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PnP - Lustige/Unglaubliche Erlebnisse


#21

Mir fällt noch einer ein:

Cthulhu, One Shot aus dem SL- Buch 3. Edition.

Kumpel spielt “Ivan der Holzfäller, ein Bäume ausreißender Russe” mit Stärke 18 und Konstitution 17.

Setting ist eine Jagdhütte, welche auf einer Grabstätte eines bösen Indianerschamanen errichtet wurde, welcher die dort lebende 3 köpfige Familie in blutige Taten getrieben hat.

Soweit, so gut.
Wir erkunden die Hütte, nachdem wir mit dem Auto den Vater der Familie über den Haufen gefahren haben und die Karre darauf am Baum zu Klump.

Irgendwann gegen Mitternacht, als wir dem faulen Zauber des bösen Geistes auf die Spur gekommen sind, erwachen die Leichen der Familie (Vater mittlerweile verstorben) zum Leben und wollen uns den Gar ausmachen.

Ivan hört Geräusche aus dem Keller.
“Ich geh mal gucken!” - und sieht am Treppenende in der Küche gerade die Leiche des 10 jährigen Sohnes heraufschlurfen.
Ivan: “Ich stürme auf ihn zu, und schubs ihn die Treppe runter!”
SL: " Du siehst hinter dem Jungen die übel zugerichtete Mutter ebenfalls gerade die Treppe heraufkommen."
Ivan: “Perfekt, dann ramme ich ihn einfach und den Rest erledigt die Treppe!”

Ivan würfelt auf Stärke, kritischer Erfolg, würfelt auf Konstitution, kritischer Erfolg. Schadenswurf ergibt mit Schadensbonus und kritischem Erfolg eine 22.
Doch Ivan muss auf Geschick würfeln, um rechtzeitig zum stehen zu kommen…
Kritischer Patzer, der auch durch seinen Glückswurf mit einer 98 nicht mehr zu retten war…

SL: “Du nimmst soviel Schwung wie du kannst, und schleuderst den Jungen, dem Geschoss einer Haubitze gleich, durch seine Mutter hindurch. Leider bringt dich deine Wucht so sehr aus dem Gleichgewicht, dass du die Treppe herunter hinterher fällst.
Dein massiger Körper überrollt die Überreste der beiden Untoten und du hinterlässt eine schleimige Spur aus Dreck, Kleidung, Blut und Gedärmen ! - würfel mal 2 W 10 eigenen Schaden aus und mach mal einen Stabilitätswurf um 20 Erschwert.”
Schaden - 3 , Stabilitätsverlust - 8, also knapp am Trauma und einer Geistigen Umnachtung vorbei…
SL: " Ivan ist so hohl, dass er nicht rafft was passiert ist, ausser, dass ihm ein wenig schwindelig ist und ihm der Kopf etwas schmerzt."
O-Ton Ivan: " Scheiße, jetzt hab ich Matsch auf’m Rücken, bljat!!!" - steht auf und kickt den Kopf der Mutter unter die Treppe.


#22

So ungefähr :sweat_smile:

Wir haben im weiteren Verlauf des Abenteuers auch nichts gebacken bekommen.


#23

So, auch mal wieder was von mir :slight_smile:

Wie wohl alle GMs haben SpielerInnen oftmals das Bedürfnis (oder sind schlicht unfähig ;)) Namen von NPCs zu vergessen/verstümmeln. Da das manchmal zwar lustig sein kann, manchmal aber auch respektlos wirkt, muss ein NPC auch manchmal reagieren. Schließlich sind es in der Welt eben normale Menschen, und wer würde auf Dauer nicht schief gucken, wenn man immer dumm angequatscht wird?

Naja, der Doc wollte also zu einem stolzen extrem dunkelhäutigen Krieger aus der Wüste, da er dort bestimmte Drogen/Tränke kaufen wollte. Dieser stolze Mann war wenn auch Alchemist, eben auch Krieger, mit gefeilten Zähnen, Knochen um den Hals, etc. Ich fand seinen Namen mit “Sruzur” auch gar nicht so schwer, aber der Doc machte Zukzuk, Sülze, oder auch Zusi draus. Der Mann ließ sich dies gefallen, da er ja auch etwas vom Geschäft haben wollte.

In der Nacht als alle schliefen, schlich er sich allerdings an den Doc heran. Er beugte sich über den Doc, zückte seine Sichel und zischte ihn leise an. Der Doc erwachte, über ihm schwebten die gefeilten Zähne: “Merrrke dirrr meinen Namen!” zischt es, mit einem Schwung schneidet er noch eine Locke aus den (ihm sehr wertvollen) langen Haaren und verschwindet wieder ihm Dunkeln.
Aufgrund einer misslungenen Körperbeherrschungsprobe erleichterte sich der Doc. Da er sich aber auch nicht in die Nacht traute schlief er so wieder ein, was ihn morgens etwas… riechen ließ :wink:

Seitdem schreibt er sich alle Namen von Leuten auf seine kleine Medizinrolle auf und übt sie :smile:


#24

Ich konnte mir selbst die meiner Mitstreiter nicht merken :smiley:


#25

Nun, das wäre mir ja egal, das können Gruppen ja unter sich klären :wink:

Aber irgendwann reagieren NPCs halt, zumindest für mich als Schöpfer sind es ja irgendwie genauso Menschen wie die SpielerInnen. Die müssen ja auch mal kapieren, dass man halt keine Antworten bekommt, wenn man als Erstes das Gegenüber beleidigt.

So passiert, als die 4 sich zu Beginn auf dem Markt treffen. 2 gehen zur Kräuterfrau, die sie bittet doch mal zum Seher zu gehen, sie hätte da etwas für ihn und er ist ihr unheimlich. Antwort: Nö, warum? Nur für den kleinen Bonus da? Nee, ich weiß zwar nicht was das hier für ein Abenteuer wird, aber Laufbursche/magd mag ich nicht spielen.
(Mein Kopf schlug das erste Mal virtuell auf den Tisch).
Währenddessen geht die Schmiedin des Dorfes (bzw. eher Tochter des Schmieds anhand ihrer rudimentären Fertigkeiten) zur Schmiedin aus dem anderen Dorf, die hier alle paar Wochen hinkommt und fängt an sie zu beleidigen: Deine Ware ist doch Mist, du musst hier gar nicht herkommen, dich will hier niemand!
(Mein Kopf durchschlägt virtuell den Tisch und landet auf dem Boden)

Gab zum Glück auch noch andere Leute, die sie auf die Questspur brachten, aber die beiden wären die Einfachsten gewesen… :cry:


#26

Ja, aber das liegt nun mal am P&P an sich. Meistens vergehen zwischen 2 Runden mehrere Wochen und da vergisst man es einfach, besonders weil die nicht Hans Peter oder so heißen. Finde ich einfach menschlich und jetzt nicht weiter schlimm.


#27

Das ist ok, aber am gleichen Abend, 3 Sekunden nach dem Kennenlernen (und ich sage die Namen mittlerweile schon immer 2-3 mal SEHR deutlich :smiley: ) sollte das möglich sein :wink:

Ich nehm das ja auch mit Humor, aber die müssen dann halt auch einen abkönnen :smiling_imp: Zumindest so ein wenig, wir haben zumindest alle herzlich gelacht. Vor allem als die Beiden am nächsten Tag wieder aufeinandertrafen, sie einen Questgegenstand (nicht einzigartig, dennoch) analysieren lassen wollten und der Doc den dann an den Herrn Sruzur für lächerliches Geld ohne zu feilschen aufgrund sehr gut gespieltem Respekt verschleuderte :smile:


#28

Ich hab da eine andere Methode entwickelt. Wir hatten mal ne Kurzkampagne bei Cthulhu, wo ich einige NSCs (ich glaube mich an 17 erinnern zu können, ist aber gut 4 Jahre her, könnten auch 3-4 weniger gewesen sein) aufgestellt hatte.

Wie Abiturienten und Studenten so sind, haben viele selbstverständlich die Weisheit mit Löffeln gefressen ujd meinten, sie müssten sich in 19 Stunden Spielzeit (war in ner Waldhütte von einem Mitspieler, aufn langes Wochende gelegt) nicht die Mühe machen, die Namen zu behalten, geschweige denn, zu notieren. Also habe ich am 2. Abend mal die Arroganz genutzt und JEDEN FALSCHEN oder VERWECHSELTEN Namen für voll genommen. :wink:
“Ich gehe zu Johann Meier und sage ihm, dass wir morgen dort einbrechen” - “Wie willst du denn Meier finden?” - “Ich guck ins Telefonbuch.” eigentlich wollte er aber zu Johannes Meiser, sodass er einem Wildfremden an der Tür seinen Plan erzählt hat, ohne überhaupt zu fragen, wer da vor ihm steht.
Also stand am Ort des Einbruchs die Polente bereit. Auch, dass Johannes Meiser nicht auftauchte machte die Gruppe nicht stutzig, so dass es dann zur Konfrontation mit dem Gesetz kam.
Die Gruppe dachte, Meiser hätte sie verraten. Durch einen geglückten Ideenwurf einer Mitspielerin, konnte das Dilemma jedoch aufgeklärt werden.

Das hinderte aber niemanden daran, diese Lektion in den Wind zu schießen und weiter zu machen wie bisher.

Ergo, machte ich weiter mit meiner Bestrafung. Wer nicht hören will muss fühlen, und im richtigen Leben wäre es, BEI DEN GROSSEN ALTEN NOCHMAL!!!, nicht anders gelaufen, hätte man so gehandelt.

Dies führte dann dazu, dass die Gruppe zum falschen Professor der Berliner Uni ging und nach Okkulter Ausrüstung für den Bosskampf fragte, welche sie natürlich nicht bekamen, weil oben genanntes Problem!

Da sie später wieder mal Namen verwechselt hatten, sprachen sie danach mit einem !ENTTARNTEN! Komplizen der Kultisten über ihren Plan und so hat der Showdown auch nicht stattgefunden, weil sie auf und davon sind.

Es war mir dann nämlich scheißegal. Ich hatte 3 Wochen fast jeden Abend an meinem Szenario gesessen und meine (arroganten und eitlen) Freunde haben sich nicht mal die Mühe gemacht, sich die beschissenen Namen aufzuschreiben. Ich fands einfach sehr respektlos. Aber daraus haben sie dann, nach einer 5 monatigen Spielpause, gelernt. :grin:


#29

Mein Bruder hat ein Faible für ausgefallene Charaktere. Im derzeiten Abenteuer (DSA5) spielt er einen Zwerg dem eine Hand fehlt, dafür hat er eine eiserne geschmiedete Hand. Der Zwerg ist Bordellbesitzer und hat so gut wie keine Kampftalente außer, dass er mit der Eisenhand zuschlägt.

In einem Kampf wollte er einen Gegner tacklen. Natürlich war es bei seinem Glück ein Kritischer Misserfolg. Dieser wurde auch bestätigt. Er landete auf einem Stein und sollte 1W6+3 Schaden bekommen. Aber der Spielleiter hat daraus dann “du verlierst 1W6+3 Zähne” gemacht. Natürlich würfelte er einen 6 und es flogen ihm 9 Zähne raus.

Wenn man das so schreibt klingt es nicht so lustig, natürlich wurde es entsprechend bildlich in Szene gesetzt, seit dem letzten Abenteuer läuft er nun ohne Vorderzähne rum, was seinen gesellschaftlichen Talenten (sonst hat er ja nicht viel) auch nicht gerade weiter hilft.


#30

Nach einem knapp gewonnenen Kampf:
SL: “Ihr konntet das letzte Monster knapp besiegen aber der Krieger verliert seinen Arm.”
Spieler:“Der Krieger ist heute nicht da.”
SL:“Ich sagte der Krieger verliert seinen Arm!”

Niemals Regel Nummer 1 vergessen. Der Spielleiter hat IMMER recht. :wink:


#31

Haben ein Cthulhu Abenteuer gespielt. Es kam zum Finalen Showdown, als ein Byakhee (Weltraum bereisendes, Dimensionen durchspringedes Pferdewesen, welches aber, wenn überhaupt, immer nur demjenigen dient, der es gerufen hat).
Es kam zum Kampf, aber eine Mitspielerin war eingeschlafen und auf Weckversuche reagierte sie eher ungehalten… also fragte der SL, was die Gruppe glaubt, wie sie jetzt handeln würde… da unsere Freundin selber Pferde besitzt, waren wir der Meinung, sie wolle sich mit dem Wesen anfreunden und hält die Hand zum Schnuppern hin…
Eine Probe auf Erscheinung und Charme schlug kritisch fehl, weshalb das Pferd nach ihrer Hand schnappte und ihr das Leben aussaugte…

Wir haben ihr erzählt, die Gruppe hätte es nicht überlebt, weshalb wir unsere Charaktere nur dann spielten, wenn sie nicht konnte…


#32

Puh, hier könnte ich auch viel erzählen… das abgefuckteste, was mir als Spieler (SEHR dummer Söldner) mal passiert ist (DSA):
Die Gruppe ist in die Dunklen Zeiten zurückversetzt worden und muss mehr oder minder eine Stadt verwalten. Durch eine 3x1 bei einer Zechenprobe erobere ich das Herz der Stadtschönheit und verbringe einige schöne Stunden mit ihr. Aus dem Abenteuer entsteht ein Sohn, der in der Folge der Kampagne meine Familie gegründet hat. Das hat dann im weiteren Verlauf für einige meeerkwürdige Begebenheiten gesorgt :smiley:


#33

Spieler (und Leiter) und Namen:
Spielen gerade eine Kampagne in der Marktgrafschaft Greifenfurt, in der Baronie Helbrache und der einzige offizielle Ort in der Nähe ist … Belchenhain? Blechhain? Brechreiz?

Irgendwie kann sich nie jemand an den Namen erinnern (auch der Leiter nicht) und müssen wir alle immer auf der Karte nachschauen, wie der Ort eigentlich heißt. Sturmquell? Auenhude? Farneck? Dorgelsfurt? Die Höfe der Ulmenstedts und Mittenhöhs? - (Die erfunden Weiler drumherum) Kennen wir alle, aber dieser eine Name … zum Glück hat unser Leiter ein ähnliches Gedächtnis :grinning:.

Wegen doofe Patzer:
Leitete ein Abenteuer, meine Abenteurer (Illusionsmagier und Bardin, auch RL-Paar) wurden zu einem Fest eingeladen und es war nicht unbedingt Rahjah (Göttin der Liebe) gefällig, eher genau das Gegenteil. War den beiden auch schnell ziemlich klar, aber man will ja Informationen erhaschen. Illu-Magier, eigentlich ganz trinkfest, beginnt halt mit den Gästen und der Gastgeberin zu saufen - weil Alkohol macht die Zunge locker. Seine Zechen-Probe: 20-20-9 - Patzer. Anstatt Informationen zu bekommen, wachte er am nächsten Tag auf, komischerweise tat ihm sein Rücken (und andere Stellen) weh und hatte er komische Striemen am Rücken. Sein Seelenheil - ein Fall für zukünftige Abenteuer :imp:.

Eher ein Fauxpas:
Einer unserer Spieler ist fast blind und würfelt mittels einem App auf seinem Laptop. Wollte sich an eine Räuberbande anschleichen und würfelte 1-1-4 (kritischer Erfolg) - nur würfelte er mit 3W6 statt 3W20 :joy:.

Und zum Schluss noch eine absurde Situation, wann besser Leiter den Spielern keine overpowerte Fähigkeit geben sollte:
Meine Efferdgeweihte war am Anfang ihrer Ausbildung, da sie persönlich von Efferd ausgewählt wurde, gab ihr der SL die Fähigkeit “Heilige Aura”. Diese Fähigkeit umgibt den Geweihten mit der Aura seines Gottes (also in ihrem Fall hörte man die Wellenbrandung, Nebel umgab sie, Tropfen quellten aus ihr empor - meine Spielgruppe umschrieb es immer, sie wird feucht), als Efferdgeweihte konnte sie das aber schlecht kontrollieren, sie aktivierte sich mehr oder weniger, wen Not am Mann war.
Unser Gegner: ein Vampir, der Efferd (also ihrem Gott) gefrevelt hatte. Ihre Aura ging natürlich an (immerhin ein Ketzer ihres Gottes etc.), sie war völlig in Kampfrage (obwohl damals fast keine Kampfausbildung - habe ich erwähnt, dass sich Efferdgeweihte vor allem von ihren Gefühlen leiten lassen und wenig nachdenken?) und mussten die Kämpfer der Gruppe all ihr Geschick anwenden, dass meine Geweihte nicht in ihren Tod lief.
Irgendwann reichte es dann einem der Kämpfer, nahm meine Geweihte und warf mich einfach auf den Vampir. Tja Aura war an - und der göttlichen Aura konnte er (er war schon deutlich geschwächt und göttliches schädigt ihn besonders) dann wenig entgegensetzen. Getötet von einer feuchten Efferdgeweihten, jadda jadda.

Die Geschichten waren grandios, wenigstens kam der Krieger dann auf die Idee, meine Geweihte im Kampf zu trainieren, weil aufhalten kann er mich sowieso nicht. Und an anderer Stelle rettete das unser Gruppe das Leben.


#34

Also Ich habe auch eine sehr amüsante Aktion: Ein Spieler hatte sich von den Anderen abgewandt und wollte etwas erkunden. Die stelle die er erkunden wollte war jedoch wirklich uninteressant, da er dies aber nicht wusste, dachte er sich es währe sinnvoll sich zu Tarnen um nicht auf zu fallen. was dann folgten waren zwei Kritische Misserfolge beim Würfeln seiner seits, und er rannte das restliche Abenteuer als Pinker Flamingo durch die Wild West Landschaft…
Ein sehr schöner Moment für alle beteiligten.


#35

Auch ein schöner Moment (schon länger her):

Heldengruppe (Hexe, Schelmin, Casanova-Verschnitt und Ritter) kommen in eine Stadt, wo die arbeitende Bevölkerung von der herrschenden Adelsfamilie ausgebeutet wird. Heldengruppe gefällt das natürlich nicht, gehen auf den Marktplatz und beginnen zu musizieren. Dazu muss man sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt mich gerade die Geschichte der Arbeiterbewegung und -chöre eingelesen habe, also jede Menge Lieder wusste, die man leicht verändert gut in das Szenario einbauen konnte. Voller Erfolg in der Stadtbevölkerung, großer Spaß am Spieltisch. Am Ende nimmt mich ein Mitspieler (angehender Geschichte-Lehrer) zur Seite: “Adde, du bist der einzige Spieler den ich kenne, der den Kommunismus in Aventurien einführt.” :grin:

Gutes Jahr später: Neue Heldentruppe (Ritter, Magier, ehemaliger Soldat und Zwerg) bekommen ein Lehen. Also mein Charakter (Junker) bekommt es, aber wir verwalten es zusammen. Der adelige Junker ist halt entgegen den Gepflogenheiten nicht arrogant, nicht eitel und auch nicht goldgierig - im Gegenteil er ist naiv und strutzdumm und glaubt seinen Mithelden alles. Dafür sorgt er sich um sein Lehen, redet mit seinen Bauern, kennt fast jeden beim Vornamen (und kennt auch die Namen der Partner und Kinder) und verbringt die Abende am liebsten in der Dorfkneipe, um sich mit seinen Untertanen zu sozialisieren. Kommentar des gleichen Mitspielers von oben: “Adde, du willst hier wirklich den Kommunismus einführen.” :rofl:


#36

Soso… das bist also du gewesen? :smiley:


#37

Naja ich als Spielleiter hatte die Idee von Pillen mit verschiedenen Effekten die ein Spieler gezwungen war zu essen (also eine von vier Pillen). Es war ein Zombie Szenario.
Kurzum, als eine gigantische Horde von Zombies den Hof umzingelte und die Protagonisten sich im Schuppen sicherten. Habe ich einen Spieler als Pilleneffekt einen Blutrausch gegeben, indem ich seine Kontrolle übernahm und thug life mäßig die Tür aufgerissen hab und mich mit Zombies prügeln wollte :smiley:

Pillen mit “übernatürlichen” Effekten sind gute Handlungsbringer, da man individuell in der Story den Spielern ein neues spontanes Problem bereiten kann. Ich kann es nur empfehlen ^^


#38

Eine Anekdote aus meiner P&P-Gruppe:

Ein Held hat sich spontan dazu entschlossen Gifte zu kaufen um diese als Drogen zu missbrauchen. Dazu begab er sich in zwielichtige Gässchen/Tavernen um sich die nötigen Informationen zu verschaffen.
Da er viel zu wenig Geld hatte um die teuren Gifte zu kaufen willigte er ein, dafür ein Auftrag zu übernehmen. Er liess sich dazu hinreissen ein ihm unbekanntes Paket zu überbringen, welches er vom Gifthändler erhielt.
Es wurde ihm aufgetragen das Paket zum Königspalast zu bringen und dafür das Beweissymbol welches er vom nächsten Boten erhalten würde zurück zum Händler zu bringen. Er hat dann die Probe fürs Schleichen mehrfach voll verhauen und ging zudem auch noch mit dem gut sichtbar getragenen Wappenrock seines Hauses dorthin und vergass dann den Beweis mitzunehmen.

Er kam zurück zum Händler und wollte seine Belohnung. Ihm fiel dann auf dass er den Beweis vergessen hatte. Daher kam er auf die Idee einen Raben zu entsenden der den Beweis abholen sollte. Er hat dann gemerkt dass er keinen Raben hat und ging einen kaufen.
Als er zurückgekehrt ist wollte er mit dem Händler zusammen den Brief schreiben für den Beweis (Händler schon ziemlich angepisst; jedoch zum Glück auf „Beruhigungsmitteln“) Plötzlich fiel ihm auf dass er ja gar kein Pergament und kein Schreibzeug hat, weil er sein gesamtes Geld für den Raben ausgegeben hatte. Er kam darum auf die glorreiche Idee dass er den Raben solange füttert bis dieser ordentlich koten muss. Also wurde gewartet…
Der Rest der Gruppe war schon zu dieser Zeit so; „wtf Dude!.:thinking::joy:

Einige Zeit später war es soweit und der Held schreibt nun mit den Ausscheidungen des Raben auf einem alten Lumpen (quasi wie mit Fingermalfarben) den „Brief“ und versendet diesen.

Ich als SL hab ihm das Ganze natürlich ordentlich erschweren müssen (weil naja wie logisch ist es schon dass der Empfänger jetzt noch den Beweis sendet). Aber genau diesen Wurf schafft der Held mit einem kritischen Erfolg und kriegt am Schluss tatsächlich seinen Beweis.

ABER er vergisst nun tatsächlich die Belohnung abzuholen weil er inzwischen etwas von dem „Beruhigungsmittel“ des Händlers bekommen hat. (erfolgreiche Überredungsprobe)

Und am Ende wurde das ganze Haus angeklagt weil er am Königsmord beteiligt war und er halt gesehen wurde. Also musste die ganze Gruppe vors königliche Gericht.

Das war so absurd das Ganze haha aber wir haben uns alle gut amüsiert.:beanjoy:


#39

Kennt ihr diese Abende, wo man gefühlt fast nur Patzer würfelt?

Spiele zur Zeit mit ein Paar ein Abenteuer und egal was meine Händlerin/Kriegerin heute machen wollte - Patzer.
Zwerg lacht sie aus, dass sie mit Fächern kämpft - im Sparringkampf mehrfach gepatzt.
Begleiteten Zwerg auf Drachenjagd, es kommt zum Kampf gegen den Drachen, bereits auf dem Hinweg mehrere Fallen ausgelöst, das Geschütz des Zwergen vernichtet, sein Pony durch ausgelöste Falle geplättet.
Im Kampf sofort KO.
Nachdem unsere Heilerin mich wieder geheilt hat, bei Goldgier (Drachen haben doch einen Hort und das ist nun alles MEINS) gepatzt, natürlich die Falle am Eingang ausgelöst, Bolzen in die Brust, die Treppe runtergepurzelt und gleich wieder KO.
Und Dank der Goldgier noch eine Hexe ausgeknockt (Kritischer Erfolg), die meine Chara natürlich nun innig mag …


#40

Eindeutig verflucht der Chara. :smiley: