KP Diskirminierung unternehmerischer Interessen oder sowas, den fällt sicher was ein
Ja - nur dir fällt leider nichts Neues ein. Aber gut… Studenten halt.
Bin hier mal wieder raus. Ich weiß schon warum ich das Forum lange gemieden habe.
Ganz ehrlich, weil meine zweite Aussage ganz sicher von Wirtschaftsnahen Leuten kommen würde.
Wenn sie nicht werben dürfen, dann verkaufen sie nichts und …
Dass ich davon ausgehe, dass die FDP sich argumentativ entgegenstellen könnte, ist also typisch Student oder FDP-Bashing? Das wäre eine überzogene Verallgemeinerung, ich habe diese Partei schließlich auch schon gewählt
mit dem Stift abgerutscht
Das stimmt, aber es gilt leider für Jegliche Werbung, dass sie uns unterbewusst beeinflusst bzw. beeinflussen will in dem, was angeblich cool sein soll, was schön sei, erstrebenswert sei und was uns glücklich macht. Das ist doch alles Mist Ein Freund von mir hat ein Buch gelesen, in dem Forscher herausgefunden haben (wenn ich es richtig zusamemnkriege), dass sich das eigene Empfinden, welches Gesicht man als schön empfindet, u.a. aus dem Durchschnitt aller bisher gesehenen Gesichter zusammensetzt. D.h., dass unser Empfinden durch die permanente Werbung (TV, Zeitschriten, Litfasssäulen) manipuliert wird und sich von dem aus der „echten“ Welt eher entfernt.
Den Punkt versteh ich nicht ganz.
Verbraucht Werbung echt so viel Platz oder lenkt es die Leute zu sehr vom „Begegnen“ ab?
Sonst klingt die Idee ganz nett und wenn öffentliche Werbung tatsächlich nur sehr wenig zum Gesamthaushalt beiträgt scheint das ja auch realisierbar.
Die Idee ist, denke ich, dass öffentliche Plätze im Idealfall dazu da sind, dass sich Menschen dort gerne aufhalten, sich treffen, diskutieren und vielleicht sogar Fremde miteinander ins Gespräch kommen. Wenn nun der öffentliche Platz mit viel bunter, sich teils bewegender Werbung vollgepflastert wird, lenkt das die Menschen davon ab, es entsteht eine unruhigere Atmosphären und die Gedanken werden eher auf das Thema Konsum gelenkt. Es geht also nicht um das Wegnehmen von Platz, sondern um das “Begegnen”.
Das mag jetzt ein bisschen romantisch klingen, ich finde aber schon, dass der Punkt nicht völlig aus der Luft gegriffen ist und dass da etwas dran ist.
Beste Idee, die ich seit langem gelesen habe!
Bis auf den letzten Punkt (Werbekritik allgemein) finde ich die anderen angegebenen Gründe für eine werbefreie Stadt für lächerlich übertrieben. Der Stromverbrauch für Werbung ist am Gesamtverbrauch einer Stadt gemessen irrelevant. Ich bezweifle ganz stark, dass sich „das Begegnen und der Austausch von Menschen“ im öffentlichen Raum verbessern würde, wenn ein paar Plakate verschwinden.
Wenn man die Aufenthaltsqualität verbessern und sich das Erscheinungsbild der Städte nicht weiter annähern soll, sollte man für einen sauberen öffentlichen Raum und auch für weniger Graffitis sorgen. Manche Straßenzüge in Hamburg oder Berlin sehen dermaßen hingerotzt und verkommen aus… DAS mindert die Aufenthaltsqualität.
BTW als ob sich die Berliner Landesregierung für die Meinung der Bürger interessieren und einen Volksentscheid respektieren und umsetzen würde…
Als ob Werbung das größte Problem für die Lebensqualität in Berlin wären… an vielen Ecken wünscht man sich doch eher mehr Werbeplakate, damit man die Stadt selber nicht sehen muss.
Abgesehen davon, dass Berlin durch so eine Maßnahme auch nicht mehr gerettet wird, finde ich die Idee an sich auch ganz schön.
Auf die meiste Werbung kann ich auf jeden Fall verzichten im öffentlichen Raum. Und die Beispiele aus Frankreich klingen auch echt gut.
Werde die Tage mal darauf achten, wenn ich durch die Stadt laufe, wo dann überall Bäume stehen würden, anstatt Werbetafeln. So wirklich wahr nehme ich die nämlich nicht mehr
Wie ist das zu verstehen? Steuereinnahmen an die Stadt durch Werbung? Vermieten von potenziellen Werbeflächen? Ausgaben durch Werbung für die Stadt an sich?
Ich habe ihn so verstanden, dass darunter die Einnahmen fallen, die die Stadt durch öffentliche Werbung generiert. Also das Vermieten von Werbeflächen und ev. anfallende Steuereinnahmen.
Aber die Werbeflächen sind doch zumeist (größer 90 %) privat. Und auf öffentlichen Plätzen wird Werbung für die aktuelle Ausstellung im Museum, das aktuelle Programm in der Oper, etc. gemacht
Ich wohne in Berlin und mich stört die Werbung mal so gar nicht. Die belebt das (ohne ziemlich grüne) Stadtbild.
Außerdem ist das schwer umsetzbar, da viele Werbeflächen privat sind.
Kreative Werbung finde ich okay. Ich hab Probleme mit sexistischer etc. Werbung, die kann von mir aus gerne bleiben, wo der Pfeffer wächst.
Gerade Werbeplakate von Kinos, Theater, Museen etc. möchte ich auch nicht missen. Die gucke ich mir in Bahnhöfen auch gerne an.
Zum Vergleich, in Städten wie Tokyo ist die Werbung viel massiver (auch in Bahnen etc.), aber selbst da sieht es irgendwie organisch aus, und passt in die Landschaft. Aber wenn, dann könnte man mal eher in Städten wie dort über weniger nachdenken. In Berlin finde ich es im Vergleich zu anderen Städten echt total im Rahmen.
Wie kommst du denn auf 90%? Ich habe da auch keine Zahlen, aber wenn ich mir die Beispiele hier (http://www.stadtreklame.com/produkte/plakatwerbung/) anschaue, dann machen die in meiner Stadt den Großteil der Werbung aus. Ich denke doch, die sind (bis auf die Bushaltestellenwerbung) dann in öffentlicher Hand? Was nicht in öffentlicher Hand ist, sind vermutlich solche Außenwerbungsfassaden (Link), oder? Die kann man natürlich auch per Gesetz verbieten bzw. keine Genehmigungen (?) dafür ausstellen. Vielleicht fallen dann dafür auch Steuereinnahmen weg, wenn es die gibt? Wie es diesbzgl. der Bürgermeister von Grenoble gemeint hat weiß ich nicht.
Ich bedanke mich für die Einladung als Sachverständiger, muss dich aber wahrscheinlich leider enttäuschen: mir persönlich ist das relativ wumpe. Berlin müsste diese Entscheidung mit den entsprechenden Gewerberäten absprechen.
Die oben genannten Argumente sind natürlich eine reine Lachnummer. Stromkosten sind lächerlich gering und das Argument, dass Menschen sich dann wieder „mehr begegneten“ klingt als hätte man etwas zuviel Zeit mit Herrn Özdemirs Gewächsen verbracht
Da wurden aber noch mehr Argumente genannt. Aber wenn man die nicht ignoriert, kann man sich nicht so gut darüber lustig machen?
Vielleicht hätte ich die Reihenfolge noch umdrehen sollen, aber das allgemeine Werbungskritik-Argument finde ich am wichtigsten. Danach kommt, dass sich die Städte durch Werbung immer gleicher anfühlen und insbesondere ja keine Werbung für örtliche Läden gemacht wird, sondern nur für CocaCola, BMW, Parship und co.
Hey hey! In München ist das örtliche Werbung!