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Eure Gedichte

Nicht gut aber von mir.

Sitting all alone

in my dark cold home.

Trying not to drink,

trying beautyfull thoughts to think.

All is quite and full of fear

nobody to talk to nobody is here.

There a sound in the house

was it a ghost or just a mouse?

To take my soul he is it death

i accept and take my last breath…

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Ich bin nicht so der Poet, aber ich habe ein lieblings Gedicht:

Ich bin hier
Du bist hier
Schnabeltier

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Schnabeltier

Ein Text aus meiner Ausbildungszeit :wink:

Er wacht auf und spürt die Qualen
Er geht zur Arbeit und zählt die Zahlen
Er will nicht mehr, hat keine Lust
Er denkt nur an Selbstmord, hat nur Frust

Er kommt nach Haus und lebt sein Leben
Denn ein anderes wurd ihm nicht gegeben
Es kotzt ihn wirklich alles an
Doch morgen muß er wieder ran

Nimm dir deine Freiheit, jetzt und hier
Von Null auf Hundert, vom Mensch zum Tier

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Ich habe auch mal ein Gedicht geschrieben.
Wäre sehr gespannt, wie ihr es findet. Ihr dürft gerne eure ungeschminkte Meinung dazu äußern.

Der Zeitgeist

In manchen Uhren lebt ein Geist, der auf den Zeigern reitet
und diesen flotten Ritt mit lautem Jubelruf begleitet.

Denn jedes Mal, wenn er die eine hinter sich gelassen,
freut er sich auf die nächste Zahl und kann sein Glück kaum fassen.

Es geht ihm niemals schnell genug auf dem Sekundenzeiger.
Er fühlt sich wie ein Pionier und erster Bergbesteiger.

Kaum hat er eine Zahl erreicht, wird sie ihm schon zu öde.
Er streckt sich nach der nächsten aus, gebärdet sich wie blöde.

Erinnern kann er sich nur kurz und auch nach tausend Runden
scheint ihm er hätte jede Zahl soeben erst gefunden.

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Ich weiß nicht genau woran es liegt, aber ich finde das Metrum, das das Gedicht und ganz besonders dieser Vers hat, unfassbar großartig.

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Vielen Dank, das freut mich sehr. :blush:

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Eine sehr coole Idee sehr kreativ umgesetzt. Mir gefällt die Wortwahl und es hat einen guten Rhythmus beim Lesen! Chapeau :ok_hand: :+1:

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Danke sehr! Mit dem Metrum einen guten Rhythmus zu erzeugen war mir tatsächlich wichtig. Deswegen freut es mich, dass es bemerkt wird. :blush:

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Zählen auch Trinksprüche?

Das ist auf jeden Fall auch gar nicht so leicht das halbwegs gut umzusetzen. Sehe ich bei mir selbst auch immer, wenn ich was schreibe. Für einen selber ist dann klar wie man wo betonen sollte und wo die Intonationen liegen, aber für jemand anderen der zum ersten Mal liest nicht unbedingt. Es so hinzukriegen, dass jemand externes beim reinen Lesen und nicht hören auch schon im “richtigen” Rhythmus liest ist gar nicht so leicht.

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Zwischen Leber und Milz passt immer noch ein Pils :wink:

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Eher so: Hast du zu Haus ne böse Alte, dann führ sie zu ner Gletscherspalte. Und fällt sie nicht von selbst hinein, so musst du ihr behilflich sein. Prost!

Ja das stimmt. Dabei muss man beachten, dass jedes Wort an sich auch einen eigenen Rhythmus aus betonten und unbetonten Silben hat. Deswegen passt nicht jedes Wort an jede Stelle. (Wenn man das Metrum durchgängig einhalten möchte.)

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Heute bin ich so traurig wie du.
Auf dem gleichen Weg gehe ich,
mit kleinen Schritten.

Jeder Baum ist ein Leichnam,
mit Totenhänden,
der seine braunen Nägel fallen lässt.

Der Flur im alten Haus ist lang,
die Tür am Ende
für immer verschlossen.

Mein Ohr an sie gelehnt,
höre ich Einbildungen.
müdes, verhalltes Lachen.

Ich wünsche mir Schatten in den Spalt,
doch gleiches Grau
ist auf beiden Seiten.

Ich will dich rufen,
aber schweige,
denn deine Antwort wäre Stille.

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Schule

Auf zerhacktem Baumgedärm
zerfließt das Oktopodenblut
Sirenenklang und Pausenlärm
zerstreut die wilde Menschenbrut

Auf allen Fluren sind die Spuren
ihrer Narretei gezeigt
heute schon als Wirtschaftshuren
dem Monstrum unsrer Zeit geweiht

in Totenstille wird getestet
wer in welchen Frondienst passt
und für jenen Dienst gemästet
der wie ein Sarg den Körper fasst

nur wenige, sie riechen sie
die Fäulnis im Gemäuer
und von der Schlachtbank kriechen sie
zur Freiheit in das Feuer

und brennend zünden sie dich an,
dass du die Flamme kennst
dass du sie nicht, sondern dich selbst
den Herrn und Meister nennst

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Am 10.1. sah ich im Forum unter aktuelle Gewinnspiele etwas aufploppen… “Schreibe ein Gedicht zu deinem Lieblingsfilm” … ich war auf’m Weg zum Nachtdienst und sah Kinoplus dann erst danach… folgenschwere Situation :grimacing:

Ich schrieb und überarbeitete im Nachtdienst das folgende Gedicht… und naja… hinterher erfuhr ich, dass sie nur einen 4Zeiler wollten, was sie dann auch später im Forumstext änderten… :sweat_smile: … daher sind es “ein paar” mehr Verse geworden… :grimacing:

Und ja… es ist sehr schnulzig geworden… aber ich liebe halt auch diesen Film… hatte ihn lange Zeit nicht mehr gesehen… und schrieb einfach grob angelehnt drauf los…
ACHTUNG!!! Es wird sehr kitschig :heart_eyes:

:sweat_smile:
Aufgabe knapp verfehlt… :grimacing:

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Der Rhythmus ist sehr “speziell”… vielleicht wäre ne Audio-file besser :smile:

Ich finde es gibt einen Unterschied zwischen Authentizität und Kitsch. Kitsch ist es dann, wenn es nicht passt. Bis auf die letzte Strophe find ich es gut und auch authentisch, es sei denn die Blume gab es im Film.

ACHTUNG. NICHTS FÜR SCHWACHE NERVEN.

Habe mich mal an dem Stil von Till Lindemann versucht.
Lindemann wurde unter anderem, durch die Band Rammstein bekannt.
Nebenbei hat er ebenfalls 2 Gedichtsbände veröffentlicht.
Tills Gedichte sind oft auf Zweckreimen aufgebaut :). Ist nicht jedermanns Sache

Das Fleisch so süß
die Seele rein
in des Metzgers Küche muss es sein
Ich hör dein Schreien, hör dein Flehen
kann die Gewalt durch’s Fenster sehen.
Es ist dunkel
Der Wind weht flach
Die Tat wurde nun vollbracht.

Is nich fertig, aber war ja auch nur’n Versuch :smiley: