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Gespräche zu Nachrichten und News aus der Welt


#1273

und darüber. das gilt halt nicht.

und wie bitte misst du soziales bewusstsein? die altersklassen die noch zivi gemacht haben sind nicht nachweißbar sozialer engagiert als die jüngeren, die den zivi nicht mehr gemacht haben.


#1274

Ein Drittel ist damals nach Ende der Zivi Zeit noch in der Einrichtung geblieben. Nicht jeder hat diese schlechte Erfahrungen gemacht.


#1275

Das drittel das in den Einrichtungen geblieben ist, wie lange nun auch immer (manche haben einfach noch 3 monate dort gejobbt vor dem studium, also nicht bei uns aber woanders) war aber eventuell schon vorher engagiert, das wird dabei komplett übersehen.

Denn gerade Leute die bereits In Rot Kreuz etc engagiert waren, gingen da auch eher zum Zivi machen hin. wenn man diese also aus dem Drittel rausrechnet, ist die Quote sogar noch weit mieser


#1276

27% waren 10 jahre später noch als ehrenamtliche dort tätig. Wie sehr deine These jetzt stimmt, dass dies nur Leute sind, die schon vorher aktiv waren, kann ich nicht beurteilen.

Edit: Die Zahl bezieht sich auf Österreich, falls das ein Problem sein sollte.


#1277

ich hoffe du erwartest jetzt nicht, dass ich die gesamte studie durcharbeite…

wobei man direkt als kritik anbringen kann, dass keine vernünftige vergleichsgruppe für die studie gewählt wurde (überhaupt existiert hat) über die man hätte nachweisen können, wie stark die auswirkungen des zivildienstes auf die angesprochenen entwicklungen waren und wie viel davon normale persönlichkeitsentwicklung in der anfangsphase des erwachsenenlebens.

eine studie die dazu kein vernünftiges fazit ziehen kann ist darüber hinaus wissenschaftlich gesehen auch absolut unbrauchbar.


#1278

Zusammenfassend wird auf Grundlage der in der Studie erhobenen Daten der Zivildienst als gelungene Instanz der persönlichen und sozialen Entwicklung junger
Männer eingeschätzt. Diese Entwicklung blieb nicht nur auf diejenigen Zivildienstleistenden beschränkt, die mit einer aktiven Einstellung in den Zivildienst gingen, um
sich persönlich weiter zu entwickeln und gestaltend tätig zu sein. Auch Zivildienstleistende, die nicht mit einer aktiven Einstellung ihren Dienst begonnen hatten, profitierten in ihrer Persönlichkeitsentwicklung von den Erfahrungen, die sie im Zivildienst
machten. Sie taten dies zwar in geringerem Ausmaß, eine Weiterentwicklung der
jungen Männer war dennoch festzustellen.


#1279

ja, das werte ich nicht als vernünftiges fazit. schon allein weil eben die vergleichsgruppe fehlt.


#1280

Findest du? Bei wachsenden Ehrenamts-Zahlen würde ich dir da ja eher widersprechen.


#1281

medial, wirtschaftlich und politisch definitv. ich meine alleine die hälfte des politischen spektrums in deutschland spricht in regelmäßigen abständen den sozial tätigen die eigenschaft als “leistungsträger” und ähnliche dinge ab.

übrigens ein sehr gutes argument gegen die notwendigkeit des zivildienstes.


#1282

Mag vielleicht sein, vielleicht auch nicht.

Aber ich finde den Grundsatz falsch es zu verteufeln nur weil es damals bescheiden war.

Innovation und Revolution von Zivi und Sonstigem ist mein Statement. Ohne Evaluierung und Weiterentwicklung tritt man immer auf der Stelle.

Den gesellschaftlichen Wandel den du angesprochen hast sehne ich genauso herbei. Aber wie bringst du jemanden dazu sofern es immer heißt „Me-First“. Ohne Eigennutz handelt dabei niemand mehr.
Dabei müsstest du den Ableister einen Vorteil verschaffen der aber wiederum nicht ganz so gravierend ausfällt, sofern du das ganze ohne Zwang ausüben willst.


#1283

[citation needed]


#1284

was heißt verteuefeln? die zweifelhafte positive wirkung des dienstes hat die negativen auswirkungen in keinster weise aufgefangen und dass gerade in der heutigen gesellschaftlichen struktur zwangsarbeiter nicht liebend gerne als lückenbüßer genutzt werden würden ist ein wunschtraum.

das ist ja gerade der fehler. solange das so propagiert wird, wird sich daran auch nichts ändern.

jede diskussion um steuerreformen und co, in der Union und FDP jedesmal von den besserverdienenden als “leistungsträger” reden.


#1285

Wir hatte die Diskussion doch schon so oft, ja @Tojan du möchtest so ein Dienst nicht, weil du ihn nicht möchtest und das ist okay.

Aber nun breite das doch nicht auf alle Leute aus, es gibt genug die gerne ein Freiweiligen Dienst machen würden, es aber nicht tun weil sie denken das in dann das Jahr fehlt oder Leute wissen gar nicht wie man sich für so was meldet usw. Alle die würde man Abholen.

Wandel kommt nicht weil man sich ihn wünscht, sondern es muss schon was dafür getan werden. Und wen man den Leute Vermittelt das sie kein Jahr verschwende, eine breite Wahlfreiheit haben und Unterstützung bekommen, dann werden es genug Akzeptieren.


#1286

und warum brauch es dafür einen zwang? all diese maßnahmen kann man völlig wunderbar ohne zwang implementieren, sogar deutlich besser.

es hat einen viel besseren sozialen wirkungsgrad, wenn man anregungen setzt anstatt verpflichtungen einzuführen, das ist nun wirklich keine neue erkenntnis.


#1287

Mhhh nun ehhhm es gibt das alles schon, es gibt das FSJ, es gibt Europa weit Angebote. Das FSJ haben 2018 41.000 genutzt, nur.


#1288

und es gibt das ehrenamt, was stetig wächst und so weiter.

bist du darüber hinaus übrigens wirklich der meinung, dass FSJ und co ausreichend attraktiv gemacht wurden und außerdem genug beworben werden? hier muss man ansetzen.

deine unterstellung, dass ich gegen den dienst bin, weil ich ihn selber nicht machen will, ist übrigens nicht haltbar.

ich halte zwang in fast jeder hinsicht einfach für etwas absolut schädliches.


#1289

Das tut mir leid wenn das nicht stimmt, hatte es mal so verstanden.

Zu beginn ja, aber stimmt man hätte es breiter anlegen sollen. Trotzdem blieb das Problem das zb viele Schüler gleich weiter studieren oder in die Ausbildung wollten. Hatte eine Kommilitonin, die für das FSJ an Schulen war und das war mit der häufigste Grund es abzulehnen der genannt wurde.
Gerade bei der Tochter von nem Kumpel gesehen, sie hatte sich viel informiert, wollte dann aber doch schon in die Ausbildung um schneller unabhängig zu werden, obwohl sie Lust gehabt hätte.


#1290

ja eben. das ist ja dann aber wieder der attraktivitätspunkt bzw das fehlende gesellschaftliche verständnis. beides punkte, die man ohne zwang auch korrigieren kann (und beim gesellschaftlichen verständnis sogar muss)


#1291

Ein Kumpel von mir war danach noch jahrelang bei den Johannitern und hat Hausnotruf, Transports oder Erste-Hilfe-Lehrgänge gmacht. Während des Studiums, Semesterferien oder Weihnachten/Neujahr.


#1292

https://derstandard.at/2000097362459/USA-offenbar-kurz-vor-Ausstieg-aus-Abruestungspakt-INF

Ja geil, neues Wettrüsten. Darauf haben wir alle gewartet :ugly:. Grund: Russland hat ein neues System, dass den alten Vertrag bricht, USA hat mit Trump den besten Verhandler aller Zeiten (© DRUMPF) und eigentlich ist mit China längst ein dritter Player erschienen, der sich bisher an nichts halten musste. Europa will nicht aufrüsten und gerät so zwischen allen Fronten.