Eigentlich wurden alle Wünsche, die ich hätte, schon genannt:
Runden-Timer für mehr Fortschritt
Spectator-Mode
motivierte und in den Grundlagen bewanderte Teilnehmer, die auch wenn sie nach 4h vielleicht weit abgeschlagen sind trotzdem noch weiter alles probieren und nicht die Stimmung runterziehen
Die geheimen Aufträge finde ich besonders spannend und eine gute Idee. Damit würde man auch das Problem vielleicht etwas umgehen, dass jemand wie der klare Sieger aussieht vor Ende der Zeit und die anderen Spieler schon ein bisschen resignieren.
Denn es könnte ja noch jemand durch einen Geheimauftrag so viele Punkte sammeln, dass der erste Platz noch drin ist.
Auch kann man mit solchen Aufträgen bluffen und taktieren, was die Diplomatie, die das zentrale Element eines Civ-Gipfels für mich ist, noch etwas befeuert.
Wäre ja vllt ne Option. Ansonsten würde ich mich einfach über mehr Anreize für den Diplomatie Raum freuen. Ob das jetzt geheime Quests sind oder Teamsiegbedingungen oder was ganz anderes. Alles was mehr Allianzen und Verrat fördert kann nur gut sein.
Das stimmt natürlich. Hier geht es ja aber erstmal nur um Wünsche und Meinungen und ich persönlich fände es besser, wenn der Sieger ohne Einwirkung der Zuschauer ermittelt wird. Vielleicht sieht es die Mehrheit ja anders.
Kulturkrone (Ingame Punkte): Wer hat die stärkste Kultur?
Was ich mir zusätzlich vorstellen könnte wäre eine Jokerkrone, die bei jedem Civ-Gipfel einzigartig ist. Da könnte man dann spezielle Challenges drin verbauen. Wie zB:
Umweltkrone (Community Voting oder Ingame Punkte): Wer hat hat die Umwelt am besten geschützt?
Ästhetikkrone (Community Voting): Wer hat das schönste Reich?
Händlerkrone (Ingame Punkte): Wer hat die längste Straße?/Die meisten Händler?
Gib den 2 stärksten Startpositionen die Aufgabe, sie sollen sich 3 Verbündete organisieren und gemeinsam X Gebiete erobern und schon kann es passieren, dass versucht wird 2 große Bündnisse zu schaffen die gegenseitig Krieg führen.
Stelle mir das gut vor wie ein Nils versucht wegen seiner Aufgabe, seine Nachbarn anzustacheln, damit sie gemeinsam in einen Krieg ziehen.
Die Aufgaben sollten evtl nur so gestellt sein, dass sie sich nicht gegenseitig ausschließen.
Bei den ‚Community-Kronen‘ fände ich persönlich allerdings wichtig, dass es sich wirklich nur um Kategorien handelt, die man anhand des für Zuschauer zu sehenden Content auch seriös beurteilen kann.
Bei 8 Stunden und 8 Spielern kann man zum Beispiel kaum wirklich nachvollziehen, höchstens ein ganz grobes Bauchgefühl entwickeln, wer ingame sein Volk wie behandelt hat oder welche Reiche im Gesamtbild stimmig aussehen.
Wenn die Community votet, dann sollte das schon was sehr subjektives sein, was man nicht so einfach an Kennzahlen im Game festmachen kann. Das ist wie bei den Sternen am Ende von Mario Party, die Randomness und die Unfairness gehören dazu
Ich fänd eine freie Wahl der Völker eine nette Abwechslung - zu den allgemeinen Zielen, vielleicht noch eine Hidden- und eine Visible-Agenda mit Bonuszielen für zusätzliche Punkte - es können ruhig auch Ziele sein, die alle Völker gleich gut meistern können, damit die zufällig per Kärtchen vergeben werden und im späteren Midgame-Lategame dann noch eine Bonusmission, dann gern auch auf die aktuelle Partie zugeschnitten.
Ich fand die fairen Karten von Eisdrache? Immer super, bei den Zufälligen war schon oft Mist dabei.
Die Teilnehmer spielen auch offen gegeneinander, d.h. es wird nicht nur RP-mäßig rumgestichelt, sondern dann auch mal der Klappstuhl ausgegraben
Ein wenig Roleplay
Eine unterhaltsames Recap in den Pausen
Trashtalk
Probleme/Herausforderungen, die ich bei den bisherigen Gipfel beobachtet habe:
Zu große Wissens-/Könnensunterschiede zwischen den Teilnehmern:
Wenn es ein zu großes „Skillgefälle“ gibt, haben weder die Anfänger noch die alten Hasen was davon. Die Anfänger hängen die ganze Zeit nur hinterher, haben aber quasi keine Chance auf den Sieg und die Veteranen müssen sich zurückhalten, die Anfänger einfach plattzumachen und die Anfänger oft auch noch an die Hand nehmen. Die Spieler sollten sich also insoweit mit dem Spiel beschäftigt haben, dass sie die Grundmechaniken draufhaben und nur noch bei speziellen Sachen nachfragen müssen. Krogi ist da ein sehr gutes Beispiel wie man sich gut auf den Gipfel vorbereitet.
Zu geringes Spieltempo/Siegbedingungen nicht erreichbar:
Bisher gab es meines Wissens nach keinen Gipfel, der nicht über einen Punktsieg entschieden wurde. Die einfachste Lösung dafür wäre es einfach so wie die Piets zu machen und mit Ingame-Rundentimer zu spielen. An den externen Rundentimer wurde sich ja so gut wie nie gehalten, weil es eh keine Strafen gab. Die Teilnehmer können das Pielen mit Timer ja im Vorfeld üben.
Balancing/verteilung der Civs:
Nicht alle Civs sind gleich gut. Bisher wurde es ja so gehandhabt, dass entweder aus einem Pool gelost wurde oder die Civs nach Skill zugewiesen wurden. Beides finde ich suboptimal, da ersteres nicht gebalanced ist und zweiteres etwas unfair den Veteranen gegenüber ist. Mein Vorschlag ist daher die Spieler aktiv draften zu lassen, Seiten gibt es da ja genug (z.B. Civilization - Random Drafter). Erst werden von den Spielern reihum jeweils 2 Civs gebannt und dann bekommt aus dem Pool der übrigen Civs jeder Spieler zufällig zwei zugewiesen, aus denen er dann das geringere Übel wählen darf.
Startpositionen und Mapdesign:
Derbisherige Ansatz mit selbsterstellten und dementsprechend ausgeglichenen Karten finde ich gut, allerdings gab es da immer mal wieder ein paar Mängel, z.B. dass Civs ihre spezifischen Terrain-Bonis nicht nutzen konnten oder dass die Spieler mit Absicht durch unwirtliches Gelände voneinander getrennt waren und so eine bestimmte Spielweise forciert wurde bzw. die Spieler in Grüppchen geteilt wurden. Da müsste evtl. noch etwas dran gefeilt werden. Alternativ könnte man auch zufällig generierte Maps in Kombination mit Balancing Mods wie Better Balanced Starts spielen.
Was die Zuschauer sehen:
Ich glaube, das wurde in den letzten runden schon so gemacht, aber ich möchte es tortzdem nochmal hervorheben. Die Kommentatoren sollten als Spieler im Spectator Mode mit in der Runde sein, da sie so alle Resourcen und die Sichten der einzelnen Teilnehmer sehen können. Außerdem müsste die Regie die meiste Zeit dann nur den Bildschirm der Kommentatoren abgreifen. Mit der Mod Better Spectator Mode können die kommentatoren dann sogar in die Forschungs- und Kulturbäume der Teilnehmer gucken sowie schnell von Spielersicht zu Spielersicht wechseln.
Was ich mir auf jeden Fall wünsche, ist die Rückkehr der News. Die haben das ganze immer so schön aufgelockert.
Wenn man den guten Herren vom auswärtigen Amt wieder rankriegen würde, wäre das auch richtig stark. Das hat das Format wirklich sehr bereichert beim letzten Mal.
Spielerisch kann ich nicht viel sagen. Mir ist da nur wichtig, dass alle in einem Studio sind und nicht jeder zu Hause. Der einzige Civ-Gipfel, der mir nicht gefiel, war der online während Corona. Hat einfach nicht ansatzweise die gleiche Atmosphäre.
Da wäre ich mir nicht so sicher.
Als Kommentator war er mMn. eine Bereicherung, als Diplomat war er hingegen ein Störfaktor.
Also nicht falsch verstehen, aber man wählt extra Spielmodus und Zivilisationen in der Absicht Krieg zu fördern und will den Zuschauern Action bieten, hat dann aber gleichzeitig einen Diplomaten an Board dessen Ziel es ist, jeden Konflikt friedlich zu lösen und uns zu erklären, das Krieg allen beteiligten nur schadet…
Hier gab es ja schon einige gute Beiträge die meinen Ideen ähneln könnten:
Das größte Problem fand ich die Zeiteffizienz. Das auslosen und Vorstellen der Teilnehmer hat immer sehr lang gedauert und eigentlich keinen Mehrwert gehabt.
Das auslosen könnte einfach der Moderator am Anfang erledigen ODER die Teilnehmer können sich vorher selbst eine aussuchen.
Außerdem könnten die Teilnehmer in den ersten 8 Runden - jeweils eine/n pro Runde vorgestellt werden; dadurch hätten die anderen Teilnehmer auch etwas mehr Zeit.
Das 2te Problem bei den Gipfeln war meiner Meinung nach, dass der Sieger nur über die Punkterangliste entschieden wurde (haben hier ja schon viele angemerkt).
Ich wäre am ehesten für mehrere verdeckte Missionen:
Habe Weltwunder XY und Weltwunder ABC bei Spielende in deinem Besitz. (Egal ob erobert oder erbaut)
Sei ein Religionsgründer
Besitze mindestens 6 Städte bei Spielende
Umrunde die Weltkarte (hängt natürlich vom Kartentyp & Größe ab)
Sei Souverän von 3 Stadtstaaten bei Spielende
Aber es sollte alles nicht zu kompliziert gemacht werden und realistische aber nicht zu leichte Ziele haben.
Statt in einem späteren Zeitalter zu starten, wäre es vielleicht eine gute Idee, wenn man zum Start mehr Einheiten besitzt: Z.B. 2 Siedler, ein Späher, 2 Krieger. Oder sogar 3 Siedler. Das würde das Ganze auch schon pushen.
Spaß gemacht hat mir bei den Gipfeln, immer am meisten, dass Rollenspiel und das interagieren als das Spiel an sich.