Emotionskasten - Welches Gefühl bewegt dich? (Teil 2)

Geld verlagert das Problem anstatt sie zu lösen.

Nicht immer.

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Bin erschöpft und genervt und bräuchte dringend mal eine Zeit lang Ruhe bzw. weniger Stress. Dabei stehen die wirklich stressigen Wochen mir jetzt noch bevor. Und wenn die rum sind, sind auch die Ferien rum und der Alltag geht weiter.

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Arrrgh. Ich brauche gerade drei Wochenendtage, um den Scheiß hier zusammen zu bekommen. Dann am besten nochmal zwei zur Erholung. Dann kann der Montag kommen wo wieder neue Aufgaben und E-Mails warten.

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War das gesamte Wochenende über ungeplant stationär im Krankenhaus nach Unfall, gestern wurde entlassen. Es gab glücklicherweise Entwarnung, riesiges Glück gehabt. Da muss nichts weiter beobachtet werden, in den 2 Tagen alles absolut unauffällig. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie erleichtert ich bin. War so heftig, dass es mit Krankenwagen ins KH ging.

Heute gab es den gefürchteten Kontrolltermin, der vor 2 Wochen abgesagt und auf heute verlegt wurde. Mir war im Vorfeld richtig schlecht inkl. psychosomatischen Beschwerden (selbst im KH war ich entspannt und ich hasse KH). Leider war der Termin nicht so gut. Absolut grenzwertig und muss in 3 Monaten wieder kontrolliert werden. Wenn es dann minimal schlechter ausfällt, muss weiter geschaut werden, leider invasiv und eine mögliche „worst case“ Diagnose wurde mir bereits genannt. Das wurde aber nur erwähnt, weil ich darauf bestand und ich vorbereitet sein will, es ist also nur eine Vermutung. „Worst case“ ist nicht tödlich o.ä, aber sehr einschränkend. Drückt die Daumen, dass es dies nicht.


Ich bin emotional komplett ausgelaugt, weil die letzten Tage sehr anstrengend waren, sehr viel Verantwortung übernommen werden musste und ich immer wieder gegen meinen Pessimismus ankämpfen musste.

Gestern war ich richtig erschöpft, habe das daran gemerkt, dass ich nach einer Untersuchung, wo ich durch das gesamte KH musste, die Station nicht mehr schnell wiederfand (die Schilder haben mich verunsichert; Fachgebiet KC war bei -1, die KC Station bei 0 wo aber nur „Ausgang“ aufgezeichnet war). Bin also wie ein Idiot umhergeirrt, bis ich mich richtig durchgefrsgt habe. Das ist mir jetzt noch peinlich, eine Krankenschwester auf Station hatte aber vollstes Verständnis, meinte, man verliere schnell die Orientierung in dem Komplex (was hier tatsächlich stimmt). Naja, zu hause war ich dann richtig erschöpft, weil 2 Tage Krankenhaus doch sehr viel unterbewusster Stress war und ich in einem kräftezehrenden Modus unterwegs war.

Ich weiß gar nicht, warum ich das schreib, aber irgendwie muss ich es aus dem System bekommen.

€: Sowohl im Krankenhaus als auch in der Praxis waren die Leute unheimlich lieb, geduldig und verständnisvoll. Dafür bin ich sehr dankbar

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Alles alles gute für die Zukunft. Hoffe mal die Diagnose fällt weniger schlecht aus und du kannst mit den Beschwerden bzw. der Krankheit, weiterhin so gut wie möglich das Leben bestreiten und genießen. :herz:

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Fühl dich gedrückt! KH nimmt einen sehr mit…

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Schön das du wieder da bist :beanhug:

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Danke! Großartige Beschwerden gibt es aktuell keine, wäre im worst case aber eine Autoimmunerkrankung.

Wenn alles gut läuft, kann man bei Abwarten bleiben, im best case bleibt einfach alles so wie es ist und die Zeit/Körper regelt das von alleine (nichts ernstes, alles normal, keine gesundheitl. Einschränkungen). Dazwischen gibt es noch ein paar Sachen, aber zuerst muss dann das eine ausgeschlossen werden (sinnvoll, weil wenig aufwändig und vergleichsweise schnell erledigt).

Danke!

War ehrlich gesagt verwundert darüber, weil alle so nett waren, es Wochenende (und damit in der Station so gut wie nichts los), ich in einem Doppelzimmer ganz alleine war und es zu keinem Zeitpunkt irgendwie brenzlig/stressig war. Ich war an sich entspannt. Aber diese Situation mit der Orientierungslosigkeit (und Orientierungssinn ist bei mir eh naja) hat mir jedoch gezeigt, dass es mich doch unterbewusst super mitgenommen hat. Zuhause habe ich diesen Modus verlassen und habe mich wie ein leerer Akku gefühlt.

Aww, dankeschön! :beanhug: Dabei habe ich noch überlegt, ob ich was ins Forum schreiben soll oder nicht.

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Die scheint mir im Krankenhaus schon fest dazu zugehören. Hab mich selbst in den KH in dem ich studiert habe ständig verlaufen :beanderp:

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Ich wünsche dir nur das Beste. Daumen sind gedrückt.

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Als ich mit dem Krankenwagen vom einen Krankenhaus ins andere (Uniklinik) kam, hat sich der Krankenwagen auf dem Geländer verfahren. Und als beim Papa zu Besuch war hat auch der sich verfahren und niemand konnte ihm sagen, wo das Haus steht, wo ich liege :beanderp:

Ich wurde zum „Glück“ während meines Aufenthaltes immer im Bett zu den Terminen geschoben :beanderp:

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Ich finde die Klinik ehrlich gesagt auch beschissen konstruiert, das „Schwesterklinikum“ in einer anderen Stadt ist so viel besser aufgebaut. Hier ist alles nur verschachtelt UND unzureichend beschildert. Für Leute wie mich unvorteilhaft.

Wäre vllt. alles anderes verlaufen hätte man mir nicht innerhalb von 20 Min. komplett gegenteilige Infos gegeben. Sonntag hieß es, bis spät. 10 Uhr bin ich entlassen. Montag morgen, bereits das meiste gepackt, bei Visite hieß es dann, die letzte Untersuchung geht erst ab Vormittag, um 12 Uhr kann ich frühstens Heim. Ok, meinen Mann verständigt,er kann nun erst später kommen. 20 Min. später heißt es dann, gehen Sie JETZT sofort zur Untersuchung (was super nett war, dass die mir einen fixen Termin besorgt haben), Wegbeschreibung im Schnelldurchlauf. Ich parallel wieder meinem Mann geschrieben, dass es nun doch 10 Uhr wird. Hetze durch das gesamte Gebäude etc. pp., weil ich dachte, die haben mich bereits angemeldet und ich SOFORT den Termin. Keine Zeit mir „Wege“ für den Rückweg einzuprägen, was sich am Ende gerächt hat. Ich war knapp davor aus Überforderung zu weinen.

(Um 10 Uhr war ich dafür aber echt entlassen.)

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Fühle mich mal wieder minderwertig. Hatte in der Schule auch schonmal nichts bei Klausuren geschrieben, weil ich einfach dachte, alles was ich mache ist falsch.

Fühle mich gerade wieder so. Alles ist vergeblich. Und das Bewerbungsgespräch verkacke ich bestimmt und es kann ja eh nicht sein, dass mich irgendjemand möchte.

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Ganz im Gegenteil, ich bin beeindruckt, dass du zahlreiche Bewerbungsgespräche in Aussicht hast! Das ist klasse und freut mich sehr für dich. Eine sehr große Hürde hast du damit gemeisterst, und bist damit objektiv qualifiziert. Jetzt geht es nur darum, sich kennenzulernen.

Als du deine Bewerbungen geschrieben hast, dachtest du, nein, dein Kopf, dass dich sowieso niemand einläd. Schau, es hat aber geklappt. Du hast nichts falsch gemacht und genauso wird es bei den Gesprächen sein. :slight_smile:

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Vielleicht hilft es dir, es andersherum zu betrachten. Du wurdest zum Bewerbungsgespräch eingeladen, also hast du schon etwas richtig gemacht, denn du hast das Interesse an dir geweckt.

Und auch wenn es nicht klappt, ist es immer eine Erfahrung und es muss nicht an dir scheitern, sondern vielleicht war einfach jemand anderes da, der gerade besser gepasst hat.

Du darfst auch nicht vergessen, dass gerade auch einfach eine echt schwierige Zeit für die Jobsuche ist. Auch viele Leute in meinem Umfeld suchen aktuell, mich eingeschlossen. Und das kann einen definitiv herunterziehen. Aber man ist nicht allein und man ist nicht weniger wert, nur weil gerade einfach nicht viele Stellen verfügbar sind. Der Konkurrenzkampf ist dabei einfach umso größer und hunderte Bewerber kommen auf die gleiche Stelle. Und ein Bewerbungsgespräch ist da schon ein gutes Zeichen, dass man sich doch von anderen abzuheben scheint. Also mach das beste draus und danach gehts auch irgendwie wieder weiter.

Ich fühle mit dir, irgendwann klappt es schon für uns alle :beanhug:

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Vielen Dank.

Mein Wunsch ist ein bisschen bei dem Bewerbungsgespräch herauszustechen und überlege deshalb statt den Standardschwächen, das vielleicht eine gute Sache als Schwäche ist.

Also zu sagen: Ich traue mir zu wenig zu und stehe dann vielleicht erstmal vor einer Aufgabe und denke mir ich bekomme das nicht hin. Habe es dann immer trotzdem versucht und das Ergebnis war dann öfters sehr gut, weil ich alle meine Mühe da rein gesteckt habe um mein bestmögliches Ergebnis abzuliefern. Und genau diese Herausforderungen haben mir im Endeffekt auch mit am meisten Spaß gemacht, weil ich etwas dabei gelernt habe.

Weiß nicht, ob das auch irgendwie negativ ausgelegt werden kann.

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Jede Schwäche kann einem ja theoretisch negativ ausgelegt werden. Es sind halt eben Schwächen. Bei der Frage geht es aber eher darum, ob der Bewerber überhaupt seine Schwächen kennt und ob er versucht, sie in den Griff zu kriegen. Und in deinem Fall sagst du ja schon, dass du dir trotz allem Mühe gibst und versucht, das beste Ergebnis abzuliefern. Und das zeigt ja zB Ehrgeiz, was wiederum als Stärke ausgelegt werden kann.

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Das klingt doch super und ehrlich.
So nach dem Motto:
Ich überdenke sehr viel und lass mich leicht verunsichern, sehe oft auch Hindernisse und Herausforderungen, die gerne auch leicht übersehen werden. Das führt andererseist aber auch i.d.R. dazu, dass ich viel mehr Eventualitäten bedacht habe und gut vorbereitet bin und mir besonders viel Mühe gebe.

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Wenn ich mir die Welt Lage so ansehe, denke hier passt das am besten hin

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