Kino+ 2025

Wichtig ist bei Yves auch immer noch die Fäkalsprache, um dem Team des Films jeden Respekt zu verweigern (in diesem Fall heißt das Video Ein Klumpen Dino-Kacke!).

Und wenn er dann in eine Sendung mit konträren Meinungen eingeladen wird, hat er unheimliche Schwierigkeiten damit, Leute ausreden zu lassen, weil er nicht an sich halten kann. Ich finde das irgendwie schwach. Das hat mich bei der Kino+ Folge bzgl. Furiosa sehr gestört. Daniel wollte valide/interessante Punkte/Argumentationen anbringen und wurde ständig unterbrochen.

Das Traurige ist, dass viele seiner Fans jetzt nicht mehr ins Kino gehen, weil seine Meinung für sie mehr Gewicht hat als die eigene.

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Aber das will ich doch von einem Kritiker. Wenn Schröck mir erzählt, der Film ist langweilig, ist mein erster Impuls nicht, dass ich den dann im Kino sehen muss, um mir meine eigene Meinung zu bilden.
Das kann man bei Netflixfilmen machen, wo man nach 10min umschalten kann, aber nicht bei Kinokarten für 15 €.

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Für so etwas hat Apple TV+ also Zeit eine Art Teaser zu erstellen. Das ist in Produktion. Zur Gilligan-Serie gab es bisher gar nichts. Keine große Ankündigung, keine Bekanntgabe von weiteren Casting-Mitgliedern neben Rhea Seehorn, kein Starttermin, keine Bilder oder Teaser. :smiley:

Schröck hat Nuancen. Bei anderen gibt es häufig nur „Dinokacke“ oder „Überraschung des Jahres“. Ich nutze Kritiker als Indikator, aber nicht als entscheidende Instanz.

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Ich weiß nicht. Ich finde diese „Dienstleistungsebene einer Konsumempfehlung“, auf der Kritik(vor allem auf YouToube) oft stehenbleibt, immer den uninteressantesten Aspekt, den Kulturkritik leisten kann.
Mein Kritikbegriff hat sich auch deutlich verändert, da hat sicherlich das Studium nicht wenig schuld daran, aber Kulturkritik ist für mich auch ein Denkraum, ein Beitrag zum Diskurs, in dem über Ästhetik, Narration, Gesellschaft undsoweiterundsofort, nachgedacht werden kann.
Reibung, Austausch, Gendanken, Verknüpfungen.
Von einer reinen Bewertung „Kamera gut, Action gut, Darsteller gut, Effekte gut“ hab ich mittlerweile am wenigsten. In diesem „Dienstleistungsdenken“ steckt die Videospielkritik IMO leider noch tiefer fest, als es die Filmkritik in großen Teilen tut, da wird dann selten weiter gedacht und ein kultureller Bogen zu anderen Räumen gespannt und es bleibt bei der reinen Kaufempfehlung hängen.
Aber das ist eine eigene Diskussion - wäre vielleicht sogar auch mal interessant in der Sendung selbst zu erforschen. Was sind die Aufgaben von Kritik? Was kann Kritik?

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Neuromancer? :beanaww:
Apple? :beanomg:

(Apple kann mir den … lecken. … ich glaube, Yves hat von mir Besitz ergriffen.)

Bleibt halt immer die Frage, wie dogmatisch man unterwegs sein möchte. Laut Kommentarbereichen fühlen sich nun viele über den Tisch gezogen über die so positive Kritik zu „28 Years Later“. Tja, die 15 Euro und den Abend bekommst du nicht zurück. Pech gehabt. Aber was will man dem Kritiker nun auch ankreuden? Das ist halt seine Meinung und vielleicht fand der diesen Tire Fire wirklich überragend . Andersherum scheint es eher common sense zu sein. Ah, ein Film ist Rotz, Kacke, der schlechteste Film den XYZ dieses Jahr gesehen hat? Dann muss ich den nicht sehen. Naja, da ist dann halt auch jeder Selbstschuld.

Ja, ich finde den Diskurs ja auch interessant, deswegen schaue ich mir ja auch Kino+ an, wenn ich gar nicht ins Kino gehen will oder den Film schon gesehen habe, um ne unterhaltsame Diskussion zu erleben.
Finde es trotzdem komisch einen Kritiker anzuprangern, weil er einen Film schlecht fand und deswegen seine Zuhörer nicht ins Kino gehen.

Es ist da auch auffällig, dass es da oft gegen Yves und in Abstrichen mal David Hain geht.
Ich mein, wenn man deren Kritiken nicht mag, dann sperrt man den Kanal einmal bei Youtube für sich selbst und hat dann seine Ruhe. :person_shrugging:

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Möglicherweise ist man aber trotzdem interessiert an andere Ansichten, damit man halt nicht nur an eine Meinung klebt. Damit würde ich mir dann doch ins eigene Knie schießen.

David hat durchaus auch spannende Ansichten geteilt, auch im Podcast mit Robert Hofmann finde ich das durchaus interessant und unterhaltsam. Aber auf der anderen Seite, gehe ich halt nicht immer mit, was er „zerreißt“. Auch wenn er es nicht mag, wenn man ihn darauf reduziert. Manchmal kommt es mir trotzdem vor, der macht dies bei manchen Filmen auch nicht ungern. :smiley:

Ich liebte die Better Call Saul-Folgenbesprechungen von Marco, da es keine im deutsprachigen Raum gab. Das waren tiefe Analysen, Gespräche über Technik etc. Bei anderen Kritiken mag ich das nicht immer, da suhlt er sich dann manchmal auch Tief in seinen Ansichten. Dann kommt es so, dass Yves und er im Thunderbolts-Review über jede dumme Kleinigkeit und alles Große im MCU reden plus After-Credits aber so wenig über den Film, die Story und Charaktere sprachen. Mit Cannes-Ultra Jenny Jecke sprach er zuletzt über Filme vom Festival und da zeigt sich dann wie fern diese Welt von ihm ist. :smiley:

Über Wolfgang M. Schmitts Analysen kann ich auch öfter den Kopf schütteln. Da gab es auch so einige Kritiken, wo ich mich manchmal fragte, wie oder was er da sah und ob das überhaupt so im Film passierte oder wie viel Interpretation steckt drin. Da im Kommentarbereich wird auch öfter alles abgeknickt, was er sagt. Trotzdem hab ich da auch schon zu anderen Filmen etwas mitgenommen.

Bei Yves spielt für mich oft auch viel Clickbait rein. Das funktioniert halt und will die Meute. Da wird sich dann auch mal 10 Minuten über ein belanglosen Trailer von einem Film, der hier wie erwartet niemals den Kinosaal erblicken wird, ecchauffiert. Aber hey, irgendwas kann ich da bestimmt auch nochmal rausziehen aus einer Kritik. Nur daraus werde ich meine eigene Meinung nicht groß beeinflussen.

Hey, auch bei Kino+ bin ich nicht immer einer Meinung. Wenn es mal eine Runde gab, wo sich alle eher einig waren (ob positiv oder negativ), kann es auch mal einseitiger werden. Wobei auch immer versucht wird, besonders von Schröck, auch nicht so guten Filmen etwas Positives mitzugeben. Das wird wahrscheinlich auch nicht immer allen gefallen und man will lieber diese Filme totgetrampelt sehen und das man dann noch draufspuckt.

Im Übrigen auch bei Genre Geschehen feiere ich die Ansichten von Tino öfter. Das heißt aber auch nicht, dass ich dort alles 100% übernehme und auch jeden indischen Film gucke. :sweat_smile:

Puh… Also wenn es nach mir ginge, was es natürlich nicht tut, dann bitte nicht :sweat_smile:

Die Ironie, dass ein Werk mit Themen über Identität, Wahrnehmung, Technologie, Kapitalismus und KI ausgerechnet von einem der größten Tech-Konzerne umgesetzt werden, entgeht halt vielen.

Oder: der Kapitalismus wird auch noch die Kapitalismuskritik kapitalistisch ausschlachten und als Entertainment aufbereiten, weil man damit Geld verdienen kann.

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Das ist ja schon längst passiert. Deswegen ist der Kapitalismus, der sich stets so übertrieben unschuldig gebärdet wie ein italienischer Verteidiger nach einer Notbremse an einem gegnerischen Stürmer, ja auch so erfolgreich.

Er ökonomisiert und kapitalisiert alles, sogar deine Gefühle für die Menschen, die du am meisten liebst.

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Deswegen musste ich auch so lachen, als vor ein paar Jahren der Amazon-Konzern die Rechte an einer Verfildung des Comics „Lazarus“ aufgekauft hat. Daraus hat sich noch nichts materialisiert, aber in dem Comic geht es darum, dass die Welt wieder in einen feudalistischen Zustand zurückgefallen ist und Großkonzerne unter der Kontrolle von einzelnen Familien den Planeten unter sich aufgeteilt haben.

Man beobachtet immer öfter, dass eigentlich offensichtliche Systemkritik zu Entertainment für die Massen umgebaut wird. Dann kann man sich darüber echauffieren und hinterher noch die next day delivery Bestellung abschicken.


Ah, oder Murderbot. Läuft auch gerade auf AppleTV+. Im Kern auch eine Kapitalismuskritik, da in der Story der Weltraum und die Planeten fast ausschließlich durch Konzerne ausgeschlachtet werden, die sich einen Scheiss um die Menschen kümmern. Ist eine gute Serie geworden und ohne das Budget vom Konzern wohl so nicht möglich gewesen, aber halt auch wieder so ein exzellentes Beispiel.

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Das lustige ist ja, dass ich Yves mal gerne geguckt habe als er noch bei Moviepilot war. Seit er aber nun seinen eigenen Kanal hat scheint er auch inhaltlich einen kompletten Turnaround gemacht zu haben was die Qualität seiner Kritiken angeht. Wobei es diese affigen Cartoon-Augen im Thumbnail, glaube ich auch schon bei seinen MP-Videos gab. Jetzt ergänzt er das halt noch mit den jeweiligen Gesichtsausdrücken, die er auf den Thumbnails zieht, was halt schon den Ton des Videos vorgibt. Warum dann noch das Video gucken, wenn das Thumbnail eigentlich schon alles sagt was dort Phase sein wird?

Außerdem habe ich bei Yves halt das Gefühl, dass er, seit seinen eigenen Kanal hat, gemerkt hat, dass Hate-Reviews mehr Klicks generieren und gefühlt 80% seines Contents besteht nur noch aus Mecker-Videos.

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Ich habe Yves auch gerne geschaut, aber ich finde auch, er übertreibt es inzwischen mit den negativen Kritiken. Diese Hate-Kritiken und die bescheuerten Thumbnails locken leider inzwischen auch ein spezielles Publikum an, was man immer wieder in den Kommentaren unter seinen Videos merkt.

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Dein Post im Memesthread bringt es auf den Punkt.

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Es geht nicht nur um missverstehen. Das ist ein Teil davon. Kapitalismus ist sehr gut darin, alles auszuschlachten. Auch Trends/Elemente/Sachen, die eigentlich antikapitalistisch sind.

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Ich musste lachen. Die Szene kann also zum neuen Meme aufsteigen, wenn es um Diskussionen geht. :smiley:

https://x.com/CalderDune/status/1939029893049913622

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