Gab Kämpfe und Erschießungen, zumindest berichte darüber.
Aber ja, gab auch eine Übereinkunft.
Gibt etliche Berichte darüber das gestern US A-10 Warzenschweine Angriffe gegen Schiitische Milizen, kommend aus dem Irak, in Syrien flogen. Die Milizen wollten wohl Assad helfen.
Das macht die ganze Situation irgendwie noch undurchdringlicher.
Wieso? Ist doch eigentlich ziemlich durchsichtig, wenn es stimmt. Schützenhilfe für Israel.
Sind die selben milizen die sie im irak auch bombadieren, haben einfach nur die gunst der stunde gebutzt
Israel behauptet von sich selbst, die einzige Demokratie in dem Gebiet zu sein. Deshalb legt man auch komplett andere Maßstäbe an.
Es gibt ja niemanden, der behaupten würde, dass Assad oder einer der Parteien in Syrien die guten wären oder dass das morden gerechtfertigt wäre
Wenn Israel 200 Menschen in Gaza ermordet, gibt es kaum News dazu, oder es kommen die ganzen Relativierer und Netanjahu Fans, dass das ja in Ordnung wäre und ziehen sich irgendwelche absurden Begründungen dafür aus dem Hut. Für Syrien macht das ja keiner und es gibt Konsens in der Meinung
Und die nächste große wichtige Stadt soll zum überwiegenden Teil von der HTS erobert worden sein, dieses mal ist es Hama.
Hälfte der Strecke nach Homs schon hinter sich. Mit dem Fall wüsste ich nicht, wie viel niedriger die Moral von Assads Truppen dann noch sein wird. Vermutlich könnte Assad sich in 1-2 Wochen später quasi ins Exil verabschieden. Außer es kommt noch ein Großaufgebot motivierter Hisbollahkämpfer zum Einsatz.
Vorsicht mit solchen Prognosen. Assad war schon mal besiegt.
Joa und in 3 Jahren lesen wir Berichte wie Frauen, Minderheiten, schutzbedürftige Personen bestraft, diskriminiert, gefoltert werden.
Und in 10 Jahren lesen wir Berichte von Experten darüber wie der Fall von Assad und die Eroberung Syriens die Grundlage für neue Terroranschläge in Europa wurde.
Geschichte wiederholt sich möchte man meinen
Die Taliban galt zu ihrer Entstehungszeit sogar auch mal als gemäßigt.
(analog zu manchen Artikeln zur HTS)
Jop ist auch meine Sichtweise, wir Westler haben Assad schon mal abgeschrieben und dann kam er zurück.
Wie schnell die HTS die Gebiete erobert ist aber schon krass und vor allem auch was sie dabei alles an Gerät erobern. Mehrere T-90A Panzer der Russen oder Radarsysteme die die Russen erst 2015 eingeführt hatten.
Und was Kettle sagt, verstehe auch nicht warum viele die HTS „bejubeln“, denn am Ende sind auch das Islamisten.
Die größeren Städte waren aber nie komplett unter Kontrolle von Rebellen in all den Jahren, was nun innerhalb von einer Woche der Fall ist. Vom Flächenverlust und von der Lage um Damaskus sah es mal schlimmer für Assad aus, aber da war auch ein Großteil Wüste und seine Verbündeten besser aufgestellt. Die syrische Armee hinterlässt zudem viel Ausrüstung kampflos, was für ein großes Moralproblem spricht. Da bräuchte es halt nochmal eine große Unterstützung von außen durch Hisbollah/Iran, denn im aktuellen Zustand sehe ich die syrische Armee keine Wendung mehr erzielen, wenn auch noch Homs fällt.
Aber ja, solche Prognosen sind immer gewagt ![]()
Es gab gestern ein Interview im Spiegel mit Ibrahim Al-Assil.
(Nah-Ost-Experte in den USA derzeit).
Der sieht das ganze trotz des Vorrückens eher statisch
Die Eroberung von Hama spielte keine so große Rolle, außer der Symbolkraft
Trotz ihrer symbolischen Bedeutung hat die Stadt Hama selbst aber nur einen begrenzten strategischen militärischen Wert.
Falls die Dschihadisten weiter vorrücken werden sich viele weitere Länder noch einmischen
Aber auch Länder, die keine traditionellen Verbündeten sind, wie die Golfstaaten, werden sich wahrscheinlich irgendwann einschalten. Es ist eine Sache, zu sehen, dass die Milizen den Norden Syriens kontrollieren, aber es ist eine ganz andere Sache, wenn das Regime in Damaskus bedroht wird. Die meisten Regionalmächte wollen nicht, dass Assad in Damaskus stürzt, weil sie Chaos fürchten. Je näher die Rebellen an Damaskus heranrücken, desto mehr regionale Akteure könnten versuchen, Wege zu finden, ihn zu stützen.
So sieht er die derzeitige Lage eher als Spielball der großen Mächte, u.a. der Türkei, weil die richtig sauer auf Assad ist, weil er die Flüchlinge nicht zurück nimmt. Daher möchte die auf ihn Druck ausüben, damit er irgendwann bereit ist und dann würde die Türkei auch Assad unterstützen.
Die Türkei will Assad unter Druck setzen, damit er verhandelt. Der türkische Präsident Recep Erdoğan hat sich wiederholt an Assad gewandt, um Verhandlungen aufzunehmen, damit Millionen syrischer Flüchtlinge aus der Türkei nach Syrien zurückkehren können. Assad hat dies abgelehnt. Das zweite Ziel der Türkei besteht darin, die syrischen Kurden auf die Ostseite des Euphrat zu drängen.
Am Ende schätzt er es so ein, dass Assad nicht wirklich gefährdet ist.
SPIEGEL: Wie wahrscheinlich ist ein Sturz Assads?
Al-Assil: Die Wahrscheinlichkeit ist derzeit gering. Assad hat Damaskus fest in der Hand. Die Elitetruppen der syrischen Armee und die Republikanische Garde befinden sich in der Umgebung der Stadt. Es gibt eine starke Präsenz der Geheimpolizei und des syrischen Geheimdienstes. Aber was für das Regime gefährlich ist, ist der Imageschaden.
Assad war nunmal von Putin abhängig bzw ist.
Und bedingt durch die offenen Flächen in Syrien war Rebellen, Terooristen oder wie man sie auch immer nennen will klar, dass jegliche große Offensive einfach in einem Highway of death enden würde, weil Russische uns Assads Luftwaffe sie einfach zu kleinholz schiesen würden .
Jetzt haben die Rebellen wohl gemerkt dass russland einfach viel weniger präsenz hat und Assads Luftwaffe nicht gug genug ist und pushen nun.
Ich glaube Russland hat keine Kapazitäten Krieg in Ukraine und in Syrien zu führen. Denke deswegen kommen sie so schnell vorwärts
Das hängt eher indirekt mit den Kapazitäten zusammen, sondern dass Russland ihre Präsenz in den letzten 2 Jahren in Syrien sehr stark verringert hat.
Es hätte die Kapazitäten dort wieder mehr Präsenz zu zeigen, aber derzeit will man das nicht.
aus dem Spiegel Interview
Russland hat seine Präsenz in Syrien in den vergangenen zwei Jahren aufgrund des Krieges in der Ukraine und weil die Frontlinien in Syrien mehr oder weniger eingefroren waren, verringert. Es bestand keine Notwendigkeit, alle Kämpfer, Kampfflugzeuge und Piloten in Syrien zu halten. Aus Moskau höre ich, dass Russland frustriert ist über die Unfähigkeit des syrischen Regimes, zu kämpfen.
und die syrische Armee ist keine Armee mehr, sondern mehr ein Dealer
SPIEGEL: Es gibt in Syrien lukrativere Aufgaben für die Armee als Kämpfen.
Al-Assil: Assad hat Syrien in einen Narco-Staat verwandelt. Das Regime ist stark von der Produktion und dem Export von Captagon abhängig, einem billigen Aufputschmittel. Ganze Divisionen der syrischen Armee arbeiten nur an der Produktion und dem Transport der Pillen.
This, russland hat massiv überall zurückgefahren und Wagner, die ja vielerorts Russlands „dienstleister vor Ort“ waren sind heutzutage auch nicht mehr das was sie vor dem Prigoschin Putschversuch waren.
Vermutlich wird es Flecke geben, wo sich Truppen von Assad länger halten können, aber die großen Knotenpunkte und Städte werden nach und nach fallen. Die Rebellen sind schon direkt vor Homs und selbst im Süden werden jetzt im Moment die ersten Panzer Assads erobert.
Um die Dominosteine aufzuhalten, bräuchte es mehr als nur Geld- und Waffenlieferungen oder hunderte Söldner. Ob diesen Preis eine Regionalmacht zahlen wird um unbedingt Assad zu halten?
Assad wird seine Machtbasis um Damaskus halten wollen/müssen, deshalb zieht er auch vieles kamplos ab. Er wird auf Zeit spielen, hoffen das Trump den Ukrainekrieg beendet, den Nahostkonflikt, damit seine Unterstützer ihn für eine Rückeroberung austatten können. So wie er halt schon mal den Krieg gedreht hat.
Von Putin wird auch nix mehr kommen, so wie es scheint. Die haben „andere Prioritäten“.
Deshalb meinte ich ja, er kann auf Trump hoffen und das sich dann die Prioritäten wieder etwas verschieben in Russland.
