Klimawandel - Forschung, Entwicklung und Klimaschutz

Die Diskussion hat sicher einen wichtigen Ansatz, ist aber meiner Einschätzung nach trotzdem am Punkt vorbei. Etwa die Hälfte des emittierten CO2 geht in die Atmosphäre, 20-30% gehen in die Ozeane, der Rest wird mehr oder weniger regional aufgenommen (Quelle). Heißt vereinfacht gesagt, dass es zu großen Teilen egal ist wo das CO2/die Treibhausgase produziert werden. Man muss nicht primär in den Entwicklungs-, Schwellen oder Industrieländern etwas tun, sondern überall und im drastischen Ausmaß. Was wir oder Deutschland tun können ist darüber hinaus durch praktische Gegebenheiten begrenzt: Wie soll man Indonesien (als Beispiel) dazu bringen, das zu tun was wir wollen? Mit „Entwicklungshilfe“ bestimmt nicht, Indonesien ist ein hoch korruptes Land. Wir „schaffen“ es ja nicht mal die dazu zu überreden die Menschenrechte einzuhalten. Der einzige Weg den man machen könnte ist über Wirtschaft, DE importiert im Jahr für fast 4 Milliarden im Jahr aus Indonesien und exportiert etwa drei (Quelle). Würde sowas passieren? Nein: Weil Arbeitsplätze. Lobbyarbeit.

Und auch die Vorstellung, dass wir durch technische Entwicklung und Fortschritt das Problem in den Griff kriegen können, wird von vielen Forschern zu recht angezweifelt. Nein, wir müssen weniger verbrauchen: Weniger Energie, weniger Konsum. Wir brauchen eine Ende des Wachstumsideal. Sonst können wir das alles vergessen.

Genau sowas meine ich. Ich sehe auch hier in DE bei den meisten Menschen keinen Willen zum relevanten Verzicht.


Übrigens, eine neue Studie zeigt, dass „grün“ konsumieren alleine nicht glücklicher macht. Weniger konsumieren macht glücklicher!

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