Film-Themen-Challenge

Thema: Naturkatastrophen
Film: 7:19 von Jorge Michel Grau
Erscheinungsjahr: 2016
Laufzeit: 94 Minuten
Wo gesehen: Netflix

7:19 basiert auf dem verheerendsten Erdbeben in der Geschichte Mexikos, welches am 19.09.1985 Mexiko-Stadt traf. Tausende Menschen starben, zehntausende wurden verletzt und eine Viertelmillion wurde obdachlos. Der Film beschränkt sich auf das Schicksal einiger Menschen innerhalb eines Bürokomplexes.

In der Eröffnungsszene werden mittels eines stark umgesetzten Long Takes die Figuren mit minimaler Charakterisierung eingeführt, welche wenige Minuten später unter Trümmern begraben werden. Dies sorgt für ein sehr klaustrophobisches Seherlebnis, aber schafft auch die Herausforderung diese “stationäre Prämisse” umzusetzen. Dass dies über weite Strecken gelingt, liegt an der Dringlichkeit der Situation an sich und den überzeugenden Darstellern, welche die verschiedenen Facetten der Ausweglosigkeit ihrer Situation vermitteln. Die Charaktere bleiben dabei sehr stereotyp bzw. dienen mehr als Vehikel des sozioökonomischen Kommentars. Dieser geschieht zunächst noch recht subtil, wird einem aber im letzten Drittel sehr ins Gesicht gedrückt und hat mich dann leider aus dem Film gerissen.

Alles in allem ist der Film für die Prämisse überraschend solide umgesetzt, aber Katastrophenfilme sind generell nicht so mein Fall.

2,5-3/5

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