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Welchen Film habt ihr als letztes gesehen? II

Die Darstellung von Serkis ist nicht unabhaengig von den Effekten, es ist ein Teil davon.
Einen Schauspieler als Ausgangsbasis zu nehmen ist einfach nur eine Technik um den gewuenschten Effekt zu erzielen.

Gut, das haette ich vielleicht naeher ausfuehren sollen. Es geht nicht darum, dass sich die VFX Artists nicht gewuerdigt sehen.
Andy Serkis ist keine sehr beliebte Person weil er die Leistung der VFX Artists herabsetzt. Er stellt sich gerne dar, als waere er der Grund weshalb Gollum etc. so gut geworden sind und das ist halt nicht wahr.
Und uebrigens ist Wuerdigung von VFX Artists und die VFX Industry nochmal eine ganz andere Nummer fuer sich.

Hab ich geschrieben das er keine Leistung gebracht hat? :cluelesseddy: Nein, habe ich nicht, ich habe sogar geschrieben, dass Andy Serkis eine gute Performance abgeliefert hat. Aber eine gute Performance von Serkis alleine macht den Affen halt noch nicht perfekt.
Er hat eine gute Performance abgeliefert, welche in die Darstellung des Caesars reinspielt. Genauso wie die Leistung der VFX Artists.

Weisst du wie visuelle Effekte entstehen? Weisst du was hinter den Kulissen von den Filmen passiert ist? Oder woher weisst du wie der Film ohne ihn ausgesehen haette?

The Lion King (2018):

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Habe ich auch nicht gesagt…
Habe eher das Gegenteil gesagt:

Du argumentierst hier gegen Nichts was ich gesagt habe. NATÜRLICH ist Serkis Darstellung nicht unabhängig von den Effekten. Weswegen ich das geschrieben habe.

Und für einen Schauspieler Computereffekte zu nutzen ist einfach nur eine Technik um die Rolle besser darzustellen.
Nochmals: Für eine Darstellung wie Caesar braucht es beide. Die Tatsache, dass du die ganzen Lorbeeren an die Computereffekte geben willst halte ich für mehr als nur kurzsichtig.

Kann ich nicht sagen. Ich arbeitete nie mit ihm, ich weiss nicht, was er sonst so sagt.
Ich kann nur von seiner Persona reden, welche er bei Interviews und so präsentiert. Und da habe ich ihn das noch nie machen sehen. Er redet primär davon, wie er den Charakter spielt… weil DAS seine Arbeit ist. Soweit ich das von seinen öffentlichen Auftritten beurteilen kann gibt er den technischen Aspekten seiner Charaktere eine Menge Respekt und Wichtigkeit.

Das kann gut sein.
Ich kann halt nur sagen, dass ich in diesem Fall Würdigung der Industrie zu wenig beurteilen kann. Ich habe von den Auszeichnungen und Awards geredet, und da hat man bisher Andy Serkis Darstellung noch nie die gleiche Würdigung und Gewichtung dargebracht wie den Spezialeffekten. Da sind die Zahlen einfach relativ eindeutig.

Doch. Hast du. Ziemlich explizit.
Ich habe das Zitat oben kopiert, wo du dies gemacht hast.
Hier nochmals:

Vielleicht hast du das etwas ungünstig formuliert? Kann sein. Aber in diesem Abschnitt machst du keine Differenzierte Aussage zur Leistung beider Seiten. Hier redest du davon, dass Caesar exklusiv so gut im Film aussieht, weil die VFX-Artisten gute arbeit geleistet haben.

Ok. Das war nicht wirklich das, was du oben gesagt hast, aber ich bin froh das wir das gleich sehen.
Dann bin ich aber nicht mehr ganz sicher, wogegen du hier argumentierst. Denn da hat dir hier noch niemand wiedersprochen.

Weil ich den Film und die Schauspielerische Leistung gesehen habe. In beiden Fällen sieht man die Schauspielerische Leistung durch die Effekte hindurch.
Sorry… ich weiss nicht, was ich dazu noch sagen kann. Auf der einen Seite sagst du, dass seine Darstellung super ist, und jetzt versuchst du zu argumentieren, dass diese beiden Rollen ohne Serkis gleich ausgesehen hätten? :woman_shrugging:
Ich muss gestehen, ich verstehe deinen Standpunkt nicht ganz hier.

Aber ok, werde das hier beenden, denn wir sind sehr vom Hauptpunkt abgeschweift. Wenn du mir erklären willst, was dein Standpunkt ist und wie diese (in meinen Augen) recht wiedersprüchlichen Standpunkte von dir zu vereinheitlichen sind, dann kannst du mich gerne per PM anschreiben. Würde diesen Standpunkt gerne besser verstehen.
Aber hier bin ich für den Moment fertig.

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The Long Shot
Wirklich gute, lustige RomCom.
8/10

Midsommar
Da hab ich mir mehr erwartet/erhofft als einen schnöden Drogentrip in einer irren Kommune. Schade :schade:
4/10

Es war einmal in Amerika

Ein Bekannter hat Sergio Leone mal ein mittelalterlich mediterranes Frauenbild vorgeworfen. Jetzt weiss ich auch wieder, woher die Bemerkung kommt. Eigentlich ein absoluter Klassiker, auch wenn ich verdrängt hatte, dass die Fassung hier fast 4 Stunden lang ist, aber das Frauenbild und die damit verbundenen Rollen sind schon verdammt undankbar.

Ich kann mich erinnern, dass meine Schwester den im Kino gesehen hat und die Zielgruppe war wohl so Teenie-Mädels, oder?
Ich will da jetzt nichts zu sagen, denn ich hab den wirklich 20 Jahre sehen und meine Freundin noch nie, aber er liegt jetzt auf Netflix und wird in der nächsten Woche gesehen. Aber ich hab den Film (und sogar die Serie) gar nicht so schlecht in Erinnerung. Sind halt die 90er. Aber wer heute 16 Candles sieht, wird ihn auch nicht gut finden.

Wenn das typisch 90er ist habe ich deutlich andere 90er erlebt :smiley:
Ich versteh schon was du damit sagen willst. Ich empfehle den mal meiner 16 jährigen Tochter und bin mal gespannt was die dazu sagt :wink:

Sie hätte halt 1995 16 sein müssen :smiley:

Wenn man immer auf irgendwelchen amerikanischen Seiten unterwegs ist, wird der schon recht häufig als einer der Teenie-90er Filme genannt.

Wir haben hier natürlich auch kaum den Bezug dazu, aber was lief da im TV? Beverly Hills 90210, die Boybands waren an der Spitze der Charts, Buffalos und Glitterjeans waren in.
Und Alicia Silverstone (Sorry dude, I’ve been just a simple Man) war nach den Aerosmith-Videos doch ein Megastar (zumindest in meiner Bubble).

Wie gesagt, werde nochmal Rückmeldung geben, wenn ich ihn nächste Woche gesehen habe, spreche gerade nur aus Erfahrungen die 20 Jahre her sind und aus dem, was man halt so popkulturell miterlebt hat.

Ich habe in der Zwischenzeit erfahren das Clueless einer der Lieblingsfilme meiner Tochter ist.
Also scheint der bei den Teenie Mädels auch heute noch zu funktionieren.
Was Alicia Silverstone angeht bin ich zu 100% deiner Meinung :wink:

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Midsommar

Joooooooaaa…ganz nett. Sieht klasse aus, ist nicht gruselig (sehr gut!) und die übergeordnete Handlung wird gut eingerahmt. Die Charaktere bleiben aber meiner Meinung nach ziemlich blass und der einzige richtige Protagonist ist hier eigentlich nur das Midsommar-Fest. Hätte da irgendwie noch etwas mehr erwartet. Das Ende fand ich dann leider auch sehr vorhersehbar und für gut 2,5 Stunden ist erstaunlich wenig passiert. :sweat_smile:

3,5 von 7 Blutadlern

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Late Night, 2019

Nisha Ganatra

Hm. Nach dem Antje den Film so schön präsentiert hatte in Kino+ bin ich leider etwas enttäuscht.
Ich mag es nicht, wenn Frauen in erfolgreichen Positionen so dargestellt, dass sie nur erfolgreich sind, weil sie männliches Verhalten imitieren… Ich finde das muss einfach nicht sein und wirkt sehr oft konstruiert.

Wenn man eine Late Night Show macht, kann ich mir solche elitäre Haltungen gar nicht vorstellen, dass man sein Writer Team nicht kennt und dann erstmal durchnummeriert, um sich keine Namen merken zu müssen. Besonders wenn im Hintergrund so viele Emmis stehen, aber ich bin nicht so vertraut mit den Kulissen hinter Late Night Shows.

Ich mag Mindy Kailing sehr gerne und auch Emma Thompson, aber wie sie ihre Figur konstruiert haben, hat mir einfach nicht zugesagt. Auch das Molly nur wegen der Quote den Job bekommt, ohne schon vorher Stand Up Erfahrungen zu haben ist son bisschen… naja. Es hätte gereicht, wenn sie als Stand Upperin keine echten Jobchancen bekommt. - Ich bin nicht so happy mit dem Film und dabei hätte es wirklich genug Comedy Stoff gegeben als einzige Frau und dann auch noch als PoC in einem Männer-Team arbeiten zu müssen.

War nett, aber leider nicht, was ich mir erhoffte.

The Art of Self-Defense

Comedy ist bei mir immer so ein Hit-or-Miss Ding. Ich habe nicht viel erwartet, vielleicht ab und zu ein paar Schmunzler, das wars. Stattdessen gab es so viele Schenkelklopfer, dass ich nicht mal mehr alle guten Stellen aufzählen könnte.
Am besten könnte man den Film als eine schwarze Komödie mit Giorgos Lanthimosesken Dialogen beschreiben. Ab der zweite Hälfte wird er sogar Stellenweise ziemlich Brutal und ernst, verliert aber nicht seinen absurden Humor. Das Ende war einer der lustigsten seit langem :smile:.

8/10 Gürteln

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The Old Guard

Solider Actionfilm mit Charlize Theron. Andromache von Skythia, kurz Andy, führt eine Truppe von Unsterblichen in einen Kampf nach dem anderen. Wenn man über die Jahre nichts anderes gelernt hat, Soldaten werden immer gebraucht. Und nun taucht nach hunderten von Jahren eine weitere Unsterbliche auf, während es für die Truppe immer schwerer wird, unerkannt zu bleiben.

Auf der positiven Seite haben wir einen wirklich grundsoliden Actionfilm mit toll choreografierten Szenen, in denen man den beteiligten Figuren wirklich abnimmt, dass die schon viele hundert Jahre zusammen kämpfen, so nahtlos laufen die Aktionen, ohne Befehle, ohne Absprache. Die haben wirklich eine Beziehung untereinander, die man denen auch abkauft. Nile als neustes Mitglied wird auch nicht aufgesetzt, die Liebesbeziehung zwischen Joe und Nicky ist echt gut geschrieben. Und man kauft den Figuren meistens ab, dass die schon so lange unterwegs sind.

Auf der anderen Seite haben wir aber mit Merrick, dem Pharma-CEO, der eine ziemliche Wurst ist (da ist ein real life Martin Shkreli bedrohlicher), Chiwetel Ejiofor bekommt nicht wirklich was zu tun, Charlize läuft teilweise scheinbar auf Autopilot und ich hätte gerne neben den kurzen Rückblicken auf Andy auch ein paar zu Booker und Nicky/Joe in deren Originalperiode gesehen, anstelle von schlecht gephotoshoppten Bildern. Gerade Nicky/Joe hätte da eine Szene verdient, wie die im ersten Kreuzzug erst gegeneinander kämpfen, bevor die merken was los ist. Ach ja, schade, dass hier wieder eine Fortsetzung angeteased wird. Ich habe jetzt nichts gegen eine Fortsetzung, aber ein abgeschlossener Film wäre mir lieber gewesen.

Also, ein wirklich grundsolider Actionfilm, den man gut Abends auf der Couch anschauen kann. Und die bisher beste Verfilmung einer Vorlage von Greg Rucka (nach der Gurke [Whiteout](https://www.rottentomatoes.com/m/10008655-whiteout jetzt auch keine Herausforderung).

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Die Eiskönigin II

auf Disney+

Schöne Fortsetzung, fand den Vorgänger aber einen ticken besser. Sowohl von der Geschichte her als auch von den Liedern, welche mir in diesem Teil nicht so zugesagt haben, bzw. nicht hängen geblieben sind.

Überraschend fand ich u.a. auch die Evil-Dead-Anleihen, als sie das erste mal den Wald betreten. Die wird zwar hoffentlich kein Kind verstehen, aber zeigt mir, dass die Animations-Filme von Disney nach und nach doch irgendwie düstere Geschichten erzählen. Kindgerecht, aber ich denke nicht zwingend ab 0. Für mich ist die FSK-Freigabe ab 0 dann doch sehr überraschend.

Aber obwohl mir der erste Teil besser gefiel, ist auch dieser Film natürlich berührend und schön erzählt. Und visuell eine Bombe.

4/5

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Mulholland Drive, 2001

David Lynch

Es ist leider immer wieder schwierig Filme zu sehen, wenn man weiß, wie sehr sie im Voraus gelobt wurden.
Ich wollte den Film nach einer Stunde ausmachen, weil er mir inszenatorisch einfach nicht zugesagt hat. Man hat schon erahnt durch Belichtung und Figuren (und eben Lynch), dass es in eine de-konstruierende Richtung der Handlung gehen wird, aber es war mir zu lang. Zu bizarr, wie der ausgespuckte Espresso. Ich bin aber noch dran geblieben und kann die Szenen stellenweise durch das Ende verorten und er hat auch seine Momente, wie Silencio. Aber leider berührt mich der Film im Weiteren nicht sonderlich.
Das passiert mir einfach hin und wieder, wie auch Mariage Story mich nicht begeistern konnte. Vielleicht lag es auch an Naomi Watts. Ich finds oft unglaubwürdig, wenn optisch makellose Menschen gezeigt werden, die alle Hollywood Vorteile genießen können und dann in solche komplexen Rollen gepresst werden. Mehr Ecken und Kanten, als schlank und perfekt, würde ich mir wünschen. Da wirkt auf mich die Rollenbesetzung nicht immer stimmig und überzeugend.

Schade, ich hatte mir etwas anderes erhofft. (Ich kann leider nicht beschreiben was genau…)

Ich fand den Film fürchterlich langweilig und langatmig. Der Anfang ist sooooo schleppend, die einzige gute Scene kommt schon im Trailer vor und die gute Idee wird liegengelassen, weil alles im jetzt spielt und viel zu wenig von der doch interessanten grund idee gezeigt wird. Echt schade. Wir haben uns echt etwas gelangweilt. :scream:

Wie ich schon schrieb, die hätten gerne noch ein paar Szenen aus der Vergangenheit einbauen können, was Booker und Joe/Nicky betrifft. Und das Ende ist halt sehr “meh”, weil der Villain es bei einem Blofeld nicht mal zum Praktikanten geschafft hätte. Der Film ist ok, denke ich, den kann man anschauen und das ist kein Totalausfall wie zuletzt “Last Days of American Crime” auf Netflix.

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Taxi (1998) und Taxi Taxi (2000)

Habe mir die Legacy Edition gekauft, da ich nur Taxi 1-3 kannte und 4 vor zig Jahren mal auf dem Twitch Vorgänger Justin TV mitbekam.

Mit Taxi 1+2 verbinde ich Spaß, Humor, geile Mucke und heiße Action-Sequenzen.
Und dabei stehe ich nicht einmal auf Verfolgungsjagten und schnelle Autos.

Beide Filme bieten soviel. Gute, unterhaltsame Dialoge (auch heute noch), Gags, die noch Up2Date sind und tolle Bilder. Die Mucke tut ihr übriges und bleibt zeitlos.
Französische Komödien mit Action und tollem Sound.
Auch die Besetzung ist ideal gewählt.

Nur eins fiel mir gerade bei Taxi Taxi auf. Das würde es heute nicht mehr geben.
Petra (die wunderschöne Emma “Sjöberg” Wiklund) wurde entführt. Dabei verlor Sie ihre Unterwäsche.
Später gibt es eine Action-Sequenz und die Kamera wurde absichtlich unter ihr postiert. Man sieht lauter Panty-Shots, während Sie Saltos und Überschläge macht… Natürlich mit hautfarbender Unterwäsche. Aber WTF?
Damit das nicht so auffällt wurde die Kamera auch unter die asiatische Neben-Darstellerin postiert, die auch kämpft.

O_o

Die Wütenden - Les Miserables
Sehr eindringlicher Film, der einen teils sprachlos teils entsetzt, teils fassungslos, vor allem aber wütend zurücklässt. Kann ich sehr empfehlen.

The Peanut Butter Falcon
Komplettes Kontrastprogramm zu “Die Wütenden”, aber ebenso großartig. Ganz wunderschöner Film, der absolut ans Herz geht. Viel Liebe für diese kleine Perle.

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Ah, interessant, hab nur auf imdb nen Ausschnitt/Trailer gesehen und dachte, es sei ne Serie. Aber ein Film lässt sich schneller mal einwerfen. :smiley: