Allgemeiner Thread zu Diskriminierung - (Teil 2)

Du findest deine vermeintlich eingeforderten Reaktionen um den Juli 2020.

Statt sie parallel existieren zu lassen, würde ich lieber Männer stärker integrieren in den Feminismus und sie ermutigen die Bewegungen und Inhalte zu verstehen und sich als Feminist zu bezeichnen. - Bei Elternrechten sowie Gewalt-Themen.

Beim Sorgerecht ist es wirklich schwierig. Da soll sich schon einiges getan haben für unverheiratete Väter und selbst der EU Gerichtshof hatte Deutschland dahingehend stark kritisiert und bemängelt.
Gleichzeitig nehme ich feministische Artikel wahr. die daran erinnern, was für Kindeswohl wichtig ist bei Trennungen und Eltern. Ich kenne aber die Probleme, wenn Frauen grundlos Männern verbieten ihre Kinder zu sehen. Das ist ein ernstzunehmendes Problem.

Thema Sorgerecht: Da gibt es Konservative, wie Dorothea Bär, die Angst hat, dass die ‘Institution Ehe’ darunter leidet, wenn unverheiratete Männer gleiches Sorgerecht bekommen. Dann gibt es Katja Dörner (Grüne), die sich progressiv für Männer einsetzt und dann gibt es eben Vereine für Väterrechte. Aber es gibt keinen feministischen Interessenverband, der unverheirateten Vätern ihre Rechte absprechen möchte. (Geschweige ein Verband, der sich gegen Männerhäuser ausspricht. Dass es mehr geben sollte, wenn zu wenig da sind, ist klar. Dafür setzten sich auch Frauen ein.)
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Ich finde deine Maßstäbe und Erwartungshaltungen, einhergehend mit Pauschalisierungen gegenüber „dem Feminismus“ sehr bedauerlich und die Art und Weise, wie du deine Vorurteile bestätigen möchtest, sehr destruktiv.

Wiederholt macht sich in deinen vermeintlichen Argumenten und in deiner Erwartungshaltung bemerkbar, dass du den Feminismus gerne dämonisieren und für inkonsistent erklären möchtest. - Aber das funktioniert nicht. Das wird in deiner Art zu argumentieren nicht dichter und konsistenter, wenn du anfängst Beispiele hervorzuziehen, wie Beschneidung. Was bitte möchtest du hier gegeneinander aufwiegen??? Abtreibungen stehen in einem Strafgesetzbuch. Wäre das ein Beispiel, was dir die Absurdität ebenso über Frauenkörper bestimmen zu wollen, gewünscht? (Ich denke, sich jetzt darauf zu versteifen würde die Diskussion fehlleiten.)

All deine genannten Punkte führen nicht dazu, feministische Postionen als obsolet oder destruktiv zu suggerieren. Es funktioniert allein deshalb nicht, weil „der Feminismus“ es geschafft hat sich ideengeschichtlich, hermeneutisch und diskursiv zu etablieren.
Damit stellen sich feministische Strömungen immer wieder selbst auf den Prüfstand und aktualisieren sich, entwickeln sich und (im besten Fall) werden sie mit jeder gegenwärtigen Auseinandersetzung inklusiver.
Darunter zählen Strömungen, die sich gegen TERFS wenden und dazu zählen postkoloniale Strömungen, die den „weißen Feminismus“ kritieren. Und dazu zählen feministische Positionen, die sich für ein faires Elternsorgerecht einsetzen. - Feministische Positionen schaffen es durchaus Defizite und Diskrepanzen innerhalb des Feminismus selbst zu erkennen und zu benennen. Nur das passt leider nicht in dein Bild von Feminismus. Ich habe kein Problem damit Fehler und falsche Einschätzungen zu korrigieren. Und du?

Du hast den Anspruch formuliert, mensch möge auf deinen Artikel reagieren oder Feminismus sei nicht glaubwürdig oder konstruktiv. Damit lässt sich der Feminismus aber nicht demontieren. Das ist zu einfach. Und eine Reaktion auf dein Artikel, ist kein Maßstab. Diese von dir selektiv ausgewählte Position scheint eher einer Bestätigungstendenz zu entsprechen und macht deinen Vorwurf an „den Feminismus“ so inkonsequent.

Es gibt Positionen, die Männer nicht von feministischen Auseinandersetzungen und Aktivismus exkludieren, sondern betonen, dass auch Männer den Feminismus brauchen. Darin steckt etwas konstruktives. - Ob du es annehmen willst oder nicht, bleibt dir überlassen. Aber mit inkonsistenten Beispielen und Pauschalisierungen, überzeugst du an dieser Stelle nicht.

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