Wobei Scrubs wirklich peak Unterhaltung ist und da gibts zumindest bis auf die letzten zwei Staffeln der alten Serie keinen schwachen Charakter.
Weiß nicht, JD sieht mir jetzt nicht so kräftig aus ![]()
Irgendwie muss es ja schaffen das Flusspferd in die Badewanne zu kriegen. ![]()
Muss turk ihm nicht ständig was aufmachen weil er zu schwach ist? ![]()
Das macht er nur, damit sich Turk stark fühlt. ![]()
Ansichtssache. Ich hab bei anderen Serien mit ähnlicher Laufzeit mehr Folgen, die ich erinnerungswürdig finde.
Und ich finde sowohl Elliot als auch Carla sind keine besonders starken Charaktere.
Glaub beide sind stärker als JD ![]()
Verschiedene Ansichten? Hier? ![]()

Obwohl die Serie bei mir insgesamt durch das sehr problematische Frauenbild und die mindestens ebenso problematischen Beziehungsbilder viel eingebüßt hat, finde ich gerade die Nebencharaktere weiterhin auch sehr sehr stark, vielleicht die größte Stärke der Serie: Der Hausmeister, Jordan, Schwester Roberts, Dr. Cox, Dr. Kelso, Ted - die sind so herrlich überzogen und sind mir sehr ans Herz gewachsen.
Trotzdem für mich keine Top-Platzierung, weil mir die wichtigsten Figuren, Turk, Carla, Elliot, in Teilen auch JD, in ihrer Darstellung einfach zu sehr auf den Senkel gehen, zumal sich in ihnen meine größten Kritikpunkte an der Serie manifestieren. ![]()
Frauenfeindlich?
Ich hatte es immer so verstanden dass sie toxische männliches Verhalten persiflieren.
Also ich will es dir nicht absprechen, aber hab den Vorwurf bisher noch nie zu scrubs gehört.
Hatten ich auch so verstanden, klar gibts einige Jokes, die nicht gut gealtert sind, gead in den ersten Staffeln, aber wirklich frauenfeindlich hab ich die Serie nicht wahrgenommen, außer da, wo schön die Konsequenz gezeigt wird.
Also dass das Frauenbild in der Serie ziemlich problematisch ist, ist mir schon öfter begegnet, man trifft schon recht häufig auf abwertende Klischees. Man kann das natürlich als zwei unterschiedliche Punkte sehen, explizite Frauenfeindlichkeit, die von den Charakteren ausgeht, und ein problematisches/klischeebehaftetes Frauenbild, das von den Autoren ausgeht und auf die Figuren projiziert wird, für mich spielt das in einer ähnlichen Liga, kanns aber gerne in der Fomulierung anpassen. Insbesondere Body Shaming bei Frauen spielt eine sehr große Rolle in der Serie, die Definition von Frauen über ihren Körper kommt ziemlich häufig vor und wird dann auch so stehengelassen.
Kann spontan leider nicht viele Beispiele nennen, aber ich weiß, dass ich immer wieder, wenn ich in der jüngeren Vergangenheit mal wieder reingeschaltet habe, ziemlich zeitnah wieder umgeschaltet habe, weil ich viele Darstellungen total unangenehm fand.
(Zwei Beispiele, die mir spontan einfallen: die Folge, in der Elliot für eine Patientin zunehmen will, um nicht wie eine Heuchlerin dazustehen, es dann aber doch nicht tut, weil alle ihr sagen, wie sexy sie so untergewichtig aussieht. Am Ende steht Elliot als die Doofe da, die von Dr. Cox eine Lektion gelernt hat, diese problematische Reduktion von Elliots Person auf ihr Gewicht, dass andere sie als weniger wertig wahrnehmen würden, wenn sie ein gesundes Körpergewicht hätte, wird dagegen an keiner Stelle negativ thematisiert. In einer anderen Folge fällt das Zitat, dass alle Frauen, ausnahmslos, egal, wie taff sie sind, in ihrem Herzen immer und auf alle Zeit verunsicherte und verhuschte Schulmädchen bleiben (sinngemäß). Auch eine etwas… eigenwillige Aussage.
)
Apropos Frauenkörper. Also wer bisher noch nicht überzeugt war von TNG, nach diesem Video seid Ihr es absolut!
Ein Meilenstein der Seriengeschichte.
Danke @derbrudervonmario fürs Verlinken, hatte das schon wieder total vergessen.
Also das hab ich anders in Erinnerung tbh. Wenn Turk zu ihr sagt, sie sehe krank aus, ist ihre Antwort ein Danke. Ich seh das tbh eher als Kommentar auf die verquere Fixierung aufs Gewicht beim weiblichen Schönheitsideal. Kennt man den Charakter, kommt das auch nicht von ungefähr, bedenkt man die Beziehung zur eigenen Mutter und ihrem Komplex, dass Elliot möglichst schnell wen heiraten müsse.
Das heißt jetzt nicht, dass Scrubs nicht auch seine Probleme hat, grad in puncto Frauendarstellung. Die Macher und Schauspielenden von damals haben selbst ein paar Punkte angesprochen, die sie heute anders machen würden. Diese Szene finde ich persönlich da weniger problematisch.
Die andere Aussage kann ich tbh jetzt nicht zuordnen. Vl find ich sie ja bei Gelegenheit.
Und zu Star Trek: die haben sich schon wunderbar selbst auf die Schippe genommen mit der Szene.
Grade in der Folge wird nur leider genau das bestätigt, dass Elliot damit Recht hat, dass alle sie vor allem über ihr Aussehen als positiv wahrnehmen. Nur leitet daraus niemand eine negative Konsequenz ab, das wird so im luftleeren Raum stehen gelassen, quasi als „natürliche Weltordnung“, dass Männer nur Frauen als schön wahrnehmen, die ungesund dünn sind - was gerade für Frauen wie Elliot hochgefährlich ist. Für Elliot bleibt also nur die Konsequenz, dass sie keine andere Wahl hat, als so dünn zu bleiben, wenn sie weiterhin will, dass andere sie positiv wahrnehmen. Das genannte Zitat stammt ebenfalls von Elliot und ist aus einer Folge, in der ein Mädchen seine Medikamente nicht nehmen will, ihre Aussage wird am Ende durch Jordan/Dr. Cox bestätigt. Es geht mir da gar nicht darum, die Aussage für alle Frauen zu negieren, und es ist auch nichts Schlechtes daran, so zu sein. Aber eine Eigenschaft, die fast alle Menschen betrifft, Männer wie Frauen, denn nach Bestätigung in seiner persönlichen Unsicherheit sucht so gut wie jeder, pauschal auf ein gesamtes Geschlecht zu projizieren und das so stehen zu lassen, das fühlte sich in dem Moment schon aaaarg unangenehm an.
Ich würde mich an zwei so Beispielen auch gar nicht aufhängen, aber wie gesagt, es gab mehrere so Situationen, die ich beim Anschauen als unangenehm empfunden habe, grade bei der Fokussierung auf das Gewicht/die Optik von Frauen, aber auch die Beziehung von Turk und Carla finde ich in ihrer Klischeehaftigkeit, was die Geschlechterrollen angeht, aus heutiger Sicht sehr anstrengend. Ich habs glaub anderswo mal irgendwo geschrieben, dass der Umstand, dass die Beziehung von Jordan und Dr. Cox die gesündeste in der Serie ist, irgendwie Bände spricht. ![]()
Ich will meine Meinung aber auch nicht als gesetzt sehen, da scheint es doch einigen Interpretationsspielraum zu geben, ich nehme die Beiträge von hier mal mit und werde später gerne mal wieder in die Serie reinschauen, ob ich sie in der Hinsicht noch mal mit anderen Augen betrachte. ![]()
„Sie sagt oft im Spaß, dass ich ihr die letzten Krümmchen von Menschenwürde genommen hätte und sie nur noch als leere Schachtel dahin vegitiert. Ich finde das Süß, ich nenne sie dann oft mein kleines Schächtelchen“.
Hab mir die Folge nochmal angesehn und stimmt, du hast Recht. Hab die Szene in der Cafeteria ganz vergessen, vl sogar unterbewusst verdrängt.
V.a. hätte es sie gar nicht gebraucht, so im Nachhinein.
Hab wohl zu sehr an die Waage-Szenen gedacht.
Danke für die Ausführung und kann ich verstehen.
Inwiefern ist denn eine Beziehung, wo sich beide ständig manipulieren, wo die Frau dem Mann verschweigt, dass das Kind, welches sie bekommt, von ihm ist(!), die sich gegenseitig ständig runtermachen, besser als zB Turk&Carla? ![]()
Ein wenig überspitzt und mit einem ganz klitzekleinen Hauch von Ironie.
Es sollte meinen Punkt unterstreichen, dass ich keine Beziehung in der Serie irgendwie erstrebenswert finde.
Perry und Jordan sind aber so drüber, dass ich weder ihre Charaktere noch ihre Beziehung nach realistischen Maßstäben messe, auf der Basis des Skript-bedingten Wahnsinns mag ich ihre Entwicklung und kann immerhin nachvollziehen, warum die sich mögen und harmonieren. ![]()


