütlicher Thriller.
Auch wenn ick den Schluss nicht ganz verstanden habe,hat mir die Story gut gefallen.
Und Horrorfilme oder Thriller in verschneiten und abgelegenen Orten gehen immer klar.:supa:

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Hat mir ein wenig besser gefallen als der erste Teil.
Die Charaktere sind wirklich toll und ick musste ein paar mal gut lachen.
Und am Ende hab ick sogar feuchte Augen bekommen.Werd wohl irgendwie immer sentimentaler… :smile:
Als nächstes steht dann endlich Avengers:Infinity War an.Zeit wirds!

Polar

Mads Mikkelsen ist einfach nur super.
Hab bis jetzt glaube keinen Film gesehen,wo er nicht abgeliefert hat.(in Doctor Strange vielleicht :thinking:)
Die Nachwuchskiller haben ein wenig genervt.Dafür war aber dieser “Oberbösewicht”
Blut herlich überzeichnet.
Mir hat diese Mischung aus ernsten Thriller und übertriebenen Action ganz gut gefallen.

Death Note

Da ick die Manga-Vorlage nicht kenne,bin ick da ganz unvoreingenommen rangegangen.
Willem Dafoe als Dämon hat ganz gut gepasst.Auch die Idee hinter Death Note hat mir ganz gut gefallen.Hätte man aber glaube besser umsetzen können.Und da mir die Charaktere immer recht egal gewesen sind,hab ick am Ende nicht wirklich groß mitgefiebert.Obwohl der Schluss eigentlich wieder ganz cool gewesen ist.
Hat viel Potential verschenkt.Aber für einen Sonntagnachmittag ganz okay.


#12964

Kenne die Vorlage und finde den Film auch relativ solide. Der Shitstorm dagegen war mal wieder so ein random Trend, auf den alle wieder aufspringen wollten.


#12965

Das habe ich halt wirklich anders erlebt…

Wie sie den vermeintlichen Tod von Harry im ersten Teil zurückgepaddelt wird untergräbt nicht nur den Emotionalen Moment des ersten Filmes (was ich sauschade finde), er macht nichtmal Sinn, und da hofft man sehr klar, dass der Zuschauer nicht mitdenkt.

Aber ich glaube, da sehen wir es halt wirklich anders, denn du schreibst auch:

Ja. er war genial. Im Ersten Film. Und darum war sein Tod auch so traurig… aber auch so emotional.

Und das ist jetzt alles weg. Colin Firth hätten sie nie zurückbringen dürfen. Nicht weil ich seinen Charakter nicht super fand, sondern WEIL ich ihn eben super fand…
Ich glaube, wenn man Charaktere einfach zurück will, egal ob es Sinn macht, oder was für einen Einfluss es auf den ersten Film hat, weil man den Charakter halt Spassig und Cool findet, dann wird man das wohl nicht nachvollziehen können, aber ich befürchtete das Schlimmste als ich hörte, dass Firth für die Fortsetzung gecastet wurde, und meine Befürchtung wurde leider bestätigt.


#12966

Den Shitstorm hab ick nicht mitbekommen.
Aber selbst wenn,beeindruckt mich so etwas recht wenig.Mach mir da lieber selbst ein Bild von.


#12967

Wonder Woman

Der bessere Gegenentwurf zu Captain Marvel, da sich alles in allem der Film so viel runder anfühlt, obwohl er bei weitem nicht perfekt ist.

Größten Respekt an Gal Gadot und Chris Pine, die hier wirklich eine wirklich starke Performance abgeben, auch der Rest des Casts hat mich überzeugt. Ein sehr schöner Kniff im Original ist, dass alle Amazonen Englisch mit Akzent sprechen und so auch ein bisschen das Sprachenproblem behoben wird, welches sich sonst aufgetan hätte. Was hier wunderbar gelöst ist, ist die Naivität, Weltunerfahrenheit und die Menschenfremdheit von Diana, die genau wie Pines Charakter sich erst in der jeweils anderen Welt zurecht finden muss, was zu unterhaltsamen Momenten führt. Dazu funktioniert das Setting einfach wirklich gut, da es recht unverbraucht wirkt, auch wenn die beiden Bösewichte leider zu gewohnt gestaltet wurden. Look und Schnitt ist noch ganz im Stil von Zack Snyder, aber die Action ist übersichtlich und obwohl Diana recht viele Kräfte hat, wirkt sie nie overpowert und hat auch einige Momente bei denen man wirklich mitfiebert. Dazu kommt der Film von drei längeren Sequenzen abgesehen weites gehend ohne Action aus, in der Zeit wird mehr auf Figurenkonflikte, Pacing, ruhige Momente und auf Spannung gesetzt, sogar Intrigen finden hier ihren Platz. Das sogar eine Wendung mich so kalt erwischt hat muss ich dem Film hoch anrechnen.

Allerdings muss man ehrlich sein, dass es trotz der erfrischenden Geschichte und den Charakteren immer noch ein bekanntes Erzählmuster ist, hier von Marvel-Formel zu sprechen wäre komisch, deswegen nenn ich es mal DC-Formel. Obwohl es ein anderer Verlag ist, scheint man trotzdem noch auf ähnliche Strukturen zurück zu greifen. Auch das am Anfang aufgesetzte Königin-Tochter-System ging mir selbst sehr auf die Nerven, gerade weil die Vorsicht bei einem Kriegervolk einfach unangemessen ist. Dazu gibt es gerade im Mittelteil ein zwei Stellen, die zwar ganz nett sind, auf die ich aber auch hätte verzichten können.

Trotzdem will ich hier noch einmal eine Lanze brechen: eine starke Frauenfigur bedeutet nicht, dass sie alles kann und unzerstörbar ist, sondern sich trotz Schwächen und Macken gegen Gegner und Unterdrücker durchsetzen kann. Hier wird es richtig gemacht, bei Captain Marvel genau falsch. Auf jeden Fall einer der DC-Filme der mich seit dem neuen Universe wirklich überzeugt hat. So viel besser als Man of Steel, Batman V Superman, Aquaman und natürlich soo viel besser als der miserable Suicide Squad.

3,5 von 5
Gesehen auf Netflix in OV mit deutschen Untertiteln


#12968

Nach deinem Beitrag kam der Film bei mir auf die watch list und heute habe ich ihn angeschaut.

Kann mich dem anschließen :herz:


#12969

Annihilation (OV)

Ich bin generell ein Fan von so ‘kosmischem’ Horror, der etablierte Regeln, wie die Realität funktioniert, aushebelt und einem das Gefühl gibt, verloren zu sein in einer Realität, deren wahre Natur sich als grundlegend menschenfeindlich und nicht mit herkömmlicher Logik fassbar herausstellt.

Das ist auch, was mich an Annihilation gereizt hat. Aber zurückblickend, weiß ich nicht, was ich von dem Film halten soll. Liegt vielleicht auch daran, dass ich Teile des Klimaxes bereits vorher auf Youtube gesehen hatte.

Feeling hat der Film auf jeden Fall ohne Ende und dieser relativ kontextlose WTF Faktor, den man von cosmic horror kennt, hat mich auch bis zum Ende neugierig gehalten, aber ich kann nicht umhin als irgendwie davon enttäuscht zu sein, wie das Ganze dann aufgelöst wurde.

Plot ist schnell erzählt; Natalie Portman ist Biologie Dozentin und hat einen Freund im Militär, der sich im Vorfeld des Films auf eine streng geheime Mission begibt. Als dieser vollkommen desorintiert und scheinbar schwer krank ein halbes Jahr später auf ihrer Türschwelle auftaucht, nachdem sie schon davon ausgegangen war, dass er nicht mehr zurückkehrt, stellt sich raus, dass er der einzige Soldat ist, der jemals von einer der unzähligen Expeditionen in ein mysteriöses, sich langsam ausbreitendes und von der Regierung geheim gehaltenes Energiefeld an der Küste zurückgekehrt ist. Um dem Geheimnis, was ihrem Freund zugestoßen ist und vor allem auch was da überhaupt genau vor sich geht, auf den Grund zu gehen, macht sie sich bald selber mit einer kleinen Gruppe aus hauptsächlich anderen Wissenschaftlerinnen auf, die Spuren der ihnen vorhergegangenen Expeditionen nachzuverfolgen.

Viel zu spoilern gibt es eigentlich nicht, was vielleicht an sich schon ein Spoiler ist. Eine Erklärung dafür, was denn nun konkret genau abgeht, wird in dem Film nur einmal kurz angerissen - reicht aber auch, um hinterher nicht komplett im Dunkeln zu stehen.
Ich bin mir unsicher, was mir genau an dem Film fehlt. Vielleicht ist mir das Ende ein bisschen zu nah an einem Happy End für die Art von Film - kosmischer Horror lebt vor allem für mich davon, dass es kein Entkommen gibt. Vielleicht war mir die Erklärung, die gegen Ende gegeben wird, etwas zu simpel. Andererseits wäre mir überhaupt keine explizit im Film geäußerte Erklärung vielleicht auch lieber gewesen.

Ich hab die Angewohnheit, nach einem gesehenen Film immer die IMDB Trivia Section darüber durchzulesen, und dort stand auch tatsächlich, dass der Regissuer sich dagegen entschied, das Buch, auf dem der Film basiert, vor Drehbeginn nocheinmal durchzulesen, um dem Ganzen was Traumartiges zu geben. Kann ich verstehen; ein zu deutlicher roter Faden hätte der Athmosphäre potentiell nicht gut getan. Aber ich habe auch das Gefühl, man merkt schon, dass dadurch konzeptionell ein paar Feinheiten des Plots unter den Tisch gefallen sind.

Alles in Allem ein durchaus solider Film. Nicht unbedingt leichte Kost, also vielleicht nicht für den Filmabend mit dem Squad geeignet, wo dann eher rumgealbert und entspannt als wirklich der Film verfolgt wird. Ich habe mich auf jeden Fall durchgehend gut unterhalten gefühlt und war bis zum Ende gespannt, habe aber den Verdacht, dass man lieber das Buch lesen sollte, wenn man die volle Experience haben will - auch wenn ich das selber vermutlich nicht machen werde. Einer von diesen Filmen, wo man sich noch ewig daran erinnert, dass man ihn gesehen hat, ohne dass unbedingt noch all zu viele Einzehlheiten sehr lange hängen bleiben - so ähnlich wie’s mir mit The Fountain mit Hugh Jackman geht.

7.25/10


#12970

Ich bleibe noch immer dabei, das der X-Men First Class ein guter Film ist


#12971

One Cut Of The Dead

Ohne Witz - dieser Film ist mit das Lustigste, was ich die letzten Jahre gesehen habe. Und wie die Jungs bei Kino Plus schon gesagt haben: Die erste halbe Stunde ist pure Qual und man denkt sich die ganze Zeit: Was zum Teufel…? Doch ist man da einmal durch, wird man sooooo sehr belohnt und denkt am Ende einfach nur: Ahhhhhhh, so ist das also :smiley: :smiley: :smiley: Fight Club und The Sixth Sense können nach diesem Twist wirklich einpacken :wink:
Ganz, ganz, ganz, ganz große Kino- und Filmemacherkunst!

Habe auch einen Artikel (komplett spoilerfrei!) dazu geschrieben.


#12972

Wer findet das nicht? die ersten beide sind echt gut.


#12973

Hab ich mich auch gefragt, First Class und Days of Future Past sind doch eigentlich sowohl von Kritikern und Zuschauern gut aufgenommen worden.


#12975

Into the Spiderverse

Hat mir gut gefallen, aber jetzt will ich einen eigenen Penny Parker Film :smiley:


#12976

Für mich ist Days of Future Past auch ein genügender Abschied für die Reihe (Abseits von Logan). Den Rest brauche ich dann auch nicht mehr.


#12977

hab gestern Drive geschaut fand ihn irgendwie voll langweilig und hat mich stark an Leon der Profi erinnert den ich aber um Welten besser fand.


#12978

Sie leben gestern auf Tele5 gesehen. Irgendwie trashig, manchmal etwas billig, aber trotzdem cool. Ich hatte Spaß und werde beim Kauf meiner nächsten Sonnenbrille mal etwas genauer hinschauen …

OBEY


#12979

The Illusionist.
War ganz ok, halt vorhersehbar :stuck_out_tongue:


#12980

Es lief heute der Film Verachtung. Ehrlich gesagt hätte ich mir meinen Montag Abend nicht so düster vorgestellt. Es geht um Zwangssterilisationen in Dänemark. Das wurde verpackt in einen Mordfall mit Verfolgungsjagt und gleichzeitig etwas Humor.
Es wird Gewalt, Vergewaltigung und eine Abtreibung gezeigt. Das Ende war echt kitschig und es gab ein Happy End.

Kann man sich mal ansehen. Ist ein ernsteres Thema.


#12981

Sie leben! von John Carpenter

“I have come here to chew bubblegum and kick ass… and I’m all out of bubblegum.”

Dieses berühmte Zitat stammt nicht etwa von Duke Nukem, woher es wohl die meisten kennen und ich habe mir einen Teil davon auch nicht extra als Zweitnamen für’s Forum überlegt, nein, es stammt aus “Sie leben!”.

Der Film ist natürlich sehr kultig und hat ein paar wirklich ikonische Szenen dabei. Außerdem sind hier ein paar wirklich interessante Ideen verbaut. Als großer Wrestlingfan und in den 90ern auch Fan vom Hot Rod muss man den Film natürlich einfach lieben. Er ist 80er durch und durch, haut einen Oneliner nach dem anderen raus, hat einen ikonischen Helden und schier unbesiegbare Gegenspieler. Fans von Sci-Fi-Thrillern der 80er machen hier sicherlich nichts verkehrt.

Habe gerade die Version auf Tele 5 gesehen, war aber glaube ich ungeschnitten, wenn mich meine Erinnerung nicht trübt, hatte ihn lange nicht gesehen.

“Life’s a bitch, and she’s in heat.”

4/5


#12982

The Man Who Killed Don Quixote

Wie bei jedem Film von Gilliam: Entweder man mag seine Art oder man hasst sie.

Grandios besetzt mit einem wirklich tollen Adam Driver, Jonathan Pryce (der High Sparrow aus GoT oder Governour Swann aus Fluch der Karibik) und Stellan Skarsgard ist dieser Film ein absurdes Roadmovie (mit Pferd und Esel :smiley: ), dass am Ende fast in eine groteske Farce umschlägt.

Gespickt mit dem typischen Kameraspielchen von Gilliam: Fischauge (sparsam eingesetzt) und Dutch Angle (nicht so sparsam eingesetzt).
Dazu gibt es eine ordentliche Prise Surrealismus.

Ein spanischer Schuhmacher denkt, er wäre Don Quixote, weil er ihn mal als Laiendarsteller in einem Studentenfilm gespielt hat. Jahre später trifft der damalige Student, der mittlerweile Werbefilmer geworden ist, wieder auf den Schuhmacher. Durch absurde Ereignisse gehen sie gemeinsam auf eine Reise.

Es mag zwar eine Aneinanderreihung absurder Situationen sein, aber da steckt etwas mehr dahinter. Das Ganze kann man als eine Kritik an unserer heutigen Zeit verstehen, in der alle danach streben berühmt zu werden. Das wird besonders durch eine Nebenfigur noch einmal deutlicher.

Wo ich etwas mit den Augen rollen musste, ist die Entscheidung den britischsten Briten aller Zeiten (Jonathan Pryce) einen spanischen Akzent sprechen zu lassen. Aber daran gewöhnt man sich, weil Pryce eben Pryce ist und Don Quixote wunderbar verkörpert.

Ich kann mich nur noch einmal wiederholen: Die Schauspielleistungen sind, wenn auch teilweise absichtlich overacted, wirklich sehenswert. Ich finde auch den gesamten Film sehenswert, auch wenn er etwas zu lang (133min) ist. Er hätte pointierter sein können.

Ich habe als Kind Hörspielkassetten mit Don Quixote gehört und habe deswegen eine Affinität zu der Figur, obwohl ich nie das Buch gelesen habe (was ich bald tun werde). Und ich mag Gilliam. Der Film ist ganz sicher nicht für Jedermann.

3 1/2 von 5 Sternen von mir.

Es gibt noch eine Doku namens “Lost in La Mancha” wo vom Scheitern einer früheren Veefilmung dieses Stoffes berichtet wird. Auch die werde ich demnächst schauen.

Antje hat dem Film übrigens 1 Stern gegeben. Man soll Letterboxd ja nicht so ernst nehmen, aber da setzt sich bei ihr etwas fort, dass ich an ihr nicht so mag: Sobald sie zu etwas keinen Bezug hat, gibt sie SEHR niedrige Wertungen.

JA, ich weiß, ihre Blogs sind ausgewogener,