Allgemeiner Thread zu Diskriminierung (Rassismus, Sexismus etc.)

Ich wollte gar nichts aufwiegen, ich habe nachgefragt. Bei den Unterstellungen wundert ihr euch wenn man keine Lust auf ein Gespräch hat?

Ich bin ein Mann und wurde schon auf dem Arbeitsplatz von einer Frau sexuell belästigt. Habe mich bei meiner Chefin beschwert und die meinte als Mann gefällt ihnen dass doch eh.

Nein, es soll dafür sorgen dass Sorgen und Probleme von allen gleich wichtig genommen werden und nicht von einer Person anderen Geschlechts welche das Problem vielleicht nicht nachvollziehen kann abgewunken wird. Es ist sogar extra so gedacht damit Sexismus in keinem Fall abgewertet wird.

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Deiner Logik nach willst du aber in einer Gefängniszelle in Nürnberg schmoren.

Wenn du das tun willst, schön. Hat leider wenig mit Gleichstellung zu tun.

Das tun diese speziellen Menschen eben nicht. Diese Menschen sind verrückt, aber ich würde niemanden so bezeichnen der tatsächlich Gleichstellung fordert.

Interessante Ansicht. :thinking: Ich nehme an „sie stehen doch drauf“?

Witzig. Etwas Ähnliches wollte ich auch gerade sagen. Wir kommen hier keinen Millimeter voran und ich habe noch Dinge in WoW zu tun. Ich empfehle mich.

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Entschuldigung, dass ich nicht deiner Meinung bin.

„Ich stell ja nur Fragen“. Jaja.

Ich hätte es nicht so schreiben sollen, dass es so rüber kommt, dass ich denke es würde bei Männern NIE passieren. Natürlich ist jeder Einzelfall schlimm. Es passiert gegenüber Frauen aber extrem viel öfter. Dazu gibt es gute Studien.
Aber auch hier wird vereinfacht, womit ich zu folgendem komme:

(übrigens auch wieder schön einfach etwas in den Mund gelegt)

Männer können sich in der Regel physisch wehren. Auch mich haben schon Frauen angemacht, z.B. wurde ich in der Disco schon angegrapscht. Ich habe das Mädchen dann einfach weg geschoben. Dann kam mir der Gedanke: Wie schrecklich muss es sein in so einer Situation physisch unterlegen zu sein? Deswegen brauchen Frauen eine Person, die sie am Arbeitsplatz in solchen Fällen unterstützt. Männer können sich selbst wehren. Das ist der Unterschied.

???

Ich finde es wirklich beachtenswert, was du alles aus meinen Äußerungen an Strohmännern herausziehst.

Auch hier wieder diese vollkommen fehlende Einsicht, dass der gesamte historische Kontext von etwa Sexismus auch noch wichtig im heutigen Kontext ist. Wer denkt eine „Frauenquote“ oder gegenderte Sprache wären genauso schlimme Sexismen gegenüber Männern, wie die Jahrtausende währende Unterdrückung von Frauen ist schlicht und einfach Ignorant. Es wird ganz einfach versucht ein Ausgleich zu finden und das bedeutet auch, dass Männer Privilegien einbüßen.
„The game was rigged in the beginning“ , wie der Engländer sagen würde. Jetzt gerade stellen wir den Normalzustand langsam her. Interessant wie bei solchen Themen die jüngsten und hipsten Leute zu verknöcherten Konservativen werden, die um alles in der Welt den Status Quo aufrechterhalten wollen.
Es gibt ganz einfach keinen „Spieß“ der da jetzt angeblich nur umgedreht wird.

Sagen wir du hast eine Balkenwaage. Sie hängt links herunter, weil dort mehr Gewichte drauf liegen als rechts. Deine Aufgabe ist nun, diese Waage ins Gleichgewicht zu bringen. Wie machst du das? Du nimmst auf der linken Seite Gewichte herunter und legst sie auf die rechte Seite, bis auf beiden Seiten gleich viel ist.

Die (weißen) Männer waren in unserer Gesellschaft immer auf der linken Seite, die Frauen auf der Rechten. Die Gewichte sind Privilegien. Um unsere Gesellschaft ins Gleichgewicht zu bringen, müssen „wir“ abgeben. Denn Privilegien kann man nicht erschaffen, nur teilen.

Eigentlich ist es alles ganz logisch.

Ich versuche damit klar zu kommen, aber es ist nicht leicht :disappointed_relieved:

Hmm, ich bin da eher bei @anon88245943 .
Ich habe auch keine Juden vergast (obviously!). Ich sehe mich daher auch nicht in der geschichtlichen Verantwortung. Dass man als gesund denkender Mensch trotzdem versuchen muss, dass so etwas nie wieder passiert ist aber natürlich trotzdem wichtig. Jeder sollte immer gegen diesen Massenmord sein. Aber nicht nur weil die Vorfahren vor 2-3 Generationen da Scheiße gebaut haben, sondern weil es einfach menschlich ist.

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Das erinnert mich an eine Reportage, die ich vor einiger Zeit geschaut habe. Weiß aber leider grad nicht mehr genau wo das war und wie die hieß. Ich guck nachher vielleicht nochmal :thinking:

Jedenfalls ging es da darum, dass bestimmte Menschen etwas über ihre Vorfahren herausfinden, was sie vorher noch nicht wusste. Es war aber nicht nur plump dieser Trend mit der DNA Analyse, sondern mehr geschichtlich über einzelne Vorfahren.
Ein Beispiel hat mich da nachhaltig überrascht und spukt mir auch heute noch hin und wieder im Kopf herum. Das war eine typische weiße Amerikanerin, die sehr patriotisch und stolz auf ihre Herkunft und auf ihr Land war und sich offensichtlich bis dahin immer auf der „guten“ Seite der Geschichte wähnte.
Nun hatte sie jetzt kurz zuvor herausgefunden, dass sie einen direkten Vorfahren hatte, der ein sehr übler Naziverbrecher war, auf dessen Rechnung unzählige Holocaust Opfer gegangen sind. Ihre Reaktion darauf hat mich, wie gesagt, wirklich erschrocken und auch etwas mein Weltbild über gesunden Menschenverstand und allgemeine Rücksicht verändert.
Diese Erfahrung hat sie nämlich so in ihren Grundfesten erschüttert und ihr ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt, dass sie im Interview mehrmals in Tränen ausbrach, jetzt deswegen in Therapie ist und ganz viel geschichtliche und persönliche Aufarbeitung leisten muss, um mit dieser Schuld klar zu kommen und dass sie wegen ihrer Schuld rücksichtsvoller gegenüber Minderheiten sein will.

Wo ich mir eben auch denke, warum ändert das jetzt was? Warum reicht der Menschenverstand nicht aus? Warum brauchen einige Menschen erstmal eine persönliche Erfahrung, um mehr Rücksicht zu nehmen? Und was heißt das jetzt für uns? Müssen wir nun jedem Trump-Wählern einen Naziopa in den Stammbaum zaubern, damit er nur noch von den wirklichen white supremacists gewählt wird?
Es ist wohl mit der Menschlichkeit und der Rücksicht nicht so selbstverständlich, wenn man sich auf der richtigen und guten Seite sieht.

Ich finde da auch noch das Blue Eyed Experiment recht spannend, dass für Alltagsrassismus und Diskriminierungen sensibilisieren soll, indem in einem Workshop für 3 Stunden die Rollen von Diskriminierungsopfer und -täter vertauscht werden.
Für mich hat eigentlich auch immer der „gesunde Menschenverstand“ ausgereicht, aber viele Menschen brauchen wohl auch erst persönliche Erfahrungen oder Erlebnisse, um ihr Weltbild ein bisschen zu reflektieren und geradezurücken.

Sowas kann man auch als diskriminiereung sehen, oder?

Nun ich denke wir können uns darauf einigen, dass die Gründe ziemlich egal sind, solange man gegen Genozide ist.
Aber ich persönlich finde, dass wir als Deutsche, auch wenn wir natürlich nicht im entferntesten damals selbst beteiligt waren , eine besondere Verantwortung bei Hass und Gewalttaten gegen Juden haben.
Der größte und (industriell!) organisierteste Massenmord der Menschheitsgeschichte fand im deutschen Namen statt. Auf deutschem Boden. Durch Deutsche. Sie haben 6 Mio. Kinder, Frauen und Männer wegen ihres Glaubens vergast. Unsere Vorfahren haben - wie du es flapsig sagst - nicht nur ein bisschen „Scheiße gebaut“. Übrigens geduldet durch die normale Bevölkerung. Studien ergeben immer wieder, dass das beharrliche „Wir wussten ja nichts“ gelogen war.

Ich glaube Du verwechselst die von mir angesprochene „historische Verantwortung“ mit „Schuld“.

Viele stören sich ja am Begriff „Deutsche Schuld“, den lehne ich auch ab. Schuld ist etwas unmittelbares. Und wir in der zivilisierten Welt haben Sippenhaft und Erbschuld hinter uns gelassen. Die heutigen deutschen Generationen haben keine Schuld mehr zu tragen, was den Holocaust betrifft.

Aber dass ich als Deutscher etwas genauer hingucke, wenn ein Jude mit Kippa in Berlin zusammengeschlagen wird und nach dem Motto „wehret den Anfängen“ darauf aufmerksam mache, dass das keine Bagatelle ist, ist das meine besondere Verantwortung als Deutscher.
Und ich habe als Deutscher eine andere Beziehung zu dieser Tat, als ein Brasilianer oder Inder oder Mexikaner.

Ich hoffe du versuchst nicht irgendwie zu implizieren, dass es mir nur um Juden geht. Ich lehne natürlich jegliche Gewalt gegen jegliche Ethnie ab und fühle mich fast schon etwas blöd, dass ich das hier disclaimen muss. Also wenn ein Muslim oder irgendjemand anderes aufgrund Ethnie, Herkunft oder Religion angegriffen wird, egal wo, ist das genauso schlimm. Aber in Deutschland erfüllt der Angriff auf Juden eine besondere Schwere.

Mir wird es langsam zu blöd… Passt ja, dass der Artikel von der Bild kommt. Die wissen wie man Aufmerksamkeit erzeugt, in dem man das Männerblut in Wallung bringt.

Ich werde mich hier aus dem Thread auch zurückziehen. Ich hab alles zum Thema gesagt.

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Und was ist am Artikel falsch?

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Der Artikel suggeriert in der Überschrift, die heute meistens von Artikeln als einziges gelesen wird und maßgeblich die Meinung zum Thema prägt, dass Frauen quasi heute in Berlin 160€ geschenkt kriegen.

Im Text erfährt man aber dann, dass es ca. 1,50€ pro Ticket ist. Verbilligte Jahreskarten gibt es nur an einem einzigen Automaten in ganz Berlin. Die kosten 600€ anstatt 760€.

Jetzt frag ich dich: Wie viele pendelnde Frauen haben schon Jahreskarten (wir haben März) und brauchen somit keine? Und wie viele Frauen holen sich spontan für 600€ eine Jahreskarte, nur weil die sonst 760€ kostet, sie die vielleicht aber gar nicht brauchen?

Der Artikel ist da, damit ein bestimmtes Klientel sich aufregen kann.

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Okay, die bild übertreibt, ja. Aber unwahr ist es nicht, dass frauen dort bevorzugt werden bei bvg. Also ist es Diskriminierung.

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Hmmm die BVG gibt an dem Tag Frauen 21% Rabatt (Die Höhe der unbereinigten gender pay gap). Die Bild macht natürlich direkt die höchste Differenz von 160 € bei einer Jahreskarte zu einer Schlagzeile.

An sich ja erst mal nicht falsch. Trotzdem will die Bild wie immer eine ganz klare Message mit dem Aufbau ihres Artikels verbreiten.

Aber von Diskriminierung würde ich hier definitiv nicht sprechen.

Man könnte die Aktion der BVG mit der Berechnung von Tagessätzen von Geldstrafen vergleichen. Leute die weniger verdienen müssen bei einer Strafe auch weniger zahlen und da spricht auch keiner von Diskriminierung der reichen Menschen.

An einem Tag im Jahr, als Promoaktion und um auf einen Missstand aufmerksam zu machen.

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Wie ich schon seit zig Beiträgen versuche darzulegen, ist etwas keine Diskriminierung, wenn eine vorhergehende Diskriminierung (Equal Pay - und ja, auch ich weiß, dass die 21% etwas fishy sind, es sind eher 7%, was immer noch zu viel ist) versucht wird auszugleichen.

Es ist eigentlich ganz einfache Logik.

Nun es handelt sich scheinbar um dieselbe Klientel, die beim VeggieDay meinten, dass die Grünen ihnen die Bratwurst wegnehmen würden.
Passend lautete dann ja auch eine Bildschlagzeile, wenn ich mich richtig erinnere: „Die Grünen nehmen uns die Wurst“.

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Unrecht+Unrecht=Recht?

Wir sind uns wohl alle einig, dass frauen geiche verdinen sollten, oder? Aber das ist kacke. Gibt auch viele clubs, wo Frauen umsonst reinkommen während Männer bezahlen müssen.

Der gedanke der bvg ist gut, aber dass sollte nur symbolisch sein imo.

Ja lasst uns symbolisch gegen die Ungerechtigkeit kämpfen! :kappa:

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Beschwert euch bei Merkel (die eine Frau ist), und lasst eure Wut nicht an uns (cis-) männern aus…

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Deine Aufregung über so eine Lappalie zeigt doch ,dass es funktioniert. So erzeugt man den Ansporn die wahre Diskriminierung - die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern - anzupacken. Dann brauchen wir nämlich diese „diskriminierenden“ Promoaktionen nicht mehr.

Nun ich bin auch einer. Ich mache meine Solidarität aber nicht am Geschlecht fest.

Tribalismus gehört der Vergangenheit an.

Naja, sorry. Anstatt als Feminist, sich für die rechte aller stark zu machen, was es eigentlich bedeutet, wollt ihr männer “bluten” sehen um frauen doch ein gutes gefühl zu geben.

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