Allgemeiner Thread zu Diskriminierung (Rassismus, Sexismus etc.)

Wen ich auf der Straße nicht auf die Person reagiere die mir entgegen kommt und mich anschaut, bin ich eh in Gedanken und will irgend wohin. Selbst bei einem höflichen ‘Hallo’ wäre ich verwirrt und würde einfach nur raus aus der Situation wollen. Was mir schon passiert ist und es lief genau so ab. Ich hab einfach nur verwirrt “nein kann nicht” gesagt und bin einfach weiter.

Ich finde eben das man sich vorher durch Augenkontakt schonmal bemerkbar manchen sollte und wenn der nicht zustande kommt lässt man es.

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Ich finde es aktuell sehr schwierig zu sagen wann man jemanden ansprechen soll. In der Disco sind oft die Frauen in Grüppchen, wo automatisch gerne alles abgeblockt wird. Bin auch der Meinung, dass man in der Disco nicht den/die Partner*in fürs Leben findet (kann passieren, aber oft passiert es doch woanders). Wenn ich mit Freunde feiern gehe, dann weil wir feiern wollen. Um uns herum sind dann oft Frauen weil wir nicht “notgeil” wirken und uns die Damen in dem Moment auch ziemlich egal sind. Dann kommen aus allen Ecken verzweifelte Typen und die Frauen verteilen sich rasch in der ganzen Disco (oft genug beobachtet).

Soll man nun die nette Kassierin ansprechen bzw wer sagt mir, dass ich eine Chance hätte im Vergleich zu den 100 anderen die wohl andauend Sprüche bringen? Also lässt man das direkt. Viele Paare lernen sich auf der Arbeit, Studium, Hauspartys usw. kennen wo eine ganz andere Situation und Atmosphäre vorhanden ist.

Ich persönlich finde es schon schwierig den richtigen Moment zu finden und was man überhaupt sagen soll, ohne dass es creepy wirkt. Es soll auch Personen geben die jemanden auf Twitter anschreiben und das ohne eklig zu wirken und ganz normal ein Gespräch anfangen wollten. Diese Personen werden dann trotzdem an den Pranger gestellt und als eklig abgestempelt, warum man denn die Möglichkeit nutzt jemanden anzuschreiben.

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Ich kann sogar verstehen, dass man da generell keinen Bock drauf hat. Ne Freundin hat mir erzählt, dass sie dann “einfach” sagt “Sorry hab nen Freund” auch wenn sie aktuell keinen Freund hat, weil sie darauf keine Rückfragen bekommt wie: “Warum hast du denn, keine Zeit/Interesse?” oder “Du kennt mich ja noch gar nicht”. Das fand ich dann etwas traurig.

Ich kann aber auch verstehen, dass man sich freut wenn man angesprochen wird. Jeder Mensch ist halt verschieden.

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ja gut aber wenn jetzt eine irgendwo am bahnhof steht stell ich mich ja z.B auch nicht paar meter vor sie und warte bis sie mich anguckt bzw. wäre das ja erst recht unheimlich :smiley:

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und wehe du fragst nach Feuer :fearful:

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Ich finde es immer wieder witzig wie diese threads verlaufen, alle sind der gleichen Meinung (im prinzip) dann wird definiert, es fällt eine unglückliche Formulierung und nach 100 posts versucht man sich gegenseitig Fehlverhalten vorzuwerfen obwohl weder etwas passiert ist noch passieren würde weil alles auf hypothetischen Beispielen besteht wo immer nur die extremsten Handlungen/Szenarien stattfinden :sweat_smile:

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Und so liebe Kinder entstehen Hass, Mord und Kriege (und eine Handvoll Religionen). :grin:

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Das macht das Forum und die Diskussionen so amüsant. Alles basiert dann noch zB auf einen Gilette Spot, der die ganze Welt auf den Kopf stellt. :joy:

Oder es macht den Thread auch traurig :man_shrugging:
Ich bin mir nicht sicher, ob Frauen hier noch Bock haben, ihre negativen Erfahrungen mit Männern zu schildern, wenn es am Ende wieder nur darum geht, dass Männer aber noch Frauen angraben wollen und wie sie das denn machen sollen.
Das hatte im anderen Sexismus Thread noch besser funktioniert. Aber vielleicht wurde da auch mehr moderiert.

Und ich will damit nicht den Männern den Mund verbieten. Man darf auch über Frauen anmachen sprechen. Ich selbst habe schon hunderte Male Frauen angesprochen oder bin selbst auch angesprochen worden. Doch denk ich da nicht an meine Situationen, wenn es um Sexismus und toxische Männlichkeit geht, da es nie toxische Begegnungen waren bzw. prüfe für mich selbst, ob wirklich alles cool war.
Ich denke dann immer zu erst an Opfer von sexuellen Übergriffen und das wir eine gesellschaftliche Atmosphäre schaffen müssen, in der Opfer nicht mehr stumm bleiben, aus Angst vor negativen Reaktionen oder soziale Bloßstellung.
Zumal wir auch Userinnen hier haben, die ihre Erfahrungen schon geschildert haben, aber seit dem letzten Thread wird da irgendwie auch keine Rücksicht drauf genommen.

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es geht in dem thread überhaupt nicht um diskriminierung.
es geht darum wie sich selbst ernannte weder-täter-noch-opfer heutzutage zu benehmen haben.
und es geht darum wie sich besagter personenkreis darüber empört, selbst diskriminiert zu werden, weil sie vermeintlich von den opfern mit allen tätern in einen topf geworfen werden.
und das sagt im grunde schon genug über das forum und den umgang mit solchen themen aus.

als betroffener von diskriminierung hätte ich überhaupt keine lust, mich hier zu wort zu melden.

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Mir schwebt da wieder so ein Begriff im Kopf herum, den ich vor kurzem von @Kylar erst neu gelernt habe und der dieses Phänomen ziemlich gut beschreibt. Aber ich weiß nicht, ob es hier jetzt angebracht ist und vielleicht auch zu provokant wäre.

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Wenn sie eben so in Gedanken ist das sie ihre Umgebung nicht mit bekommt, dann ist das eben so.

Wenn man um Hilfe bittet, fragt man ja auch nicht die Person die am verschlosstensten scheint.

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Naja, dann nicht empören sondern was zum allgemeinen Thema hier schreiben, wäre mein Tipp.

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Ich bin ein Mensch, ich bin ein Mann und ich habe ein Interesse gut mit meinen Mitmenschen auszukommen. Wenn hier also diskutiert wird, was für verschiedene Leute angemessenes oder sexistisches Verhalten ist, bin ich ersteinmal interessiert. Eigentlich wollte ich auch über die etymologische Wurzel des Begriffs Diskriminierung und die sich u.U. daraus ergebenden Implikationen für Begriffe wie Chancengleichheit und vor allem Gleichstellung sprechen, wollte aber auch die laufende Diskussion nicht unterbrechen oder ein versetztes Gespräch parallel beginnen.

Als die Konditionen diskutiert wurden unter denen es vertretbar sei eine Frau anzusprechen habe ich mich eingeschaltet, da mir die Forderung zu weit ging, man solle mit restloser Sicherheit die Zustimmung der Frau einholen, bevor man kommuniziert.

Nur weil ich eine Frau anspreche und sie dann sagt „ich möchte nicht mit dir reden“ bin ich kein Sexist und ich bin auch nicht eingschüchtert, frustriert oder sonstwas dadurch.
Sexist wäre ich, wenn ich vorher schon einschätze, dass sie nicht mit mir sprechen will und sie trotzdem anspreche und mich damit über eine gezogene und erkannte Grenze hinwegsetze und meine Bedürfnisse über ihre stelle.

Auch ich bin der Meinung, dass man empathisch an so eine Situation herangehen sollte und idealerweise checkt es der Mann und lässt die Frau direkt in Ruhe. Aber dass er es merkt ist nicht in 100% der Fälle vorauszusetzen. Eine entsprechende Antwort und allseitige Erziehung zum Respekt solcher Antworten erscheint mir also eine zweckmäßige Ergänzung und definitiv als eindeutigere Kommunikation als der Wunsch, dass ein jeder ahnen möge was jemand anderes denkt. Letztlich sind beides Wunschvorstellungen, wie Kylar schon angemerkt hat, aber eine klare Vorstellung zu entwickeln oder zu haben ist ja nichts schlechtes.

Wie gesagt: Mich interessiert wie andere das Thema sehen und da das hier eine Diskussion und keine Echokammer sein soll, äußere ich meine Meinung und Gedanken zum Thema, wie ich es sehe und verstehe. Und natürlich geht es um Diskriminierung wenn diskutiert wo für verschiedene Personen Sexismus beginnt und wie man miteinander umgehen kann, unter welchen Prämissen man handelt etc.
Wenn ich durch Einsendung eines kommentierten Lebenslaufes, der mich als Opfer (oder Täter) ausweist erst mein Teilnahmerecht an der Diskussion erbitten muss, dann habe ich das hier tatsächlich alles falsch eingeschätzt.

Ich halte das durch differenzierte Äußerungen für absolut vermeidbar. Stattdessen wird immer wieder von der Gesamtheit irgendwelcher Geschlechter oder Kreise gesprochen. Wenn darauf dann Menschen die gar nicht gemeint waren reagieren hat das übrigens für mein Befinden nichts mit getretenen (oder getroffenen) Hunden zu tun. Solche Breitbandäußerungen kommen eben auch bei mir und anderen an. Dadurch kann es dann zu den genannten Reaktionen kommen.

Aver goot, mag allns ween as dat is.
Ich wollte eure Diskussion nicht belasten und habe beigetragen, was ich beizutragen können glaubte. Habt es gut. :slight_smile:

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Könntest du bitte einen eigenen Beitrag eröffnen? Da du die einzige Frau auf der ganzen Welt bist, du so denkt, passt das wohl nicht in den Allgemeinen Diskriminierungsthread. Danke!

Ich verstehe echt nicht, was an ein bisschen Verständnis so viel verlangt ist. Verständnis dafür, dass es einfach Bereiche gibt, wo eine Frau vielleicht nicht unbedingt angesprochen werden will. Hier geht es nirgends darum, dass ein Mann keine Frauen mehr ansprechen darf, sondern nur darum, dass man vielleicht als Mann etwas überlegter an solche Situationen ran geht. Und die Begründung dafür ist, dass in unserer Gesellschaft halt einfach viel Sexismus herrscht und man nicht erwartet kann, dass da jede Frau darüber steht.

Aber gleich fühlen sich Männer in ihrem Leben angegriffen, weil sie nicht mehr machen können was sie wollen, obwohl aufgezeigt wird, dass das “Ich-mach-was-ich-will”-Verhalten auch ein Problem sein kann. Weil es eben auch Frauen gibt, die genau wie Leelo fühlen.

Und wie löst man das Problem? Anstatt sich selbst als Mann zu reflektieren und versuchen Situationen besser zu beurteilen, soll die Frau halt ein starkes Selbstbewusstsein haben. Und diejenigen, die keins haben? Wohl Pech gehabt. Und genau das ist es doch. Der Mann, der nicht reflektiert, hat keine Nachteile. Die Frau, der es gerade unglaublich unangenehm ist, weil jemand in ihren persönlichen Bereich eindringt, die brauch vielleicht um das zu verarbeiten. Aber das wird nicht beachtet, weil es doch Frauen gibt, die das wollen, also soll man sich nicht so anstellen.

Und ich werde nicht auf den "Frauen nicht überall ansprechen, weil sie eventuell schlechte Erfahrungen gemacht " ist wie “Nazi sein, weil man von Ausländern gemobbt wurde” Vergleich eingehen, da kommt man selber darauf, warum das Mist ist.

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Und die Grenze kann es auch später geben. Ich spreche jemanden an, merke das die Person das gerade als unangenehm empfindet und erwarte trotzdem eine nette erwachsene Antwort, weil wir doch in einer starken gleichberechtigten Gesellschaft leben in der Frauen nichts zu befürchten haben.

Was übrigens nicht automatisch heißt, dass man Sexist ist. Trotzdem kann man sexistisches Verhalten an den Tag legen, auch wenn man eigentlich davon überzeugt ist anders zu denken.

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Jemand: “Verzichtet vielleicht auf cat calling weil das sexistisch/unangenehm ist.”
Manche Männer: “ SAG DOCH GLEICH DU WILLST MÄNNLICHKEIT AUSLÖSCHEN UND MIR VERBIETEN GESPRÄCHE ZU FÜHREN! ”

Außerden Sexistisches Verhalten =/= Nötigung. Kreiert zwar eine Atmosphere in der Nötigung leichter ist aber diese Übertreibung welche auch du zeigst ist was es unmöglich macht Verständnis aufzubauen. Du willst kein Verständnis haben.

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Jemanden hinterher pfeifen oder sexuelle Sprüche gehen für mich gar nicht. Jemanden Fragen ob er Bock hat ein Kaffee mit mir zu trinken, aber schon.

Ich differenziere das ganze ein wenig.

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Deine Aussage kam von der Gilette Werbung die eher eine Cat Calling Scene gezeigt hat. Oder sah der typ wie nen reflektierter netter Typ aus? Allein das grinsen eeewwww

Und Leuten nachlaufen um sie nach nem Kaffee zu fragen IST auch creepy.

Wo ja eh „willst du mal nen Kaffee MIT MIR trinken.“ mit „Ich hab dich drei Sekunden gesehen und du gibst mir nice Gefühle in meinem Schritt darf ich meinen :eggplant: mal in dich reinstecken?“, zumindest von mir und vielen meinen Freundinnen, übersetzt wird. Kennen lernen basierend auf nur drei Sekunden jemanden als sexy eingestuft zu haben reduziert halt auf das Körperliche.

Ich mag es nicht, Freundinnen mögen es nicht, Leelo mag es nicht, viele Frauen sagen sie mögen es nicht.

Aber hey es gibt nen paar die finden es cool also müssen alle darunter leiden.

Aber ich glaub, Niemand würde VERMISSEN von irgendwelchen Kerlen verfolgt zu werden um nen Kaffee angeboten zu bekommen. (wenn wir genau die Szene von der du dich angegriffen fühlst nehmen)

Nette Gespräche die beim warten oder so zustande kommen hat nie jemand kritisiert. Die hast nur du mit allem anderen in einen Topf geschmissen.

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Ich bewerte den Mann aus dem Spot nicht nach seinem aussehen.