Allgemeiner Thread zu Diskriminierung - (Teil 2)

Die Linke ist kein Feministische Partei in dem Sinne, das sie es als ihren Kern ansieht.

Aber wir hatten die Diskussion schon oft genug und mich macht es nur froh das immer die gleichen Beispiele kommen, sie scheinen also eher Ausnahme als System zu sein.

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Vor allem steht bei gesellschaftspolitischen Themen der Fokus der gesellschaftlichen öffentlichen Arbeit erstmal viel stärker im Vordergrund und der damit einhergehende Wandel, der sich dann erst später auch realpolitisch nieder schlägt. Schlimmstenfalls erst Jahre oder Jahrzehnte später.

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also ich denke doch, paritätische Redelisten etc und andere Frau Mann Aufteilungen gibt es bei den Linken, die es abseits der Grünen sonst nicht überall gibt zb

Der Kern der Linken ist aber trotz allem noch Sozialpolitik…
Das sie feministischen Themen eine größere Relevanz einräumt als andere Parteien ist sicher unbestritten.

Nur weil die Partei mehr Frauen als die andern Parteien hat und auch eine Doppelspitze, heißt das nicht, das heißt aber nicht das sie sich im Kern als Feministisch sehen. Feminismus ist für die Linke eine Bereich der aktuell wichtig ist, zum umsetzen anderer Sozialer Themen.

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Du hast noch nicht mal richtig verstanden, worüber ich rede. Wir sind überhaupt noch nicht an der Stelle, wo wir darüber diskutieren, ob meine Einschätzung richtig ist oder nicht.

Lol, was redest du? Wenn die Parteien seit vier Jahren keinerlei Veränderungen in ihrer Programmatik haben, dann kann ich halt auch keine neuen Beispiele bringen. Das bestätigt doch wenn überhaupt, dass es systematisch ist und keine Ausnahme. Und wenn du jetzt wirklich schon versuchst Die Linke als „Nicht Feministische Partei“ hinzustellen, wird’s vollkommen lächerlich. Die Grünen sind auch keine „Feministische Partei in dem Sinne“ deren Kern ist (bzw. war.) die Umweltpolitik. Die SPD sieht Feminismus dann genauso nicht als ihren Kern an. Sorry aber diese drei Parteien vertreten eindeutig feministische Positionen und werben damit für ihre Partei. Die jetzt aus dem Feminismus rausnehmen zu wollen ist der Alpha Predator unter den Wahren Schotten.

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Feminismus versucht, Frauen die gleichen Rechte wie Männern zu ermöglichen, weil das Ungleichgewicht zu Gunsten der Männer ausfällt. Nicht überall, das wissen wir. Zum Beispiel Sorgerechte für Männer.

Aber das meine ich doch: Wieso den Feminismus ablehnen, wenn ich helfen könnte die Bewegung zu unterstützen und eben meine eigenen Interessen darin mit pushe? Ist ja nicht so, als würde sich das ausschließen, auch wenn du das behauptest.

Auf der einen Seite gibt es da Benachteiligung von Männern, die einen geringen Teil aller Männer betrifft und auf der anderen Seite die Benachteiligung der Frauen, die so systemisch ist, dass sie (mal mehr mal weniger) alle Frauen betrifft. Natürlich ist Feminismus daher richtig und notwendig und what-aboutism derzeit völlig unangebracht.

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Doch genau das tut es. Und das ist das was viele Feministinnen schlicht nicht verstehen. Wenn ich Benachteiligungen für Männer abschaffen will, dann kann ich das nicht im Feminismus machen, weil dieser mich dabei nicht unterstützt und oftmals sogar behindert. Die Beispiele habe ich bereits gebracht und die werden hier fleißig wegignoriert.
Und allein, dass du der Meinung bist das Benachteiligung von Männern nur einen geringen Teil aller Männer betreffen würde und nicht systematisch zeigt für mich die Ignoranz bei dem Thema von feministischer Seite. Bzw. zumindest von deiner Seite, nicht das hier wieder 20 Posts kommen, dass das ja nicht repräsentativ für den Feminismus sei.

Hast du denn weiter Bespiele wo Männerverbände gezielt ausgeschlossen wurden? Hast Beispiel das Feministinnen in Parteien das gezielt tun.

Es gibt ein unterschied zwischen „Nicht Feministische Partei“ und es ist nicht ihr Kern.

:cluelesseddy:

Es ging um eine Klar Stellung, weil du so tust als würden diese drei Parteien Parteien des Feminismus, sind sie nicht. Die Grünen noch am ehesten, was an ihrer Gründungszeit liegt.
Grüne Linke und SPD machen Feministische Politik ja, aber auch nicht mehr. Der Feminismus selbst sieht diese Parteien nicht als ein Sprachrohr an, sondern nur ein Partner von vielen und als Mittel zur politischen Teilhabe.

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Wenn Männer selbst unter patriarchale Machstrukturen leiden und sich feministische Positionen genau gegen diese Benachteiligungen richten, hilft das Männern selbst eigentlich sehr gut.

Ich habe mit deinen Beiträgen den Eindruck gewonnen, als würdest du „den Feminismus“ ablehnen und daraus ein Feindbild machen, genauso pauschal, wie Frauen aus weißen Männern ein pauschalisierendes Feindbild machen würden auf der anderen Seite. Und damit ist einfach nichts gewonnen, in Unterhaltungen schon gar nicht.

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nicht wenn dabei ungezielt gegen Männer geschossen wird

Genau das passiert ja nicht. Feministische Positionen richten sich eben nur gegen Benachteiligungen von Frauen. Und nicht nur das, mir wurde jetzt schon mehrmals (auch hier im Thread) gesagt, dass Feministinnen ja nicht dafür verantwortlich seinen Benachteiligungen von Männern abzuschaffen und dass Männern sich selbst darum kümmern sollen (was an sich ne legitime Position ist, nur widerspricht sie eben klar der Darstellung, dass Feminismus den Männern helfen würde).
Und jaja, nicht alle Feministinnen. Hab oben erklärt, dass ich mich auf die politischen Auswüchse konzentriere.

Das stimmt nicht.

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Ich kann immer nur wieder das Beispiel mit dem Sorgerecht wiederholen. Was von euch einfach totgeschwiegen wird. Da hat man einen Fall, wo Feministinnen sich wunderbar für die Benachteiligung der Männer einsetzen könnten, ohne dass sie davon einen Nachteil hätten. Im Gegenteil für es sogar helfen das Bild von „Frauen kümmern sich um die Kinder“ aufzubrechen. Und was passiert? Väterverbände werden ausgeladen, während Mutter- und Frauenverbände Rederecht bekommen. Hier nochmal zu nachlesen, falls du den Fall nicht kennst: https://www.presseportal.de/pm/121966/4189281

Und von euch kommt nichts. Kein Verurteilung, keine Kritik, nicht mal zu einem kleinen „Das finde ich auch blöd“ könnt ihr euch durchringen. Weil’s euch nämlich einen scheiß interessiert. Ihr ignoriert es einfach weg und hofft, dass man es vergisst und ihr weiter eure Mär von „Feministinnen setzten sich auch für die Probleme der Männer ein“ erzählen könnt. Wenn’s drauf ankommt, tun sie es eben nicht.

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Das stimmt auch nicht.

Wir können gerne im alten Thread nachsehen. Da habe ich auch geschrieben, dass das ein Versäumnis ist. Aber auch diese Verbände und dieser Vorfall ist nicht stellvertretend für „den Feminismus“, geschweige „aller Feministinnen“. Wir sind kein Club, wo wir das abstimmen.

Und ich bräuchte nicht lange nach Artikeln und Positionen Googlen, die sich dafür aussprechen, wie wichtig das gemeinsame Sorgerecht ist und das man aktuell die Elternzeit für Männer fördern sollte. Überhaupt, Verantwortung teilen und nicht bei der Frau allein abladen, halte ich eher für Konsens. Und diese Artikel findest du auch alleine.

Ich finde auch ziemlich leicht Artikel, die erklären warum „der Feminismus“ nicht schuld ist an den Konflikten über das Sorgerecht.

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Das ist eher ein Fakt als eine Meinung.

Von dir häufig genannte Bereiche der Benachteiligung von Männern sind Obdachlosenquote und Sorgerecht. Da braucht es nicht lange in der Recherche, dass man sieht:

  • Bei 9 von 10 Scheidungen in Deutschland teilen sich Mann und Frau das Sorgerecht, wenn ein minderjähriges Kind involviert ist. Im Jahr 2019 gab es etwa 147.000 Scheidungen. Nicht alle mit Kind.

  • Obdachlosenzahl wird auf etwa 1 Mio. in Deutschland geschätzt. Selbst bei 90 % Männerquote betrifft das eben einen Bruchteil der Männer in Deutschland insgesamt

Man könnte noch weitere Beispiele finden, wo Männer benachteiligt sind. Die Zahlen stehen jedoch in keiner günstigen Relation zur Benachteiligung von Frauen. Gender-Pay-Gap (Equal pay day ist übrigens erst in ca. 2 Monaten), Opferzahlen sexualisierter Gewalt, Sexismus im Alltag (Streaming als aktuelles Beispiel) … All das zu sehen und dann mit „Männer werden aber dort und dort benachteiligt“ ist What-Aboutism und derzeit in unserer Gesellschaft nicht das Hauptproblem.

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Das ist doch schlicht und einfach nicht wahr. Im Thema Sorgerecht hat sich die letzten Jahrzehnte schon so viel geändert. Auch Aktiv von aus dem Feminismus angestoßen.

Ja im Sorgerecht muss noch was getan werden. Da Streiten sich aber ein paar mehr Parteien als Feministen und Männervertreter, da kommt die Pädagogen dazu, Liberale denn es ums Geld geht, Konservative die einfach den Status Quo wollen, Juristen die ihre Ansichten haben.

Und keiner von ‚uns‘ hat damals, als du das das erste gepostet hast, gesagt das er das gut fand, ‚wir‘ sind alle der Meinung das so ein Ausschluss hätte nicht passieren dürfen. Was aber nicht in dein Bild passt, sonst würdest du nicht wieder das Gegenteil behaupten.

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Sorgerecht ist eine gesetzliche Benachteiligung. Mir ist hingegen kein Gesetz bekannt bei dem Frauen noch benachteiligt werden. Oder nehmen wir die Legalität von nicht medizinisch begründeter Beschneidung von Jungen. Hier wurde die Benachteiligung von Jungen sogar noch legalisiert, obwohl sie schon verboten war. Kannst mir gerne ein Beispiel zeigen, wo ähnliches für Frauen zutrifft. Wenn derartige gesetzliche Benachteiligung nicht systematisch ist, was soll es denn dann sein?
Aber wir können gerne noch auf andere Bereiche eingehen: Übersterblichkeit bei Männern oder schwere Arbeitsunfälle mit Invalide oder Tod zur Folge, Mangelnde Förderung für Gesundheitsthemen die Männer betreffen (z.B. Brustkrebs vergleich Prostatakrebs), härtere Bestrafung von Männern im Justizsystem, schlechter Bewertung von Jungen im Bildungssystem, höhere Rate von durchgeführten Suiziden bei Männern, praktisch nicht-existente Hilfe für männliche Opfer von häuslicher und/oder sexueller Gewalt bis hin zur medialer Lächerlichmachung selbiger. Aber klar, das betrifft ja nur einen kleinen Teil der Männer :roll_eyes:
Warum also sollte ich mich Leuten wie dir anschließen, die meine Problem offensichtlich nicht ernst nehmen?

Gerne, ich hab es gerade gemacht. Ich habe den gleichen Link auch schon das letzte Mal gepostet und keine entsprechende Reaktion gefunden. Wenn du deinen Post findest, bin ich bereit diesen Punkt zu widerrufen.

Und zu dem Rest hab ich schon alles gesagt. Irgendwas ins Internet zu schreiben ist leicht. Was zählt sind die politischen Konsequenzen und Taten.

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Im Sorgerecht werden gesetzlich weder Frauen noch Männer benachteiligt. Wenn es einen Entzug des Sorgerechts gibt, dann auf Basis von Gutachten.

Die anderen und ich (um mal damit Befürworter vom Feminismus zu meinen) nehmen deine angesprochen Bereiche von Diskriminierung ernst. Aber die Relation - wenn das Auto kaputt ist, möchte ich das auch reparieren. Aber wenn eben gerade das Haus brennt, hat Auto mal zu warten. So fühlt sich das in der Diskussion ein wenig an. Du wünschst dir noch mehr Aufmerksamkeit für Bereiche in denen Männer einen Nachteil erfahren, nennst eine lange Liste und lebst dennoch als Mann in einem patriarchalem System. Dessen Sexismus benachteiligt in überwältigender Masse und in allen gesellschaftlichen Bereichen Frauen.
„Aber in folgenden Bereichen werden Männer diskriminiert:…“ Ich weiß nicht, das ist einfach wie all-lives-matter in der BLM-Bewegung.

Aber vermutlich kommen wir da nicht zusammen. Ist ja auch nicht die erste Diskussion. Vielleicht können ja andere etwas aus den Posts von uns mitnehmen.

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Nun, das stimmt offensichtlich nicht, wenn du gleich danach sagst:

Ich halte die von dir aufgezählte Benachteiligung von Frauen für ebenso dringen wie die von Männern. Du scheinst die Benachteiligung von Männern aber als nicht relevant genug zu sehen. Wir haben diverse Gesetze gegen ungleiche Bezahlung bzw. für das Offenlegen selbiger. Wir hatten jetzt in den letzten Jahren mindestens eine Verschärfung des Sexualstrafrechts. Es gibt diverse Hilfsangebote, Kampagnen und was weiß ich zum Thema Sexismus.
Auf der Gegenseite steht ein mittlerweile 9 Jahre aktives Gesetz, was Jungen aus Muslimischen oder Jüdischen Familien das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit entzieht. Und du findest nicht, dass es da ein Ungleichgewicht gibt? Aber es ist wenig verwunderlich, schließlich ist es eines der Kernmerkmal von Diskriminierung gegen Männer, dass deren Leben und körperliche Unversehrtheit nichts wert ist.