Liebeskummer & Depressionen (Brauche irgendwie Hilfe.)

Ihr seid so mega nett, danke.
@SoS
Naja, ich war immer sportlich aktiv. Oder hab mich gerne mit Freunde getroffen. Seit ziemlich genau einem Jahr mache ich fast gar nichts.
Vor einem Monat war ich 2x beim Sport, aber es wieder sein gelassen, weil ich es nicht mehr konnte. :confused:
Das war tatsächlich vor Corona. Mh.

@T_r4X Finde das wirklich bemerkenswert, jeder hat irgendwie sein Päckchen zu tragen aber deins ist wirklich ungewöhnlich. Zum Glück gibt es auch Ergänzungs-Mittel.

Mh, dass klingt soviel einfacher als es ist. :smiley: Aber ja, ich werde wohl tatsächlich mal ein Buch zur Hand nehmen, denke aber erst morgen.
Weil ich schon sau lange wach bin und gestern nur 3 1/2 Stunden geschlafen habe.

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Du darfst dich nicht mit dem vorherigen Carry vergleichen. Denn dieser hatte keinen Liebeskummer und Depressionen (um beim Threadtitel zu bleiben). Wichtig ist, dir zu denken, wie der zukünftige Carry sein soll und was er machen muss, damit es klappt. :blush:

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Das klingt aber so, als würde es über kurz oder lang höchstwahrscheinlich so oder so dazu kommen. Dann wäre es ganz gut, wenn du den Zeitpunkt und die Umstände selbst wählst, dabei so viel und so gute Hilfe wie möglich hast und es nicht zu weit hinaus zögerst. Scheinbar ist da ja etwas wichtiges und dein Körper teilt es dir so mit. Psychische Schmerzen sind wie körperliche Schmerzen meistens ein Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Und dann geht man zu den entsprechenden Fachleuten, also zu den entsprechenden Ärzten.

Würde es dir denn leichter fallen, wenn es nur ein Telefontermin oder per Chat wäre? Gerade mit Corona sollte das gehen.

Das ist ja nichts schlechtes. Das ist eine Art des Körpers damit umzugehen und hilft dir. Es ist eigentlich sogar etwas sehr gutes, wenn du weinen kannst.

Das ist denn immer noch so? Hing das mit der Ausbildung zusammen? Eventuell solltest du die Zeit vor dem Beginn deiner neuen Arbeit nutzen um dich darum zu kümmern. Das könnte sonst Probleme auf der Arbeit bringen. Du kümmerst dich ja nicht aus Jux um deine Gesundheit, sondern damit du dich um dein Leben(Arbeit, Freunde, Liebe etc) angemessen kümmern kannst.

Du musst das natürlich aus eigenem Antrieb machen. Aber bei vielen Dingen ist es leider so: je länger man sie aufschiebt, desto schlimmer wird es. Lass dich nicht von anderen unter Druck setzten. Weder von uns dir einen Therapeuten zu suchen, noch von anderen dir keinen zu suchen. Das musst du selbst entscheiden.

Weißt du, was probatorische Sitzungen sind?
https://www.psychotherapie-faq.de/index.php/in-therapie/therapiebeginn/as-bedeutet-probatorik-und-was-ist-eine-probatorische-sitzung.html

Das ist leider bei Vielen so. Und das ist ein Teil deines Problems. Das du auch erwähnen solltest, damit kennen sich Leute aus.
Wäre es eventuell einfacher zuerst mit einem Arzt oder Psychiater darüber zu reden? Das sind beides klassische Ärzte und sollten viel besser einschätzen können, was eine Krankheit ist, als deine Familie, meinst du nicht auch? Alleine das ein Arzt dir eine Überweisung ausgestellt hat ist doch der Beweis, dass es richtig von dir ist, dir dort Hilfe zu holen. Das ist eine Anweisung von deinem Arzt wie ein Rezept für Medikamente aus der Apotheke.

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Ich finde, das klingt garnicht weinerlich und konfus, ganz im Gegenteil. Es klingt sehr vertraut, nachvollziehbar und man merkt, dass du dir schon viel darüber nachgedacht und angefangen hast deine Gedanken zu sortieren :slight_smile:

Das Eingeständnis, dass es so nicht mehr weitergehen kann und dass ich es alleine nicht schaffe, und das auch noch anderen zu erzählen (und sei es nur anonym) war eines der schwersten Dinge, die ich bisher in meinem Leben geschafft habe.

Ich hab damals (vor zwei Jahren) auch meine Gedanken als erstes in einen Text geschrieben (als Brief an meine Eltern, den ich dann aber nie abgeschickt habe) und ein paar Tage später dann bei einer Psychotherapeutin an der Uni angerufen, und einen Termin drei Wochen später bekommen.

Interessanterweise hat alleine die Aussicht auf die Therapie dazu geführt, dass ich innerhalb der drei Wochen bis zur Therapie schon die zwei größten Brocken selbst angegangen bin (ich hab endlich meinen Eltern erzählt, dass es mir seit Jahren verdammt dreckig ging und ich hab meine Masterarbeit abgebrochen). Die Therapie (waren insgesamt 4 Sitzungen) hat mir richtig viel geholfen. Ich bin sogar in den letzten Wochen am überlegen, ob ich nochmal gehen soll. Mir gehts zwar viel besser als damals, aber ich hab das Gefühl da geht noch mehr und es gibt Themen, die damals noch nicht wirklich angesprochen wurden.

Mach dir keinen Druck, aber vielleicht verschafft dir dein Text und die Reaktionen der anderen hier im Thread ja einen kleinen Motivationsboost, und du schaffst es dir einen Termin geben zu lassen :slight_smile:

Ansonsten, ich find Spazierengehen absolut OP. Die Schwelle zur Überwindung ist viel geringer als richtiger Sport, man kann nur 10 min oder 2h gehen, je nachdem, wieviel Lust/Kraft man hat, man hat Bewegung und bekommt Sonne ab, man kann super nachdenken und seine Gedanken sortieren (oder einfach Podcasts/Höhrbücher/Musik hören, wenn man gerade überfordert von seinen Gedanken ist) und es ist jedes mal ein kleines Erfolgserlebnis!

Kurze Frage an dich und die anderen: Wart ihr, bzw sprecht ihr vom Psychologen oder von Psychotherapie?

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Danke für die lieben und langen Texte!

Ich antworte Euch beiden später. Ich finde es schön zu lesen. Danke. :slight_smile:

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Also ich meinte mit Therapeuten bzw. Therapie einen Termin bei einem Psychologischen Psychotherapeuten. Die Ausbildung hatten alle Psychotherapeuten, bei denen ich bislang war.


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ja, so wie ich es verstanden habe, haben Psychotherapeuten Psychologie studiert und therapieren v.a. durch Gespräche und Psychiater haben Medizin studiert und dürfen auch Medikamente verschreiben. Ich war, wie du auch beim Psychologischen Psychotherapeuten :slight_smile: . Ich fand das damals etwas verwirrend und hatte das Gefühl, dass das hier im Thread teilweise auch durcheinander geworfen wurde.

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Also erst mal ist ja nix von dem was du geschrieben hast irgendwie peinlich oder doof, sondern das sind mMn ja relativ normale Probleme, nur ist es bei dir halt anscheinend etwas ausgeprägter.

Bzgl. deiner Sitznachbarin wirst du dich wohl früher oder später mit anfreunden müssen, dass sie vergeben ist. Und wenn sie dir unweigerlich klar gemacht hat, was Sache ist - was ja ein guter Zug von ihr ist - gibt es hier halt leider keine Alternative zu „finde dich damit ab!“, so hart das klingt. Es wird auch für dich persönlich nicht leichter, wenn du weiter versuchst ihr nahezukommen. Ggf. musst du, falls du merkst, dass es gar nicht klappt, den Kontakt zu ihr abbrechen. Versuche doch mal das Gespräch mit ihr zu suchen diesbezgüglich? Es gibt nun mal Menschen, mit denen man nur Ganz oder Gar nicht kann…

Zum Thema Antriebslosigkeit: Ich glaube die hat dieses Jahr so ziemlich jeder ein bisschen durch Corona. Aktuell kommt halt noch der Herbsteinbruch dazu, das Wetter haut einen da halt auch schon mal runter.
Eventuell kommt das wieder von Alleine, aber wenn ich fragen darf: was machst du denn den ganzen Tag? :smiley:

Wie ist denn dein Verhältnis z. B. zu deinen Eltern, oder hast du Geschwister? Ggf. kannst du mit denen besser sprechen. Was mir tatsächlich hilft, ist den Leuten auch mitteilen, dass sie mich „mal mitreißen“ sollen, wenn ich wieder träge bin und eigentlich nur zocken will^^

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Als jemand der selbst seit 1,5 Jahren wegen Depressionen in Therapie ist, kann ich dir auch nur Raten dir einen Therapeuten zu suchen. Den großen Durchbruch habe ich damit zwar noch nicht geschafft (was auch mit Corona zusammenhängt) aber ich habe viele klare Verbesserungen erlebt. Ich kann nur für mich sprechen aber solche „Zusammenbrüche“ haben mir manchmal echt gut getan, weil dadurch der Druck abfiel sich immer als fröhlich oder gut gelaunt auszugeben.
Was die Freundin angeht so ist das von Außen immer schwierig einzuschätzen aber wenn du noch so sehr an ihr hängst, tut sie dir vielleicht doch nicht so gut. Bei mir war das oft ähnlich und ich konnte das überwinden indem ich ganz bewusst mal für 2-3 Wochen den Kontakt gemieden habe, so dass die Person nicht omnipräsent in meinem Kopf ist. Mit vielen konnte ich dann problemlos eine freundschaftliche Beziehung pflegen ohne belastenden Liebeskummer.
Und auch hilfreich fand ich für mich, dass ich mir bewusst gemacht habe, dass mein persönlichen Glück nicht davon abhängt, ob ich mit jemanden zusammen bin oder nicht. Auch wenn das sehr schwer fällt, bei der medialen Konditionierung durch Filme, Bücher, Musik und co. Oder wenn einem ständig von den eigenen Eltern auf die Nase gedrückt wird, dass man immer noch Singel ist.

Und das meiner Meinung nach wichtigste ist, dass du verstehst, dass du eine Krankheit hast. Dass du nicht faul oder so was bist, nur weil du deinen Arsch nicht hochkriegst Sport zu machen. Das schlechteste was du in der Situation machen kannst ist dich davon Frusten zu lassen. Denn dadurch machst du es dir für das nächste Mal nur noch schwieriger, weil dein Kopf anfängt die Male, wo du es nicht geschafft hast dich zu motivieren als Grund nimmt auch in Zukunft nichts machen zu wollen. Versuche dich darauf zu konzentrieren, was du geschafft hast, egal wie klein ein aussehen mag. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das leichter gesagt als getan ist.

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erst mal hut ab vor deinem mut, dich hier zu öffnen!
das kann nicht jeder und das ist eine riesen sache, die du da leistest / geleistet hast!

zum zweiten ist es nicht ungewöhnlich, wenn du den (ersten) gang zu therapeutischer hilfe als (noch) zu große hürde empfindest.
das ist ja auch nicht einfach, da den richtigen menschen zu finden, dem man sich öffnen kann, mit dem man arbeiten kann und mit dem es sich gut anfühlt, auch schwierige persönliche themen zu besprechen.
das kann auch leider oft ne ganze weile dauern, bis man da jemanden gefunden hat.

wenn du im privaten umfeld niemanden hast, dem du dich anvertrauen möchtest, hätte ich vielleicht eine idee.
es gibt in fast jedem kreis, soweit ich weiß, sog. sozialpsychiatrische hilfen oder sozialpschiatrischer dienst o.ä., oft unter kirchlicher trägerschaft, also caritas (katholisch) oder diakonie (evangelisch) aber das heißt nichts.
die bieten niedrigschwellig hilfe an, d.h. du brauchst idR keine langen wartezeiten befürchten und kosten dich auch nichts. du brauchst keine überweisung vom arzt oder so, anruf genügt oder einfach hingehen.
und dann helfen die dir dabei, was du denen sagst, wo du hilfe brauchst. du musst auch keinen zusammenbruch fürchten o.ä. , bzw. dass man da gleich in die tiefe geht. wenn du z.b. sagst, du brauchst hilfe bei einer therapeuten-suche, dann helfen die dabei oder wohnungssuche, amts-besuche etc. pp.
und da kannst du auch nur einen termin ausmachen und dich dann 12 jahre nicht mehr melden - kein problem.
und es gibt oft gruppenangebote, damit man mal unter leute kommt, da vereinsamung oft ein großes problem ist. auch das ist idR niedrigschwellig.
also möchte ich dir ans herz legen, mal „sozialpsychiatrische hilfen“ + „dein kreis/stadt“ zu googeln.

ansonsten bin ich sicher, dass du deinen weg findest, mit dem umzugehen, das dich bewegt. denn den schwersten schritt hast du in meinen augen schon gemeistert.
du bist nicht allein mit dem shit!

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Das liest sich alles so toll hier :beanfeels::+1::herz:

Ich habe viel Respekt gegenüber carryhokyi für sein Öffnen… ein neuer erster Schritt ist gemacht… und zwar selbstständig… und dass du hier so schreibst und auch inhaltlich, spricht für Bereitschaft es anzupacken… hier sind so viele tolle Tipps und so viel an Unterstützung :herz: … nimm diese als Mut- und Kraftspender für dich mit - ganz ohne Druck :blush::+1:

Ich hab hier nichts zu ergänzen oder dergleichen.
Echt toll von allen Beteiligten, dass solch ein angenehmer, positiver, motivierender, bestärkender und evtl. wegführender Austausch hier seinen Platz finden konnte.
Schöne Sache ey :blush:

Alles Gute CarryHokyi für deine nahe Zukunft und ich hoffe, dass du dich evtl. durch die Resonanz und Anteilnahme hier darin bestärkt fühlst, dir auch „offline“ zuzutrauen, dich gegenüber dir bekannten und vertrauten Menschen ein wenig zu öffnen… oder eben Anlaufstellen für Hilfe… und drücke die Daumen für deinen Weg im Umgang mit deinen Emotionen und allem…

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Ich kann nur sagen das ich deine Emotionen sehr gut nachempfinden kann und so in ähnlicher Form von mir kenne.
Insbesondere den Part mit deiner Freundin kann ich sehr gut nachvollziehen, da ich die Situation in den letzten 2 Jahren im Grunde bei mir auch hatte und weiß wie schwer das ist.
Aktuell haben wir 2 Distanz, die ich so langsam Anfangen kann für mich zu akzeptieren.
Ich kann mich @anon72071808 nur anschließen und sagen das ich es toll finde das du dich hier so öffnest und mich bewegt darüber zeigen das die Community hier so hilfreich zur Seite steht.
Fühle dich ein bisschen bestärkt offen zu sein, für Hilfe auch von außen wenn du dich bereit dafür fühlst. So ein Erstgespräch kann schon einige Hemmungen lösen und ist eine gute Möglichkeit zu spüren, ob man zum Beispiel mit dem Therapeuten zurecht kommt, da man sich da noch nicht auf eine Therapie über mehrere Sitzungen einlässt quasi. :slightly_smiling_face:

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@anon70562776 @anon72071808 @Threepwood1 @Lassic @Nullinger0

Oh Gott, ich bin so überwältigt von den ganzen Lieben und Netten Nachrichten, weiß ehrlich gesagt nicht wohin gerade mit meinen Gefühlen…
Ich hatte in letzter Zeit Schlafprobleme und habe gestern dann noch ziemlich genau 9 Stunden geschlafen, da ich auch ziemliche Kopfschmerzen von der ganzen Heulerei hatte.
Hat mir das doch alles ziemlich gut getan.

Zur Freundin: Abstand könnte ich ehrlich gesagt nicht, auch wenn es wohl das beste ist.
Ich muss sagen, ich akzeptiere es sogar, dass sie einen Freund hat.
Allerdings verstehe ich nicht so wirklich, wieso ich es nicht bin. Da Sie auch immer wieder erwähnt, wie ähnlich wir uns sind etc.
Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich schon seit 5 Jahren Single bin und allgemein eher einsam.
Das klingt so selbst bemitleidenswert. ^^

Schlussendlich, vielen vielen Dank für diese ausführlichen und netten Worte. Ich bin so unglaublich dankbar und hoffe auf weiteren Input.

Danke <3

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Finde ich von ihr auch etwas unsensibel, wenn sie doch weiß, dass es dich treffen könnte. Ich würde ihr sagen, dass du die falsche Person bist, um das zu hören. Ich finde das von ihr zumindest nämlich nicht wirklich fair.

Du bist wirklich bemüht, dich damit zu arrangieren, sodass du nicht so etwas noch brauchst.

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Nun, es hat ja leider nicht nur etwas damit zu tun, wie ähnlich man sich ist. Da spielen ja viele Faktoren mit hinein. Und oft ist es auch einfach Zufall bzw Glück. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort etc. Manchmal ist man auch emotional gar nicht in der Lage, zu diesem Zeitpunkt eine tiefergehende Beziehung einzugehen, oder genauso eine oberflächliche. Es sind Gefühle, die man nicht immer logisch nachvollziehen kann.

Außerdem ist es ja keine bewusste Entscheidung, ob oder wen man liebt. Wenn sie sich entscheiden könnte, in wen sie sich verliebt, würde sie sich ja vielleicht für dich entscheiden. Aber das kann sie nicht und das wird sich nicht ändern.

Sie könnte sich eventuell bewusst entscheiden mit dir zusammen zu sein. Aber eine solche Beziehung ohne eine gemeinsame Grundlage und mit unterschiedlichen Gefühlen, Bedürfnissen, Zielen etc. würde über kurz oder lang böse ausgehen und mehr Schaden anrichten als sie Nutzen bringen würde, für beide Beteiligten.

Liebe ist auch nichts, das man verdient hat oder nicht. Oder das man sich verdienen könnte. Ich gehe davon aus, dass du (so wie eigentlich alle Menschen) es verdient hätten, dass sie geliebt werden und jemanden lieben. Aber es gibt leider niemanden, von dem wir dies einfordern könnten.

Ich glaube auch nicht, dass du oder sie das für euch wollt. Es hat leider nicht sollen sein.

Aber jemanden zu lieben ist für sich alleine schon etwas positives, auch wenn die unerwiderte Liebe momentan schmerzt und du es momentan so nicht sehen kannst. Sie bedeutet doch, dass du lieben kannst. Und das du irgendwann eine für dich finden wirst, mit der es passt. Das ist ein leider schmerzhafter, aber unvermeidlicher Schritt in die richtige Richtung, den du gehen musst um irgendwann ans Ziel zu kommen.

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Genau meine Gedanken, danke schön! :slight_smile:

Außerdem gibt es mehrere Arten von Liebe und ihr scheint ja eine schöne Freundschaft zu haben, wenn du mit ihr über deine Probleme reden kannst. Beste Freunde oder Seelenverwandte würde ich persönlich jeder romantischen Beziehung vorziehen. Und wenn sie sagt, ihr seid euch so ähnlich und sie mag dich augenscheinlich echt gerne und ist ja auch für dich da, würde ich das als genau das annehmen, denn das ist etwas total Schönes.
Sie zeigt dir ja damit schließlich, dass du liebenswert bist, dass sie gerne Zeit mit dir verbringt und für dich auch da ist. Da sind nur eben keine romantischen Gefühle ihrerseits involviert und immerhin sagt sie das ja auch ganz klar.

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Mache gerade eine schwere Zeit durch und will Dir nur zu diesem Punkt einen Denkanstoß geben. Leider habe ich das entsprechende Video dazu nicht mehr finden können, also fasse ich es kurz zusammen:

Man kann Motivation als einen „Kreislauf“ betrachten und die Kunst ist es wieder in diesen Kreis einzusteigen wenn man rausgeflogen ist. Der Kreis funktioniert ungefähr so:

1.Motiviert sein etwas Neues umzusetzen verursacht
2.Etwas umsetzen (etwas angehen, den Arsch hochbekommen) verursacht
3.Zufriedenheit über das Umgesetzte (Glückgsgefühl) verursacht
1.Motiviert sein etwas Neues umzusetzen verursacht
2… →
3… →
1… →

Das Problem was man meist hat wenn man aus dem Kreis rausgeflogen ist, ist, dass man sich nicht an Schritt 3. befindet, weil man so gar keine Glücksgefühle hat und den Sprung zu Schritt 1. nicht schafft, sich also nicht motivieren kann. Also bleibt auch Schritt 2. aus und man vegetiert vor sich hin.

Hier aber die Lösung: Der Kreis erlaubt es bei allen Punkten einzusteigen und daher ist es möglich einfach Schritt 2.„Etwas umsetzen“ anzupacken, auch wenn man anfänglich so gar keine Motivation hat. Meist kann das alles mögliche sein, wie beispielsweise „10min Joggen“, oder „Etwas im Haushalt endlich machen“ - hauptsache man ist zurück im „Loop“.
Denn einmal zurück, kann man sich immer wieder selbst antreiben und dann auch endlich die großen Probleme angehen.

„Ja aber wie soll ich Schritt 2 einfach so angehen? Das Problem ist ja, dass ich keine Motivation habe, also Schritt 1 fehlt!“
→ Nach dem Lesen dieses Beitrags ist vielleicht aber das „Zurück in den Loop kommen“ Grund und damit Motivation genug Schritt 2 „einfach so“ anzugehen. :slight_smile:

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Hey @CarryHokyi :slight_smile:

Erstmal reihe ich mich bei den Leuten ein, die es toll finden, dass du dich hier ausgeschrieben hast und somit einen wichtigen Schritt gegangen bist!

Nun möchte ich dir ganz kurz sagen, wie es mir gegangen ist, vielleicht schöpfst du auch daraus etwas Motivation. Hab schon seit Jahren immer wieder depressive Episoden gehabt, Rückschläge (sowohl körperliche als auch vor allem seelische) erlebt und meine Kindheit war keine leichte.

Schließlich konnte ich Ende 2018 nicht mehr, hab meinen Job im Fotostudio gekündigt (der Beruf an sich liegt mir noch immer sehr am Herzen!) und habe mich dann in eine Therapie begeben. Was mir persönlich geholfen hat, war das Interesse an Psychologie und damit das fehlen von Vorurteilen gegenüber einer Therapie die ich häufig von anderen höre. Ich wollte vorrangig verstehen was da bei mir eigentlich passiert, was die Gründe sind und im Idealfall einen Weg da raus zu erarbeiten.

Nun hatte ich zufällig grade heute meine letzte Sitzung (von knapp 60) und mir geht es deutlich besser als zuvor! Einige Probleme sind geblieben, viele andere aber sind mir zumindest so bewusst geworden, dass ich mit ihnen umgehen kann oder tatsächlich „verschwunden“.

Mir geht es heute köperlich schlechter als noch 2018, was aber auch an dem harten Prozess liegt, den ich durch Therapie und anderem durchgemacht habe.

Aber dafür geht es mir seelisch soviel besser, dass ich das gerne in Kauf nehme! :slight_smile:

Trotzdem steht für mich noch ein längerer Weg an, bis ich bei dem Leistungslevel bin, welches ich mir für mich vorstelle!
Aber auch dank der Therapie kann ich heute für mich akzeptieren, dass ich nunmal grade nicht dazu fähig bin so Leistungsfähig zu sein wie das andere Menschen grade können!

Aber das ist vollkommen okay! Selbstakzeptanz spielt da eine sehr sehr große Rolle!

Ich weiß, dass es bei dir eine andere Situation ist und die Auslöser für deine Depression wahrscheinlich andere sind. Aber auch für dich wird es einen Weg geben, der dich zumindest wieder stabilisiert und dich wieder Wünsche umsetzen lässt. Vielleicht/Wahrscheinlich sind die Wünsche dann andere (bei mir sind es definitiv andere derzeit als noch 2018), aber das macht sie nicht weniger lohnenswert umzusetzen. :slight_smile:

Und am Ende geht es mMn genau darum: Fähig sein seine Wünsche die man hat umzusetzen!

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Hey :slight_smile:

Erst einmal finde ich deine Offenheit toll.
Ich bin/war in derselben Situation:
Hab mich auf der Arbeit in meine Kollegin unglücklich und einseitig verliebt. Zusätzlich kam bei privat sehr viel schlechtes zusammen. Seitdem habe ich eine schwere Depression und bin in Therapie. Ich kann dir von wärmsten Herzen raten, mach eine Psychotherapie evtl. kommt für dich auch ein stationärer Aufenthalt von 8-12 Wochen im Krankenhaus in Frage - so war es bei mir. Bei Fragen oder so, melde dich gerne bei mir. :slight_smile:

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Hier ist noch ein Fürsprecher. Mein Mann macht seit geraumer Zeit eine Therapie und hatte anfangs eine ähnliche Ansicht wie du. Aber da wurden mittlerweile Abgründe zutage gefördert, von denen man nicht dachte, dass sie existieren. Wichtig ist aber, sich damit auseinander zu setzen, um heilen zu können.

Depressionen sind kein Zuckerschlecken. Bitte denkt das nicht. Das hat nichts damit zu tun, dass man faul ist, sich einfach nur entscheiden muss, glücklich zu sein oder man sich nur zusammenreißen muss. Seit ich selber schwangerschaftsbedingt Depressionen hatte, weiß ich, wie widerlich diese Krankheit ist und wir uns weit jenseits von Traurigkeitsgefühlen oder einem Schlechtdraufsein befinden. Ich hätte deswegen fast meine Tochter abgetrieben. Deswegen: Nehmt es ernst.

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