Gender Pay Gap und verwandte Themen in der Debatte mit Jordan Peterson

Hey,

Jordan Peterson ist Professor für klinische Psychologie und im Internet bekannt für seine Ansichten zur politischen Korrektheit, Neo-Marxismus, Feminismus und ähnlichen Inhalten. Vor einigen Tagen ist folgendes Video leicht viral gegangen, hat Memes und Schlagzeilen erzeugt und ich würde mich freuen, wenn ein paar Leute hier ihre Meinung zu dem gesamten Themenkomplex oder einem Teil davon kundtun.

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Sind die Peterson-Fanboys jetzt auch hier angekommen? :wtf:

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Ich hatte ehrlich gesagt noch nie etwas von dem gehört. :smiley:

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In diversen online communities wird der ziemlich hart gefeiert.

Kann ich mir nicht ansehen. Das Hemd macht mich fertig, wenn er den letzten Knopf aufmachen will, dann soll er auch das Hemd so richten.

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Die die ihn so krass feiern sind anscheinend aber auch krass drauf, weil die Reporterin aus dem Video jetzt viele Drohungen und so bekommen hat wegen der Art wie sie das Interview geführt hat beziehungsweise wegen ihrer Ansichten. :disappointed: Dadurch bin ich auf das ganze aufmerksam geworden.

Ich habe persönlich nie von dem guten Mann gehört, möchte aber direkt aufgrund diverser Schlagwörter darauf aufmerksam machen, dass diese Diskussion kein Freifahrtschein für die üblich folgende Semi-Politdiskussion ist.

Wenn ihr Meinungen zum Thema loswerden möchtet, achtet darauf diese produktiv zu halten, andere Meinungen anzugreifen und nicht deren Verfasser, sowie Verallgemeinerungen bleibenzulassen. (Und die Forenregeln gelten auch hier)

Danke, bitte, weiter geht’s.

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Nach 5 Minuten muss ich sagen, gibt ein paar Dinge die er sagt denen ich zustimmen kann aber dann bringt er ernsthaft auf die Frage, warum er so Verallgemeinerungen macht “Ich bin Psychologe”. Und ich muss mal mein Lob aussprechen, dass man von einen Gender Pay Gap bei 9% spricht und nicht die oft fälschlicher 20%. Insofern mal sehen was noch so kommt.

So nachdem ich alles gesehen habe bleibt es dabei, dass es einige Dinge gibt bei denen ich ihm zustimme und andere bei denen ich im klar widersprechen würde. Schade, dass die Interviewerin nach gutem Anfang gegen Ende leider sehr inhaltlich abgebaut hat. Trotzdem an sich ein interessantes Interview.

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Die Dame scheint aufjedenfall nicht die hellste Kerze auf der Torte und wird nun Opfer ihrer eigens empfohlenen Medizin:

From this:

to this:

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Für Deutschland meine ich dahingehend was von 4 % gelesen zu haben :thinking:


Am interessantesten finde ich ja, dass sie offen zugibt, sexistisch zu diskrimminieren und dazu noch ein archaisches Rollenbild lebt ^^

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Jordan Peterson wirkt in der heutigen hysterischen Medienwelt wie ein Leuchtturm des gesunden Menschenverstandes, und das obwohl er “nur” Binsenweisheiten von sich gibt. Gepaart mit seiner kanadischen Höflichkeit ist er ein angenehmer Ruhepol in den hitzigen und von Ideologien geführten Debatten.

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meine meinung ist erstmal die, dass peterson viel zu sehr gehypt wird. unabhängig davon, dass er von seinem fach selbstverständlich mehr als genug ahnung hat und dass er auch ansonsten mitunter mit seinen ansichten recht hat. der typ wird von seinen fans behandelt wie ein unfehlbarer held, was absolut bescheuert ist.

muss aber schon sagen, dass diese frau sich wirklich alle mühe gibt, seine aussagen falsch auszulegen oder gar in völlig andere zusammenhänge einzuordnen als die, in denen er sie gemacht hat…

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Das ist aber auch immer absolut bescheuert ^^

als ob er selbst frei von ideologischem denken wäre…

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Ich finde Gespräche schwierig, in denen gefühlt 1/3 der Zeit klar gestellt werden muss, was tatsächlich gesagt wurde und verneint werden, was nicht gesagt wurde… insofern find ich seine Geduld und Ruhe gut, und ihre “Angriffsversuche” von mehreren Seiten.
Bis es um Transgender ging, fand ich jetzt nichts weiter schlimmes oder neues an seinen Aussagen. Ab dann verließ mich aber mein Vokabular und das Interesse, weil es dort um Vorfälle ging, die ich nicht verfolgt habe.

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So verläuft doch hier die klassische Forendiskussion :wink:

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Hab mir Mal das Video angeschaut und finde er argumentiert doch sehr vernünftig. Gibt es irgend Gründe warum man ihn nicht mögen sollte?

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Immer wieder unterhaltsam, wenn sich jemand artikulieren kann.

Auch immer wieder unterhaltsam, wenn Naturwissenschaftler behaupten Sozialwissenschaftler hätten keine Beweise für Beobachtungen aus gesellschaftlichen Zusammenhängen. Wenn unsere Hirnstruktur auf Bestätigung unserer gesellschaftlichen Stellung durch Serotonin beruht, dann muss das doch nicht zwingend über strikte Herarchien passieren, sondern kann doch ebenso über die Bestätigung unseres Handels oder unsere punktuellen Expertise passieren. Da sieht man doch seine Ideologie.
Ebenso das Verallgemeinern der “Linken”. Meine “linke” Vorstellung einer freien Welt ist eine Welt, die so weit es eben geht frei von Machtgefällen und damit von der Beschränkung von Möglichkeiten ist (Ungleichheit). In der jeder so frei leben kann ohne die Freiheit eines anderen zu beschneiden, was auch zukünftige Generationen einschließt. Das ist doch mehr Liberalismus als Maoismus…

Wenn er die Linguistik nicht den Linken überlassen möchte, dann sollten Geisteswissenschaften von den Rechten nicht marginalisiert werden. Vielleicht würden sich dann auch wieder mehr Konservative damit beschäftigen und es käme nicht zu solchen Unfällen wie SJW.

Erwachsene Männer… das sollten sich mal einige zu Herzen nehmen. Die Kommentare des Internets sind doch voller kleiner Jungen, denen man ein Spielzeug wegenommen hat. Als erwachsener Mann möchte ich auch eine erwachsene Frau als Partnerin haben damit wir uns gegenseitig stützen können.

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Bei deinem Punkt mit den Geisteswissenschaften und der Verallgemeinerung der Linken bin ich voll bei dir. Ich ganz persönlich habe tatsächlich auch den Eindruck, dass Sozialwissenschaften teilweise belächelt werden, um es mal nett zu formulieren.

Zu deinem Punkt über das Serotonin möchte ich ein paar Sachen sagen, weil ich mich damit länger beschäftigt habe. Unsere Hirnstruktur beruht nicht auf Bestätigung unserer gesellschaftlichen Stellung durch Serotonin, wie du es glaube ich meinst, denn das Serotonin hat nichts direkt damit zu tun, ob das Handeln von jemand anderem in irgendeiner Form bestätigt oder bewertet wird. Es hat auch nichts damit zu tun, dass ich in etwas Experte bin oder generell etwas gut kann und vielleicht noch sehe, dass andere das nicht können. Das Serotoninlevel ist bei Menschen, die sich unterordnen, geringer, und bei Menschen, die eher dominant sind, höher. Es wird dadurch beeinflusst, ob ich tatsächlich den Eindruck habe, über oder unter jemanden zu stehen beziehungsweise andere zu kontrollieren oder kontrolliert zu werden und nicht ob ich etwas gut oder schlecht kann, beziehungsweise ob mich andere darin bestätigen. Es ist also beeinflusst durch die Wahrnehmung einer Position in einer Rangordnung und ein entsprechend dominierendes beziehungsweise unterwürfiges Verhalten. Dieser Eindruck, einen höheren Status als andere zu haben, kann aber natürlich von beispielsweise der Bewertung anderer beeinflusst werden. Wenn also die Bestätigung durch andere oder meine Expertise dazu führt, dass sich die anderen mir unterordnen beziehungsweise ich den Eindruck gewinne, sie zu dominieren, steigt das Serotoninlevel.

Edit: Hier ein Artikel dazu für die, die es interessiert (die Zusammenfassung am Anfang deutet bereits die wichtigsten Befunde an): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4469834/

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Ist für den ein oder anderen vielleicht interessant:

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