Science-Fiction mit "philosophischem" Mehrwert

Welche Science-Fiction-Geschichten haben für euch echte - im weiteren Sinne - philosophische Substanz?

Egal, ob es sich um Literatur, Filme, Serien, Computerspiele - oder welches Medium auch sonst - handelt.

Und welche SF-Geschichten halten dabei auch „ästhetisch“ dem Test der Zeit stand?

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Obvious picks incoming.

Soljaris

Lem verwebt hier meisterhaft die Themen. Die Verfilmungen sind ebenfalls sehr sehenswert (da meine ich auch die Fernsehadaption).

Stalker

Tarkowski nimmt sich das interessanteste Kapitel aus dem Werk der Strugazkis und schafft einen einzigartigen, hypnotischen Film, wie es ihn nir einmal gibt.

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Ganz klassisch 2001. Auch wenn ich den nicht verstehe. Daher vermutlich gute Philosophie :sweat_smile: Ästhetisch hält der auch stand. Dramaturgisch vielleicht nicht ganz.

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Starship Troopers als Buch ist eigentlich recht philosophisch und es geht eigentlich eher um die Gesellschaft als um die Action.

The Lobster behandelt auf groteske Weise die gegenwärtige Gesellschaft und ihren Fanatismus bezüglichen des Erreichen des wahrhaftigen Lebensglückes.

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Hab ich damals als Teenie gelesen und ich erinnere mich nur noch daran, wie geil ich den Schreibstil fand. Das war alles so bildlich und lebendig, ich hab heute noch meine „Vorstellungen“ von einzelnen Szenen vor Augen.

Da war der Roman garnicht so verkehrt und deutlich nüchterner. Falls es dich also in den Fingern juckt, zu verstehen, was da letztlich zum Durchdrehen von H.A.L. geführt hat, wirst du definitiv Antworten finden.

Das ganze psychedelisch-metaphorische war primär der Fingerabdruck, den Kubrick der Geschichte aufgedrückt hat.

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Glaube HAL war da noch mein geringstes Problem :sweat_smile:

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eindeutig Star Trek
Spock, Data, der Holo Doc und Seven of Nine beschäftigen sich alle mit der Frage was ist ein Mensch

und nicht zu vergessen die Folge

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The Matrix (1999)
Inception (2010)
Ex Machina (2015)
Gattaca (1997)
I, Robot (2004)
Her (2013)
The Man From Earth (2007)
Bicentennial Man (1999)
Strange Days (1995)
Metropolis (1927)

Manch Episode von Black Mirror, z.B. Nosedive und Be Right Back.

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Man kann sich an der Stelle auch den Roman geben, „Picknick am Wegesrand“, der ist nicht weniger interessant.

Wenn’s um Science-Fiction-Romane mit philosophischem Anspruch geht, würde ich noch folgendes in den Ring werfen:

Alfred Bester - Der brennende Mann

Gully Foyle ist der letzte Überlebende eines Raumschiffs und wird im All zurückgelassen, obwohl ihn ein anderes Raumschiff hätte retten können. Von seinem Hass angetrieben entwickelt er das „Jaunten“, teleportieren über große Distanzen. Um Rache zu nehmen. Gleichzeitig ist Gully Foyle sich seiner Taten bewusst und von diesen abgestoßen

Aldous Huxley - Schöne neue Welt

Die „schöne neue Welt“ ist eine Welt, in der jeder Mensch seine perfekte Funktion findet. Weil Föten genmanipuliert werden und Kinder indoktriniert. So hat die Menschheit ein perfektes Kastensystem erschaffen und alle, die daran zweifeln, werden mit Drogen und Sex quasi ruhig gestellt.

Ursula K. Le Guin - Die linke Hand der Dunkelheit

Die Ökumene ist ein Kollektiv von Welten, die lose zusammenarbeiten. Im Auftrag der Ökumene wird der Erdling Genly Ai als Abgesandter zum Planeten „Gethen“ geschickt. Eine Eiswelt. Hier wird Genly Ai damit konfrontiert, dass die Bewohner von Gethen kein festes Geschlecht haben, sondern in gewissen Zyklen entweder weibliche oder männliche Geschlechtsmerkmale annehmen. Abgesehen davon bekommt es Genly Ai auch mit der Politik auf dem Planeten zu tun, auf dem er als einziges „Alien“ unterwegs ist. Noch dazu als eines, dass die Bewohner nicht wirklich verstehen.

Ursula K. Le Guin - Das Wort für Welt ist Wald

Die Terraner beuten einen neuen Planeten aus und die Bewohner dieses Planeten, die keine Gewalt kennen, versklavt. Bis sich einer der Indigenen erhebt und selbst Gewalt anwendet.

Ursula K. Le Guin - Planet der Habenichtse

Nachdem eine anarchistische Revolution gescheitert ist, werden die an der Revolution beteiligten Humanoiden vom Planeten auf einen Mond umgesiedelt, dort sind sie die titelgebenden Habenichtse.

Auf dem Mond leben die Einwohner zwar frei, während der Planet mit seinen verschiedenen Regierungssystemen an die Erde erinnert. Aber auf dem Mond steht es den Einwohnern auch frei, zu verhungern. Und trotzdem hält man an den Idealen der Anarchie fest.

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Blade Runner - Final Cut (1982/2007),

auch wenn jetzt viele sagen werden …

Do Androids Dream of Electric Sheep? (1968)

… sei sehr viel tiefer.

Mag sein.

Aber warum nur eins nehmen, wenn man beides haben kann?

Manche inkludieren ja auch das Endzeit-Genre als Subkategorie in die Science-Fiction.

Dune Band 3 & 4. Was bedeutet es Macht zu haben und welchen Preis muss man dafür bezahlen.

Babylon 5 hatte mit G’Kar echt gute Momente. Oder der einen Folge, wo sie Sheridan Foltern und es á la 24 in Echtzeit zeigen. Die Weisheit von Delenn.

https://youtube.com/shorts/fRXQAcmRN5E?si=dpOUSmp-16fFKnvg

Und natürlich Deep Space 9. Das war wirklich Star Trek on Peak.

Also diese zwei Serien jede Woche neue Folgen lieferten. Das war einfach :beanfeels:

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Doctor who hat da über die Jahrzehnte einiges geliefert. Auch wenn sich sich die Grundeinstellung „Möglichst keine (waffen)Gewalt anwenden“ nach und nach aufgeweicht hat

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Wenn man den Endzeitfilm als Science Fiction gelten lässt, dann …

Children of Men (2006)

Er erzählt meisterhaft davon, wie wir werden könnten, wenn wir keine Zukunft mehr haben.

Aber er lässt einen Funken Hoffnung glimmen.

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Ghost in the Shell Manga und Anime

Wobei der erste Film deutlich mehr die philosophischen Aspekte betont als die Manga-Vorlage, die dann doch mehr auf Action gesetzt hat.

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Ich finde der Film greift perfekt die Essenze des Buches auf und lässt das andere weg, was den Film gesprengt hätte.

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Die drei Sonnen Trilogie, besonders das erste Buch.

In den Büchern 2 und 3 wurde es mir aber zu Oberflächlich. Klar läd das ganze dazu ein sich seine eigenen Gedanken zu manchen, nur dafür fehlt der Anreiz.

Ich habe gerade Ursula Le Guin für mich entdeckt, eingestiegen bin ich mit dem (Kurz)Geschichten-Sammelband Der Tag vor der Revolution mit 25 Werken von 1969 bis 1995.

Sehr erstaunlich, wie zeitgemäß die Geschichten auch heute noch sind, mit Themen wie Genderidentität, Geschlechterbeziehungen und generell einem sehr anderen Blick auf Sci-Fi, immer mit dem Menschen im Mittelpunkt, und oft aus weiblicher Perspektive (bzw. aus der Sicht des „schwachen“, unterdrückten Geschlechts, das können auch mal Männer oder nicht-binäre Personen sein, oder aus Sicht eines neutralen Beobachters, der herausfinden will, was abgeht, da ist die Autorin sehr kreativ). Wirklich gut geschrieben bzw. übersetzt.

Als Bonus spielen viele der Geschichten im gleichen Universum und nehmen lose Bezug aufeinder, was das ganze Universum trotz seiner Größe sehr greifbar und verständlich macht, obwohl es eigentlich zu groß ist, um es zu verstehen.

Für mich als von „klassischer“ Sci-Fi gelangweilter Becky-Chambers-Fan eine echte Entdeckung, gesellschaftlich vermutlich relevanter denn je, freue mich jetzt auf die restlichen Bücher von ihr.
https://www.fischerverlage.de/buch/ursula-k-le-guin-der-tag-vor-der-revolution-9783596710874?pt_ref=buchlink&utm_campaign=9783596710874&utm_medium=buchlink&utm_source=perlentaucher.de

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