Der amerikanische Wahlkampf 2016 - und seine Folgen!


#4222

Ähm, ja. Je nach Virus müssen die Computer oder zumindest Einzelteile komplett ausgetauscht werden. Das ist nicht einfach mal ein neues Betriebssystem installieren und dann läuft das schon wieder. Mal ganz davon abgesehen, dass man ja auch vor der Trennung mit dem Internet allerlei Schabernack anstellen kann.


#4223

Hm … bin da nicht überzeugt. Kann es aber logischerweise belegen. Kann mir da eher einen Angriff auf ein AKW vorstellen, das durch „fehlbedienung“ eine Kernschmelze hat. Aber kein Strom? Das Leben geht ja nicht weiter und die vergessen mal eben darauf wie ich beim Müll raustragen, sondern das wäre ja Priorität A. Es kämen sofort alle Dieselgeneratoren zum Einsatz, alle nicht zwingend notwendige Industrie, die viel Strom benötigt wird still gelegt und alle Gas/Kohlekraftwerke hochgefahren.


#4224

die genauso gehackt werden können. ganz zu schweigen von den verteilerstationen. oder glaubst du die werden alle noch analog gesteuert?

du könntest auch einfach alle sicherungsmechanismen abschalten und ne spannungsspitze durchs system jagen, dann kannst du mehr oder weniger die gesamte infrastruktur in die tonne haun.


#4225

Darum hab ich ja extra das Kohlekraftwerk genommen, da dieses i. Gegensatz zum AKW relativ leicht ausgeschaltet werden kann. Dann einfach die offlinesteuerung nehmen und wieder einschalten.

Denkst du, dass wir gerade die ersten sind die sich mit diesem Thema beschäftigen?


#4226

ja und ? dann fehlt dir die erzeugte energie ja trotzdem…

nein ganz sicher nicht, u.a. aus diesem grund sind kraftwerke im normalfall gar nicht direkt mit dem internet verbunden sondern nutzen zwar die selbe infrastruktur aber andere kanäle. auch wird es diverse notfallpläne geben, die einen teilweisen oder gar einen gesamtausfall des stromnetzes abdecken. gerade in den USA in denen ja schon so netzausfälle fast schon die regel sind auf grund der veralteten infrastruktur nicht selten.

diese pläne werden jedoch alle darauf zielen den schaden so gering wie möglich zu halten und die entsprechende problemstelle zu isolieren und nicht dem irrglauben nachhängen, dass ein solcher blackout schnell zu beheben ist.

wie gesagt: wenn du zentrale infrastruktureinheiten eines feindes übernehmen kannst, wirst du dich nicht darauf beschränken sie zu kontrollieren, nein du wirst versuchen den größtmöglichen langfristigen schaden zu verursachen. und mit dem stromnetz kannst du in kürzester zeit einen sehr gravierenden schaden verursachen.


#4227

Sag ich ja: nicht notwendige Industrie weg, Kohle + Gas auf Vollgas und zusätzlich alles an Dieselgeneratoren an was die Army hergibt.

Ich sag ja auch nicht, dass es komplett egal ist, aber ich glaube nicht, dass New York oder Washington ein Monat im finsteren sitzt.

Wie war das damals im Weltkrieg in Europa? Aber da war Strom/Internet ja noch nicht ganz so wichtig wie heutzutage


#4228

Für beginnende Plünderungen brauchst du auch keinen Monat.


#4229

nochmal: bei einem sinnvollen angriff wird diese option auch weg genommen. ein modernes kohle- oder gaskraftwerk kannst du nicht analog steuern.


#4230

Also das moderne Kohlekraftwerk bei dem ich ein Praktikum hatte, hat einen „steuerungscomputer“ einfach „im Keller liegen“, den sie austauschen, wenn der aktuelle kaputt ist.


#4231

Jo, aber das ist nicht alles. Mal ein kleiner Überblick aus “Blackout” (gutes Buch, lesen! :wink: ), was passieren würde, wenn wirklich flächendeckend der Strom ausfällt.

Ohne Strom funktionieren Tankstellen nicht mehr, da Benzin in Diesel unterirdisch gelagert wird nicht mehr hochgepumpt werden kann, das heißt sämtliche Transportfahrzeuge fallen aus und viele Menschen werden es nicht mehr zur Arbeit schaffen. Außerdem fallen Kühllager aus und die ganze verderbliche Nahrung gehen kaputt. Ebenso funktioniert die ganze Logistik nicht mehr ohne Vernetzung.

Und dann gibt es so “lustige” Folgen, dass Millionen Milchkühe nach wenigen Tagen sterben werden, da diese so hochgezüchtet sind, dass sie täglich abgemolken werden. Das ist ohne industrielle Melkanlagen nicht mehr möglich, was zur Folge hat, dass die Euter so überfüllt sind, dass sie qualvoll sterben. Was wiederum zu Millionen Tierkadavern und damit Seuchen führt.

Die Behörden werden ziemlich schnell komplett überfordert sein und die Kommunikation wird auch größtenteils ausfallen, was das ganze noch befeuert. Außerdem wird auch die Kommunikation und Information mit der Bevölkerung wegfallen.

Außerdem funktioniert die Wasserversorgung nicht ohne Strom, da kein Wasserdruck aufgebaut werden kann. Ohne Leitungswasser kannst du z.B. die Toilette nicht mehr spülen, das heißt die Leute werden früher oder später wieder anfangen wie im Mittelalter ihre Scheiße auf die Straße zu entsorgen, was wieder zu Krankheiten und Seuchen führt. Und man kann keine Feuer mehr löschen.

Das nächste Problem ist die Versorgung mit Notfallmedikamenten in Apotheken und die Krankenhäuser, die auch nur zeitlich sehr begrenzt Notstromaggregate laufen lassen. Die Krankenhäuser werden Für viele chronisch Kranke, wie Dialysepatienten, und viele Menschen in Altenheimen ist das der sichere Tod. Zumal Ärzte ja auch selbst Probleme haben oder es aufgrund fehlendem Treibstoff nicht mehr zur Arbeit schaffen.

Es wird relativ schnell zu einem Anstieg der Kriminalität und Aufständen kommen und in den Gefängnissen wirds auch ungemütlich.

Und dann bleiben da noch die Atomkraftwerke. Auch heruntergefahrene und die meisten stillgelegten AKWs müssen weiterhin mit Dieselmotoren gekühlt werden. Einige AKWs haben gerade Dieselnotreserven für 72 Stunden… Im Anbetracht des allgemeinen Chaoses würde es schwer werden, wirklich jedes AKW rechtzeitig zu beliefern. Außerdem würden auch dort wie in den Behörden und Krankenhäusern mit der Zeit immer mehr Mitarbeiter ausfallen.

tl:dr ohne Strom sind wir nach spätestens zwei Wochen gefickt :slight_smile:


#4232

Da geht man aber von einem vollkommenen Blackout aus.


#4233

Ja, hatte gerade den ersten Satz noch editiert


#4234

Und davon, dass nichts dagegen unternommen wird und es beim blackout bleibt.

Alleine die Überlegung, dass in den Tanks der Tankstelle noch Treibstoff ist, wir aber nicht rankommen ist doch absurd


#4235

DAs mit den Kühen ist Quatsch, hat man bei Fukushima gesehen aber auch bei jedem Landwirt wenn du mit ihm redest.

Klar haben die Kühe dann wahnsinnige Schmerzen, entzündete Euter etc, aber nur ca 30% sterben daran.

Nach einer gewissen Zeit, nimmt der Körper die Milch wieder auf und die Kuh gibt keine Milch mehr


#4236

Selbst wenn nur 30% sterben, ist das immer noch über eine Million.


#4237

Achtung Korinthen!:

Nein, aber:

ja, denn Kuhbestand

In Deutschland werden rund 12,4 Millionen Rinder in 143.705 Betrieben gehalten (Mai 2017). Davon gibt es 4,2 Millionen Milchkühe und 67.319 Milcherzeuger.

Da es nur die Milchkühe betrifft sind wir bei ca 1,3 Mio. Was wiederum zumindest das Nahrungsproblem löst (in den Gegenden mit den Höfen).


#4238

Auf dem Land gäbe es denke ich eh keine Probleme.

Plumpsklo im Garten wäre gleich gegraben ,Häuschen drum rum gebaut, eimer Sägespäne daneben und man hätte ein besseres Klo als auf den meisten Festivals.

In den Dörfern hilft man sich und da hat auch noch jedes 2te oder 3te Haus einen Holzofen irgendwo rumstehen auf dem man kochen kann.
auch tiefe Keller wo es jetzt noch so 12 Grad hat, um die ganzen geschlachteten Rinder aufzuhängen gäbe es.

Ausserdem kauft man hier eben auch größer ein.

Bei uns dürften im Keller zb 50kg Mehl,10kg Zucker, 10kg REis, sowie gefühlt ein halber Kubikmeter getrockneter Nudeln sein. sowie natürlich XXX Glässer mit eingemachten Früchten, Tomatenmark, Marmelade, Gurken etc.

Und nen Brunnen haben wir auch. müsste man eventuell abkochen eben.

Die Städter in Ihrer 5ter Stock Wohnung, wo auf einmal weder Wasser, noch Toilette, noch sonst was geht, ja die sind gefickt.


#4239

Darf man fragen warum? Eigenherstellung? Mangelnde Versorgungslage? Ist bereits der Strom bei euch ausgefallen?:scream:


#4240

Naja, das Mehl ist von einer nahen alten Mühle, wo wir wissen wo das Getreide herkommt und die Mahlen nur noch ein paar Mahl im Jahr (Rentner betreibt es eben noch so nebenbei damit das Handwerk noch ein bisschen erhalten bleibt) und verkaufen dann das was gemahlen wurde.
Da kriegst du eben auch verschiedenen Mehltypen.
Verkauft wird aber nur im 10kg Sack.

Zucker und Reis, naja, wieso immer rumtun mit “haben wir noch Xy oder brauchen wir nen Pack”. 10Kilo kaufen und wenn nur noch 2 oder 3 KG da sind, kauft man eben die nächsten 10.
Und bei den Nudeln geht’s einmal im Jahr zu so einer Firma die Nudeln herstellt zum Fabrikverkauf und dann wird das Auto gefüllt für die ganze Verwandschaft

Die eingemachten Sachen natürlich eigene Herstellung.

Der STrom fällt nur bei schlechtem Wetter manchmal aus (im Winter mal so alle paar Wochen bei Sturm oder Schnee für 10-30 Minuten.

Aber Internet ist schlecht, Handyempfang nicht vorhanden und der nächste Supermarkt 18km weit weg :frowning:


#4241

Das nenn ich Versorgungsprobleme^^. Meiner ist 50 m entfernt, der nächste danach 150. Ich denke ich brauch genau so lange für den Einkauf wie du runter in den Keller^^