[Hausaufgabe] Thin Red Line (Kino+)

Mist, gerade die DVD verschenkt…

Bin auf die Besprechung gespannt. Im 1998 Duell der Kriegsfilme - Soldat Ryan und Schmaler Grat - fand ich den Grat immer besser, weil weniger Klischee beladen - dafür um so mehr Pathos.

Kann mir vorstellen, das der Grat ziemlich unterschiedliche Meinungen hervor ruft.

dann hast du hier mal die erste negative.

Also ich bin doch enttäuscht. um es milde auszudrücken.

Ich habe den Film nach einer Stunde abgebrochen.
Ja, die Bilder sind ganz schön, auch die atmosphärische Soundkulisse ist als solche schön (passt aber meiner Meinung nach nicht zum Setting), aber ansonsten fällt mir nicht mehr viel ein was mir gefällt.

Ich bin kaum noch sicher ob ich das Gesehene überhaupt noch als Kriegsfilm einstufen möchte. Dieses philosophische Gefasel, diese langsamen Aufnahmen und das oft wirre zusammenhangslose Geschehen… Da kommt Schnitt auf Schnitt einer Person auf eine andere von der ich nciht recht weiß warum die gerade gezeigt wird. Allgemein ist die Übersicht über das Geschehen enorm schwer zu erkennen. Irgendwie sind die alle an einem Ort aber dann doch wieder nicht, die Einheiten werden nicht klar getrennt, das kommt mir alles wie ein großer Brei vor. Keine Struktur, kein klares Vorgehen. Weder beim Regisseur, noch bei den Protagonisten.
Die Darstellung des Krieges war mir dann auch viel zu lasch. Von der Soundkulisse der Geschoße, über die Explosionen oder den Soldaten und deren Verletzungen… Da war gar nichts was mich gerissen hat und es wirkte oft amatuerhaft. Die Krönung war dann Woody Harrelson. Da wußte ich für einen kurzen Moment nicht ob das jetzt wirklich ernst gemeint ist was mir da präsentiert wird. Kurz dachte ich wirklich da kommt jetzt ein April April, war nur ein Knallfrosch. Also den expliziten Darstellungen des Krieges und deren Auswirkungen fehlt es komplett an Wucht und emotionalem Impact.

Ich kann auch gar nicht genau definieren wieso, aber ich hatte irgendwie nicht das Gefühl mich in 1943(?) zu befinden. Klar, die haben die Uniformen an, aber ansonten wirkte der Film irgendwie entrückt. weiß auch nicht genau.

Auch die ganzen weinerlichen Soldaten… ja ey, soll vielleicht etwas aussagen, aber, ne, das war nix.
Wer den Schrecken des Krieges und die schiere Kapitulation des Soldaten vor dem was der Krieg mit einem macht “erfahren” will, der liest besser einmal “Im Westen nicht Neues” oder noch besser holt sich das Hörbuch, das vom Sprecher in erstklassiger melancholischer Tonnalität vorgetragen wird. Da hatte ich mehrere Momente die ich erstmal sacken lassen musste; hier im Film jedoch wirkte das oft plump und “gewollt”.

Jetzt kann man sagen ich habe den Film nicht verstanden. Vielleicht will ich das aber gar nicht. Das ist eben nicht was ich von einem Kriegsfilm erwarte - dass er eine Wissenschaft daraus macht. Und so ist es eben nciht mein Ding.
Wie gesagt ich habe den Film nur die erste Stunde gesehen und vielleicht wird es ja noch besser, aber weitere fast 2 Stunden riskieren wollte ich dann nciht.
Mir zu tröge, zu artsy, zu eigenwillig. nennt mich stumpf, aber das war einfach nciht das was ich von einem Kriegsfilm erwarte.
Ich will gar nicht bestreiten dass viele den Film toll finden, kann ich auch verstehen dass es so ist, aber meins ist es nicht.

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Dein erster Film von Terrence Malick? :wink: kannst dir seine anderen auch sparen, ist sicher nichts für dich.

Kann ich verstehen, dann kann man deine Kritik aber nicht mehr wirklich ernst nehmen. Thin Red Line ist ein 3 Stunden Epos, dass sich am Anfang extrem viel Zeit nimmt. Das ist auch wichtig weil der Film da versucht die Schönheit des Lebens und der Natur darzustellen und in den letzten 2/3 zeigt wie die durch Krieg zerstört wird.

Weiß nicht was du von einem Kriegsfilm erwartest aber Thin-Red-Line ist in erster Linie ein Anti-Kriegsfilm. Irgendwelche coole Helden oder fette Bombast-Action wirst du bei Malick nicht finden. Der Typ scheißt ihn seinen Film viel auf Unterhaltung und gibt den Zuschauern selten was sie erwarten oder wollen.

Hab den Film das erste Mal gesehen als ich noch relativ jung war und gerade extrem von Soldat James Ryan geflasht war. Hab ihn auf VHS aufgezeichnet und war dann relativ enttäuscht weil ich mir wie du was anderes erwartet habe. Gerade weil Thin Red Line vll auch bisschen das Gegenbeispiel zu James Ryan ist. Mittlerweile hab ich ihn glaub ich 2 mal wieder gesehen und bin großer Fan des Films.

Gerade die Sinnlosigkeit und das moralische Dilemma fangt kein Kriegsfilm besser ein (vll noch Platoon). Der Film hat schon fast was poetisches und regt stark zum Nachdenken an. Die Kameraführung ist großartig und die Bilder sind trotz des Themas stunning. Der Cast ist sehr stark ohne die ganz großen Namen zu brauchen. Wär auch unpassend weil Malick glaub ich zeigen will, dass die Soldaten austauschbar sind und teilweise nur Kanonfuttermaterial. Dazu kommt noch der grandiose Soundtrack von Hans Zimmer, gemischt mit den schönen indigenen Kinderliedern, welche die Unschuldigkeit derer, die vom Krieg am meisten in Mitleidenschaft gezogen werden, auf tragisch-schöne Weise darstellt.

Der Film ist sicher nicht perfekt und hat seine Strecken. Zum Ende hin wird er mir auch bisschen zu gewollt artsy aber das ist Malick’s Style. Ist sicher kein Film für nebenbei und ist auch schwer zu verdauen, weswegen ich nicht weiß nicht ob ich ihn mir nochmal anschau vor der Besprechung nächste Woche. Würde aber jedem der ihn noch nicht gesehen hat empfehlen sich die 3 Stunden drauf einzulassen und auch über die langatmigen Strecken durchzudrücken. Es lohnt sich!

Finds btw auch sehr schade, dass Holywood fast gar keine großen Kriegsepen mehr produziert. Es wird nur mehr auf Nummer sicher gegangen und lieber das 100 Superhelden-Franchise gestartet als mal wieder was zu riskieren und solche tollen Filme zu drehen.

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Amen.

Diese ganzen Comic Filme haben mich schon vor Jahren verloren. Ist doch immer der gleiche Sermon. Bin offensichtlich auch einer der wenigen die sowohl Thor 1 als auch MAn of Steel geil und für die besten „neuen“ Verfilmungen halten. Habe aber vieles danach nicht mehr gesehen und wenn ich es verscuht habe nicht lange durchgehalten (Antman, GotG). Beste Comicverfilmung bleibt für mich 300.

Es gibt auch leider kaum Filme über den 1. Weltkrieg…

Bin ich bei dir, geb mir das Comiczeug auch nicht mehr. Sind sicher handwerklich keine schlechten Filme aber es ist einfach immer das fucking selbe. 300, Sin City, Watchmen, Dark Knight zeigen, dass es auch anders gehen würde. Naja solang es die Leute aus der Hand fressen wird sich da auch nichts ändern…

Jop. Paths of Glory von Kubrick fallt mir ein sonst nichts. Und den kann man sich schon schwer geben heute…

sry für offtopic

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Hausaufgabe: The Thin Red Line / Der Schmale Grat

Vorab sei gesagt, dass „Der Schmale Grat“ tatsächlich den ersten Film von Terrence Malick, den ich in meiner „Karriere“ als Möchtegern – Cineast gesehen habe, bildet, weshalb ich diese Hausaufgabe dankend als Anlass genommen habe, mich nach geraumer Zeit endlich auf die Arbeit des Mannes einzulassen und mich somit folglich mal mit meinem eigenen Pile of Shame der Filmkunst zu konfrontieren! Dementsprechend kann ich persönlich besagten Film jedoch natürlich nicht im Kontext Malicks gesamter Filmographie bewerten, sondern ihn für mich nur innerhalb des Genres einschätzen, dem er, zumindest augenscheinlich, angehört; Dem des Kriegsdramas, wobei auf den Begriff des Antikriegsfilms hierbei aufgrund meiner eigenen Erfahrung mit diesem Werk bewusst verzichtet wird.

Diese stellt nämlich das Erleben einer Erzählung innerhalb eines Kriegsszenarios dar, welche, über die Konventionen anderer mir bekannter Genrevertreter hinausgehend, das selbige um eine in dieser Art von Film eher selten zu findenden Komponente, neben der wohlbekannten, erweitert. Als bekannte sehe ich hierbei die der Abbildung des Schreckens eines Krieges. Das Leid, die Angst, die Grausamkeit des Menschen in seiner äußersten Form, die sich entlang des Kampfeinsatzes der Figuren in gefühlt unzähligen Toden und vergeudeten Leben junger Männer widerspiegelt, die brutal aus dem Leben gerissen werden, wovon wir anhand einer teils beinahe immersiven Optik als Zuschauer der blutigen Schlachten Zeugen werden müssen. Wir erfahren den schmerzvollen Weg aller Handlungsträger zeitweise mit einer intensiven Nähe, die uns die Bedeutung und Individualität jedes einzelnen spüren lässt, was durchweg glaubwürdig von allen, aus primär bekannten Gesichtern bestehenden Akteuren ( deren Notwendigkeit , wenn auch nicht ihr Talent, ich durchaus anzweifle ) vermittelt wird.

Soweit zu den uns vertrauten Elementen eines solchen Kriegsfilms, die eine emotionale Nähe aufbauen und das Gefühl aufkommen lassen, inmitten der dargestellten Tragödie zu sein. Womit mich Regisseur Malick jedoch letztendlich begeistern und fesseln konnte, war ein absoluter Kontrast zu besagtem, nämlich der gleichermaßen vorhandenen Darstellung vom Krieg, die von enormer Distanz zum Geschehen geprägt ist, was von der, zumindest in meinen Augen, hier aufgegriffenen Interpretation vom Krieg selbst herrührt. Dieser wird hier, entgegen einer womöglich oberflächlichen Wahrnehmung des Ganzen, nicht per se als Akt des Bösen gezeigt, sondern viel mehr als etwas, das aus der Natur der Welt entstanden und herangewachsen ist, ebenso wie wir als Menschen es sind, die, die wir in unserem scheinbar unvermeidlichen Konfliktpotenzial untereinander unseren ursprünglichen Trieben folgen, uns bekriegen und somit lediglich den Gesetzmäßigkeiten der Natur entsprechend, welcher wir am Ende alle unterworfen sind, handeln. Dies erklärt das für mich während des Films häufig wahrgenommene und durch fast magische Aufnahmen unterstrichene Gefühl, eher ein Naturschauspiel, statt eines eigentlichen Krieges zu beobachten. Ein Prozess, nicht weniger natürlich als Tropfen auf Regenblättern, den Dschungel bewohnende Tiere oder der das Gras durchschweifende Wind, welches unsere Handlungsträger durchqueren und dabei, so amüsant es auch klingen mag, viel mehr wie eine Herde beliebiger Geschöpfe anmuten, anstelle von Soldaten. Denn, dass sie eben solche sind spielt ebenso wenig eine Rolle wie ihre Herkunft oder Intention, gekonnt durch das Empfinden der Belanglosigkeit politischer Hintergründe oder Ethos auf jeweiligen Seiten des Kampfes ausgedrückt, da wir letztendlich alle, in der Gesamtheit aller Individuen, uns durch beschriebene Nähe zu selbigen vor Augen geführt, Teil eines großen und ganzen sind; Der Natur. Jene, die uns zahlreiche Rätsel aufgibt, egal, ob in Form der Liebe nach der sich manch ein Protagonist zurücksehnt, des Zusammenlebens von Menschen und der Dynamik innerhalb des Kollektivs eines Kollektivs wie dem Militär, oder vermeintlich banalen, grausamen Dingen wie Krieg. All das gehört zu unserer Welt dazu, und zwar nicht minder als der im Film geschilderte Glanz, welcher ebenso unser Umfeld prägt, wie es alles andere tut und somit letztendlich selbst in den im ersten Augenblick schrecklich wirkenden Begebenheiten unseres Lebens innewohnt. Ein Glanz und Schrecken, den wir ertragen und erfahren müssen, letztendlich aber wohl nur schwer, jedoch eher wahrscheinlich nie verstehen werden können oder sollen.

Dieser beobachtende Ansatz ist es, welcher eine Art Symphonie von Distanz zum Naturschauspiel und Nähe zum persönlichen Erfahren selbiger bildet. Ein Zusammenspiel zweier Komponenten, wie ich es zuvor in gerade diesem Kontext des Kriegsfilms noch nicht zuvor erlebt habe, weshalb ich das für mich nun erste Werk von Terrence Malick als ambitioniertes Opus nicht weniger als staunend respektieren und als meiner Meinung nach frischen Ansatz in Hinsicht auf die Thematik ansehen kann. Daher bedanke ich mich an dieser Stelle, durch euch die notwendige Inspiration bekommen zu haben, mich auf dieses durchaus besondere Kunstwerk einzulassen, womit ich auch diese „Reise“ erleben durfte und in meiner Filmerfahrung nicht mehr missen möchte!

Falls ihr das hier tatsächlich lesen solltet: Macht weiter so, ihr sexy Boyz und seid so gütig, und versorgt uns so lang es geht mit Premium Formaten wie Kino+!

Danke vielmals und liebe Grüße von einem treuen Fan.

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Ich versuche mich kurz zu fassen:
The Thin Red Line habe ich mit etwa 8,9 Jahren das erste Mal gesehen und seine Bilder und Atmosphäre seitdem nie mehr vergessen. Ich hatte Angst den Film in meiner kindlichen Übersteigerung zu romantisieren und fälschlicherweise mehr von ihm zu halten, als es der Film verdienen würde. Doch nach erneutem Schauen kann ich diese Angst nicht bestätigen. The Thin Red Line ist ein grossartiger Film. Ede mag Recht haben: Apocalypse Now oder The Deer Hunter sind beides bessere Filme, wahrscheinlich weil sie mit der Kriegsthematik deutlich direkter umgehen. Aber der schmale Grat ist einzigartig. Während erstgenannte Filme den Wahnsinn des Kriegs und die menschlichen Abgründe beleuchten, widmet sich letztgenannter der Schwermut, Tragik und Sinnlosigkeit der Zerstörung eines vermeintlichen Paradises.

Der Film ist langatmig ja, aber keine Sekunde zu langsam. Ich tue mich generell schwer an so guten Filmen richtige Mäkel zu finden. Ich werde ihn deshalb nur loben können, was nicht verkehrt ist, denn gefallen wird er sicherlich nicht jedem.

PS: Der Soundtrack war sensationell.

Der schmale Grad oder wie ich ihn ab jetzt nenne: Die schönste Dokumentation die ich je gesehen habe.

Zuerst einmal ich habe noch nie einen Terrence Malick Film gesehen, aber schon einiges über ihn gehört.
Die Bilder des Films sind absolut atemberaubend. Jede Szene hat eine Anmut und eine Perfektion, die man so fast nirgendwo findet. Dazu kommt ein Score, der ein paar echt schöne Stücke beinhaltet. Von dieser Seite aus bin ich absolut begeistert.
Dem entgegen stehen Charaktere, deren Belanglosigkeit mich fast erschreckt hat. Ich denke mal die ruhigen Szenen, die fast schon dokumentarischen Einschnitte von Tier- und Pflanzenwelt, sowie die lauten Gedanken der Protagonisten sollen einen Kontrast zu den Grausamkeiten des Krieges darstellen. Leider hat das bei mir so gar nicht funktioniert. Gerade die “Selbstgespräche” aber auch alle anderen Konversationen waren so bedeutungsschwanger und dennoch vollkommen inhaltsleer, dass ich zum Ende hin jedes Mal die Augen verdreht habe, wenn jemand den Mund aufgemacht hat. Ich hatte mich schon auf etwas in der Art eingestellt, aber so krass habe ich es dann doch nicht erwartet.
Dabei ist die Besetzungsliste mehr als nur beeindruckend und die grundlegende Geschichte vom Verheizen von Menschenleben nur des Prestige willen, bietet auch eine gute Grundlage. Leider verliert sich der Film so sehr in seinen schönen Bildern und sinnfreien Phrasen, dass sie nicht im Kontrast zum Krieg stehen, sondern ihn fast gänzlich überstrahlen.
Hätte Malick eine Doku in diesem Stil über die Region gedreht, hätte ich die mir mit Freuden angesehen und würde sie sicher auch feiern. Als (Anti-)Kriegsfilm versagt dieser Film für mich jedoch leider an den meisten Stellen. Die Protagonisten wirken so unreal, dass mir auch die Empathie fehlt, wenn ihnen etwas schreckliches zustößt.
Alles was bleibt, ist der Gedanke daran, dass ich nur zu gerne wüsste wo sie das gedreht haben, damit ich da mal Urlaub machen kann. Und wenn ich das nächste mal ein Kriegsdrama sehen will, dann schaue ich mir lieber wieder Apocalypse Now an.

/Nachtrag:
Die Schlachtszenen haben mir übrigens meistens recht gute gefallen. Die exzellente Kamera ist immer ganz dicht dran, ohne dass man den Überblick verliert. Technisch kann ich diesem Film wirklich absolut nichts vorwerfen.

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Ich muss vorab sagen, dass ich nicht zu den größten Malick-Befürwortern gehöre (fand z.B. “Tree of Life” eher meh). The Thin Red Line ist da allerdings eine Ausnahme.
Hab ihn jetzt zum mittlerweile dritten Mal gesehen. Die erste Stunde (die einen Vorredner zum Abbruch bewegt hat) zieht sich ein wenig, was aber auch notwendig ist um die Kulisse, das Setting etc. einzufangen.
Die Bild- und Soundgewalt macht diesen Film zu einem guten Anti-Kriegsepos, das sich hinter “Saving Private Ryan” nicht zu verstecken braucht, es allerdings nicht ganz auf eine Stufe wie “Apocalypse Now”, “Platoon”, “The Deer Hunter” oder “Full Metal Jacket” schafft. Das einzige, was mich stört sind die Charaktere, mit denen ich in den o.g. Filmen deutlich mehr gelitten habe. Auch hätte es einige Klasse-Schauspieler sicherlich nicht gebraucht, da ihre Rollen eher nebensächlich und belanglos waren (Leto, Travolta, Reilly).

Ganz besonders hervorheben möchte ich den Soundtrack von Hans Zimmer. Im April durfte ich den Song “Journey to the Line” noch live genießen. Ein Meisterwerk der Filmmusik, welches mir instant Gänsehaut bereitete.

Danke an Monsieur Bardét, dass ich mal wieder in mein DVD-Regal greifen durfte um an einem Sonntagnachmittag diesen fantastischen Film zu schmökern.

Und Danke an @LeSchroeck und das Kino±Team für’s Zurückbringen der Hausaufgabe.

Was war das nur für ein zäher Film :unamused:
Sowas kann nur ein Cutter gut finden. Wie Forbojack vor mir schon geschrieben hat, könnte man prima eine Südsee Doku aus dem Film machen und als Rest bliebe dann ein ziemlich banaler Kriegs-Schinken. Die meisten Charaktere können null Sympathie erzeugen und die Geschichte lässt sich auf einem Bierdeckel zusammenfassen. Dazu kommt noch, dass die Action Szenen äußerst schlecht gealtert sind und Steven Spielberg in Saving Prvt. Ryan in 5 Minuten das schafft, was dieser Film in fast drei Stunden kaum hinkriegt - nämlich das Grauen des Kriegs zu schildern.

Man muss dazu sagen, dass Spielbergs Film nach diesen ersten eindrucksvollen Minuten auch nicht wirklich bahnbrechend ist, aber trotzdem ist die Dramaturgie bei Prvt.Ryan viel besser, da der Film sofort glasklar zeigt, dass Krieg die absolute Scheiße ist und sich danach auf eine Geschichte konzentriert werden kann. Bei Thin Red Line wird ewig viel Zeit vergeudet, um unsympathische Charaktere vorzustellen und zu zeigen wie diese gaaaaanz laaaaaangsam durch wallendes Gras schleichen.:sleeping:

Und danach passiert auch nicht viel. Es wird viel gejammert und geweint. Ein Hügel wird erstürmt. Woody Harrelson sprengt seinen Arsch weg. Später noch ein bisschen mehr Japaner massakrieren (und nicht vergessen zu zeigen, dass die ja auch nur Menschen sind). Dann haben sie noch ein bisschen Freizeit bevor es zum finalen „Gefecht“ kommt und der „Held“ am Ende total sinnlos stirbt.

Der einzige Lichtblick im Film war für mich Nick Nolte, der die Handlung als fieser Ober-GI zumindest etwas zusammenhält. Denn obwohl diese mit einem Quasi-Hauptdarsteller anfängt und aufhört, springt die Perspektive in der Mitte des Films munter zwischen verschiedenen Soldaten hin und her. Die Grundidee des Films und das Konzept mit den Geschichten der einzelnen Soldaten ist auch an sich gar nicht schlecht, aber leider ist der Streifen so dermaßen träge und trotzdem konfus, sodass der Spass beim Zuschauen einfach auf der Strecke bleibt.

„Bardet, 6. Setzen!“

Ich bin auf jeden Fall dafür, dass Andi als Strafe für diese sterbenslangweilige (UND elendslange) Hausaufgabe ein Time Out bekommt und frühestens 2018 wieder einen Film vorschlagen darf :smiling_imp:


PS hier noch ein paar Sachen zum Film:

Die Action ist schlecht gealtert, aber selbst 1998 war da schon um einiges mehr drin. Warum zB sieht man die Artilleriegeschosse nicht, sondern nur deren Explosionen. So high tech war das damals auch nicht mehr, einen kleinen Schemen für ein paar Frames ein zu bauen.

Und warum erwähnt man am Anfang Katanas und dann gibt es keinen Ordentlichen Angriff der Japaner mit ihren Schwertern. Vor allem in dem meterhohen Gras/Bambus durch das die Soldaten einmal schleichen wäre eine Attacke von zumindest einem Japaner mit Katana wirklich cool gewesen.
Ich weiß ja nicht wie historisch genau der Film ist, aber wenn man sich ansieht, wie wenig erreicht wurde und dazu die ganzen Voice Overs, die klingen wie echte Briefe von Soldaten, ergibt das ein sehr authentisches Bild. Trotzdem ist das mit dem Katana eine vertane Chance. Die GIs durften ja immerhin auch ihre Bajonette verwenden :stuck_out_tongue:

Und warum wurden die Japaner so stiefmütterlich behandelt? Man will sie als Menschen darstellen, verpasst es aber mit fehlenden Untertiteln und zB japanischen Soldaten Voice Overs sie wirklich greifbar zu machen. Übrig bleiben nur kurze Momente, in denen man die Feinde der Protagonisten als echte Individuen wahrnimmt.

Und warum verheizt man so viel Budget für sinnlose Auftritte von bekannten Namen? Außer Penn und Nolte, steuert kein Star (und damit meine ich nicht Leute wie Brody oder Leto, die damals noch recht unbekannt waren) wirklich etwas zur Handlung bei.

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Den film hab ich bereits gesehen, allerdings ist das mindestens 10 Jahre her. Den Film hatte ich ganz gut in Erinnerung, jetzt beim zweiten Schauen hat sich die Meinung allerdings etwas geändert.

Ich finde den Film zum Großteil immer noch gut, allerdings gibt es einige Kritikpunkte.
Zum einen ist es das Konzept des Films, einen Kontrast zum Krieg darzustellen. Für mich wird einfach zu stark versucht mit dem Holzhammer die Schrecken des Krieges zu zeigen, ich brauch dafür aber keine Rückblenden, Naturpanoramen und poetisch angehauchte Voiceover. Ein Feuergefecht mit Rückblick zur Frau wirkt bei mir bei weitem nicht, wie zum Beispiel der Anfang von Der Soldat James Ryan, wo man einfach nur nervöse Soldaten auf Landungsbooten sieht und als sich die Klappen öffnen bricht die Hölle los.
Generell sind die Gefechtsszenen nicht wirklich packend, da fehlt einiges um auf das Niveau von z.B. Band of Brothers zu kommen.
Die Länge des Films ist auch nicht unbedingt ein Pluspunkt. Ich hab absolut nichts gegen 3h-Filme, allerdings zieht sich das letzte Drittel extrem und es passiert nichts mehr.

So nach den ganzen negativen Sachen eventuell noch etwas poitives, die Szene mit dem Angriff auf das Dorf/Unterkunft der Japaner ist wirklich gelungen. Hier kommt das Genre “Anti-Kriegsfilm” wirklich gut zur geltung.

Also, ein zum Teil guter Film, mit vielen Schwächen. Kein Film den man unbedingt gesehen haben muss, da es einfach bessere Vertreter gibt, trotzdem keine verlorene Zeit.

wer den Film einschaltet und einen Action Bumm Bumm James Ryan Kriesfilm erwartet, hat eben einfach den falschen Anspruch.

Das ist wie 2001 von Kubrick anzuschauen und Scifi ala Stargate zu erwarten

Das ist ein Drama, vor dem Hintergrund des Krieges.
Schon der Name Terence Malick sollte jedem klar gemacht haben, was da auf einen zukommt

Also ein paar gibt es schon,

also jetzt mal nur die guten Aufgezählt

seargent York (mit Gary Cooper)
Lawrence von Arabien (eben nicht die Westfront)
diverse “Im Westen nichts neues” Verfilmungen sind ganz nett
Hells Angels (mit die besten Luftszenen in einem Film, aber der Rest ist eher so lala)
beneath hill 60
gallipolli
Anzacs (das australische Band of Brothers, im 1WK, lange bevor es Band of Brothers gb)
The lighthorsemen
Paschendale
Admiral (russischer Film)
Capitain Conan
A long engagement

gibt noch mehr aber das jetzt nur mal schnell aus dem Kopf ein paar.

Hier folgt keine großartige Rezension mit vielen Worten, das können anderen von euch zum Glück besser als ich, nur meine ersten Gedanken, nachdem der Film gestern das erste mal gesichtet wurde.

Thin Red Line war nach Tree of Life erst mein zweiter Malick-Film. Konnte mir aber deutlich besser zu verstehen geben, warum man so viel von dem Herren hält.
Thin Red Line nimmt sich Zeit und fordert vom Zuschauer etwas Geduld. Geduld, die aber belohnt wird.
Besonders der Kontrast zwischen der Schönheit des Lebens und der Grausamkeit des Krieges und des Todes wird überaus deutlich dargestellt.
Dazu gibt es einen Haufen an zitierwürdigen Dia- und Monologen. Auch der Score, obwohl Hans Zimmer an anderer Stelle in der vergangenen Woche mehr oder weniger scharf kritisiert wurde, ist meiner Meinung nach lobend zu erwähnen.
Zusammengefasst hat Thin Red Line mir ein Filmerlebnis bereitet, dass ich nicht mehr missen möchte.

@W_Dianer Blu-Ray hat sich trotz altem Fernseher aufjedenfall gelohnt, danke für die Empfehlung! :slight_smile:

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Freut mich das der Film dir gefallen hat! :slight_smile:

Den Score und den gesamten Klangteppich finde ich bei „Der Schmale Grat“ übrigens fantastisch! Untermalt das geschehen in der hier gewählten Form nahezu perfekt wie ich finde!

Das Der Schmale Grat kein Action Film sein will, ist vollkommen legitim, aber das heißt ja nicht, dass der Film deshalb langweilig, überfrachtet und klischeehaft sein muss. Der Film hat seine Momente und die Grundidee, den Krieg durch die Gedankenwelt der Soldaten erlebbar zu machen, ist für sich genommen auch spannend.
Trotzdem schafft Malick es nicht, eine in irgendeiner Form fesselnde Handlung zu kreieren. Da helfen auch keine schönen Landschaftsaufnahmen und klischee-triefendes, pseudo-tiefgründiges Geblubber.
The Revenant zB ist auch sehr langsam und zeigt viele Landschaftsaufnahmen, aber die Geschichte ist durchwegs spannend und man hat klare Sympathieträger, die das ganze Leid erträglich machen - und das bei eine Laufzeit von ebenfalls über zwei Stunden.
Der Film hätte sich mehr auf Witt fokussieren müssen. Zusammen mit einer gestrafften Erzählstruktur, könnte man trotzdem auf die Gedanken seiner Kameraden eingehen, die Gräuel des Kriegs vor Augen führen und dessen Kontrast, die wundervolle und vor allem total friedliche Inselwelt, zeigen.
So fließt der Film zäh wie Honig vor sich hin, da es keine Handlung oder Charaktere gibt, an denen man sich festhalten und mitreißen lassen könnte. Alles bleibt vage und oberflächlich, trotz all der schönen Bilder.
Ich finde man darf hier nicht nur auf den Anspruch pochen, wenn der Inhalt fehlt bzw. nicht gut ist.

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Nur zu Deinem letzten Satz, über den ich eben sehr schmunzeln musste: dann schau Dir mal die 3 oder 4 Filme danach von ihm an. Da geht all das, was Du beschrieben hast, noch mehrere Stücke weiter. :slight_smile:

Bin ja echt auf eure Meinungen zu dem dem Film gespannt :smiley:.

Ich bin dem Film gegenüber positiver eingestellt, da ich Malicks Karriere mehr chronologisch verfolgt hab.

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Bis auf Lawrence kenn ich da keinen. Sind nehm ich an alle aus dem Jahre Schnee…so richtig große Kriegsfilme werden heute kaum mehr produziert. Auch verständlich iwie weil sehr teuer und aufwändig