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Ready Player One - Diskussion

Hallihallo!
Da das Buch ja oft bei den Bohnen angesprochen wurde und anscheinend ja auch bei der Community Anklang fand wollte ich diesen Thread hier erstellen, um mal etwas drüber zu schreiben, insbesondere weil ich anscheinend zu der Minderheit gehöre, der das Buch leider echt nicht so sehr gefiel.
Mir kam das Buch ein wenig vor, als hätte jemand einen Band voller Videospieltrivia verfasst und sich dann überlegt, dass sich das ganze ja viel besser verkaufen würde, wenn man noch schnell ne abstruse Story drum spinnt.
Je nachdem, ob der thread hier anklang findet und Wille zum Austausch besteht, werd ich paar Kritikpunkte noch etwas ausformulieren, wenn aber keiner mehr Interesse dran hat, erspare ich mir die Tipperei gleich :smiley:

Also: eure Meinung zum Buch? Ist der, ich nenns mal Minihype gerechtfertig? Oder hat hier vielleicht jemand ne ähnliche Meinung zum Buch wie ich?

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Da ich erst Ende der 80er geboren bin, konnte ich mit retro Film und Videospielzeug worum es viel in dem Buch geht nicht viel anfangen. Dennoch hat mir das Buch super gefallen.

Was mich vorallem fasziniert hat war die Welt ausserhalb von Oasis. Das der Großteil der Menschen in Armut leben muss, die Naturressorcen der Erde aufgebraucht sind und die Welt quasi von den riesige Multikonzernen regiert wird. Das alles klingt für mich so als könnte die Zukunft evtl wirklich einmal so aussehen. Zudem war das Buch auch einfach spanned geschrieben, sodas man immer wissen wollte wie es weitergeht.

Bin jedenfalls mal gespannt was Herr Spielberg für einen Film aus den Buch macht.

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Durch die ganze Lobhudelei habe ich das Buch tatsächlich dann letztens auch mal gelesen.
Hm, wie sage ich das? Die meisten, die das feiern, haben Otherland von Tad Williams nie gelesen oder? ^^ Ansonsten: vollgestopft mit Zitaten, Anspielungen etc. an die 80er. Nun ja. Kein schlechtes Buch, aber meiner Meinung nach den riesigen Hype nicht wert.

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Ich fand die Ausgangssituation auch sehr interessant, grad auch die Oasis, dieses Großkonzeern regiert die Welt-Konzept ist ja auch nicht ganz taufrisch. Leider wurde da etwas Potential vom Autor verschenkt finde ich.
Z.B. die Oasis kam mir teilweise vor wie Second Life in etwas besser und teilweise einfach viel zu vollgestopft, um möglichst viele Anspielungen rein zu kriegen. Irgendwie nichts halbes und nichts ganzes. Es kam mir stellenweise vor, dass der Autor sich die Oasis nur ausgedacht hat, um einen halbwegs plausiblen Grund dafür zu haben, möglichst viele Anspielungen verbauen zu können, ohne dass es storytechnisch Schwachsinn wäre.
Ich hoffe Spielberg kann das besser inszenieren.

Ich fand das Buch großartig, allerdings habe ich das gar nicht so als Hype empfunden. Das ist natürlich sehr abgefahrene Science-Fiction aber auch nicht soo neu. Ich fühlte mich an einigen Punkten an Snow Crash von Neal Stephenson erinnert, eines der ersten Bücher mit so etwas wie einer virtuellen Parallelwelt (dem Metaversum) und auch sehr cool. Natürlich wird in RPO viel mit dem Nostalgiefaktor gespielt, aber das hat mich gar nicht gestört. Es ist halt ein hübsches Paket Fanservice, wenn man so will. Ich hab mir die englische Fassung von Wil Wheaton vorlesen lassen, also das komplette Nerdpaket und an diese Generation (bin selbst 83 geboren) richtet es sich wohl auch primär. Aber das muss ja auch nicht jeder mögen. Ich lese sonst gern Cory Doctorow (aktuell For the Win), dessen Romane sind etwas mehr “down to earth”, vielleicht auch nicht mehr ganz SF. Das neue Buch von Cline “Armada” habe ich auch schon liegen, mal schauen wie das ist. Auf den Film freu ich mich allerdings wie Bolle. :smile:

Ich kann deine Punkte nachvollziehen, aber mir hat das Lesen sehr viel Spass gemacht und hatte es aufgrund des angenehmen Schreibstils auch recht fix durch. Teilweise waren die Anspielungen/Referenzen sehr schön untergebracht, manchmal verkam es leider eher Richtung “name-dropping”, was ich aber nicht sooo negativ empfunden haben wie zB. bei Big Bang Theory (da war es wesentlich plumper und mit mehr Selbstzweck verbunden).
Ich bin auf die anstehende Verfilmung gespannt, aber ich bin mir nicht so sicher, ob das Konzept in diesem Medium (gut) funktionieren kann.

War ein sehr gutes Buch mit toller Ausgangssituation. Das Namedropping war teilweise wirklich etwas plump und die Welt zu überladen, trotzdem wars unglaublich spaßig und spannend zu lesen. Bin 84 geboren und so wars genau das richtige für einen feinen Nostalgie-Nerd-Flash.

Auf mich trifft das zu, das liegt aber vor allem an der Länge von Otherland und der Menge an den vielen weiteren (kürzeren) Büchern, die schon seit Ewigkeiten auf dem Stapel liegen. Wills aber schon sehr gerne lesen.

Hab das Buch irgendwann 2012 also vorm hype gelesen und fand es grandios. vielleicht auch weil ich ein 80er kind bin. Ernest cline ist einfach ein nerd durch und durch und hat mit dem buch versucht seiner kindheit tribut zu zollen. Man muss auch bedenken, dass es sein erstes richtiges buch ist. von daher sind ein paar schwächen im schreibstil zu verzeihen. man merkt aber einfach dass er von herzen schreibt finde ich. allein die tatsache, dass er in der erstausgabe des buches ein richtiges easter egg versteckt hat und dem jenigen der es als erstes fand nen delorean geschenkt hat fand ich ziemlich cool.

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Das stimmt schon, aber im Gegensatz zu Second Life wirkte OASIS aufgrund der bescheidenen Realität zu einem nachvollziehbaren Zufluchtsort.

Ich fand das Buch sehr gelungen, auch wenn ich etwas zu jung bin, um die ganzen Anspielungen noch selbst miterlebt zu haben. Nur das Ende war zu vorhersehbar für mich…

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Mein Freund hat mir zu Weihnachten geschenkt, das Buch vorzulesen. Er selbst hat es im letzten Urlaub an einem Tag durchgelesen, so begeistert war er. Dummerweise schlafe ich immer nach 3 vorgelesen Seiten ein und er bemerkt es erst nach 10 Seiten. Das ist wirklich jammerschade, da mich das Setting total interessiert. Vielleicht auch aus nostalgischen Gründen, als Kind der 80er. Ich drücke hier meinen Senf nochmal aus, sofern wir jemals fertig werden.

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Ich persönlich war von dem zweiten Drittel mehr angetan als vom ersten, weil es sich der Autor viel (!!) zu leicht gemacht hat, das massive (und unnütze) Wissen seines Hauptcharakters zu erklären überspitzt formuliert findet er alles Wissen der Menschheit per Zufall auf einem alten Rechner und hat es natürlich auch direkt im Kopf
und es ist viel zu deutlich bermerkbar, dass der Autor im Grunde nur seine eigenen Vorlieben abfeiert bzw. Informationen aus den 80er Jahre nennt, um sich selbst zu profilieren. Das hat mir relativ viel Lesevergnügen genommen, da mich solches lazy writing nervt und ich ungern das Gefühl habe, wie großartig sich der Schreiber findet, wenn er außergewöhnliche Referenzen nennt, die mit der Hauptstory nur in den seltensten Fällen etwas zu tun haben.
Das zweite Drittel fand ich wieder besser, aber auch nicht überragend. Alles war relativ vorhersehbar, aber dennoch spannend genug, dass man es bis zum Ende durchgelesen hat.

Dass der Hauptcharakter als 17(?) Jähriger ein nahezu lückenloses Wissen über die Popkultur der 80er hat war tatsächlich auch ein Punkt, der mich sehr gestört hat. Und dass besagter 17(?) Jähriger einfach mal ein riesiges global agierendes Unternhemen infiltrieren kann war auch mehr als fragwürdig. Plus, das Ende war klischeehaft hoch 10. Der Fakt, dass keiner in der Vergangeheit auf die Lösung des ersten Rätsels gekommen ist und er quasi nebenbei drauf kommt ist auch so ein Störfaktor für mich.
Insgesamt krankt das Buch imho krass an der Story, die um die gesammelte Trivia aufgebaut wurde, weil sie teilweise einfach nicht spannend, nicht glaubwürdig, zu weit hergeholt, nicht richtig durchdacht, oder, oder, oder… ist.
Hab heute zufällig ein anderes Buch des Autors in der Buchhandlung gesehen und mir den Text auf der Rückseite des Buches durchgelesen, da hatte ich direkt wieder das Gefühl, dass Cline exakt das gleiche versucht wie bei Ready Player One, nämlich eine Story um möglichst nerdige Trivia zu spinnen. Ich muss sagen, da hatte ich schon nicht mal mehr Lust mal in die ersten paar Seiten rein zu lesen.

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Es ist schon erstaunlich, dass so viele Nerds - und ich benutze dieses Wort in einer äußerst neutralen Form - auf diese Masche des Autors reinfallen. In Filmen und Videospielen werden derart unlogische und schlecht geschriebene Handlungsschritte belächelt, teilweise sogar verteufelt und es wird sich aufgeregt, aber sobald ein Autor Themen aus dem Nerdkosmos nimmt, gemixt mit virtual realitiy, scheint man dies nicht mehr wahrzunehmen. Wenn man Filme wie Transformers und ähnliche Schundwerke aufgrund ihrer schwachsinnigen Story ablehnt und den meisten Horrorfilmen zum Haare raufende Lücken in der Handlung ankreidet, dann ist es unbegreiflich, wie man diese in so einem Buch ignorieren kann.

Fand das buch auch sehr gut. Hat echt Spaß gemacht zu lesen (habs sogar auf englisch gelesen btw. War trotzdem kaum ein problem). Sein schreibstil hat mir schon zu gesagt und das Setting war halt auch sehr interessant. Ich selber bin aber zu jung um alle Referenzen vollends verstehen zu können (Baujahr 89 ^^)

Also eigentlich finde ich das dieses Buch perfekt für eine Verfilmung geeignet ist^^ Und das Spielberg sie macht, macht mich umso neugieriger auf die Verfilmung und ich freue mich drauf.

Hm, hatte das Gefühl beim lesen überhaupt nicht, kann diese Kritik also nicht nachvollziehen.

Flache Charaktere und eine extrem trashige Story. Dazu eine Spekulation auf der aktuellen, oberflächlichen Geek-Mode. Sehr schlecht.

Naja, das ist aber auch ein Äpfel/Birnen-Vergleich. Jeder findet doch an Geschichten andere Dinge gut (oder schlecht), manchmal sind es die Charaktere (die ich in RPO toll gelungen finde), manchmal die Prämisse, der Twist (wenn’s einen gibt) etc. Und dann entscheidet auch der Schreibstil usw. mit. Cline macht da halt konsequent sein Ding und wenn einen das abholt, hat das doch nichts mit ‘reinfallen’ zu tun. Und Filme sind mal was ganz anderes, da darf man ruhig differenzieren. Transformers gefällt mir schon deshalb nicht, weil es 2-Stunden-Werbefilme für die Streitkräfte der USA mit schrecklichem Color-Grading sind. Mit der flachen Story allein könnte man sogar leben. Aber ich schweife ab, es geht halt immer um willentliches Aussetzen der Ungläubigkeit. Wenn’s klappt, klappt’s.

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hab zwei mal versucht es zu lesen … ging nicht

ist mir einfach zu einfach geschrieben. ich mein ich hab nichts gegen Belletristik … gibt sehr gute Unterhaltungsromane … aber RPO war geschrieben wie von nem 15 jährigen. das hat mich leider zu sehr gestört. was schade ist … denn die Ideen sind echt toll - und ich verstehe wenn das leuten gefällt, denen form nicht so wichtig ist. vielleicht bin ich n kleiner Snob - aber ich find schöngeistigkeit muss sich auch im schreibstil zeigen.

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Hi mal eine etwas merkwürdige Frage aber ich hoffe mir kann jemand helfen:
Für eine Uni-Arbeit brauche ich die Seitenzahl von zwei Zitaten. Ich wollte mir das Buch bei Amazon bestellen nur dort ist es leider ausverkauft und einen E-Book Reader habe ich leider nicht. Die Zitate um die es geht sind folgende:
“Die OASIS war vom ersten Tag an ein Riesenerfolg. Sie war etwas, wovon die Menschen seit Jahrzehnten geträumt hatten. Die „virtuelle Realität“, die ihnen schon so lange versprochen worden war, war endlich da, und sie übertraf all ihre Vorstellungen. Die OASIS war eine Online-Utopie, ein Holodeck für zu Hause. Und das überzeugendste Verkaufsargument? Sie war kostenlos.”

und:
„Ich ließ meinen Blick über den Korridor schweifen. Meine virtuelle Umgebung sah fast (wenn auch nicht ganz) real aus. Alles in der OASIS war wunderschön dreidimensional gerendert. Sofern man nicht an der Bildschärfe drehte oder allzu genau hinschaute, konnte man leicht vergessen, dass man sich in einer computergenerierten Welt befand. Und das mit meiner klapprigen Schulkonsole! Wenn man die Simulation mit einem supermodernen Ganzkörperanzug betrat, war es dem Vernehmen nach fast unmöglich, die OASIS von der Wirklichkeit zu unterscheiden.“
(Das Zitat ist kurz hinter dem Kapitel “0002”)

Es wäre super wenn mir jemand helfen kann.

ich weis zwar nichts über die Zitate aber du kannst ebooks auch am PC oder Smartphone lesen ^^

Ich hab eine etwas ausführlichere Beschreibung geschrieben, vielleicht kann sie ja irgendjemanden zum Kauf animieren…

In einer nicht allzu fernen Zukunft in den 2040er Jahren ist die Welt am totalen Abgrund. Die Menschheit wird von Krankheit, Hungersnöten, Armut und von einem halben dutzend Kriegen um die wenigen verbleibenden Rohstoffe und die Energie, die sie speichern, geplagt. Obendrauf erschüttern Naturkatastrophen als Nachfolger des Klimawandels die Lande und fordern viele Leben.
In der USA sammeln sich in den Vorstadtvierteln die Flüchtlinge, die wegen der miserablen Versorgungslage auch dem Land in die großen Städte flohen, in hässlichen Slums aus Trailerparks mit sich übereinander stapelnden Wohnwägen oder Containern, oftmals ohne Strom- und Wasserversorgung. Unter ihnen ist auch Wade Watts, Sohn zweier ebendieser Flüchtlinge, der Vater beim Versuch einen Landen bei Stromausfall zu plündern erschossen, die Mutter Prostituierte, die sich später umbringen würde. Den einzigen Trost, und die Ruhe von den ständigen Schreien ihrer Mutter und ihrer Freier, fand Wade in Lernspielen der Oasis. Die Oasis war ein gigantisches open-source MMORPG , in dem nicht nur Wade, sondern fast der ganze Rest der Menschheit mit Internet- und Stromanbindung seinen Trost fand. Entwickler der Oasis ist eine Firma Namens Gregorius Simulation Systems (kurz GSS), Hauptaktionär und Einer der beiden Gründer: Der Multimilliardär James Halliday.

Sein Tod wäre vielleicht mit einer kurzen Nachrichtenmeldung aus der Welt geschafft, wenn sein Testament nicht eindeutig besagen würde, dass all sein Erbe, an den glücklichen Finder eines Easter Eggs gehen würde, ein Easter Egg was in einer kurzen Videobotschaft, „Anoraks Einladung“, die kurz nach Hallidays Tod an alle Benutzer der Oasis verschickt wurde, beschrieben wird. Drei Schlüssel würden jemanden drei Tore öffnen, jeder Schlüssel beherbergt einen Hinweis auf den Ort des dazugehörigen Tores und jedes bestandene Tor, denn Tore beinhalten Rätsel und Aufgaben, gibt jemanden den Hinweis auf den nächsten Schlüssel. Außerdem beinhaltet „Anoraks Einladung“ auch den Hinweis auf den ersten Schlüssel. Jeder gefundene Schlüssel sowie jedes geöffnete und bestandene Tor geben jemanden Punkte. Hallidays persönliche Website zeigt nun nur noch eine Tabelle mit dem Spieler mit dem höchstem Score an eben diesen Punkten. Doch fünf Jahre lang tut sich nichts auf der Tabelle, bis Wade, Wade Watts, dessen Nickname für Oasis Parzival nach einem der Ritter an König Arthurs Hof, dem eine nicht unwesentliche Rolle bei der Suche nach dem heiligen Gral zuteile fiel, benannt worden war, sollte der erste sein, der den ersten Schlüssel finden würde.