Rocket Beans Community

Werden Videospiele zu groß?


#363

Zumindest bei Battlefield arbeiten sie ja kontinuierlich weiter an der Frostbite engine und machen da auch keinen ganz schlechten Job. Aber wenn ich mir überlege was 7 Mio Exemplare an Umsatz bringen dürfte (350-400 Mio $) muss man sich schon fragen wie die so viel Geld verblasen.


#364

Klar alle modifieren die Engine weiter, was aber wohl deutlich weniger kostet als ne neue Engine. Wird halt alles Querfinanziert.


#365

Naja gut, 19% Steuer mal abziehen, dann Steams 30%
von einem Full Price 60€ game, bleiben also maximal 35,29

Also eher 250 Millionen Umsatz rein am Game.
Aber dann kommt ja noch der ganze DLC etc zeug


#366

Battlefield kommt auf der hauseigenen Plattform origin, also kein Steam und keine 30%.


#367

Ah ok, dann hats ein Kumpel wohl irgendwie in seine Steam Bibliothek integriert weil er es über Steam startet afaik


#368

Ja ich weiß nicht wie das bei EA ist. Aber Entwicklungskosten können durchaus sie an die 50M€ erreichen. Bei AAA Titeln sind Marketingkosten aber angeblich höher als die gesamten Entwicklungskosten. 70% / 30% hab ich mal gelesen. Kann man sich aber genauso fragen wie man 120M€ für Marketing eines einzigen Spieles ausgeben kann.


#369

das is easy, guck dir an was da getrieben wird von werbung bis hin zum einfliegen von influencern irwohin um das spiel zu spielen für 1h und das nicht nur 1 mal sondern z.t. 2-3mal während der entwicklung. Also Geld im marketing zu verblassen is das leichtestse.

Das ding is auch das per se egal ist ob die produktionskosten niedriger oder höher geworden sind wir als spieler merken das eh nicht weil die spiele sicher nicht für weniger verkauft werden sondern maximal die gewinnspanne von den shareholdern größer wird.

Das Problem is einfach das wachstum immer erwartet wird und wenn der wachstum geringer ist als im vorjahr läuft was falsch. Der konnte in den letzten jahren nur durch die ganzen lootboxen, microtransactions ect. geschafft werden und das modell wird jetzt hinfällig und die großen publisher wollen alle was vom großen: “games as a service” kuchen abhaben, vergessen aber dabei, das nur eine handvoll derartiger games wirklich überleben kann, den 1 mensch kann nicht destiny, anthem, division 2 und warframe aktiv spielen und am besten dazu noch parallel diverse SP zocken. Und wegen diesem games as a service ding is auch die haltwertszeit von diesen games höher. Ein beispiel wäre z.b. warframe (auch wenn das ein gutes beispiel ist dafür wie man es richtig macht), wenn man das als SP spiel gemacht hätte oder ein anthem wie ein typischen Bioware Spiel aufgezogen hätte, wäre anthem jetzt für vmtl 3-4 wochen im gespräch vllt auch länger aber in 6 monaten würde kein hahn mehr danach krähen, siehe RDR2 jetzt redet kaum einer drüber.

Durch die erhöhte halbwertszeit überschneiden sich spiele immer mehr, z.b. kommt ja glaub ich irwann im märz schon der erste neue content für anthem (nix großes irwas kleines) und im märz kommt auch division 2 raus da überschneidet sich also das ganze und mit sicherheit bringt auch destiny 2 irwas neues raus und das sind alles looter shooter und haben daher ne ähnliche zielgrupe. Wir kriegen da jetzt also immer mehr spiele die an sich gleichzeitig bespielt werdne wollen ohne das eins wegfällt und die kanibalisieren sich gegenseitig und irgendwann bricht der ganze kack ein und jetzt im februar/märz kommen so viele große titel raus das ich einfach glaube das wir hier zwangsweise ein oder 2 verlierer sehen werden weil einfach niemand es sich leisten kann in 2 monaten mal eben 300€ nur für spiele rauszuhauen v.a. wenn die mentalität der leute eh ist: “ich warte bis zum sale das is es mir nicht wert”


#370

'Exakt, schau dir an das 2 Leute von RBTV für ein The Division da rüber geflogen wurden.

Alleine mal 100 Pressemenschen für ein Event einzuladen, inklusive Flug, Hotel, Catering und co verballert mal locker 100-200 tausend Euro bzw auch mehr


#371

durch die ganzen sales wird diese mentalität ja noch aufgeheizt.


#372

Durch die Microtransactions ist man halt in den letzten Jahren viel zu schnell gewachsen. Jetzt hat man schnell eine Decke erreicht, die man nicht so einfach durchbrechen kann. Daraus resultiert, dass man nicht nochmal mehr wachsen kann als im Vorjahr, was bei Investoren immer schlecht ankommt.
Ohne den Microtransaction-Boom wäre der Crash wohl deutlich sanfter gewesen. Geradezu ironisch ist, dass nicht ein 60€-AAA-Spiel mit zusätzlichen Microtransactions den Karren aus dem Dreck zieht, sondern ein echtes Free-to-Play Spiel.

Über RDR2 redet vielleicht keiner mehr, aber verkauft sich immer noch sehr gut. Ich mein, selbst Witcher 3 war letztens mal wieder Platz 2 in den Steamcharts.


#373

Moment mal. Red Dead is hier auf keinen Fall ein gutes Beispiel. GTA V ist das erfolgreichste Medienprodukt aller Zeiten und das zum größten Teil wegen den Microtransactions im Onlinemodus.


#374

Joa, mag sein, dennoch verkauft sich RDR 2 weiterhin sehr gut, auch wenn “niemand mehr darüber redet”.