Welchen Film habt ihr als letztes gesehen? IV

Ja hat es auf jeden Fall. Das Vertrauen in Staat und Behörden war in den 70ern (Watergate etc.) nicht besonders groß in weiten Teilen der Bevölkerung.

Aber Death Wish ist natürlich nochmal eine ganz andere Hausnummer als harter Rape and Revenge-Film mit einem normalen Bürger, der auf Rachefeldzug geht. Callahan ist ja zumindest auf dem Papier Polizist.

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Timber Falls (2007)
Ein Paar will ein Wanderwochenende in den Wäldern von West-Virginia verbringen. Aber nicht nur müssen sie alsbald Bekanntschaft mit einem notgeilen Hinterwäldler-Trio machen, sondern auch mit noch viel üblerem Gesindel. An sich solider Backwood-Horror bei dem man insbesondere bei den drei schwanzgesteuerten Hinterwäldlern etwas zu tief in die Klischee-Kiste gegriffen hat.
5/10

Seit 2008 sind ja Superhelden der richtig heiße Scheiß. Irgendwo auch Selbstjustiz nur nicht so blutig wie in den 1970ern. Was sagt das über unseren Zeitgeist aus? :slight_smile:


Boy Kills World

Boy (Bill Skarsgård) hat als Junge die Familie verloren. Die wurde vom bösen van der Koy Clan umgebracht (angeführt von Famke Janssen) und Boy ist seitdem Taubstumm. Der Boy kam bei einem Schamanen unter, der Ihn zum gnadenlosen Kämpfer ausgebildet hat. Jetzt ist Boy erwachsen und will endlich an der van der Koy Familie Rache nehmen und tut sich dafür mit zwei anderen Typen (unter anderem Andrew Koji) zusammen.

Außerdem sieht er seine kleine, tote Schwester. Und er hat einen inneren Monolog, der von einer anderen Stimme gesprochen wird.

Im Endeffekt ist das die Origin von Batman, nur das Batman hier zu einem recht gnadenlosen Killer wird. Mehr oder weniger. Das ganze Ding ist absichtlich ziemlich schräg inszeniert, das ganze Splatter komplett over the top und dieser Debutfilm vom deutschen Regisseur Moritz Mohr macht durchaus Laune, auch wenns eigentlich etwas ist, das man schon ein Dutzend Mal gesehen hat.

Insgesamt solide Produktion. Erfindet das Action-Rad nicht neu, aber Bill Skarsgård hatte anscheinend seinen Spass und das ist alles in allem eine solide Produktion. Mehr aber auch nicht.

Injustice

Ich hatte auch mal wieder Bock auf einen DCAU-Film, auch wenn deren Animationsqualität die letzten Jahre doch abgenommen hat. Und die Disc war im Angebot.

Der Joker bringt Superman dazu, die schwangere Lois zu killen und eine Atombombe in Metropolis zu zünden. Eigentlich sollte Superman schlauer sein, aber irgendwie müssen wir ja zu Diktator Superman kommen, der die Erde in einen Polizeistaat umwandelt. Die Vorlage wurde durchaus solide verfilmt, also von der Story her. Wenn man was bemängeln könnte: wie gesagt die Animation ist nicht so gut wie bei anderen Teilen aus dem DCAU, das Flash zu Anfang vom Joker gekillt wird, interessiert keine Sau und die deutsche Synchro ist furchtbar. Besser die englische Tonspur laufen lassen.

Das sind jetzt nur meine Gedanken:

Offen zu seiner Nerdigkeit stehen. Früher war es ja quasi schlecht angesehen, wenn man auf Comics steht. Mit der Superheldenwelle seit 2008 war es plötzlich cool und hat es in den Mainstream geschafft. Leute haben ihre Interessen nicht mehr so versteckt wie früher.

Außerdem denke ich, dass Superheldenfilme den Wunschgedanken „ich möchte anders/besonders sein“ oder „was wenn ich diese Kräfte hätte“ vieler Menschen widerspiegelt.

Die Comics waren eine Möglichkeit der Selbstermächtigung. Aber wo ich gerade Injustice geschaut hatte, fiel mir wieder auf wie schmal der Grat zwischen Selbstermächtigung und Selbstjustiz ist.

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Weapons mal wieder overhyped as heck, ist schon ok, aber nach all den Lobhymnen wieder…Ist halt ganz gut, mehr nicht. Warum sieht eigentlich der Vodder (Josh Brolin) in seinem Traum die Hexe und die Waffe über dem Haus, wenn die Olle ja noch gar nichts von ihm weiß, er noch nicht mal Nachforschungen betreibt?

3/5 oder 6,5/10 würd ich jetzt mal sagen.

Deshalb hätte gerne mehr Geschichten wie Brightburn, The Boys, Wanted, Watchmen, etc.

Geschichten, die diese Selbstermächtigung in ihren negativen Seiten erzählen und „weh tun“.
Unangenehm ist immer besser als comfy.

Comfy ist auch ok. Das ist halt immer der Ansatz, den der jeweilige Autor/Drehbuchschreiber verfolgt. Man kann das von verschiedenen Blickwinkeln aufziehen. Selbstermächtigung zum Bösen hin, aber auch zu einem der kein Arsch ist. Daher mochte ich auch den letzten Superman, da der mal eine positive Botschaft hatte. Das kann aber auch progressiv sein wie die X-men als Symbol für Homosexualität aber auch Imperialismus oder erzkonservatives Verhalten. Man kann halt viel reininterpretieren, wenn man will. Oder man macht ein Space-Action-Adventure daraus.

Police Story 3

Den habe ich ewig nicht mehr gesehen. Immer noch total bekloppt, was Chan mit seinem Stuntteam hier abfeuert.

Jackie geht undercover, zuerst in Mainland China mit Unterstützung von Michelle Yeoh. Die infiltrieren die Bande von Panther, um so an dessen Boss einen Drogenschmuggler ranzukommen.

Bei dem Dschungel-Shootout wird selbst Rambo blass vor Neid und das Finale in und auf dem Zug ist einfach komplett bonkers. Bis dahin muss man aber erst einmal hinkommen. Obwohl der Film nur etwas über 90 Minuten läuft, zieht der sich in der ersten Hälfte schon ein bisschen, bis alles ins Rollen kommt. Da sind die ersten beiden schon etwas knackiger inszeniert. In der zweiten Hälfte geht es dann aber gewohnt gut ab.

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Kap der Angst

Robert de Niro ist ein Terror-Clown die Familie seines ehemaligen Anwalts terrorisiert.
Wie in dem Genre üblich sind die Figuren alle so unglaublich dumm.

Der Film hat Dialoge, die ich so eher in einem Nackte Kanone Film erwartet hätte, nur das sie überhaupt nicht zur Stimmung passen.

De Niro: „:beangasm: 16 jährige Mädels.“
der Vater: „:beanomg: er will meine Frau vergewaltigen!“

der Detektiv: „wieso ist er gesessen?“
der Vater: „er hat ein 16 jähriges Mädchen vergewaltigt.“
der Detektiv: „wie alt ist ihre Tochter?“
der Vater: „15, also ist sie viel zu jung führ ihn“

die Mutter: „Ich bringe diesen Kerl um!“ (meint den Clown)
der Vater sieht den Clown: „Dieser Hurensohn!“
die Mutter: „von wen sprichst du?“

der Vater: „Wenn du dich nicht von meiner Familie fern hälst, dann wirst du verprügelt“
de Niro: „Können Sie das bitte noch mal laut und deutlich in mein Diktiergerät wiederholen?“
der Vater: „Wenn du dich nicht von meiner Familie fern hälst, dann wirst du verprügelt“

die Tochter: „Hey, bist du der Typ der meinen Hund getötet hat und der mich vergewaltigen will?“
de Niro: „Ja“
die Tochter: „geil, lass uns küssen“

die Geliebte des Vaters: „Bist du so ein Type der Frauen zerstückelt?“
de Niro: „Ja“
die Geliebte: „geil, lass uns ficken“
wieso sind die alle gampig auf ihn? Ist es die Clownsfrisur? :cluelesseddy:

der Vater: „soll ich meiner Familie zumindest ein Foto von dem Typen zeigen, damit sie sich von ihm fern halten können? Nein, sie sollen ihn persönlich kennen lernen. Nichts geht über einen guten ersten Eindruck. :beanhug:

(ja ich hab die Dialoge hier etwas ergänzt, aber singemäß läuft der Film so ab :ugly:)

Ja und dass sie am ende nach „Cape Fear“ fahren…

Irgendwie hab ich das gefühl, Scorsese wollte hier eine Parodie eines Thrillers machen.

ich finde die Simpsons-Version besser :upside_down_face: da wird zumindest gesungen und getanzt. Und die Rechen-Szene hat auch gefehlt.

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Der Film ist als Fiebertraum konzipiert. Er ist extrem stilisiert und will mit der Realität gar nichts zu tun haben. Das zeigt schon die Bildsprache.

Mickey 17

gott ist der Film flach
Dachte so schlimm kann es doch nicht sein, die Prämisse klingt interessant. Aber doch der Film ist so schlecht/miittelmäßig wie alle sagen.
Bong Joon-ho schneidet x Themen an, aber wirklich zu erzählen hat er nichts. Ich hatte den Eindruck, alles schon mal in besser gesehen zu haben und die präsentierte Mischung hat einfach keinen guten Film ergeben und hatte dann auch gar nichts neues/eigenes zu erzählen.

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Der Film ist schon extrem „drüber“ inszeniert, hat mir beim Anschauen aber trotzdem Spaß gemacht.

Ich hab „dummerweise“ die Simpsons-Folge früher als den Film selbst gesehen, das hat der Wirkung des Films sicherlich auch nicht unbedingt gut getan. :beanlul:

Darkest Hour (2011) - Disney+
Außerirdische Invasoren zeigen Putin wie es ist wenn man selber angegriffen wird und pulverisieren reihenweise die Bevölkerung Moskaus. Und mittendrin ein paar Amis und ein Schwede. War ganz ok und die Umsetzung der Aliens ist an sich immerhin innovativ, aber auch ein Indiz für einen kostengünstigen Dreh. Das zeigt sich vor allem wenn die Aliens irgendwann nicht mehr unsichtbar sind. Man hätte sie besser unsichtbar lassen sollen.
4,5/10

007 - Liebesgrüße aus Moskau (1963) - Blu-ray
Spectre will James Bond endgültig an Leder und stellt ihm darum eine Falle. Der zweite Bond-Film ist insgesamt noch eine der bodenständigsten Missionen des Doppelnullagenten, weiß aber dennoch durchweg zu unterhalten. Für Lacher sorgt Bonds türkischer Verbindungsmann mit seinem gefühlt 1001 Söhnen, die allesamt für ihn arbeiten. Und der Einsatz vom Bond-Theme wird hier schon ein Stück weit überstrapaziert. Selbst als Bond nur sein Hotelzimmer auf potentielle Wanzen durchsucht.
8/10

Das Original ist der bessere Film.

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Das Simpsons-Original? :beanlurk:

Cape Fear.

Die Angst vor Capes? :kappa:

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Bisher immer nur die Scorsese Version gesehen, obwohl das Original schon so ewig auf meiner Liste steht.

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