Ich habe heute gelernt, dass…

Wenn der Rücken kalt, vor dem Objekt im Rückspiegel halt :beancomfy:

…die Fetale Alkoholspektrumstörung eine der häufigsten angeborenen Behinderungen in Europa ist.
Von 1000 Kindern sind ca 20 betroffen.
Die tatsächliche Anzahl wird wahrscheinlich höher sein.

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Und was macht das?

Wenn Mütter in der Schwangerschaft saufen.
Es kommt zu körperlichen und geistigen Einschränkungen.

Ich hab vor meinem Urlaub einen Bewohner mit entsprechender Diagnose zugewiesen bekommen und lese mich gerade ein bisschen ein.

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Ich möchte das nicht schönreden oder so, nur bevor wir jetzt all die Mütter verachten kurz darauf hinweisen, dass der Alkoholkonsum am Anfang der Schwangerschaft besonders gefährlich ist und nicht jede Schwangerschaft ist geplant und in dem Zeitraum schon bekannt.

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Es geht auch mehr um Fälle, bei denen die ganze Schwangerschaft hindurch regelmäßig getrunken wird.

Also in meinen Info-Broschüren steht drinnen, dass das ganz am Anfang der Schwangerschaft noch „nicht so schlimm“ ist, weil die im Fall einer Beeinträchtigung ein frühzeitiges Ende nimmt … also eher maximal schlimm

Andererseits wird man auch sich über all gefragt wie viel Alkohol welcher Sorte man trinkt, als ob das normal wäre, dass man das weiterhin macht :eieiei:

Hmm :beanlurk: mein Stand war, dass eine fetale Alkoholspektrumstörung schon bei einmaligem Konsum entstehen kann, gerade am Anfang, weshalb es auch so wichtig ist schon mit dem Alkohol aufzuhören wenn man versucht schwanger zu werden. Und Fehlgeburt als „nicht so schlimm“ zu betiteln ist auch interessant :beanderp:

Am Anfang und eigentlich auch die gesamte Zeit, da die Leber noch nicht so ausgebildet ist, dass sie Alkohol abbauen kann.

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Ja, wenn ich es richtig verstanden habe ist das auch so. Nur ist die Wahrscheinlichkeit dann wohl auch sehr gering, das Kind zu bekommen.

Stand im Kontext von „sie machen sich Sorgen weil sie Alkohol getrunken haben bevor sie von der Schwangerschaft wussten. Keine Angst, wenn sie noch schwanger sind, ist nichts passiert“ :see_no_evil:

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Ja, gibt ja auch ne Menge Dokus im Netz dazu.

Unabhängig von Härtefällen, wenn man überlegt wie man früher teilweiße in einer breiteren Gesellschaftsschicht mit dem Thema Alkohol umgegangen ist… Gerade wenn ich mir sowas wie „Frauengold“ angucke…

Wie schwerwiegend das ausfällt ist ja auch ganz unterschiedlich, wie ich das so mitbekommen habe.

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Ja, deswegen ist die Dunkelziffer wahrscheinlich auch sehr viel höher. Gibt unauffällige Symptome wie zb Intelligenzminderung u.ä.
Oft ist es einfach nicht direkt erkennbar oder die Eltern lassen einfach keine Diagnose stellen

Das hab ich auch so in Erinnerung. Am Anfang der Schwangerschaft gilt Hit or Miss, wie @Llywlyn schon geschrieben hat.

Aber 20 von 1000 ist schon wahnsinnig viel…
Während der ersten Schwangerschaft waren wir in Frankreich im Urlaub und trotz sichtbaren Bauch wurde mir beim Essen gehen fast immer Alkohol angeboten. Und das verneinen hat regelmäßig zu Verwunderung geführt. Das war fast schon anstrengend.
Das hatte ich in Deutschland in der Form nicht.

Im Vergleich zu anderen Drogen wird Alkohol aber auch bei uns extrem verklärt. Alkohol ist irgendwie so „selbstverständlich“… Ich hab vor den Schwangerschaften auch „regelmäßig“ getrunken, Cider im Pub, Wein zum Abendessen, Radler im Biergarten, Cocktails beim weggehen, Whisky abends am Sofa… In der Rückschau hab ich mir da nie Gedanken drüber gemacht.

Unser Nachbar hat sich zu Tode gesoffen letztes Jaht. Das war seit meiner Kindheit ein offenes Geheimnis in der Nachbarschaft dieser Kleinstadt (so wie der andere Nachbar, der immer seine Frau geprügelt hat…)
Den hab ich vorletztes Jahr Mittags betrunken auf der Straße gefunden und hochgeholfen, er war so dankbar und hat sich so geschämt…

Und erst kürzlich gelesen, dass „Daydrinking“ jetzt der neuste Trend und immer mehr Bars sich darauf einstellen. Ich fand das befremdlich, auch weil ein Argument war, dass man am nächsten Tag nicht so knülle ist, als wenn man abends trinken geht…

Und ich hab keine Ahnung, was ich mit dieser Textwand sagen will, aber die Zahl gibt mir echt zu denken. Das sind so viele Kinder mit einer absolut vermeidbaren Behinderung. Das beschäftigt mich gerade wirklich.

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Das sind 2%! Erschreckend hohe Zahl. Hätte ich so jetzt nicht gedacht.

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Finds eher niedrig, wenn man sich anschaut, wie präsent Alkohol in der Gesellschaft ist.

Bei 2% ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir betroffene Personen kennen. Klar, ist das nicht bei allen unbedingt so stark ausgeprägt, dass es irgendwie auffallen würde, aber gerade die mit nur leichten Ausprägungen sind ggf gar nicht in dieser Zahl erfasst. Ich find das schon viel.

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58% ist aber auch ne Nummer.

Ist zwar 2007, aber da waren wir ja auch keine Höhlenmenschen und hätten wissen sollen, dass Alkohol nicht gesund ist. FAS wurde in den 70ern das erste mal beschrieben.

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Wtf?! Mehr als die Hälfte der befragten Schwangeren hat angegeben, Alkohol zu trinken? Während der Schwangerschaft?! Alter Schwede… Das macht mich gerade wirklich sprachlos. Ja ok, dann sind diese 2% so gesehen in der Tat sehr niedrig

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Der Artikel, der als Quelle verwendet wird, ist leider hinter einer Bezahlschranke (Zeit+ existiert erst 7 Jahre nachdem der Artikel erschienen ist WTF Zeit??!?) aber hier ist eine archivierte Version

Hab auf mysteriöse Art und Weise diesen Screenshot einer älteren Version des Artikels gemacht, da gibts noch ein paar Infos zu der Umfrage

„Vor allem Frauen mit einem hohen Sozialstatus“…

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Ein behindertes Kind oder mal 'ne Weile ohne Alkohol leben. Da ist doch klar, dass man sich für das behinderte Kind entscheidet.

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