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Mobilität - Auto, ÖPNV und andere Verkehrsmittel

Ich weiß nicht wo du wohnst, aber ich stehe im Schnitt nicht mal ein mal pro Woche im Stau. Das ist auch nur hätte hätte Fahrradkette.

Dein Zug könnte auch entgleisen, oder deutlich wahrscheinlicher, Verspätung haben und du verpasst den Anschlusszug.

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Das was Tojan sagt, plus ich habe keinen Stress, habe keine Verantwortung für eventuelle Mitfahrer etc. und bin viel ungefährdeter was Unfälle angeht. Dass das auf Kosten von z.B. Fahrplänen geht nehme ich in Kauf. Die Autofahrer bezahlen für ihre “Freiheit” ja mit ordentlich Stress, Verschleißkosten, Versicherungen, Unfällen, Staus, Kontrollen, etc.

Hat alles Vor- und Nachteile. Dass das Auto aber etwas mit Freiheit zu tun hat, halte ich für typisches, deutsches Klischeedenken.

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nur das ich im auto keine anschlusszüge und co verpasse.
Im auto hat man eben mehr Optionen. Stau und verzögert worden, gut dann danach mehr Gas um es wieder aufzuholen. Hatte der Zug dagegen Probleme, Verspätung oder sonstiges und man muss zum Flughafen, fährt er deswegen nicht schneller.

Und wenn man nicht im Stau 5 meter hinter dem unfall steht und keine chance hat wegzukommen, gibt es immer anderer wege mit dem Auto.
Sind auch mal 100km umweg gefahren, weil eine Brücke gesperrt war in Norwegen.

Sitzt man dagegen, wie diverse Studenten die ich kenne, ab und an mal wieder irgendwo für X Stunden fest weil “insert ausrede der Bahn XY” dann kann man eben gar nichts machen,

@crts2407
Und wenn in sagen wir 3 stunden, du einen Anruf kriegst , “XY ist im Krankenhaus, 30km weiter, komm schnell” was machst dann?
Natürlich ist das Auto Freiheit, was soll es denn sonst sein?

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schon lustig irgendwie. mehrmals im monat im stau stehen ist vollkommen ok, aber wenn die bahn dann einmal im monat nen problem hat, ist es auf jeden fall ne riesen story. deutschland in a nutshell :smiley:

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Ja, genau das habe ich genau so gesagt.

Also ich fahre oft mit der Bahn und selten mitm Auto und ich bin glaube ich noch keine 3 mal in Folge ohne Zwischenfälle mit der Bahn gefahren. Um den Stau führt mich Maps meist ganz gut drum herum.

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Ich fahre ebenfalls oft mit der Bahn. Und hatte bisher ein einziges Mal eine wirklich problematische Verspätung. Wenn ich mit Verwandten fahre stehe ich allerdings regelmäßig im Stau (besonders innerhalb der Stadt) oder zumindest in dichtem Verkehr.

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ist halt trotzdem wahr :man_shrugging:

Der einzig sinnvolle Satz in dieser Debatte (nicht von dir, allgemein gemeint)

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Innerhalb von Städten fahre ich auch nie da parke ich meist außerhalb auf nem P& R und dann mit den öffis weiter.

Bei der Bahn bin ich mit den Re unterwegs und hab dann bei meinen Strecken meist umstiege von um die 10 Minuten die dann eher selten klappen wodurch dann aus 10 Minuten Verzögerung der Bahn für mich gleich ne Stunde wird.

dann hast du aber echt pech. gerade bei den regios hat die bahn ne hohe pünktlichkeit von 96%. also 96% der züge kommen innerhalb von 6min des fahrplans an.

Ist das die “Pünktlichkeit” die ausgefallene Züge nicht wertet, und Verspätungen unter 15 Minuten nicht als Verspätung wertet, auch wenn der anschlusszug deswegen schon weg ist?

nein.

This, 6 Jahre lang Bahn gefahren und das ein Zug wirklich mal ausgefallen wäre, kam fast nie vor und auch so hielten sich Verspätungen in grenzen.

Hab gerade Zeit die Frage ausführlicher zu beantworten… :beansmirk:

Das Verkehrsmittel hat sich bei mir mit jeder Lebensphase komplett geändert.

Student
Ich bin Jahre lang mit Bus und Bahn als Student unterwegs gewesen - habe zu dem Zeitpunkt auch in der Wiesbadener Innenstadt gelebt und war schnell am Bahnhof um nach Frankfurt an die Uni zu düsen.

Berufsanfänger
Als Trainee (in der IT Beratung) konnte ich mich noch mit dem Bus über Wasser halten. Auch mein erstes Projekt in „Malsch“, bei Rastadt … bei Karlsruhe :sweat_smile: war mit der Bahn schon grenzwertig - war aber immer vier Tage vor Ort und ein Mietwagen wäre nicht schneller gewesen. Jedoch habe ich nach einem Jahr ein Projekt In Offenbach angetreten, bei dem ich täglich 2,5h mit Bahn und Bus fahren musste - einfache Strecke. Da es mit dem Auto gerade mal 45min dauerte und eine Finanzierung sich durch das Kilometergeld abfangen lies, bin ich ab dann erstmal nur noch Auto gefahren.

Berufserfahrener
Dann kam das Projekt in Belgien dazwischen und ich musste wöchentlich für ein Jahr nach Gent (BE) pendeln. Hier „durfte“ ich gar nicht mit meinem eigenen Fahrzeug fahren. Fliegen hat sich von der Zeit her nicht gelohnt, da es zu nahe ist. Bahn war leider auch 1h länger als mit dem Auto, also mit ich mir einer Kollegin jede Woche Montags morgens um 6 Uhr mit dem Mietwagen losgedüst und Freitags Nachmittags wieder zurück und haben uns abgewechselt. Fun fact: Zu der Zeit hab ich TEARS als Audioaufnahme eingeschmissen und wir haben so die Qualen des Pendelns überstanden ohne durchzudrehen. :grinning:

Management Beratung
Ende 2015 musste ich für drei Monate wöchentlich nach Berlin. Ganz ehrlich: Zug und Autofahren dauerten viel zu lange, also bin ich jedes Mal geflogen - meist mit einem Pulk an Anzugträgern, die genau das gleiche Schema jede Woche abzogen. Warum ich das glaube? Deren Bewegungen durch die Flughäfen war motorisch routiniert - ich habe sogar miterlebt, wie Leute ihr Telefonat am Handy nicht beendeten, als sie durch die Sicherheitskontrolle mussten, also ihr Handy in die Box legten und es dann nach dem Scanner wieder aufhebten um weiterzutelefonieren. :sweat_smile:

Die bis jetzt anhaltende Gourmet-Home-Office-Phase
Seit Ende 2015 bin ich an einem Arbeitsplatz tätig wo ich meist nur zwei mal die Woche vor Ort bin und ansonsten im Homeoffice arbeite. Wenn zum Office, dann mit dem Auto, da mit Öffis wieder >1h länger unterwegs.
Da Homeoffice auch bedeutet, dass einem manchmal die Decke fast auf den Kopf fällt, sind meine Frau und ich dazu übergegangen teilweise 45min Autofahrten in Kauf zu nehmen um zum Lieblingsrestaurant zu kommen - nicht die gehobenen, sondern die authentischen haben es uns angetan. :beangasm: Die Fahrerei ist ein Stück weit auch „zeit zusammen verbringen“ - auf dem Sofa und vor dem TV würden wir vermutlich nicht so viel miteinander reden, also ist so eine Autofahrt gar nicht so verkehrt.

Fun fact: Bin vor ein paar Jahren beim Schwarzfahren erwischt worden. Musste nur zur Autowerkstatt und zurück fahren, aber ich wusste nicht mehr wie das mit den Fahrkarten in den Bussen funktioniert (kein Shice! Als Student hat man ja das Semesterticket. Musste mir seit 15 Jahren keine Fahrkarte mehr kaufen ) - ich hatte beim Busfahrer zwei Tickets geholt in der Annahme, dass ich mit dem zweiten zurückfahren könnte, aber das waren wohl nur sofort-gültige Fahrkarten. :beansad:

Besitze ein eigenes Auto welches unter Woche, außer für den Wocheneinkauf inkl. Getränke, eigentlich nur vor der Wohnung steht.
Habe den Luxus von 100% Homeoffice und Uni in fußläufiger Entfernung. Car Sharing bietet sich hier trotz Großstadt nicht an, da der einzige Anbieter das Abstellen nur an bestimmten Parkplätzen erlaubt. Der nächste ist locker 2km entfernt.

Für die Fahrten in die Heimat am Wochenende ist das Auto aufgrund Komfort, Fahrzeit und Verwendung am Wochenende selbst bevorzugt. Mit ÖPNV wäre ich doppelt so lange unterwegs und wäre in der Heimat, auf dem Land, quasi nicht mobil.

Klar wäre es cool wenn wir weniger Autos auf den Straßen hätten. Das mag in den wirklich großen Städten auch hervorragend funktionieren. Aber auf dem Land oder auch in den kleineren “Großstädten” ( um die 100k) ist das einfach nicht die Realität.

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Ich habe viele Jahre ein Auto benutzt, aber seit letztem Jahr August pendle ich mit dem ÖPNV zur Arbeit ud zurück. Klar ist es am Anfang eine umstellung und man braucht jenachdem, wo man hin möchte etwas länger. Man hat aber dadurch etwas mehr Zeit um z.b. zu lesen oder um Musik zu hören. Und die lässtige Parkplatzsuche fällt auch weg, da haben wir bei uns hier in der Ecke immer große Probleme. :grimacing: An manchen Stellen könnte der ÖPNV aber noch eine etwas engere Taktung bieten, aber ich möchte mich ja nicht beklagen. :sweat_smile:

für die Arbeit mit Auto …alles sonst hier eigentlich mit dem Ebike (große Einkäufe mit dem Auto oder mit dem Lastenrad)

oder halt laufen wenn das wetter gut ist :slight_smile:

ÖPNV - ist bei uns zu teuer und man ist mit rad schneller …

Also wenn ne Stadt mit 100k Einwohnern es nicht schafft, dass du kein Auto brauchst, dann läuft aber was falsch.

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Also ich benötige schon ein Auto da ich im verschlafenen Niemandsland wohne.

ÖPNV ist hier quasi nicht existent, mit Glück fährt alle 3h ein Bus und das auch nur wenn ich rechtzeitig bei der Nahverkehrsgesellschaft anrufe^^
Das gilt für hin und Rückweg.
Wäre mir zu viel Aufhebens für den Alltag und für den Wocheneinkauf 4h einplanen statt vllt 40min fände ich etwas schroff.

Würde ich in einer Stadt wohnen, die über ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln verfügt, würde ich mir das Auto aber sparen^^

Ich bin grundsätzlich auch ein großer Freund des ÖPNV und großer Gegner des Individualverkehrs.

Das “Problem” in der Diskussion liegt glaube ich oft zwischen Städtern (mir z.B.) und Menschen, die in 50km Umkreis nur Kühe haben (@Angrist z.B.). Als Großstädter ist es relativ einfach auf ein Auto zu verzichten, insbesondere, weil z.B. in Düsseldorf der ÖPNV echt gut ausgebaut ist) solange es innerhalb der Stadtgrenzen bleibt.

Wenn man am Arsch der Heide wohnt, ist das natürlich anders, vor allem weil der ÖPNV in solchen Gegenden quasi nichtexistent ist. Im ländlichen Raum ist der Individualverkehr aber auch kein großes Problem, da es am Arsch der Heide auch niemanden stört, ob da gerade 2 oder 3 Autos fahren.

Problematisch wird es, wenn die Städte auf einmal mit Autos überrollt werden. Dazu würde ich ganz klar Autofreie Innenstadtbereiche bevorzugen, wo es ausreichen P+R Parkplätze außerhalb der Stadt gibt, wo sich dann alle gemütlich in gut angebundenen (das ist natürlich Voraussetzung) ÖPNV setzen können, um in die Stadt zu kommen.

Dann kann jeder, der unbedingt auf dem Dorf / Land wohnen möchte das tun und sein Auto haben, muss das Auto aber abstellen bevor er in die Innenstadt kommt.

Grundsätzlich kann ich das Bedürfnis nach einem eigenen Auto verstehen, weil es natürlich flexibler ist als andere Reisemittel und man weniger Abhängig ist. Ja, ein Stau ist kacke, aber dadurch verpasse ich keinen Anschlusszug. Ich persönlich bevorzuge dennoch absolut die Bahn, weil man dort einfach freier ist das zu tun, was man will (wie diese Zeilen gerade schreiben beispielsweise).

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