Der Mensch ist gut darin eine Gefahr und womögliche negative Folgen zu ignorieren und zu verdrängen, besonders wenn es darum geht das diese einem erhebliche Vorteile bringt, siehe Klimawandel.
Weil irgendwelche diffusen Konsequenzen irgendwann in der Zukunft für uns Menschen nicht richtig begreifbar sind, siehe Klimakatastrophe, der Bequemlichkeitsvorteil jetzt aber eben schon.
Und KI ist insofern anders, als dass der Ressourcenverbauch um Größenordnungen höher ist. Gleichzeitig bringt sie den meisten Menschen zur Zeit kaum einen echten Vorteil und hat dabei aber sehr reale Nachteile für die gesamte Gesellschaft und damit meine ich nicht nur fürs Klima.
Ich denke nicht daran, dass KI plötzlich „die Bombe“ zündet um uns auszulöschen. Sondern eher in anderen Bereichen. Bspw. dem Entzug des Wissenszuganges. Das Internet ist schon jetzt in Bezug auf Information ziemlicher Schrott, da vollgestopft mit nicht nachzuvollziehenden KI-Informationen. Eventuell mag die Antwort noch stimmen, jedoch fehlt die Herleitung. Der Mensch verlernt das logische und auch das kritische Denken.
Hier sind die „Pilzratgeber“ von KI geschrieben ja ein gutes Beispiel.
Eine andere Gefahr steckt in der Medizin - gerade auch in Verbindung mit digitalisierten Gesundheitsdaten. Wenn die Ärzte letzten Endes voll darauf vertrauen welche Medikamentendosis oder Eingriff, von KI vorgegeben, richtig ist, der Patient aber ein wirtschaftlicher Nachteil bedeutet, dann mögen aus 2mg mal schnell 200mg werden.
Wir wissen schlicht nicht mehr welche „Denk“-Prozesse hinter irgendwelchen Vorgaben oder Antworten stecken und es interessiert ab einem gewissen Punkt auch niemanden mehr (siehe erstgenannten Punkt).
Einen Stecker ziehen geht ohnehin nicht. Man müsste ja quasi weltweit das Internet abstellen. Und dann? Nie wieder einschalten? KI ist doch längst auf Systemen reproduziert.
Szenarien, dass WaffenKI sich gegen Menschen stellt halte ich mittelfristig für sehr wahrscheinlich, denn Kriegsgerät ist zum Töten von Menschen gemacht. Und warum sollte die KI nicht auch hier auf Effizienz setzen?
K.I. privat nutzen, K.I.-Videos/Bilder/Musik/Texte schauen, teilen, erstellen,… und damit dies weiter aktiv mit voran treiben. Mir erschließt sich das nicht.
Möchte kurz darauf antworten:
Ich bin Softwareentwickler und meine Art zu arbeiten hat sich innerhalb eines Jahres so krass verändert wie noch nie. Ich schreibe inzwischen fast keine Codezeile mehr selbst. Da kann man jetzt sagen: Du bist Teile des Problems. Aber ich bin eben Arbeitnehmer und wenn meine Firma beschließt die Entwickler sollen den Umgang mit Claude Code lernen und damit arbeiten mache ich das natürlich. Am Ende steht meine Firma im Wettbewerb mit anderen und ich merke krass wie viel schneller und effizienter ich mit Claude Code bin. Ich baue neues Feature inzwischen in einem Bruchteil der Zeit wie ich früher händisch gebraucht habe. Das ist natürlich ein klarer Wettbewerbsvorteil, weswegen meiner Firma auch so hinterher ist die Nutzung von KI zu intensivieren und voranzutreiben (auch in anderen Bereichen). Und ich mache es ehrlich gesagt auch gerne. Es macht Spaß schnell neue Dinge ausprobieren zu können, ohne 1-2 Tage Arbeit in einen Komplettumbau zu stecken. Ich baue heute am Tag gerne mal 4-5 Varianten einer neuen UI, um am Ende das Beste herauszusuchen. Das hätte ich händisch niemals gemacht, weil es viel zu lange gedauert hätte.
Meine 5 Cents zum Einsatz von KI.
Wie funktioniert die Qualitätskontrolle von Code der ins Endprodukt soll? Schaust du da nochmal Zeile für Zeile drüber oder läuft „nur“ ein Testprotokoll durch?
KI generierter Code und Tests werden angeschaut und natürlich in der Software selbst getestet. Einmal von mir als Entwickler und im Programm selbst nochmal von unseren Testern.
Wir arbeiten aber auch mit einer ganz klassischen Desktopanwendung mit eigenem Framework das über 20 Jahre gewachsen ist. Vieles ist „08/15 Standardzeug“. Aber gerade für aufwendigere UIs finde ich Claude Code unheimlich nützlich.
Ich verstehe die allgemeine Kritik. Aber wenn ich so Sachen wie „scheiß AI Slop“ lese, denke ich mir für mich auch oft: Mein Gott das ist eben der nächste Schritt. So wie ich eben auf KI Setze beim Schreiben von Code setzen anderen auf KI für das Erstellen von Bildern etc.
Hat ja auch keiner bei der Erfindung der Kamera gesagt: Scheiß Kamerabilder! Richtig OGs malen Landschaften und fotografieren sie nicht!
Berufe entwickeln sich weiter, entstehen neu oder verschwinden eben ganz. Das war schon immer so. Kein Beruf hat das Anrecht auf ewige Existenz. Deswegen halte ich wenig von der allgemeinen AI Verteufelung. Und ja ich finds auch ermüdend inzwischen auf jedem Volksfest diese KI generierten Speisekarten an den Ständen zu sehen, die alle den gleichen Stil haben. Aber ob jetzt das oder wie früher stinknormale Word-Ausdrucke (in Comic Sans) macht jetzt auch keinen Unterschied.
Stimmt. Die gabs wahrscheinlich auch ![]()
Same. Ich habe seit inzwischen Monaten keine einzige Zeile Code mehr geschrieben, aber tausende von Zeilen Code generieren lassen. Mein Arbeitsprofil hat sich in kürzester Zeit komplett gewandelt: Ich erarbeite jetzt zusammen mit KIs Umsetzungspläne anhand von Kundenanforderungen und Tickets, wir (die KI und ich) gehen in den Dialog bis der Plan zu meiner vollen Zufriedenheit erstellt ist und dann dann sage ich einer anderen KI dass sie Umsetzen soll. So schnell und in so einer guten Qualität haben wir zuvor keinen Code produziert.
Bevor ich irgendwas einchecke gehe ich selber den Code nochmal durch und mache eine QS, aber in den seltensten Fällen habe ich überhaupt noch was zu bemängeln.
Genau so sieht mein Arbeitsalltag inzwischen auch aus
ist krass. 15 Jahre lang „klassisch Code entwickelt“ und jetzt seit quasi diesem Jahr ist alles anders
eigentlich ist es Pair Programming mit jemand der deutlich krasser ist als man selbst ![]()
Man sieht es ja auch an youtube wie viele schrott KI gemachten dokus da jetzt alles zumûllen und es ist oft echt schwer das auseinanderzusortieren
Ich finde es auch spannend, wie sich so manche Dinge geändert oder erleichtert haben. Je nach Klassifizierung kannst du mehrere Dokumente nehmen und mit einem neuen Dokument vergleichen und auf Konsistent überprüfen.
Die QS von einem Dokument, Präsentation oder Excel. Kann man immer noch zwei anderen Augen geben, gibt auch Feedback. Aber bei Schreib- und Formfehler zeigt die KI doch recht schnell so einiges auf.
Zum KI-Programmieren:
Was ist das für Code, den ihr generieren lasst?
- Eher kurzlebig (3-5 Jahre) oder muss der noch in 20 Jahren gewartet werden?
- Eher Standard-Gedöns (Suchfunktionen, UI, …) oder komplex und mit vielen Abhängigkeiten (Speichermanagement, ERP-Module, …)
- Wie wirken sich Fehler im Code aus? Eher „ist doof, wird gefixed“ (UI, …) oder sicherheitskritisch (Produktionsanlage steht still)
- Wieviel kritisches Know-How steckt in dem Code?
Unter anderem in den Punkten sehe ich ein dickes Probem bei KI-generiertem Code. Bei uns wird auch viel mit KI gearbeitet. Es gibt jedoch Bereiche, da gibt es ein striktes Verbot, weil eben zu kritisch, zu viel Know-How drinsteckt oder auch Informationen unter NDA stehen.
KI hat meiner festen Überzeugung nichts in der Kunsterstellung zu suchen, gibt für mich auch kein Argument was dafür spricht bzw. bin ich ehrlich genug, ich lasse da gar kein Argument gelten.
In anderen Bereichen sieht das ganz anders aus, da kann und ist KI sehr hilfreich und nützlich.
Klar, ihr könnt die Codebase noch selbst überprüfen, weil ihr jahrelang selbst programmiert habt. Aber was ist mit der nächsten Generation, die direkt mit KI ins Arbeitsleben einsteigt? Wo sollen die die Erfahrung aufbauen, um selbst coden zu können? Für euch ist KI ein Tool, was euch die Arbeit erleichtert, die ihr auch so machen könntet. Für die nächste Generation wird es ein Tool ohne dass sie die Arbeit nicht mehr erledigen könnten.
Man verliert einfach so viele Soft und Hard Skills, wenn man seine Arbeit komplett an die KI auslagert und diese Skills verkümmern dann oder werden gar nicht erst gebildet. Das wird nicht spurlos an der Menschheit vorbeigehen.
Das ist einfach Fortschritt. Ich kann auch nicht auf einem Pferd reiten, dafür aber Auto fahren. Aber warum soll ich jetzt reiten lernen, bloß weil man das früher halt so gemacht hat? Das Auto bringt mich ohnehin viel schneller ans Ziel.
Wir nutzen Claude Code ausschließlich über Amazon Bedrock mit dedizierten EU-Servern. Da ist vertraglich geregelt, dass keinerlei Daten in die USA wandern bzw. zum Training von Modellen verwendet werden darf.
Unsere Software steuert keine Maschinen oder ähnlich. Ist eine reines Planungs-Tool für die Prozessindustrie inkls. Dokumentenverwaltung. Die Software ist jetzt rund 20 Jahre alt. Ist also eher langfristig. Aber da wir mit einem relativ klar abgesteckten Framework arbeiten und die KI sich ja an bekannten Mustern orientiert, ist die Wartbarkeit eigentlich kein Thema.
Grundsätzlich gilt: Jeder Entwickler ist wie schon immer für seinen Code verantwortlich. Egal ob jetzt selbst geschrieben oder via KI. Die Ausrede „das war die KI“ gilt nicht. Unter Strich würde ich behaupten früher wurden mehr Fehler eingebaut als heute durch die KI ![]()
Ich will im Alltag einfach gern mal coole Charakterbilder für meinen nächsten DnD Charakter suchen, ohne zugemüllt zu werden mit wirklich erbärmlich schlechten Bildern, die warum auch immer im Internet rumgeistern. Die sind komplett unästhetisch, mit hängendem Auge, dritter Hand etc, also der „typische Slop“.
Warum kann so ein dreck, der niemandem etwas bringt, im Internet existieren?
Kunst ist Kunst und keine KI. Das ist doch klar.
Die Frage ist, wo hört „normale Arbeit“ auf und wo fängt Kunst an? Jemand der bei einer Werbeagentur einen 08/15 Flyer erstellt macht in meinen Augen jetzt keine Kunst. Der setzt ja heute schon auf vorgefertigte Muster, Schriftarten, Designs etc.
Ein Maler der Bilder verkauft natürlich schon.