Blood on the Clocktower – Runde in Berlin (Deutsch)

Du hast Blood on the Clocktower bei den Rocket Beans gesehen und dachtest dir:
„Das sieht SO gut aus… aber ich hab keine Gruppe dafür“?

:point_right: Genau dafür ist das hier.

Ich starte eine monatliche Runde in Berlin , auf Deutsch – und suche Leute, die Lust haben, das Spiel endlich selbst zu erleben.

Egal ob:

  • du nur zugeschaut hast
  • die Regeln grob kennst
  • oder schon ein bisschen Plan hast

Du musst kein Profi sein – im Gegenteil.
Wir nehmen uns am Anfang kurz Zeit für eine entspannte Einführung, damit alle gut reinkommen.

:spiral_calendar: Erstes Treffen: 10.04
:round_pushpin: Berlin (Schöneberg, im EUREF-Campus)
:busts_in_silhouette: kleine Runde (ca. 8–12 Leute)
:speaking_head: Deutsch

geplant ist danach ca. jeder 2. Freitag im Monat

Was dich erwartet:

  • Intrigen, Lügen und „Wait… bist DU der Dämon?!“
  • dramatische Wendungen
  • und ziemlich sicher mindestens ein Moment, in dem du komplett falsch liegst :smile:

Wenn du Bock hast, nicht nur zuzuschauen, sondern selbst Teil der Story zu sein:
:point_right: Schreib mir kurz oder kommentiere, dann pack ich dich mit auf die Liste.

Wenn’s gut läuft, wird das eine regelmäßige Runde .

Berlin hat genug stille Zuschauer – Zeit, dass wir selbst anfangen zu spielen :drop_of_blood:

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Habe gerade auf dem BotC-Discord-Server entdeckt, dass eine deutschlandweite Karte für Spielrunden erstellt wurde.
Hab mein Event dort auch eingetragen. Bisher gibt es nur Events in Essen.
Wäre doch toll, wenn wir die Karte noch gemeinsam füllen können.

Also bitte fleißig teilen: Karte und das Morden kann beginnen :smiling_imp:

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Also, wenn es noch Fragen gibt, schreibt mich gerne an.

Ansonsten könnt ihr euch hier einfach auf die Gästeliste setzen:
https://botcmap.de/st/events/1088/participants

@horstingoberta, @MangoMoose, @TheFieryRedHand, @RumoWolp nicht nur liken, sondern dabei sein :wink:

Bin ich doch schon. :ugly:

Ach, du bist es ja… hatte deinen Forum-Namen vergessen, sorry :joy:

Am 10.04. kann ich leider nicht. Das nächste Mal dann vielleicht :v:

Ich glaube man kann mir auf dieser BOTC-Map auch folgen, dann erfahrt ihr auch gleich von neuen Runden. Oder soll ich die hier auch extra ankündigen?

Ich wollte hier euch nicht zu sehr „nerven“ :stuck_out_tongue_winking_eye:

:smiley: Berlin ist dann doch zu weit für ne Runde botc. Aber cool dass du das machst!

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Offenbar führt der Link nicht zur richtigen Veranstaltung.
Wenn ihr euch anmelden wollt, versucht es mal hiermit: BotC Abend in Schöneberg (EUREF-Campus)

Als Anregung hab ich hier mal unsere erste Runde verschriftlicht:
Der Nebel hing tief über dem Dorf, als hätte er sich absichtlich zwischen die Häuser gedrängt, um jedes Geheimnis zu verschlucken. Niemand sprach es aus, doch alle spürten es: Heute würde jemand sterben. Chaly trat vor. Ohne Zögern, ohne Zittern. „Ich beschuldige Anne.“

Ein Raunen ging durch die Menge. Anne blieb ruhig stehen, fast gelassen, als hätte sie genau auf diesen Moment gewartet. Einige wollten noch diskutieren, zweifeln, Zeit gewinnen – doch dazu kam es nicht mehr. Chaly brach zusammen. Einfach so. Tot.

Die Stille danach war schneidend. Alle Augen richteten sich auf Anne. Und mit einem Mal verstand jeder, was geschehen war. Die Jungfrau. Echt. Unbestreitbar. Ein seltener Moment von Wahrheit in einem Spiel voller Lügen.

Doch die nächste Nacht ließ nicht lange auf sich warten.

Als der Morgen graute, fanden sie Nick. Leblos. Der Totengräber, der Einzige, der Antworten aus den Toten hätte holen können. Ausgerechnet er. Es war kein Zufall gewesen. Jemand wusste genau, wen er ausschalten musste.

Misstrauen breitete sich aus wie Gift. Leif wusste Dinge, die er nicht wissen durfte. Hannes auch. Zu viel Wissen machte verdächtig. Stimmen wurden lauter, Blicke schärfer.

Und dann begann das Flüstern.

Miriam war es gewesen.

Leise, vorsichtig, fast zögerlich hatte sie ihre Information geteilt. In der Nacht hatte sie den Baron gespürt – irgendwo zwischen Sunny… und einer anderen Person. Sie hatte es selbst nur als Spur gesehen. Aber in einem Dorf wie diesem wurde aus einer Spur schnell ein Verdacht. Und aus einem Verdacht… ein Urteil.

Was Miriam nicht wusste – was niemand wusste – war, dass sie betrunken gewesen war.

Nicht im Sinne von Wein und taumelnden Schritten. Sondern auf die perfideste Art, die dieses Spiel kannte: Ihre Wahrnehmung war verfälscht. Ihre Fähigkeit verdreht. Das, was sie gesehen hatte, war nie verlässlich gewesen. Doch für die anderen war sie überzeugend. Zu überzeugend. Der Name fiel. Sunny.

Ihre Verteidigung, simpel. Es wäre ein Fehler und sie würde dem Dorf lebendig noch mehr helfen können. Einige hielten den Atem an. Andere sahen in ihr nur die Bestätigung von Miriams Verdacht. Zwei Wahrheiten, die nicht zusammenpassen konnten – ohne zu wissen, dass eine davon nie eine gewesen war.

Die Menge entschied sich.

Zu riskant. Zu unklar. Sunny wurde zum Tode verurteilt.

Ein Moment, der alles hätte beenden können.

Doch Sunny hob die Hand. „Dann lasst mich wenigstens noch schießen.“

Niemand hielt sie auf.

Ein Atemzug. Ein Ziel.

Der Schuss durchschnitt die Stille.

Leif fiel.

Ein dumpfer Aufprall. Dann nichts mehr.

Und in genau diesem Moment kippte alles.

Der Dämon war tot.

Die Erkenntnis traf sie wie ein Schlag. Sunny hatte die Wahrheit gesagt. Sie war gut gewesen. Sie hatte sie gerettet.

Und Miriam…

spürte, wie ihr der Boden unter den Füßen weggezogen wurde.

Ihr Hinweis. Ihr Zweifel. Ihr Flüstern.

Alles hatte dazu geführt.

Und trotzdem—

war das Urteil bereits gefällt.

Niemand sprach es aus. Niemand wollte es sein.

Aber es gab keine zweite Nominierung mehr. Kein Zurück.

Sunny wurde gehängt.

Diejenige, die den Dämon getötet hatte.

Diejenige, die recht hatte.

Diejenige, die sie gerade erst verstanden hatten.

Die Nacht danach war schwer.

Am Morgen lag Anne tot in ihrem Haus. Die bestätigte Jungfrau. Das sichere Licht war erloschen, kaum dass sie es erkannt hatten. Und mit ihr verschwand das letzte klare Zeichen von Gewissheit.

Miriam sprach kaum noch.

Der Gedanke ließ sie nicht los: Sie war nicht vergiftet worden. Niemand hatte sie manipuliert. Kein Feind hatte ihr Gift eingeflößt.

Sie war einfach… betrunken gewesen.

Und hatte es nicht gewusst.

Am dritten Tag standen plötzlich zwei Männer im Zentrum.

Johann und Frank.

„Ich bin der Soldat“, sagten beide.

Zu schnell. Zu unterschiedlichen Zeugen. Zu unglaubwürdig.

Die Dorfbewohner sahen sich an. Nach allem, was passiert war, war ihr Vertrauen dünn geworden wie Glas. Einer von beiden log. Vielleicht sogar beide.

Die Entscheidung fiel.

Johann wurde gehängt.

Sein Blick war ruhig. Fast zu ruhig. Kein Protest, keine Panik. Nur dieses stille Akzeptieren, das mehr Fragen aufwarf, als es beantwortete.

Die Nacht darauf war… falsch.

Man hörte nichts. Kein Kampf. Kein Geräusch. Und doch lag am Morgen wieder ein Körper im Dorf. Chaly. Verwirrung breitete sich aus. Lukas, der Bürgermeister, wirkte erschüttert, als hätte der Tod selbst nach ihm gegriffen – und dann im letzten Moment jemand anderen genommen. Die Regeln begannen zu bröckeln. Oder vielleicht hatten sie nie existiert.

Miriam schloss die Augen.

Wahrheit konnte trügen.
Gewissheit konnte lügen.

Und sie selbst war der Beweis.

Am letzten Tag blieb nicht mehr viel übrig.

Frank stand im Zentrum. Der zweite Soldat. Zu viele Widersprüche. Zu viele Zufälle. Und dieses Lächeln, das nie ganz verschwand, als würde er mehr wissen als alle anderen.

„Wir können uns keinen Fehler mehr leisten“, sagte jemand leise.

Diesmal widersprach niemand.

Als sie ihn holten, sah er sich noch einmal um. Seine Augen glitten über die Gesichter – müde, misstrauisch, gezeichnet.

Dann lächelte er.

Ein kleines, wissendes Lächeln.

Die Schlinge zog sich zu.

Und dann… war es vorbei.

Der Nebel begann sich zu lichten. Langsam, als hätte auch er gezögert, die Wahrheit freizugeben. Die Überlebenden standen schweigend auf dem Platz.

Der Dämon war tot. Seine Verbündeten ebenfalls.

Sie hatten gewonnen.

Doch niemand jubelte.

Miriams Blick blieb an dem leeren Platz hängen, an dem Sunny gestanden hatte.

Zu viele waren gefallen. Zu viele Entscheidungen waren im Dunkeln getroffen worden. Und die bitterste Wahrheit stand unausgesprochen zwischen ihnen:

Diejenige, die sie gerettet hatte… hatten sie selbst getötet.

Und diejenige, die den ersten Stein geworfen hatte…

hatte nicht einmal gewusst, dass ihre Wahrheit von Anfang an eine Lüge gewesen war.

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Runde vom 08.05.

Im Dorf herrschte bereits am ersten Tag genau die Art von Chaos, die entsteht, wenn zwölf Leute behaupten, sie hätten „einen sicheren Plan“, und keiner auch nur ansatzweise densel-ben meint.
Ganz vorne dabei: Sunny.
„Ich bin übrigens die Recluse“, verkündete sie ungefähr fünf Sekunden nach Spielbeginn mit der Gelassenheit eines Menschen, der entweder komplett ehrlich oder absolut wahnsinnig ist. Erst Miriam gegenüber, dann in einem Gespräch mit Anne und Max, die hätten auf den Empathen aufspringen können, den Max ihnen angeboten hatte. Vertrauen bildete sich. Der Kreis wurde größer. Dann der Plan. Gezielten Personen gegenüber zu behaupten sie wäre die Wahrsagerin. Würde Johann sie in der nächsten Nacht töten?
Eine brillante Idee. Leider wusste Johann als Spion ohnehin schon längst alles und dachte sich vermutlich nur: Ah. Sie spielt wieder 4D-Schach gegen sich selbst.
Währenddessen geschah am anderen Ende des Dorfes die vermutlich tragischste Heldentat des Abends.
Max, der Investigator, hatte eine Mission.
Max hatte Mut.
Max hatte genau null Überlebensinstinkt.
„Ich nominiere Jan.“
Sekunden später aktivierte sich die Jungfrau.
Max explodierte gesellschaftlich sofort.
Er war die erste Hinrichtung des Spiels.
Damit stand fest:
Die Virgin war echt.
Jan war die Virgin.
Und Jesus behauptete die Heilige zu sein. Die Heilige, namens Jesus, zufällig der Vater der Jungfrau, was die Runde deutlich lustiger fand, als sie hätte sollen.
In der Nacht schlich der Imp Chrassie durchs Dorf, flankiert von Brewster als Scarlet Woman und Lukas als Poisoner, der ungefähr das Stresslevel eines Mannes hatte, der blind Mines-weeper spielt.
Denn Lukas wusste bis fast zum Ende nicht, wo der Undertaker sitzt.
Und Anne?
Anne saß seelenruhig da, bekam fast die ganze Zeit korrekte Informationen und bestätigte nach und nach gefühlt halb Town. Während der Poisoner verzweifelt versuchte, irgendeinen Informationsfluss zu sabotieren, lief Anne herum wie eine schlecht gelaunte Steuerprüfung für das Böse.
Karim, der reisende Mönch, machte die Sache nicht einfacher.
„Wen schützt du heute?“
„Vielleicht den Bürgermeister.“
„Oder?“
„Vielleicht den Imp.“
Das Dorf reagierte darauf mit der kollektiven Erkenntnis, dass Karim zwar technisch gese-hen gut war, emotional aber wie ein Naturereignis wirkte. Zudem war er nicht im Kreis des Vertrauens mit der Recluse, den er bis zum Schluss anzweifelte. „Es gibt keinen Recluse!“
„Es gibt keinen Drunk!“
Ging es immer wieder hin und her und jeden Tag nominierte Sunny aufs neue Norina, die neben ihr saß und das vermeintliche böse Pärchen vom Koch bestätigte. Der Koch, von dem keiner wusste, dass er die ganze Zeit betrunken gewesen war.
Der Fortune Teller Uwe erhielt derweil größtenteils korrekte Informationen – mit genau ei-ner wunderbar gemeinen falschen Fährte: Norina, die Bürgermeisterin. Natürlich wirkte dadurch zeitweise alles verdächtig. Bürgermeisterin? Verdächtig. Recluse? Verdächtig. Leu-te, die atmen? Ebenfalls verdächtig.
Die Nächte lieferten immer mehr Hinweise:
• Johann und Max = Nein
• Chrassie und Brewster = Ja
• Norina und John = Ja
• Lukas und Anne = Ja
Das letzte „Ja“ war allerdings vergiftet, was die Runde natürlich erst später verstand – so wie ungefähr alles in diesem Spiel.
Miriam, die Slayerin, starb tragischerweise bereits in der ersten Nacht und durfte den Rest des Spiels ohne Stimme dabei zusehen, wie Menschen mit immer größerer Sicherheit kom-plett falsche Schlüsse zogen.
Dann kam der Wendepunkt.
Brewster wurde gehängt.
Und Anne bekam als Undertaker tatsächlich die Scarlet Woman bestätigt.
Ab diesem Moment begann das Dorf plötzlich, funktionierende Gedanken zu produzieren – ein gefährlicher Zustand für das böse Team.
Doch das Finale wurde trotzdem absurd.
Chrassie war tot.
Johann wurde dadurch zum Imp.
Und die letzten drei Spieler waren:
• Johann, der Spion-Imp mit vollständigem Insiderwissen
• Sunny, die Recluse, der erst alle vertrauten und dann plötzlich niemand mehr
• Jesus, die Saint – also die perfekte Tarnung für eine böse Rolle. Wer wollte riskieren sie zu hängen?
Es war im Grunde kein finales Voting mehr, sondern ein psychologischer Verkehrsunfall.
„Vielleicht ist Jesus böse.“
„Das klingt falsch.“
„Aber strategisch vielleicht richtig?“
„Das klingt noch falscher.“
Sunny wirkte inzwischen gleichzeitig vertrauenswürdig und hochgradig suspekt – ein Zu-stand, den nur Recluse-Spieler erreichen können. Johann versuchte ruhig zu bleiben, aber langsam schloss sich das Netz.
Dann begann die letzte Diskussion.
Anschuldigungen.
Halbe Theorien.
Komplette Theorien.
Theorien, die vermutlich gegen mehrere Naturgesetze verstießen.
Und schließlich fiel die Entscheidung:
Johann wurde gehängt.
Der ehemalige Spion, der zum Imp geworden war, grinste vermutlich noch leicht, während das gute Team realisierte, dass es tatsächlich gewonnen hatte.
Irgendwo daneben saß Lukas vermutlich immer noch und fragte sich, wo zur Hölle eigentlich der Undertaker gewesen war.

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Runde vom 12.06.

Der erste Totengräber lebt zu lang. Der zweite stirbt sofort.

Der erste Tag beginnt wie so oft, damit, dass die First-Nights eine Jungfrau hängen wollen. Christine verrät, dass sie als Koch die Null gesehen hat und nominiert Chrassie. Eine klassische Falle, eigentlich eindeutig… und trotzdem passiert: nichts. Kein Tod, kein Zeichen, nur dieses kurze, irritierende Schweigen, das in solchen Spielen schlimmer ist als jede Anklage. Hat einer von beiden gelogen? Sitzt zwischen ihnen der Trunkenbold? Wurde eine von beiden vergiftet? So viele Möglichkeiten.

In der ersten Nacht trifft es Sunny. Doch ihr Tod ist nicht das Ende ihrer Information – im Gegenteil. Durch ihre Fähigkeit erkennt sie Karim als den Fortune Teller. Als beide sich am nächsten Tag gegenseitig bestätigen, entsteht zum ersten Mal so etwas wie ein fester Anker im Chaos. Ein kleines Stück Wahrheit in einem Dorf, das langsam beginnt, sich selbst zu zerlegen.

Sven tritt früh auf die Bühne der Verdächtigen und erklärt sich zum Saint. Er warnt vor einem Spion im Dorf, doch die Theorie prallt zunächst ab. Zu sauber wirkt die Erklärung, zu früh die Angst. Vor allem, weil es seltsam erscheint, dass ein Spion den Ravenkeeper in der Nacht hätte sterben lassen – ein Fehler, der vielen zu offensichtlich ist, um echt zu sein.

Währenddessen baut Miriam ein fragiles Kartenhaus aus Informationen. Sie bestätigt eine gehängte Rolle nach der anderen – erst flüsternd, dann laut. Doch der Dämon ignoriert sie. Kein Angriff, kein Schweigen durch Tod. Stattdessen fällt jemand anderes: der Mönch, der sie eine Nacht lang geschützt hatte. Plötzlich steht nicht nur ihre Information im Raum, sondern auch ihre Unversehrtheit. Und damit ihre mögliche Gefahr.

Jesus wiederum versucht sich als Empath zu positionieren – doch seine Aussagen schwanken gefährlich. Erst wirken seine Nachbarn „gut“, dann kippt die Wahrnehmung und plötzlich steht sogar sein eigener Sohn zur Diskussion als Ziel eines möglichen Hangs. Das Dorf beginnt, ihm nicht mehr nur zuzuhören, sondern ihn zu beobachten.

Dann eskaliert die Lage zwischen Lukas und Sven. Der Verdacht verdichtet sich, Spannung baut sich auf – und der Slayer zieht. Ein Schuss auf Sven, den vermeintlichen Saint. Doch: nichts passiert. Kein Effekt, kein Treffer, nur noch mehr Verwirrung. Die Konsequenz ist brutal logisch im Moment der Panik: Lukas wird exekutiert. Und Miriam liefert im Nachhinein die Bestätigung, die alles verändert – Lukas war die Scarlet Woman.

Mit der Zeit sickert eine weitere Wahrheit ins Dorf: Es gibt zwei Soldaten. Ausgerechnet die beiden jüngsten Spieler behaupten unabhängig voneinander, den Token gesehen zu haben. Ein Irrtum? Ein Missverständnis? Beide sind überzeugt, der jeweils andere habe sich geirrt. Schließlich gehen sie sogar „zu Gott“, um ihre Rolle zu prüfen – und kommen zurück mit derselben Überzeugung wie zuvor. Das Dorf nimmt es hin. Vielleicht zu schnell.

Dann fällt Mia. Und diesmal ist es anders. Kein Widerspruch mehr, kein Gegenargument, nur Stille.

Am letzten Tag bleiben nur noch Jesus, Chrassi und Christine. Drei Stimmen, drei Geschichten, drei mögliche Wahrheiten. Christine, zum ersten Mal im Spiel, wirkt zu vorsichtig für einen riskanten Bluff mit der Jungfrau. Jesus dagegen hat in den letzten Runden erstaunlich präzise Zahlen und Beobachtungen geliefert – gerade als die Reihen um ihn herum immer leerer wurden.

Die Entscheidung fällt gemeinsam. Die Lebenden – und die, die schon gegangen sind – einigen sich auf Jesus. Der Abstimmung folgt kein lauter Moment mehr, sondern etwas Endgültiges, Ruhiges.

Jesus ist der Dämon.
Das Dorf gewinnt.