Songtexte

Welche Textzeilen aus Liedern bedeuten euch besonders viel?
Sind es manchmal nur einzelne Satzbausteine die etwas bei euch auslösen?
Welche Band oder welche Künstlerin sind die besten Texter?

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Das ist eine grosse Frage mit viel Streitpotenzial. Ich freu mich darauf. :slight_smile:

„They’ll never take the good years“

Ist auch die Textstelle die mein „Player“ in meinem Tattoo anzeigt.

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Days of joy, days of sadness slowly pass me by
As I try to hold you, you are vanishing before me
You’re just an illusion
When I’m awake, my tears have dried in the sand of sleep
I’m a rose blooming in the desert

X japan- Endless Rain

Die Herren, insbesondere Yoshiki, haben schon ordentlich was drauf

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Da muss ich zum x-ten Male meine Begeisterung für das Lied „Hi Ren“ kundtun. Bei folgender Stelle bekomme ich regelmäßig Gänsehaut: :beanaww:

And I go by many names also
Some people know me as „hope“
Some people know me as the voice that you hear
When you loosen the noose on the rope

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Ich muss mit Diablo Swing Orchestra starten:

Der Refrain hat grade mit der Musik eine Intensität die immer mehr anschwillt, bis sich das Lied entlädt:

I’ve come to erase you
I’m here to replace you
This time words won’t save you
This time no one fears you
And I can’t wait
And I can’t wait
To get you out of my mind

You’ll never see her again

YOU’LL NEVER SEE HER AGAIN!:colinmcrage:

Crypta singen sehr poetisch über sehr nachvollziehbare Gründe für Wut:

I am the sadness with nowhere to go
I am the passion denied for so long
I am the bitterness imprisoned
Behold, the other side of anger

Dieser Text von Æther Realm kommt mir ständig zufällig in den Kopf, Gänsehaut wenn die Screams zu Klargesang wechseln:

Cold is the wind that chills me down to my bones
And cold is the knowledge that for this I abandoned my home
Cold is my sorrow, like a knife in my chest
And cold is the path that I walk
But I carry those memories close to my heart
And remember them fondly when I gaze at
The sun, the moon, the stars
[…]
The sun, the moon, the stars
Shine less brightly with you so far
I never knew sorrow
'til you asked me to follow my heart
For all the tales I told
And these whispers of silver and gold
I’d throw them all away
To gaze on your face once more

Und Falling Back to Earth hat vermutlich meine Lieblingszeile, die für sich steht:

When my name becomes tomorrow’s news

Endless Rain kam mir auch sofort in den Sinn </3

Ansonsten:

Eigentlich der ganze Song, aber einfach der ganz kurze Teil, der hier auch auch meiner „Karte“ steht. Es ist halt eigentlich der ganze Text, der die Geschichte erzählt. Aber das bricht es ein wenig runter:

ピンクスパイダー 「翼が欲しい…」
(Pink Spider „Ich möchte Flügel!“)

Es fürchtet sich der Witz vor der Pointe
Was mach ich bloß wenn wieder keiner lacht
Wird bald auch kein Arsch mehr an mich denken
Und ich war nur ein Witz für eine Nacht

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Schöner neuer Thread :+1::+1: Vielen Dank :star_struck:

Für mich sind das zwei verschiedene Fragen: Band mit den besten Texten: Klar: die Ärzte :metal:
Bester Texter: Logo: Eminem :facepunch:
Texterin: Brandi Carlile :heart_hands:
Usw, die großen Größen durch…

Aber die Textzeilen mit der größten Bedeutung für einen persönlich? Deep Question…
Und kommt ja auf die Situation an. Verliebt sein,
Liebeskummer, Verlust/Trauer, …
Ich merke gerade mal wieder: Musik ist für mich dann am intensivsten, wenn sie schmerzhafte Erfahrungen verarbeitet. Gute Laune ist nice, auch in Musik, aber die Gänsehaut kommt bei anderen Songs.

Ich nehme mal einen ungewöhnlichen Song, kenne ich aus dem Tauschkonzert über Alvaro Soler, ist im Original von der Band, in der J. Biedermann gesungen hat. Bestimmt nicht die besten Texter :sweat_smile: Aber der Song hat enorme kraftspendende Wirkung, wenn man sich mal verloren hat:

„Du atmest ein,
Und wieder aus.
Schau dich an, das hast du nie gewollt.
Und dann sagt der, der du vorher warst:
‚Lange her, dass du gelächelt hast,
Lange war ich still, doch ich hab das Gefühl,
Dass es dich zerreißt!
Und weil du dich scheinbar vergessen hast,
Ich bin der, der du vorher warst.
Und so lang bleib ich hier;
Bis du eins bist, mit dir!‘“

Und bei Trauer und Verlust haut mich jedes Mal „Fix you“ (Coldplay) aus den Socken. Wahrscheinlich eher wegen der Musik, aber bei den Zeilen

„And the tears come streaming down your face
When you lose something you can’t replace
When you love someone, but it goes to waste
Could it be worse?

Lights will guide you home
And ignite your bones
And I will try to fix you“

fühle ich mich sehr umarmt.

Grüße :v:

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Und eine Schnittmenge zwischen „Bester Texter“ und „Text mit wichtiger Bedeutung mich“ wäre zB Herbert Grönemeyer (für mich der größte Poet im deutschsprachigen Pop) mit „Bleibt alles anders“:

„thron über konvention
das leben kommt von vorn
stehst unter einem hellen stern, einem hellen stern
verträum dich in deinem traum
verlaß dich auf zeit und raum

du gehörst zum festen kern
trockne die tränen
zieh deine kreise, der stille weg
folg dem sonnenaufgang leise
tanz den tanz auf dünnem eis

forder das große gefühl
durchquer den hades zum ziel
…
stell die uhr auf null
wasch den glauben im regen
die sintflut ist verebbt
die sünden vergeben
kein ersatz – deine droge bist du, bist du
…
stillstand ist der tod, geh voran, bleibt alles anders
der erste stein fehlt in der mauer
der durchbruch ist nah“

Bei mir: Gänsehaut jedes Mal!

Weitere deutschsprachige Song-Poeten, die ich noch sehr mag (ohne Ranking):

  • Thorsten Nagelschmidt (Muff Potter)
  • Mathias Bloech (Heisskalt)
  • Marcus Wiebusch (Kettcar)
  • Jasmin „Mine“ Stocker
  • Sven Regner (Element of Crime/Solo)
  • Thomas D. (Solo und mit Fanta 4)
  • Robert Gwisdeck (Käptn Peng)
  • …

Bestimmt ganz wichtige vergessen, aber von der Auswahl bin ich auf jeden Fall überzeugt.

Grüße :v:

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Ich wollte nie erwachsen sein
Hab immer mich zur Wehr gesetzt
Von außen wurd ich hart wie Stein
Und doch hat man mich oft verletzt

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben
Erst dann, wenn ich′s nicht mehr spüren kann
Weiß ich, es ist für mich zu spät
Zu spät, zu spät

Unten auf dem Meeresgrund
Wo alles Leben ewig schweigt
Kann ich noch meine Träume sehen
Wie Luft, die aus der Tiefe steigt

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben
Erst dann, wenn ich’s nicht mehr spüren kann
Weiß ich, es ist für mich zu spät
Zu spät, zu spät

Ich gleite durch die Dunkelheit
Und warte auf das Morgenlicht
Dann spiel ich mit dem Sonnenstrahl
Der silbern sich im Wasser bricht

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben
Erst dann, wenn ich′s nicht mehr spüren kann
Weiß ich, es ist für mich zu spät
Zu spät, zu spät

:beanfeels:

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Mal Funny van Dannen mit seiner absurden Bildsprache:

Im Regen stehen die Bauarbeiter
Warum machen sie nicht weiter?
Die Leute stehen, sie gehen nicht weiter
Denn die Angst ist ihr Begleiter
Ist es die Angst vor Schulden, um das Haus, um den neuen Wagen?
Ist es die Angst um den Job, ist es die Angst im Bett zu versagen?

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Die Hebamm is schon da, heut nacht wird’s soweit sein,
die Baeuerin is ruhig, es geht ihr gut,
der Bauer steht im Weg, sie laecheln ihn aus der Stuben,
er brummt und zeigt nicht, dass er sich freut auf den Buben,
und weich faellt der Schnee,
Herrgott, dank dir schoen.
Der Pfarrer schaut noch vorbei, leise tritt er ein,
er bringt a Bonbonniere fuer die junge Frau,
man wird’s ihr dann nachher geben, „Vergeltsgott fuer den Schnaps“,
der Pfarrer geht und fluestert zur Stuben hin an Segen.
Am Himmel wird’s langsam rot,
Herrgott, das Kind is tot.
Wenn die Hexen tanzen im Wald,
wenn der Freitag am Dreizehnten fallt,
wenn ein Kind stirbt und vorher der Nachtvogel schreit,
dann is soweit, dann is soweit.
Der Pfarrer geht durch’s Dorf, er kennt sich nicht recht aus,
a eigenartige Stimmung liegt in der Luft.
Die Maenner sind ernst und schweigsam, aengstlich sind die Frauen,
sie sperren die Kinder in’s Haus, die duerfen kein’ Schneemann bauen.
Ploetzlich wird’s dem Pfarrer klar,
Herrgott, irgendwer is in Gefahr.
Spaeter dann bei der Hebamm, da hocken ein paar beinand,
geheimnisvoll murmelnd, den Rosenkranz fest in der Hand.
Der Pfarrer steht ploetzlich am Bahnhof, ein Koffer steht neben ihm,
er faehrt auf drei Tag in die Stadt, zu sein’ Bruder nach Wien.
Am Himmel daemmert’s schon,
Herrgott, der Pfarrer faehrt einfach davon.
Wenn die Hexen tanzen im Wald …
Am naechsten Tag in der Frueh, da treffen sie sich beim Wirt,
mit Dreschflegeln, Sensen und Sicheln und leuchtenden Augen.
Sie singen Halleluja und wandern zu dem Haus,
wo der Dorftrottel grad bloed grinsend sei’ Suppen sauft.
Die Hebamm schwingt’s Kruzifix,
Hergott, der Dorftrottel weiss noch nix.
Sie haben das Haus erreicht, die ersten Steine fliegen,
der Dorftrottel schreit nach dem Pfarrer, aber der is ja nicht da.
Sie zahn ihn auf die Wiesen, er weint wie ein kleines Kind,
sie haun ihn solang, bis ihm’s Hirn aus der Nasen rinnt.
Nachher falln s’ auf die Knie und tun beten,
dem Bauern sein Kind kann endlich den Himmel betreten.
Und weich faellt der Schnee,
Herrgott, dank dir schoen.