Ich habe übrigens auch überhaupt nichts gegen die Kombi Staudamm + Gräben = Vulkan.
Das war ne coole Idee. Was mich gestört hat, ist, dass durch die Einbeziehung des Schwertes, das ganze so aufgebaut wurde, als wäre es seit 1000+ Jahren exakt so geplant gewesen, inkl. Staudammbau und Schüsselschwert.
Das find ich halt zum einen total unglaubwürdig und zum anderen ne ziemlich lame Verwendung für das Schwert.
Hätten die Orcs einfach den Turm eingenommen und den Damm gesprengt, hätte ich das ganze zu 1000% besser und auch glaubwürdiger gefunden. Dann wärs einfach ein cooler Plan von Adar gewesen und das Schwert hätte ne andere, relevante Rolle spielen können.
Aber ich finde, das ist der Knackpunkt. Das eine hat eine magische Oberfläche, und das andere versucht „geerdet“ (trotz magisch aufgeladenem und verdorbenem Gegenstand) daherzukommen.
Das spießt sich irgendwie in meiner Wahnehmung und wertet die Erzählung in ihrer mythologischen Größe (für mich) irgendwie ab.
Vielleicht ist diese „Profanierung“ ja das Ziel der Macher, aber selbst darin sind sie dann nicht besonders konsequent.
Die Serie ist aber randvoll mit solchen Situationen.
Es werden interessante Handlungssteänge, Situationen und Aktionen auf gemacht, aber der letzte Meter wird nicht gegangen um das ganze abzurunden. Es wirkt cool, aber wenn man drüber nachdenkt macht es nicht viel Sinn.
Das hat schon was von Stile over Substance.
Ja, es wirkt cool, wenn 2 von 5 Schiffen gesprengt werden. Aber keiner Interessiert sich für die Attentäter? Und es wird auch nicht thematisiert, dass da jetzr ein teil des Heeres fehlt oder so.
Ja, es wirkt cool, wenn die Kavallerie ins Dorf einreitet und allen im letzten Moment den Arsch rettet. Aber wieso sie überhaupt zielgenau zu eben diesem innlandigen Dorf geritten sind? Bleibt dem Zuschauer überlassen diese Lücke zu füllen.
Ja, es sieht cool aus, wenn das Schwert als Schlüssel den Staudamm öffnet. Aber wieso das mystisch-magische Düsterschwert a einen solch profanen Mechanismus ketten? Hätte man den Staudamm nicht anderweitig sprengen können, durch einen Einstürzenden Turm, oder so?
Ich finde es gut, wenn eine Serie oder Film verlangt, das die Zusehenden mitdenken.
Aber diese Serie macht das viel zu oft, an den falschen Stelle und definitiv nicht absichtlich.
Man muss sich ja mal anschauen: In GoT machen Menschen auch Fehler, teils heftige, die Köpfe kosten, aber sie sind Teil der Erzählung und man kriegt aktiv mit, dass sie diese Fehler machen, und sie dienen nicht zur halbherzigen Erklärung von Plotholes: " Eya, hat halt keiner gesehen, dass da was ist".
Naja, erinnern wir uns bitte noch an „Daeneris jat vergessen, dass die Flotte der Gegnermacht Ballisten hat…“ von den gefallenen Propheten D&D.
Aber ansonsten: ja. Wenn die handelnden Personen Fehler machen, oder vergesslich sind oder whatever, dann sollte das Teil der Handlung sein und nicht Head Canon der Zuschauer.
Die letzten drei Staffeln von GOT sind in dem Sinne eigentlich durchgängig hirnrissig.
„Los, wir reiten mit den Dothraki ins dunkle nichts“, Jons ausgeklügelter Plan beim Battle of Bastards oder der irre Plan im Norden einen Untoten zu fangen usw usw.
RoP zeigt wie die Kavallerie an einem verwüsteten Dorf vorbeireitet
Wie, die reiten nur an einem Dorf vorbei? Wie unglaubwürdig.
RoP zeigt wie die Kavallerie an mehreren Dörfern vorbeireitet
Maaan wozu zeigen Sie das, dass ist total unnötig und eine Zeitverschwendung.
Adar sprengt den Damm
Was für einen Sprengstoff nutzt er? Woher hat er ihn? Wie kann es sein dass er die genaue Menge kennt die er für die Sprengung benötigt? Die genaue Position zum Anbringen der Sprengung?
Oh und zufällig haben genug Orks und Sprengstoff den Einsturz des Turmes überlebt damit sie den Damm sprengen…ja klar.
Adar benutzt Magie um den Vulkan zusprengen
Wie lahm und einfallslos…haben die Schreiber von RoP keine Fantasie? Fällt denen nichts neues ein?
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Bei jeder anderen Serie wäre die letzte Folge eine klare 10/10 gewesen. Aber da es eine Folge von Ring of Power gewesen ist…neeee…das geht natürlich nicht.
Nur blöd, dass die Folge eigentlich nur einen groben Fehler hatte und sonst sowohl Style als auch Substance 1. Liga waren. Dann wird halt mit einer Lupe nach „Fehlern“ gesucht die man bei anderen Serien/Filmen ignoriert.
Das find ich ehrlich gesagt nicht. Die Fehler fallen halt mehr auf, weil das meiner Meinung nach so schlampig geschrieben und inszeniert ist, aber mit der Lupe muss niemand Fehler suchen.
Ich find die Serie insgesamt einfach sehr mittelmäßig, uninspiriert und durchwachsen, vorallem in der Erzählung. Und das hat nicht unbedingt mit der Vorlage zu tun.
Natürlich verzeiht man einer Serie mehr, wenn die dringlicher vermittelt werden, wenn es einen Spannungsbogen gibt, wenn sie atmosphärisch dicht ist, aber an allen Punkten schlittert Rings of Power gut dran vorbei.
Man kann sicherlich spaß mit der Serie haben, aber sie kann einfach derzeit nicht einlösen, dieses popkulturelle Monsterprojekt zu sein.
Ich find die Serie zeigt sehr deutlich, dass Qualität nicht nur mit Geld zusammenhängt und wir hier eine sehr glattgebügelte Geschichte erzählt bekommen.
10/10 kriegen bei mir sowieso nur absolute Ausnahme-Serien, -Alben, etc… Ich werde nie verstehen, wie andere die Höchstwertung so inflationär rausfeuern können, ohne dabei ein gewisses Unbehagen zu verspüren.
Nein? Ich geh mit dass dies bis jetzt die beste und auch die am rundesten erzählte Folge ist, von ner 10/10 ist die Folge aber für mich trotzdem noch weit entfernt. Es gibt paar seeehr nette Zufälle und viele Klischee-Kampfszenen. Nicht schlecht, macht durchaus auch Spaß, aber auch nichts überragendes. Ne solide 7/10.
Ich muss auch leider nicht mit ner Lupe nach Fehlern bei Rings of Power suchen. Da sind leider genug Sachen die mir beim ersten Schauen schon auffallen und mir leider den Spaß an der Serie verderben. Wenn das für euch nicht so ist freu ich mich für euch. Ist ja nicht so dass die Serie nicht genug Sachen hat an denen man sich erfreuen und Spaß haben kann.
Den Vorwurf, dass die Leute welche die Serie kritisieren nur mit ner Lupe nach Fehlern suchen find ich auch nicht gut. Man muss auch mal damit Leben, dass es Leute gibt, welche ne andere Meinung haben und wo die Serie anderes funktioniert als bei einem selbst. Das sind am Ende immer sehr subjektive Faktoren die bei nem Seherlebnis und der entsprechenden Bewertung mit reinspielen. Für mich hat die letzte Folge recht gut funktioniert, aber wenn das bei anderen deutlich schlechter (oder besser) funktioniert ist das eben so, kann ich auch mit leben.
Ich rede nur über die letzte Folge, nicht die komplette Serie.
Dass die Serie Probleme hat bestreite ich nicht. Meiner Meinung ist das Pacing das größte Probleme und nach der letzten Folge muss ich leider auch sagen, das 4 Handlungsstränge einer zuviel ist (sorry Nori ).
Ich kritisier auch nicht jemanden der die Serie nicht mag, weil sie gegen die Lore verstößt.
Ich rede nur über die letzte Folge und die war weder schlampig geschrieben noch schlecht inszeniert. Ergo, mein Kommentar mit der Lupe.
Und wenn ich im Internet lese (primär Youtube reviews und die Kommentare) dass die größten Probleme der Folge
a) der Ritt der Numenori und
b) dass Arondir das Paket so lange in den Händen gehalten hat ohne es zu kontrollieren
sind, fühle ich mich bestätigt, weil Punkt a) ein Klitches ist den man in jeder Serie/Film findet und Punkt b) eine Einbildung des Kritikers ist.
Ich hatte schon länger das Gefühl, dass ein paar Leute (ob bewusst oder unbewusst) einen Hateboner haben und die letzte Folge hat es bestätigt.