Ich finde halt, dass du den Kontext und das was der Autor eigentlich damit laut eigener Aussage bezwecken wollte, vollkommen außer acht lässt. Das ist eher meine Sorge.
Das Problem ist halt, dass es nicht klar definiert ist was Hate Speech ist und was nicht. So wie ich deinen Punkt verstehe, wäre es auch Hate Speech, weil er sich despektierlich über weiße geäußert hat, was die eigentliche Intention des Autors war.
Ich beachte den Kontext, aber komme zu dem Ergebnis, dass er es nicht besser macht. Ich beziehe ja gerade mit ein, dass er für politische Inhalte steht und nicht einen Gaming oder Rap Podcast macht.
Das ist ja der Trick bei diesen ganzen Diskussionen, du kannst Hate Speech nicht so definieren, dass man immer zu 100% sagen kann, dass ist falsch und das nicht. Das hängt dann auch von der Reaktion ab, wenn man einen Fehler gemacht hat. Ich vermute jetzt mal, dass er nicht versucht hat sich zu erst zu Entschuldigen, um dann noch mal mit Patreon zu sprechen?
Des Weiteren gibt es kein Äquivalent zum N-Wort für weiße Menschen, dass durch seine Historie die gleiche Bedeutung hat.
Schöne, das du das erkannt hast! Du hast grade sehr schön beschrieben, wie man Sprache nutzen kann, um die Meinungsfreiheit zu beschneiden. Das machen Diktatoren in dieser Form auch sehr gerne. Man nutzt einen unscharf definierten Begriff, wie z.B. in China, dass eine Person zum Umsturtz aufgerufen hat und dann macht man ihm den Schauprotzes.
Jeder weiß das der Bergriff Nigger nun mal sehr heikel ist und eine Beleidigung. Da ist es egal wie man es gemeint hat, es ist ein Wort was nicht erwünscht ist.
Immer dieses rum gejammer, als hätte die Leute das nicht gewußt, will man kein Ärger, dann soll man es nicht nutzen.
Er darf das weiterhin alles sagen, niemand verbietet ihm seine Meinung oder unterdrückt diese. Er muss nur akzeptieren, dass es für andere Menschen nicht ok ist und deshalb nicht mehr zusammen arbeiten möchten. Das nennt man Freiheit! Und dafür sind wir doch alle, oder nicht?
Denkst du wirklich, dass Patreon etwas persönliches gegen diese Person hat?
Die haben einfach nur Angst, dass sein Content dem Ruf der Firma schadet und trennen sich lieber. Wahrscheinlich wussten sie davor nicht mal, dass diese Person auf ihrer Plattform unterwegs ist.
Nein kein Äpfel mit Birnen, weil ich es sich um den gleichen Mechanismus handelt…
Bei zweitem Stimme ich dir zu. Sollte man halt in die Terms of Services rein schreiben und Patreon nicht als Plattform anpreisen auf der Freie Debatten und freier Gedankenaustausch möglich ist.
Ich finde es eben dumm rum zujammern um etwas was so eindeutig ist.
Wenn ich ein Wort benutzt was jemanden beleidigen könnte, dann steh ich dazu und wenn sich einer daran stört, dann ist das halt so. Aber ich Jammer nicht rum und Spiel mich als Opfer auf.
Du vergleichst das Handeln einen Staates mit dem einer privaten Vereinigung, das sind zwei komplett verschiedene Dinge und kann deshalb nicht verglichen werden. Wenn ihm jetzt der Staat irgendeine Leistung gekürzt hätte, wäre ich sogar bei dir, aber das ist nicht der Fall und deshalb ein falsches Beispiel.
Redefreiheit gilt zur Zeit in erster Linie nur gegenüber dem Staat. Wenn du auf meinem Blog einen Kommentar schreibst der mir so gar nicht passt, lösche ich den rein subjektiv und bin absolut im Recht. Das ist keine Unterdrückung von Redefreiheit!!!
Bei größeren Social Media Plattformen ist das Thema zur Zeit im Gespräch und es gibt ein neues Gesetz, aber wie es in den Staaten aussieht kann ich dir nicht sagen und Patreon ist ja noch mal ein speziellerer Fall. Da es dort nicht um Meinungsaustausch oder Informationen geht.
Du bist heute so kapitalistisch, ich mag das ^^. Wie ich schon gesagt habe, ich habe kein Problem damit, dass Patreon sie von der Plattform wirft. Ich Finde die Gründe nur Fragwürdig, weil sie Ideologie getrieben sind.
Edit: Dann schau dir mal das Video an, dass ich gepostet habe der Gründer behauptet ja was anderes.
Das ist eine sehr, sehr, sehr grosszügige Auslegung dessen was er sagt…
Ja, man kann das, was er gesagt hat durchaus so auslegen. Aber man kann auch (und ja, auch IM Kontext in dem er es sagt) seinen Rant so verstehen, dass er sagt, dass Weisse Leute sich gegenseitig respektabler verhalten sollten.
Und das ist halt das Problem… wenn Leute wie Sargon nicht permanent, die ganze Zeit verletzende Worte wie „Fagot“ und „Nigger“ rumwerfen müssten, nur um zeigen, wie sehr ihnen „political correctness“ egal ist, dann müssten sie nicht permanent erklären, dass sie trotz dem Gebrauch dieser abwertenden Begriffe nicht WIRKLICH Rassisten oder Homophobe seien…
Sargon scheint immer wieder gegenüber den Rassisten und Homophoben in seinem Publikum erklären zu müssen, dass er KEINER von ihnen ist…
Wie kommt es, dass er von den Rassisten als einer von ihnen angesehen wird? Sollte er sich nicht einmal fragen, was für Signale er aussendet, dass er diese Leute anzieht?
Eher aus Marketing Gründen, wenn jemand mit großer Reichweite kontrovers ist, wird es für die Plattform heikel.
Es lassen sich bestimmt viele Beispiele finden, wo Leute auf der Plattform sind die Schlimmeres gemacht haben, aber die sind nicht relevant genug. Da ist keine Ideologie oder sonstiges dahinter sondern rein wirtschaftliches Denken. Völlig ok.
Genau.
Free Market.
Sargon ist doch jemand, welcher immer damit argumentiert. Wenn Frauen in Games freizügig dargestellt werden, nun, dann ist das nicht Sexismus, das ist einfach so weil es im Freien Markt dafür ein Klientel gibt. Wenn es dem Business schaden würde, dann würde man das nicht mehr machen. Protagonisten in Filmen und Games sind primär weiss… das ist halt, weil der Markt primär ein weisses Klientel bedienen will! Nicht unfair oder rassistisch, das ist nur der Freie Markt!
Aber wenn sich Geschäfte von IHM Distanzieren, weil er eine Darstellung bringt, welche ihrem Ruf schaden würde… nun, dann ist es plötzlich einen Einschnitt in die Redefreiheit, und nicht mehr der Markt der sich selber reguliert…