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Welches Spiel habt ihr gerade abgeschlossen

The Talos Principle:

Wirklich ein schönes Puzzle-Spiel! Hat mir sehr gut gefallen!
Die Atmosphäre ist extrem gut gelungen, die Grafik und der Sound kreieren eine wirklich schöne Stimmung. Man befindet sich in einer Welt, welche wunderschön, aber gleichzeitig auch leer und künstlich wirkt, genau so wie es inhaltlich auch sein sollte.
Die Rätsel sind insgesamt auch sehr gelungen und haben einige wirklich nette Ideen. Allerdings finde ich, gibt es etwas zu viele davon. Mag vielleicht wie ein seltsamer Kritikpunkt klingen für ein Puzzle-Game, aber in der Mitte gab es einige Abschnitte mit massiven Durchhängern, wo es sich so anfühlte, als habe man alles schon gemacht. Solche Spiele sollte in jedem Level etwas neues bringen, und etwas neues Testen, aber “The Talos Principle” hatte doch eine rechte Anzahl Räume, in welchen ich im Prinzip nur das gleiche machen musste, wie in vorherigen Räumen, wodurch das ganze dann doch etwas gestreckt wirkte. Jedes Mal wenn ich einen Rätselraum betrat und die Kristal-Lichtumleiter sah, sowie ein Labyrinth aus Steinmauern, wo überall Spalten drin sind durch die man die Strahlen leiten kann sank mir mein Herz etwas tiefer, denn ich wusste schon bevor ich den Level genauer anschaute, was ich jetzt machen musste, und wusste trotzdem, dass es mich jetzt ca 10 Minuten kosten wird, bis ich die genauen Winkel rausgefunden habe, in denen man die Umleiter aufstellen muss…
Und wenn ich gerade beim Motzen bin, so will ich auch noch erwähnen, dass die grosse finale Aufgabe (alle Sterne in den Leveln zu finden) extrem mühsam ist und etwas, was ich mir sicher nicht ohne Komplettlösung antun werde.
Die Level sind so voller Kulissen und Mauern und Ecken, dass man ganz leicht die Orientierung verliert, wo man schon geschaut hat und wo nicht. Und wenn das die Sache nicht schon schwierig genug machen würde so können sich die Sterne sogar in den Rätselräumen selber versteckt halten, welche logischerweise noch komplexer aufgebaut sind UND welche man nicht einfach so absuchen kann, da sie ja logischerweise voller Fallen und Hindernissen sind. Wenn es um solche Sammelobjekte geht, müssen solche Games endlich lernen, dass ein bisschen Hilfe wirklich nicht schaden könnte! Irgend ein In-Game-Hinweis, der dir wenigsten grob zeigt in welchem Bereich man suchen muss… Einfach zu sagen: “Finde diese zwei kleinen Objekte in diesem grossen, übersichtlichen Level” finde ich extrem demotivierend.

Aber ok, wollte hier eigentlich nicht zu fest motzen, denn das Spiel ist insgesamt auf jeden Fall absolut gelungen!
Die Rätsel haben eine ganz eigene Art Logik, welche sich erweitert je mehr Werkzeuge man freischaltet, und wie in allen guten Puzzle-Spielen kommt man mit der Zeit so richtig in einen Spielfluss, wo das Denken mit der Spielmechanik wie eine zweite Natur wird. Das letzte Mal wo ich sowas in die Richtung hatte war bei “Portal” und das ist natürlich eine sehr positive Referenz.

Aber ich denke, wer dieses Spiel spielt wird wohl kaum drum herum kommen an “Portal” zu denken, denn die ganze Aufmachung und weite Aspekte der Verpackung des Spieles hat ein sehr starkes Portal-Feel an sich. Man spielt eine Art Testobjekt in einem Labyrinth aus Testkammern und muss neben dem Rätsellösen sich auch mit einer Stimme aus dem Off auseinander setzen, welche die Kommandos gibt aber bei dem nicht alles ganz sauber wirkt.
Die Story selber finde ich sehr gelungen und befriedigend, allerdings kam ich nicht drum herum zu merken, dass ich in den letzten Jahren schon sehr viele Spiele mit einer ähnlichen Prämisse gespielt hatte. Ich würde das hier gerne aufzählen welche ich meine, aber das geht überhaupt nicht ohne zu spoilen und ich kann nicht mal warnen welche Spiele ich spoilen würde, denn damit würde ich offensichtlich bereits zu viel sagen.
Aber obwohl ich die Grundlage der Story und der Welt durchaus schon gesehen habe, so hat dieses Game genug an eigenem Spin, sodass es nicht störend war, und der Fokus liegt auch viel mehr auf den Philosophischen Ideen hinter der Story, als auf dem Plot selber, weswegen das Spiel wirklich nicht viel verliert, wenn man schon von Anfang an durchschaut worum es geht.

Ich denke, dieses Spiel hat im Bereich Puzzle-Spiel wirklich eine Menge zu bieten und hat auch eine sehr schöne Atmosphäre. Da ich es aber mit Portal verglichen habe muss ich hier doch noch etwas klar stellen: Dieses Spiel hat NICHT die gleiche Humoristische Ader wie “Portal”. Die Story nimmt sich wesentlich ernster und die Stimmung ist dadurch auch um einiges schwerer. Ich begrüsse das absolut, da es dem Spiel ein ganz eigenes Flair gibt, aber man muss sich bewusst sein, dass auf Humor in diesem Game fast völlig verzichtet wird.

Fazit: Schönes, stimmiges Puzzle-Spiel. Gute Atmosphäre und Rätsel, hätte aber etwas kleiner und knackiger sein könne.

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Bzw. lasst uns alle (auch die Kinder) umbringen und/oder vergewaltigen…

Assetto Corsa * VRC Formula NA 2018 * Road America [hotlap]

Auch wenn es reichlich spät ist, zuletzt habe ich “What remains of Edith Finch” abgeschlossen.
Gab es kostenlos im PS-Store und wollte es sowieso schon längst gespielt haben.

Wow…kurz,aber sehr intensiv. Sehr gut gemacht!!!

Hab mal wieder “Call of Duty - Modern Warfare” durchgespielt.

Dieses mal auf Englisch in der Remaster Fassung für die PS4!

War wie immer ein unterhaltsames Action Fest! :slight_smile:

@DanteGabrielRosseti

Es gab also auch Wassermelonen! :wink:

Wahrscheinlich eine Anspielung auf das Spiel. Ich habe es aber nie gespielt. :cluelesseddy:

Man zerschneidet schon im Tutorial eine Wassermelone, und später liegen auch welche in den Gebieten herum.

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:donnie:

Festplatte bisschen aufgeräumt^^

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Sunset Overdrive. Tolles Movement. Hat Laune gamacht :slight_smile:

Habe endlich Breath of the Wild durchgespielt. Im großen und ganzen hatte ich Spaß mit dem Spiel. Nur empfand ich das Ende etwas ernüchternd, hatte mir da bisschen mehr gewünscht.

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Shovel Knight Treasure Trove
Habe hier nochmal im Angebot zugeschlagen und die Trilogie dazu fertig gespielt.

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Fand das Ende sogar richtig schlecht.
Der Endkampf war alles andere als fordernd.

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Jup, der Endkampf war leider sehr schwach. Für mich der einzige wirkliche negativ Punkt am Spiel, dafür leider ein recht großer.

Lunar 2 Complete für die gute alte Playstation. Lange vor mir hergeschoben weil mich die angebliche Spielzeit von 60-80 Stunden etwas verschreckt hat. Geht als Vater halt nicht
mehr so leicht von der Hand.
Habs dann aber doch in irgendwas um 50std durchbekommen - klar, da war auch wieder viel grind dabei… aber alles in allem eines der besten JRPGs die ich bis dato gespielt habe. Und das sind schon nicht wenige. So einen symphatischen Cast (frei von irgendwelchen schwermütigen/gebrochenen Chars) hat man heute fast nicht mehr. Schade nur das GameArts de facto nichts mehr macht :frowning:

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SOMA
Auf der einen Seite hat es einiges was ich echt cool finde, Themen zu AI, wo wird getrennt zwischen biologischer Lebensform und der künstlichen. Eine Zukunftswelt die einerseits aussichtlos ist, aber doch etwas hat wofür es sich zu struggeln lohnt. Auf der anderen Seite spielt es unter Wasser, ist mega unangenehm und etwas zu blutig für meinen Geschmack. Die Balance hat es aber vor allem bis zum Ende doch ganz gut gehalten. Für ein Horrorspiel hat es zum Glück keinerlei Kampf- oder Survivalmechanik wodurch ich unangenehmere Situationen hätte mehr als nötig spielen müssen. Ohne penetrant mit Sammelobjekten zugekleistert zu werden hat es trotzdem Spaß gemacht die Umgebung nach Informationen zu durchsuchen.

Auch die Option zum Ende mit WAU hat mir sehr gefallen und hat für mich dann etwas sehr zufriedenstellendes gehabt zu entscheiden wie das Leben auf der Erde nach dem Abschuss der ARK-Rakete weitergeht. Nicht nur das Ende hat mich sehr stark an NieR Automata orientiert.

Insgesamt ein sehr runde Spiel das genau weiß wie man gelungen Exploring und Stealth-Horror kombiniert. Für mich reicht die Ladung aber erstmal für die nächsten 3 Jahre. Falls es einen Nachfolger geben sollte würde ich es doch präferrieren wenn es sich etwas stärker an seinen Scifi- und weniger seinen Horrorelementen orientieren würde.

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Assault Android Cactus+ (Switch)

Richtig motivierender Twin Stick Shooter! Hauptsächlich bin ich wegen dem Namen dran hängen geblieben und weil 4players das Spiel sehr hoch bewertet hat, aber inzwischen denke ich: “Hm, joah, zurecht.”

Dabei ist es spielerisch nicht so vielseitg wie zB ‘‘Tesla vs. Lovecraft’’, wo jeder Durchgang durch die zufällige Reihenfolge der Perks und Waffen anders aussehen konnte, dafür lassen sich hier die Stages besser lernen. Die Androiden, derer es in der Hauptkampagne bis zu 9 gibt, spielen sich sehr unterschiedlich und es lohnt sich sehr zu experimentieren. 3 temporäre Buffs während des Geballer sorgen für zusätzliche strategische Optionen, da es ein Item ist, das nach und nach zwischen den 3 Buffs wechselt und man je nach Situation abwägen kann, was jetzt am meisten hilft.

Sehr cool auch: Der Tod ist nichts das Ende. Es schlägt sich in der Wertung am Ende nieder (für S darf man zB nicht sterben, für S+ darf zusätzlich der Combo zähler über getötete Gegner nicht abreißen), aber Ende in einer Stage ist erst, wenn die Batterie des Androiden leer ist, welche gelegentlich droppen (genau wie die Buffs immer nach einer bestimmten Zahl Gegnern) und eingesammelt werden müssen. Selbst, wenn man also mehrmals stirbt, kann man eine Stage beenden und bei Bedarf nach einem höheren Ranking so erstmal lernen, was da alles kommt, bevor man versucht, sich zu verbessern.

Schade ist, dass es in Sachen Story nur eine grobe Rahmenhandlung sowie zwei Cut Scenes gibt. Schade deshalb, weil erkennbar ist, dass die Entwickler mit den Figuren wohl was ganz unterhaltsames auf den Bildschirm bringen könnten, aber tut dem ganzen keinen Abriss. Nett dafür, dass je nachdem, mit welchem Android man einen der Bosse angeht, andere Dialoge auftauchen.

Fazit:
Für meine Nerven sind diese Art Spiele nicht gut, wenn es wirklich fordernd wird, aber ich war selten auch derart motiviert. An einem Level habe ich 2-3 Stunden gesessen für das S-Ranking und bin am Ende sogar auf Platz 9 der Weltrangliste gelandet. Für Freunde von Twin Stick Shootern absolut einen Blick wert!

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Tales of Vesperia: Definitive Edition
Spielzeit: ~120 Stunden

Die Tales of-Reihe hat bei mir seit dem Gamecube einen besonderen Platz im Herzen, weswegen ich schon vor 10 Jahren voller Begeisterung Tales of Vesperia auf der Xbox 360 komplettierte. Es war für mich ohne Frage eine Herzensangelegenheit, dasselbe noch einmal zu wiederholen…und dabei durchlebte ich erneut eine wundervolle Reise mit zahlreichen Neuerungen dank der Definitive Edition!

Mit Fynn und Patty kamen zwei neue Charaktere dauerhaft in die Party, drei Story-Bosse erweiterten die Haupthandlung und abseits luden zahlreiche Minispiele zum Spielen ein. Die größte Neuerung war eine Side-Quest, die eine Brücke zum dazugehörigen Film schlägt inkl. Boss, zwei neue Giganto-Monster und ein riesiges Dungeon mit einem Endgegner, der für mich zum mächtigsten Gegner im Tales of-Universum nun zählt.

Für mich war es ein Wiedersehen mit alten Freunden, die mir auch bei der zweiten Begegnung erneut enorm ans Herz gewachsen sind. 120 Stunden Spielzeit voll mit Herz. Danke ToV :heart:

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Darksiders 3:

So viel worüber ich mich beschweren muss.
Erstens die technisches Seite. Ich bin normalerweise niemand, der sich über Framerates oder gelegentliches Ruckeln oder Ladezeiten aufregt… aber dieses Spiel treibt es effektiv zu weit, zumindest auf der PS4. Was hier geboten wird ist einfach nicht akzeptabel. Ladezeiten aus der Hölle, ständiges Texturen-Pop-In, zum Teil etliche Sekunden in eine Zwischensequenz, Framerate-Drops welche zum Teil dazu führten dass ich im Kampf einen Schlag einstecken musste, weil das Bild genau in dem Moment in Stocken kam in dem der Gegner zu einem Schlag ausholte… und dann die Level-Übergänge… Oh, Gott, diese Levelübergänge! Das Spiel ist eine Quasi-zusammenhängende Welt… aber es könnte genauso gut ein Game mit getrennten Leveln sein. Denn permanent, wenn ich von einem Bereich in einen anderen laufe kommt es zu einem mehr-Sekündigen Einfrieren des Bildes mit einem Ladesymbol in der unteren Ecke, welche genau zeigt, wo das Spiel den neuen Level laden musste. Ich habe schon genug Spiele gespielt, wo das ein, zweimal vorkommt, wenn man das Spiel zu sehr strapaziert… aber wenn es praktisch die Norm wird, dann ist etwas falsch.
Ganz im Ernst, die Verfassung in welcher dieses Spiel auf der PS4 ist finde ich nicht akzeptabel. Ok, das Spiel ist technisch nicht ganz so miserabel wie “Shadow of Mordor” auf der PS3 (das einzige Spiel wo ich vor “Darksiders 3” dachte, das Spiel sei in einer Akzeptablen Verfassung um so verkauft zu werden), aber es ist definitiv in einer Verfassung, in der ich den Verkauf fraglich finde. So schlecht darf ein Spiel einfach nicht laufen zum Zeitpunkt des Verkaufes.

Wenn das Spiel wenigstens toll aussehen würde. Oder wenn es komplexe Mechaniken und Level hätte, welche an den Resourcen der Konsole zehren…
Aber nein. Das Spiel ist nicht mal wirklich sonderlich hübsch.
Das Design der Welt gefällt mir wie schon in den Vorgängern ganz gut, aber ehrlich, was dieses Spiel zeigt im Bezug auf technische Anforderung ist fast vergleichbar mit dem ersten “Darksiders”… ein Spiel welches auf der PS3 besser lief als dieses Ding auf der PS4. Ich verstehe nicht, wie sowas passieren kann.

Aber ok, was hat das Spiel den Gameplay-Technisch drauf?
Nun, das erste “Darksiders” war eine Art Zelda-Klon mit “God of War” Elementen. Inklusive einer Portal-Gun. Die Spielereihe fing also mit einem Spiel an, dass sich einfach wie wild bei anderen Games bediente.
“Darksiders 2” warf dann ein Diablo-mässiges Loot-System ein, welches in meinen Augen gar nicht passte und das Spiel unnötig verkomplizierte.
Und “Darksiders 3”… nun, bedient sich jetzt einfach bei “Dark Souls”. Kein Witz, das ist es, was man hier bekommt. “Dark Souls”.
Wenn man stirbt hinterlässt man die Seelen, welche Erfahrungspunkte und Währung für den Händler sind, an dem Ort wo man gestorben ist, Die Level sind verschnörkelt und kreieren Abkürzungen, wenn man weit genug reingekommen ist, und die Bosse sind eine Reihe Monster, welche man besiegt in dem man ihre Angriffe gut getimt mithilfe von Invinsibility-Frames ausweicht… ach ja, und man kann nicht einfach speichern, sondern wenn man stirbt kehrt man zurück zum letzten Save-Point, und alle Gegner respawnen, man selber erhält aber seine Heil-Items zurück.
Nur… das ist in diesem Spiel einfach kein passendes System!
“Dark Souls” kann mit so einem frustigen System umgehen, weil das Spiel sehr immersiv ist, und der Schwierigkeitsgrad und die Autenzität der Welt ein zentraler Faktor des Games ist und die Wiederbelebungsmechanik einen Story-Hintergrund hat…
“Darksiders 3” hat das einfach nicht! Dieses Spiel gewinnt NICHTS daran, denn es gibt keinen Story-Grund dafür, dass die Protagonistin immer wieder zum leben erweckt wird, ein “Game Over” in diesem Spiel ist intern so wie es in 99% aller anderen Spiele ist: Ein “Tod”, der schlussendlich nicht Teil der Story-Kontinuität ist! Und die Welt ist (unter anderem wegen den Technischen Problemen) einfach nicht immersiv genug, um ein solches System zu rechtfertigen.
Was also zurückbleibt sind alle frustigen Elemente des Dark-Souls-Systems, ohne die positiven.
Und gewisse Aspekte scheint man beinahe schon absichtlich kaputt gemacht zu haben! Denn während man in “Dark Souls” seine Heiltränke zurück kommt, wenn man einen der Speicherpunkte benutzt, so gibt es diese Mechanik in “Darksiders 3” nicht. Da kriegt man die Heiltränke erst zurück, wenn man stirbt.
Was effektiv heisst, dass es BESSER ist, wenn man sich nach einem Speicherpunkt absichtlich killen lässt, damit man gleich dort wiederbelebt wird, aber mit allen Heiltränken zurück.
Jep… sich killen zu lassen, ist die “Darksiders 3”-Methode seine Heiltränke zurück zu bekommen. Das ist vollkommen bekloppt.

Und das Spiel macht sich auch keinen Gefallen, dass es praktisch alle Rätsel sowohl in den Leveln als auch in den Bosskämpfen eliminiert hat. Die Level sind ziemlich linear und fokusieren sich fast exklusiv aufs Kämpfen, und die Bosse besiegt man mit Ausweichen und zuschlagen. Die Zelda-mässige Mechanik, wo man verschiedene Items findet, diese für Rätsel braucht und dann auch gegen Bosse einsetzt ist völlig verschwunden… und ich muss leider sagen, dass tut einem Spiel welches ohnehin schon nicht gerade gameplay-technisch toll dasteht überhaupt nicht gut.

Hat das Spiel den wenigstens die Qualitäten welche dafür gesorgt haben, dass ich die Serie bisher (trotz eher fraglichem Gameplay) immer durchaus mochte?
Die Welt, die Lore und die Story?
Nun… nicht wirklich. Die bisherigen Spiele hatten eine Reihe netter Ideen wenn es zu den Charakteren und den Hintergründen ging, aber ein grosser Teil des Plotes lag daran, dass man sich wünschte mehr zu erfahren und hoffte, dass der Plot irgendwann vorwärts ging…
Und was macht “Darksiders 3” daraus? Nun… praktisch nichts.
Der dritte Apokalyptische Reiter jagt eine Reihe Charaktere welche mit dem bisherigen Geschehen nichts zu tun haben, spielt zu einer Zeit welche nicht sehr relevant ist, da man schon sieht was später passiert und dadurch wird der Hintergrund der Welt zwar in die breite gestreckt, aber wirklich mehr Substanz kriegt man nicht, genauso wenig wie mehr Plot. Das Ende ist das einzige, was etwas Hype gibt für Potential für mehr Plot in zukünftigen Spielen… aber sind wir ganz ehrlich: DAS ist etwas, was man jetzt seit drei Spielen sagen muss, und langsam will ich etwas Fortschritt sehen.

Und zu guter letzt… nun, sorry, aber “Fury” und ihr “Watcher”, der sie begleiten sind ein völlig unsympatisches und nerviges Duo. Sie passen nicht mal tonlich in die Welt! Ihr Gezanke zwischendurch passt eher in ein “Uncharted”-Spiel vom Ton, ist aber nicht annähernd so gut oder unterhaltsam geschrieben. Jeder Dialog zwischen den beiden klingt genau gleich und nervt einfach nur.
Und das grösste Problem hierbei ist, dass Plottechnisch gesehen dieses Spiel am meisten davon abhängt, dass diese Charaktere Persönlichkeiten haben, da die ganze Zeit von den Wandlungen geredet wird, welche die Charaktere durchmachen… und als Spieler kriegt man davon rein gar nichts mit! Zu einem Zeitpunkt sagt der Watcher einfach plötzlich: “Gebieterin… sie haben sich verändert”
Und als Spieler denkt man nur: “Was?! Wann?! Wo?!”
Denn die Idee, dass Fury überhaupt genug Persönlichkeit hätte um sich “verändert” zu haben wirkt fast schon wie ein Witz.
Aber ehrlich gesagt… vielleicht war das auch ein Witz? Ich kann mir nicht ganz sicher sein, denn dieses Spiel hat eine ganz bizarre Art von Humor.
Denn man erinnere sich: “Darksiders 2” hatte diese dumme Eigenschaft, dass “Death” immer wieder drei Dinge einsammeln musste, um voranzukommen… und manchmal musste er sogar drei Dinge sammeln um ein anderes Ding zu erhalten, von dem er auch drei brauchte…
Nun, “Darksiders 3” macht daraus ein Witz. Denn an einer bestimmten Stelle muss “Fury” drei Schwerter finden um drei Statuen zu aktivieren. Und sie macht dann einen Witz daraus, und sagt: “Drei? Warum muss man immer drei Dinge suchen…?”
Lustig, oder? Nun… wäre es vielleicht, wenn das Spiel dann nicht einfach weitergehen würde, als sei nichts gewesen und effektiv verlangt, dass man WIRKLICH diese verdammten drei Schwerter findet! Es ist, ganz im ernst, für mich ein Rätsel, wie man erkennen kann, dass etwas eine dumme Idee ist, und dann denkt, man kann es trotzdem machen, solange man nur im Dialog betont, was für ein dummes Klischee es ist!
Aber da die Macher von “Darksiders 3” das offensichtlich für eine tolle Art Witz halten könnte es durchaus sein, dass die ganzen Dialoge um die “Veränderung” des Charakters auch ein ironischer Witz auf Kosten eines platten Charakters ohne Persönlichkeit ist… anstatt ihr einfach Persönlichkeit zu geben.

Nun, wie man hier sieht: Ich habe viel an dem Spiel auszusetzen.
Wenn ich gewisse Aspekte loben will, dann ist es das Kampfsystem, welches sehr um die Idee des gut getimten Konterns gebaut ist, sowie das streamlinte Aufleveln und das Design mancher Bosse…
Aber das ist einfach ein bisschen zu wenig, wenn man all die anderen Schwächen bedenkt. Ich mag das Spiel zwar noch besser als “Darksiders 2”, aber die Schwindelden Höhen von “Ganz in Ordnung”, welche der erste Teil erreichte kriegt man hier nicht geliefert.

Fazit: Technisch (auf der PS4) inakzeptabel, und der Rest des Spieles so voller grosser und kleiner Probleme, dass ich es nicht mit gutem Gewissen empfehlen kann.

Die Seelen verlieren Mechanik muss imo nicht in der Story verankert sein. Es ist einfach ne coole Methode um Spannung in ein Spiel zu bringen und den Tod zu etwas zu machen das man vermeiden möchte ohne den Spieler komplett GameOver-Starte-das-Spiel-neu gehen zu lassen. Wird ja mittlerweile auch häufiger benutzt, Hollow Knight hat sie zB auch.