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Made in Japan - Ilyass neues Projekt

Ich habe mir die Dokumentation heute ebenfalls angesehen und empfand diese als sehr hochwertig produziert🙂.

Das Pacing und Timing ist, meiner Ansicht nach, on point - um bei den Anglizismen zu bleiben :grin:.

Generell haben mir die Bildeinstellungen sehr gut gefallen. Vom inhaltlichen Aspekt mal abgesehen, welcher mir natürlich auch zusagte👍.

Kurz gefasst: Glückwunsch zu diesem grandiosen Endprodukt. Da hat sich die ganze Mühe augenscheinlich letztlich ausgezahlt. :v:

So scheiden sich die Geister. Das ist meiner Ansicht nach nämlich genau eines der Probleme bei der Dokumentation. Das Ganze ist schon sehr gut gemacht und mir gefällt grundsätzlich so eine Machart, wie es aufbereitet ist und auch die (wenigen) Motive aus Japan sind sehr schön eingefangen. Das meiste davon hat man aber im Trailer gesehen. Der Rest sind Interviews, die mir persönlich nicht wirklich einen Einblick in die Kultur der japanischen Videospiele geben, was ich nach dem Trailer damals erwartet habe. Zudem empfand ich die Interviews als sehr lang. Ein interessanter Aspekt ist auch, dass man zwar ein Studio interviewt hat, die sich mit Übersetzungen befassen und aufzeigt, wie wichtig eben eine sehr gute solche ist, gleichzeitig aber einige Basics nicht umsetzt, um die Doku für den nicht-deutschsprachigen Raum unterhaltsam und “klickbar” zu machen. Selbst ich als jemand der oft in Gesprächen zwischen Deutsch und Englisch switcht, empfinde deutschen Kommentar und englischsprachige Interviews als Merkwürdig, dann noch japanische Sprache, englische Subtitles im Hintergrund in Spielszenen, zuschaltbare deutsche Subtitles… das alles ist schon sehr viel und funktioniert in Deutschland halbwegs. Gerade im amerikanischen Markt aber wäre ein englischer Off-Sprecher meines Erachtens nach gut bzw. essenziell gewesen und dann eine zusätzliche deutsche Variante mit festen deutschen Subtitles. die zuschaltbaren Subtitles bei Youtube sind einfach nie gut zu platzieren, oftmals stehen sie zu kurz etc. Deswegen gibt es ja Firmen, die sich nur um Subtitles, deren Aufbereitung und Platzierung kümmern.

Die Kritik klingt vielleicht jetzt sehr hart, aber das ist nun mal einfach meine Meinung, auch wenn ich großen Respekt vor der kompletten Arbeit aller Beteiligten habe und auch Ilyass wünsche, dass er auch außerhalb der RBTV-Blase (dort scheint es ja bei den allermeisten gut anzukommen und da fällt dann meine Meinung ja nicht ins Gewicht) auch Anklang findet.

Generell würde ich mir dennoch mehr “Dokus” von RBTV auf dem Gamingkanal wünschen und begrüße daher dieses Projekt. Weitere Dokus müssten dann gar nicht so aufwändig sein.

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Naja meine Erwartungen waren hoch, nach mehrmaliger Verschiebung und der Ankündigung, dass mehre Leute an dem Projekt gearbeitet haben und Ilyass geholfen haben.

Komisch fand ich die Interview Partner. Es heißt “Made in Japan”, aber die Interviewpartner sind ein Amerikaner, ein Brite und ein japanischer Regisseur (der meiner persönlichen Meinung nach, die schlechtesten Spiele gemacht hat). Aber sonst fand ich es nicht schlecht.

Ich habe mir Deadly Premonition komplett bei TimeToDrei angesehen und dass man für den Entwickler dieses Spiels quasi nach Japan fährt und mehrere Monate und mehrere Mitarbeiter an der Doku dafür arbeiten, ist in meinen Augen, ein Gag und ein Overkill an Ressourcen.

TL;DR
Ich fands gut. Aber eine Kosten/Ergebnis Analyse sollte man nicht machen.

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Da es ein Projekt in Ilyass Freizeit war und ein Herzensprojekt, braucht man sowas auch überhaupt nicht machen.

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Hast du ein Beleg für die Aussage, dass das Ganze nur in seiner Freizeit gemacht wurde und sowas wie Schnitt, Kommentar, … nicht während seiner Arbeitszeit? Aus dem Blogeintrag lese ich weder das Eine noch das Andere heraus.

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Hier wäre der Beleg dafür. Die Untertitel hatte er auch während seines Urlaubs bis in die Nacht erstellt.

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Ok, aber hier steht wieder etwas, was zum Teil anders klingt:

Den Einwand von Kaid bzgl. Kosten finde ich da nicht so schlimm, selbst wenn es größtenteils ein Freizeitprojekt ist.

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Naja, deadly Premonition ist meiner Meinung noch schon ein Trash Spiel.

Und wenn RBTV Flug und mehrere Monate Schnittzeit für die Entwicklung einer Doku über den Entwickler von Goat Simulator z.b, dann würde ich den Punkt “Kosten” schon hinterfragen.

Jetzt nur als Beispiel, ich denke nicht dass es bei Ilyass der Fall war. Ich weiß das nicht und möchte keine Gerüchte verbreiten, sondern nur den Punkt erklären.

Deadly Premonition ist ein schwieriger Fall. Geschichte, Charaktere, Atmosphäre sind top, aber Gameplay und v.a. die technische Umsetzung (PC) sind Mist. Bei dem Spiel würde ich mir ein Remaster wünschen, aber dann komplett neu auf programmiert. Anders kriegt man die Fehler wahrscheinlich nicht mehr weg. Aber das wird wohl nie passieren …

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Moin! Die Doku ist wie beschrieben nahezu komplett in meiner Freizeit entstanden. Kosten wie Flug, Unterkunft und selbst Equipment habe ich selber getragen. Neben mir haben aber noch andere an dem Projekt mitgewirkt. Olli zum Beispiel, der das Grading gemacht hat. Komplett in seinem Urlaub. Hannes hat hingegen ein paar seiner generellen Arbeitstage für die Motion Graphics investiert. Wenn ihr es genau wissen wollt: es waren fünf.

Dazu kamen noch Lizenzen für die Musik, die hat auch RBTV übernommen. Kann ich auch gerne ausführen: Da beliefen sich die Kosten auf rund 200€. Neben den Musikkosten und der Arbeitszeit von Hannes, wurde das gesamte Projekt auf freier Basis produziert. Ich wollte deswegen ungern das Statement stehen lassen, dass der Sender in dem Fall ausufernd mit Ressourcen umgegangen ist. Ich habe definitiv Support bekommen, anders wäre das auch gar nicht möglich gewesen, der hält sich (zumindest für RBTV) in dem Fall aber in einem gesunden Rahmen.

Haut gerne raus, falls noch Fragen bestehen.

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Danke für die Aufklärung. In dem Kontext ist es eine krassere Leistung als gedacht, Respekt!

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Kann deine Punkte gut nachvollziehen, danke für das Feedback. Was du aber beschreibst, ist mit einem immensen Arbeitsaufwand verbunden, der leider den Rahmen dieses kleinen Projektes gesprengt hätte. Es hat mich allein Nächte gekostet, die Untertitel so zu transkribieren, übersetzen und auch noch einzupflegen, wie sie jetzt zu sehen sind.

Klingt doof, ist aber leider wirklich so: hinter dieser Produktion steckt kein Netflix, die Übersetzungsfirmen, Sprecher und co beauftragen können - sondern nur ich, der einfach Bock auf dieses Projekt hat. Wenn es ein Budget dafür gegeben hätte, würde das alles so viel anders aussehen :slight_smile:

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Kann ich absolut nachvollziehen. Untertitel sind selbst mit “richtigen” Tools eine absolute Seuche und hardcore-Arbeit. Daher hätte ich auch eher einfach nen “offsprecher” genommen (ist ja auch arbeit genug) und auf die Untertitel vielleicht verzichtet. Und dann 2 mal das VOD, einmal deutsch einmal englisch, oder gar nur deutsch, auch wenn ich die Intension mit “größeren Markt erreichen” auch nachvollziehen kann.

Es freut mich aber, dass mein Feedback nicht als “Hate” oder so wahrgenommen wird, denn so war es nicht gedacht. Kann den Kompromiss durchaus verstehen, habe aber die Befürchtung, dass eben durch das “Sehverhalten” gerade die englischen Subs mehr Arbeit waren als es Früchte trägt.

Eine Frage vielleicht noch: Warum hast du dich entschieden dich als Off-Sprecher Deutsch und nicht Englisch sprechen zu lassen? So hätte man “nur” die Deutschen Subtitles benötigt und der restliche “Markt” hätte (bis auf das japanische Interview" alles aus einem Guss gehabt.

Wer hat eigentlich das mega Thumbnail gestaltet? Sieht hammer aus!

Alwin

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Danke übrigens für die Deleted Scenen, Ilayss. Eine Frage kann man das auch auf YouTube hochladen. Instagram Videos kann man sehr schlecht verlinken.

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Gern! Hier ist ein Link:

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Passt ja zum Thema. Geht um Made in Japan

Reeperbahn Festival

hypekultur

Ich darf am 20.09. auf der tollen @tincon als Speaker über die Entstehung von “Made in Japan” sprechen. Freue mich sehr darüber, dieses kleine Herzensprojekt noch detaillierter vorstellen zu dürfen. Kommt gerne rum!

Und falls ich euch zu langweilig bin: @fimbim, @estebanticios, @kurz_gesagt und Schröckert sind auch da.

#tincon #rocketbeans #filmmaking#gameculture #documentary

Am 20.09 ist doch der Beginn dws Nuzlocke von Viet und Ilyass. Der kann da doch gar nicht hin :beanwat:

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Ist doch perfekt. Dann @Viet im Pikachu Cosplay mit auf die Bühne und etwas Niveau in die ganze Präsentation bringen :kappa:

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