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Freunde suchen... Die nicht die selben Hobbys haben!


#1

Hey Leute,

Seit etwa einen Jahr habe ich die Philosophie nur Freunde zu suchen, die nicht die selben Hobbys haben wie man selbst.
Da stellt sich mir die Frage:

Ist das normal? Darf man das überhaupt?

Der Auslöser dafür ist dass ich sehr oft die Erfahrung gemacht habe dass vor allen materielle Hobbys viele Krähen anlocken.
Zum Beispiel Warhammer, Confrontation, Airsoft, Magic the Gathering und diverse kleinere Spiele, die ich gar nicht mehr alle aufzählen kann.

Der Vorteil: Man hat Hobbys in denen man schnell neue Mitspieler kennenlernt.

Der Nachteil: Die Leute beurteilen einen gar nicht als Mensch an sich, sondern man ist und bleibt tatsächlich nur der Mitspieler oder Tauschpartner für Leute die freundlich sind weil sie einen abzocken wollen.

Es gibt ja viele negative Klischees über Nerds und bei materiellen Hobbys kann man diese Klischees oft wie Pokemonkarten sammeln.
Natürlich gibt es viele nette, coole und soziale Leute in solchen Communities, aber gerade in öffentlichen Gruppen sammeln sich gerne Menschen die einen sofort in den Rücken fallen, erst nett sind und tauschen oder spielen wollen und einen hinterher direkt beleidigen, bis man wieder was neues hat, was sie wollen oder auf Freundschaft appellieren aber gleichzeitig das Weite suchen, wenn man sie mal um Hilfe fragen will.

Die meisten coolen Hobbyisten, die ich persönlich kenne, distanzieren sich oft von öffentlichen Gruppen weil sie lieber mit Leuten spielen die sie auch wirklich mögen.

Zu meinen Glück wurde ich so gut wie nie wirklich abgezogen, hatte hier und da mal einen schlechten Tausch (und einmal hat ein Italiener mir eine 26€ Karte abgekauft und sein Geld bei Paypal zurückgezogen) aber ich habe es oft gesehen wie Leute zum Beispiel 50€ Magickarten gegen 2€ Karten getauscht haben und hinterher noch damit angegeben wurde.

Jedenfalls ist mir klar geworden, dass meine ganzen richtigen Freunde größtenteils nicht mal die selben Hobbys haben wie ich. Hier und da spielt einer noch Magic und die meisten sind nebenbei Gamer, aber das sind nicht die Dinge die uns verbinden sondern mehr Nebenbeschäftigungen die man gelegentlich zusammen macht.

Auch witzig ist die Tatsache dass ich, seitdem ich meine Magickarten und Warhammerfiguren verkauft habe, viel mehr sympathische Magic- und Warhammer-Spieler in den Gruppen kennengelernt habe, weil sich jetzt die Leute melden die einen wegen der eigenen Meinung mögen und nicht weil sie etwas haben wollen und darum mit Komplimenten um sich werfen, damit sie hinterher wieder Leute in den Gruppen beleidigen können.

Fazit: Auf Facebook habe ich etwa 150 Freunde, wenn man die abzieht die ich nur online kenne und dafür die raufpacke die ich persönlich kenne, komme ich wieder auf ca 150 Freunde.
Es waren ungefähr 30-40 Leute die wegen Warhammer auf meiner Freundeliste gelandet sind, davon existieren noch etwa 5. Die anderen waren wirklich nur wegen des Hobbys mit mir befreundet.
Bei Magic hatte ich etwa 10-15 Leute aufgenommen, davon befinden sich noch etwa 3 Leute auf meiner Freundeliste.
Diese Freundschaften vergingen jedes mal so schnell wie sie gekommen waren.

Wenn ich dann aber die Freunde bedenke, die nicht die selben Hobbys haben wie ich selbst, dann lerne ich etwa 5-10 Leute im Jahr kennen und 2-3 Leute verschwinden jährlich.

Alle Freunde die ich länger als 10 Jahre habe, teilen nicht die selben Hobbys wie ich (abgesehen von Nebenbeschäftigungen wie Streamen, Gaming, Grillen etc) und mit denen komme ich auch besser klar.

Also, was sagt ihr zu dieser Lebensphilosophie?
Logisch, unlogisch, zu sehr schwarz-weiß gedacht?
Teilt mir eure Gedanken darüber!

-Shimi-


#2

Hmm… zunächst mal: ich suche keine Freunde. :smiley: wenn sich Freundschaften bilden ist es schön, war aber nie aktiv auf der Suche danach. Auch hobbies haben dabei eigentlich eher weniger eine rolle gespielt. Leute, die ich mir für pnp-gruppen gesucht habe, waren selten “richtige” freunde, mit denen ich mich zu was anderem als pnp getroffen habe, von ehemaligen Bandkollegen habe ich nur über Umwege erfahren, dass sie geheiratet und kinder bekommen haben, wenn man sich trifft, haben wie aber dennoch eine gute Zeit miteinander. ^^
Einer meiner langjährigsten Freunde ist, wie ich, schon ewig ein absoluter diablo-suchtlappen. Es hat allerdings locker acht Jahre gedauert, bis uns das mal zufällig aufgefallen ist. :smile:
Auch die ganzen Leute, die ich bei Facebook geaddet hatte, sah ich nicht als wirkliche Freunde. Zumal ich auch mit dem wenigsten noch etwas zu tun habe, seit mir mein Account gelöscht wurde. ^^
Glaube, als richtige Freunde würde ich gerade mal so fünf bis sechs Menschen bezeichnen. Bin damit aber auch vollkommen zufrieden. All die anderen, mit denen ich hin und wieder gerne Zeit verbringe/feiere/zocke sehe ich eher als… keine Ahnung. Freundschaftliche Bekanntschaften, die kommen und gehen.^^


#3

Die meisten Personen über die ich via Soziale Medien verbunden bin sehe ich auch nicht als Freunde. Einzelne mitunter (bzwbals Freunschaftliche Bekannte) , aber ich fand es immer etwas befremdlich dass manche diese Kontakte scheinbar wirklich Großteils als Freunde ansehen.

Aber ich hab auch noch nie aktiv nach Freunden oder Bekanntschaften gesucht. Entweder es ergibt sich oder nicht. Auch ist es mir vollkommen gleich was jemand als Hobby macht (insofern dass andere dadurch nicht verletzt werden :p).


#4

Wenn ich das richtig lese, hast du ja bereits viele Freunde.
Wozu noch mehr suchen?
Man hat ja nur begrenzt Zeit am Tag und kann nicht dutzenden Menschen Aufmerksamkeit schenken.
Arbeit, Familie etc. kommt ja auch noch oben drauf.

Sei doch froh, dass du schon nen (großen) Freundeskreis hast.
Hat nicht jeder.

Ich werde nächstes Jahr 30 und hab in all den Jahren nicht einen Freund gefunden.
Bin aber zum Glück auch mit meiner Arbeit und meinen Hobbys gut beschäftigt, sodass ich mich daran gewöhnt habe.

Ich weiß dass ich dir jetzt nicht wirklich weiterhelfen konnte, aber das ist schon ein echtes Luxusproblem, was du da hast.


Spam-Thread VI- Die Rückkehr des Spams
#5

Dito. Mich nerven aber die meisten Menschen, von daher ist es also kein Wunder.:ugly:


#6

Wenn man sich schon mal privat getroffen hat, ist das ja ok. Aber sonst finde ich das irgendwie…seltsam.


#7

Naja, einer den ich als sehr guten Freund ansehe habe ich erst zweimal in meinem Leben persönlich getroffen. Und auch davor schon als Freund angesehen. Umgekehrt gibt es Personen mit denen ich im RL oft zutun habe und die ich wohl nie als Freunde oder Freundschaftliche Bekannte sehen würde.


#8

Du hast wohl eher 150 Bekannte und ein paar davon sind deine Freunde. Nur weil jemand ab und zu Smalltalk mit dir betreibt und ihr das gleiche Hobby habt, ist er nicht gleich dein Freund. Deswegen interessieren sich auch irgendwelche Magic-Spieler nicht für dich, wenn sie nicht gerade mit dir spielen oder tauschen wollen.


#9

Ups, dann tuts mir leid.:sweat_smile:


#10

weiß auch nicht genau, warum.
Wollte nicht groß was hier zu schreiben, da’s mir so geht wie @boodee und @Nightingale_85, da ich ungefähr “im gleichen Ballpark rangiere”. Lustigerweise hab ich mehr Kumpels aus meiner Grundschulzeit behalten als aus der “Schulzeit” (Kumpels steht hier für den Plural, als 2 :ugly: ) Dann noch “n paar” aus der lokalen Umgebung und evtl. weiter weg, plus nen Kumpel den ich seit meiner Geburt kenne (angeblich :ugly:), und das war’s eigentlich :smiley:

Aber irgendwie ist mir eingefallen.

Man braucht nicht viele, sondern richtige.
Oder Qualitat vor Quantität.

(außer bei den Orks & der Imperialen Armee in Warhammer40k. Da einfach billige Truppen spammen bis zum gehtnichtmehr, irgendwann ersäuft der Gegner schon in einem grünen Meer aus Mittelmäßigkeit oder irgendwann hat man die Fäuste des Gegners mit den eigenen Gesichtern kaputt gehauten. Irgendwann klappts schon :kappa:)


#11

In gewissem Maße hast du recht, muss ich ehrlich sagen.

War früher auch mit Magic und Tabletopgames hobbytechnisch unterwegs und es stimmt schon, 99% der Leute sahen einen als Spielpartner, nicht als Menschen.
Klar hat man auch mal nach dem spielen noch nen Bierchen getrunken oder mal nach der Partie Tabletop zusammen gegrillt, aber es war nie so, dass man sich wirklich persönlich näher gekommen wäre freundschaftlich und diese Personen zb so zum grillen/filme schauen/geburtstagsfeier etc eingeladen hätte oder eingeladen worden wäre.

Hängt gerade in der TT und Magic Szene auch denke ich mit dem Altersspektrum zusammen bzw der hohen Varianz.

Hab hier mal ne Zeit lang so ca 15km von hier wo es ca 10 Magic spieler gab, so alle 1-2 Monate einen Draft gemacht und zusammen mit ein paar freunden die ich noch mitgeschleppt habe, war das eigentlich immer lustig, aber die Leute waren teilweise eben so 15-25 (damals war ich auch so irgendwas zwischen 24-26) und auch wenn es ok ist, mit solchen Leuten Magic zu zocken, ist es ziemlich weird mit Mitte Ende 20 mit Leuten privat was zu machen die quasi noch in die Schule gehen und schon alleine daraus waren das eben reine “Hobbyfreundschaften”.
Sobald man dann nichts mehr organisiert hat und man nicht mehr im Magicforum war, kam von den ganzen Leuten dort, die meine Handynummer teils hatten, nur von einem mal ne SMS “wann nächster Draft ?” sonst nichts mehr.

Aber hier auf dem land hat man als Spieler eben genommen was man kriegen konnte, gib ja kaum welche.

Wobei es eben auch Schwer ist, neue Leute kennen zu lernen, wenn man es nicht über ein Hobby macht, ist zumindest meine Erfahrung ???

Die alte Regel “pass gut auf deine Freunde auf, im Alter werden es nicht mehr” stimmt einfach.


#12

Ich würde behaupten, es hat auch viel damit zu tun, was man für ein Mensch selbst ist. Ich bin gerne alleine und ungestört, fühle mich sehr gestresst und genervt, wenn ich unter Menschen (mit denen ich befreundet bin) bin. Da ich zu meinen Hobbys Gärtnern, terrarstik, spazieren gehört, passt es dementsprechend nur gut mit Menschen mit anderen Hobbys, vor allem wenn man bedenkt, wären sie so wie ich, müsste ich ja viel mehr Zeit mit ihnen verbringen, da sie an den Hobbys teilhaben /wollen.
Generell kann ich aber nicht unterstützen, dass man vorallem mit Leuten die andere Hobbys haben, gute Freundschaften schließt: es ist halt nur so, dass man durch gemeinsame Hobbys viel mehr Leute aus einem Bereich kennenlernt, da sind dann sowohl Leute mit denen man eng befreundet werden könnte und welche, bei denen es eben nicht so is. Die Sache ist eben, wie gut man sich mit der Person ohne gemeinsames Hobby verstehen würde, und für introvertierte sind es oft wenige


#13

Philosophisches Thema: Freunde suchen - Ein weit ausgefächertes Thema.

Ja, oft sucht man keine Freunde, man findet sie.

Einige kommen, andere gehen. Schließlich ist das Leben ein ewiger Wandel. Man selbst und die Anderen entwickeln sich weiter… Manche auch zurück, manche auch gar nicht (tatsächlich auch einer der Gründe an denen so manche Freundschaft zerbrochen ist oder umso fester verschweißt wurde).

Ich für meinen Teil suche Freunde, weil ich seit 3 Jahren in Halle lebe und hier bislang nur zwei Hände an Bekanntschaften geschlossen habe und vielleicht eine halbe Hand voll Freunde fand und das ist echt langweilig, wenn man die meisten seiner Freunde fast nur noch im Teamspeak trifft oder einmal im Jahr.
Außerdem helfen Freunde auch in einer Welt voller Verrückter nicht durchzudrehen.
Ich bin ja auch Künstler und es ist einfach sinnlos wenn man seine Bilder veröffentlicht ohne Freunde und Fans. :confused:

Für die meisten Leute ist es einfach nur wichtig die richtigen Freunde zu haben. Jeder braucht Freunde um sich sozial entwickeln zu können und nicht in der Einsamkeit und Leere zu verkommen. Im Prinzip will jeder Freunde, nur kaum einer geht vor die Tür dafür.

Aber ich gehöre zu den Menschen die viele Freunde haben müssen, alleine wegen meiner Hobbys. Ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt aber ich brauche Leute die mir zeigen können dass meine Arbeiten gut sind, vor allen wenn man gerade erst in der Stadt war wo teilweise Leute rumlaufen die einfach nur hart sein wollen und darum den Bushido spielen und große Sprüche klopfen, oder Menschen die immer genau in der Mitte eines Ganges grundlos stehenbleiben um dann durch den Mund zu atmen und die Decke anzustarren.

Da brauche ich dann einfach Freunde die mir die Hand aufhalten und mir sagen:, Nicht alle Menschen sind so."


#14

Ich muss dir fast komplett zustimmen, ich lebte auch mal in einer Kleinstadt und da ging das dann so weit dass die Leute Mitspieler einladen wollten die sie überhaupt nicht leiden konnten und die sie schon beklaut haben, aber Hauptsache lächeln, nicken und Mitspieler haben.

Hier in der Großstadt ist aber oft kaum anders. Jeder könnte viele Freunde haben, wenn er wollte. Jeder denkt von sich selbst dass er ein guter Freund ist, aber warum haben so viele Menschen dann nur so wenige Freunde?

Ich meine selbst der Chef aus meiner Stammcurrybude ist einer meiner Freunde hier und das obwohl ich eigentlich nur bei ihm essen gehe. Ich hab schon Freundschaftsaufträge für ihn erledigt, ich komme manchmal auch vorbei wenn ich nichts bestelle (aber aus Anstand dann halt doch mindestens ne Cola) und wir reden über viel Privatkram weil wir beide Pragmatiker sind. Ich rede dann über Renovierungen oder den Kunst-Kram den ich gerade mache, er redet über seine ewige Baustelle auf dem Hof die nie fertig wird. Also wenn man es wirklich will, dann findet man auch Freunde. Aber viele haben einfach Vorstellungen davon wie Freunde sein zu haben. Freunde sind jedoch keine Videospiele. Und man muss nicht mal jeden vertrauen, das ergibt sich bei manchen erst spät, bei anderen gar nicht.
Menschen die viel richtig machen und erfolgreich sind haben oft auch mehr Freunde. Das hat nicht unbedingt damit was zu tun dass zum Beispiel ein Supervisor im Callcenter viel Geld hat oder einen befördern kann, sondern dass der einfach die richtigen Worte findet und darum viele Freunde hat und auch dementsprechend befördert wird.

Ich sehe auch viele meiner Fehler ein weswegen ich nicht beliebter bin als manch anderer (selten habe ich Mainstream Meinungen und wenn doch dann treffe ich jemanden der mich hasst weil ich doch zu Mainstream bin, ich habe keine große Klappe und viele finden mich dann am Anfang spießig oder langweilig oder aus Oberflächlichkeit weil ich groß, dick und hässlich bin für einen Idioten der zu laut atmet oder meinen einfach sich mit mir anlegen zu müssen damit sie sagen können sie haben nen 110kg Typen von 2m Größe zur Schnecke gemacht). Einige sagen dann “Ich will gar nicht mehr Freunde haben” oder die übliche Ausrede:, Ich habe zwar nicht viele Freunde… Aber die richtigen!" es ist ja jeden selbst überlassen aber meistens sind das einfach Ausreden zur Rechtfertigung, denn jeder kann mehr Freunde haben aber viele Menschen sind einfach zu verschieden oder haben ihren Stolz an der falschen Stelle. Und ich finde genau solche Leute brauchen eigentlich mehr Freunde weil dann steigert einen das auch das Selbstbewusstsein einfach mal zu sagen:, Ich habe nicht viele Freunde, aber das kann sich ja vielleicht irgendwann ändern. Man weiß nie wen man noch trifft."

Und oft sind es doch Online-Freunde die zu richtigen Freunden werden. Mir haben schon einige Online Freunde geholfen wenn ich finanzielle Probleme in der Vergangenheit hatte. Manchmal verschicke ich auch Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke.

Einer hat mir auch mal eine Hand voll Warhammer Figuren per Post geschenkt, also einer von denen mit denen ich heute noch befreundet bin.


#15

Ich weiß was du meinst, bei mir ist das auch so dass ich ungerne lange Besuch empfange. Seit 2 Jahren wohnt meine Freundin bei mir die sich zum Glück meistens selbst beschäftigen kann mit Serien, Youtube-Videos und Internetkram aber abgesehen davon ist der perfekte Besucher derjenige, der Mittags um 13:00 vorbeikommt und Abends um 17:00 wieder geht.

Aber trotzdem kann man ja mehrere Freunde haben. Es ist immer besser wenn man sich mit den Leuten gut versteht, man muss nicht unbedingt viel Zeit miteinander verbringen.
Ich schreibe lieber parallel mit 5 Leuten und gehe offline wenn ich keine Lust mehr habe als tatsächlich was zu unternehmen. Einmal die Woche rausgehen unter Menschen reicht mir, danach hole ich wieder den Werkzeugkasten raus und mache das Internet an.

Ich denke mal dank der RBTV Community sollte jeder in der Lage sein vielleicht doch mehr Freunde zu finden. Ich werde es jedenfalls versuchen, denn alleine schreiben macht ja irgendwann auch keinen Spaß mehr, man möchte ja auch Gesprächspartner finden und die besten werden vielleicht irgendwann Freunde.


#16

Ich verstehe dich nicht ganz denke ich. Ich würde sagen dass ich 3Freunde habe und eine wirklich gute Freundin. Alles andere sind eher Kollegen oder meine Mitmenschen würde ich sagen.
Es gibt das Sprichwort bei Geld hört die Freundschaft auf. Erwarte also nicht zu viel Empathie wenn es um Geschäfte geht. Ein Geschäft ist überleben. Also Todernst. Fressen oder gefressen werden.


#17

Viele romantisieren den Begriff “Freundschaft” zu sehr. Ja, ich habe viele Menschen über Geschäfte kennengelernt, das ändert aber nichts daran dass wir nicht trotzdem Freunde geworden. Viele haben mir Aufträge gegeben weil sie mir einen Gefallen tun wollten und nicht weil ich der einzige Ansprechpartner dafür bin.

In den letzten 3 Jahren bekam ich von 4 Freunden und meiner Schwester, welche eine Art “Vorwand” gesucht haben, Aufträge um mir zu helfen, und einer hat mir einfach so 100€ geschenkt weil er meinte dass ich das gerade gebrauchen kann.

Man hat mir im Prinzip 70-200€ für Lau in die Hand gedrückt weil man mir helfen wollte.
Darunter zum Beispiel ein Cosplay-Schwert was ein Freund besser und billiger hätte bekommen können, weil Cosplay-Sachen nicht zu meinen Stärken gehören.


Das gehört jetzt den Typen von Snowblind-Cosplay, den ich seit ein paar Jahren kenne. Er selbst ist nur so halb Fan von meinen Sachen, aber wir sind seit gut 5 Jahren dank eines Forums befreundet. Er hätte sich das Schwert auch professionell drucken lassen können oder selbst bauen können (oder von jemand anders bauen lassen) aber er wollte mir einen Gefallen tun. Darum hat er mir den Auftrag gegeben. (Und diesen Frühling endlich Fotos mit seinen Cosplay gemacht, da hab ich mich richtig gefreut weil ich dachte dass der das Schwert doch nicht gut genug fand)

Snowblind Cosplay

Freundschaften sind individuell. Bei wem ich weiß dass er mich fallen lassen würde, wenn es mir mal schlecht geht, den sehe ich nicht als Freund. Aber ich weiß auch dass ich mit einigen Freunden zum Beispiel nicht über Politik reden sollte.

Zum Beispiel Dirk, mein Kumpel aus dem Curry 15, der würde mich auch mal zur Not eine Woche umsonst bei ihm essen lassen wenn es nötig wäre. Zurzeit geht es mir finanziell gut aber wenn er zum Beispiel mal besonderes Brot Zuviel da hat dann schenkt er mir auch mal nen Beutel davon. Er hat mir auch schon mal einen Auftrag gegeben um mir zu helfen, einen Pappaufsteller für seinen Laden zu bauen. Der steht seit einem Jahr in meinen Keller damit er den irgendwann abholen kann, hat er aber bisher nicht gemacht weil es ihm hauptsächlich darum ging mir finanziell zu helfen. Wir sehen uns jede Woche und er meint nur:, Naja, irgendwann hole ich den mal ab." Ist schon sowas wie ein Running-Gag bei uns geworden. Im Prinzip ist er sowas wie eine Vaterfigur für mich aber wir reden halt meistens eher über das was wir so machen, auch mal über Stress und private Sorgen, aber weniger über tiefsinnige Themen weil er halt mehr der praktische Mensch ist der in seinen Job lebt.

Das sind halt auch Freunde. Man könnte allgemein viel mehr Freunde haben aber irgendwo eckt man immer an. Die einen sind schnell beleidigt, die anderen haben einfach ein kaputtes Weltbild, zum Beispiel aus Gangsterfilmen:, Lass dir nichts gefallen, alter! Als Mann musst du hart sein!" und wir haben alle diese Barrieren, wo wir intolerant werden. Manche Menschen haben diese Barrieren so weit überwunden dass sie sich echt mit jeden anfreunden können. Das heißt nicht dass sie jeden gleich sehr mögen weil einige Freunde anstrengender sind als andere, aber sie können echt jeden als Freund haben, außer die Leute die eifersüchtig sind dass diese Menschen glücklich sind. So nach dem Motto:, Ich mag den nicht, der führt sich auf als wäre er Jesus, dabei hat der nur nen Hauptschulabschluss…"
Bei mir sind diese Barrieren zum Beispiel dummes Geschwätz. Wenn Menschen zum Beispiel zwanghaft lästern um sich selbst besser zu fühlen, oder wenn jemand selbstbewusst klugscheißert von Dingen wo er keine Ahnung hat, aber trotzdem meint andere belehren zu müssen (oder auch Leute die von nichts ne Ahnung doch zu allen eine Meinung haben), oder Menschen die sich selbst nicht treu sind. Die du fragst ob sie Avengers mögen und das dann nur abstreiten weil sie Angst haben wie Nerds auszusehen.

Schwierig ist es diese Barrieren zu überwinden. Ich mag Menschen die positiven Einfluss auf mich haben zb indem sie sich mit jeden anfreunden können weil sie einfach sehr aufgeschlossen sind. Oder Menschen die wirklich viel Ahnung haben und mir Dinge erklären können. Meine Freunde haben entweder ein großes Herz oder ein großes Gehirn. Bestenfalls beides.

Wenn wir offener und weniger gehessig aufgrund unserer Komplexe wären “Man darf sich nicht alles gefallen lassen!” dann könnten wir alle viel mehr Freunde haben.


#18

Ich denke dann hab ich einfach eine andere Sicht was Freundschaft angeht als du. Ich finde Freundschaft zu finden sehr schwierig. Meine Freundschaften entwickelten sich eigentlich immer aus der Schule heraus. Ich bevorzuge es Menschen mit den gleichen Interessen anzusprechen. Oder von denen ich denke dass sie mir sympathisch sind. Mit mir harmonieren. Eigentlich sind die hobbys nicht so wichtig für mich. Eher der Charakter.

Meine Interessen sind so speziell dass ich mich nirgendwo gut vertreten fühle. Oft fühl ich mich komplett fehl am Platz. Beispielsweise als ich letztes Wochenende auf dem Disturbed Konzert war.


#19

Da liegt der Punkt.
Wenn man mehr Freunde haben will dann muss man auch danach suchen. Mein Mentor hat damals auch schon gesagt:, Naja, was erwartest du denn? Du kannst dich ja nicht einfach auf dem Klo einschließen und darauf warten dass plötzlich deine Traumfrau die Tür eintritt."
Aus der Schule habe ich kaum Freunde. Das sind wirklich nur Bekanntschaften die früher mal mit mir rumhingen wenn einer Geburtstag hatte und man hat vielleicht mal am Wochenende gefeiert aber aus meinen 3 Schulen habe ich nicht mal eine Hand voll Freunde.
Meine Freunde habe ich überwiegend in Läden kennengelernt in denen ich viel rumhing. Und dann hat man halt auch die Freunde der anderen Stammkunden kennengelernt und so hat sich der Kreis erweitert.
Dann kam noch das Internet hinzu und man hat sich mit Leuten getroffen mit denen man eine weile geschrieben hat und so weiter.
Aktuell lerne ich viele Leute in 3D-Gruppen auf FB kennen, weil ich modellieren kann und Figuren bemale. Dann melden sich Leute bei mir die meine Figuren scannen wollen oder die mir was drucken wenn ich ihnen was bemale. Einige kommen und gehen, aber mit manchen schreibe ich seit einen halben Jahr fast täglich über alles mögliche und die packen mir auch Süßigkeiten oder übrige Figuren ein wenn die mir was zum bemalen schicken.
Dadurch habe ich jetzt auch einen Partner - Haptic Poetry. Ein Copyshop für 3D-Drucke. Ich bemale Figuren für seine Werbezwecke und bekomme als Gegenleistung Drucke geschenkt die sonst extrem teuer wären.


#20

Das freut mich für dich.

Ich für meinen Fall finde es auch anstrengend viele Freunde zu haben. Bei mir ist es so dass ich mich auf eine Person fokussiere und mit einer Person ganz viel Zeit verbringen möchte. Bei einem Partner ist das genauso. Was für mich dann schwierig wird, da harmonie zu finden.

Ich glaube es ist wichtig sich nicht zu versteifen beim suchen. Ich “suche“ gerade auch einen neuen Partner. Möchte Liebe und Sex so wie andere Menschen auch. Es ist aber nicht meine Priorität 1 zu suchen. Ich lebe einfach mein Leben und wenn jemand neues mein Leben kreuzt freue ich mich. Wenn nicht bin ich auch so glücklich.