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Gleich will er es zum sechsten Mal gucken. Mal schauen, was dann passiert.

Ja. Gott hat männliche Pronomen, aber seine Kernqualifikation, nämlich das, was wir klassischerweise mit „erbarmen“ oder „Barmherzigkeit“ übersetzen, stammt vom hebräischen Wort für Gebärmutter. Wenn Gott sich über dich erbarmt, „gebärmuttert“ er dich. Und wenn dieses Wording erstmal weird wirken mag, beim genaueren Nachdenken finde ich das eigentlich ganz nett.

Schwierig. Wir haben im Lauf der Geschichte so einiges verzapft.

Der Name Adam ist eher ein hebräisches Wortspiel. Es bedeutet so viel wie „Mensch“, sowohl singulär („ein Mensch“) in einem größeren Sinne, aber nicht die ganze Menschheit betreffend (ähnlich wie z. B. die Begriffe „Vieh“, „Geflügel“ oder „Laub“; unser Hebräischdozent hat es mit „Gemensche“ übersetzt).

Ja, wobei uns die Übersetzungstradition da auch den einen oder anderen Verständnisknüppel zwischen die Beine geworfen hat. Der Satz „Er schuf sie als Mann und Frau“ ist sogar relativ prominent, selbst bei Leuten, die nicht bibelfest sind. Im Hebräischen steht da „Er schuf sie männlich und weiblich“. Also ist es für mich legitim, anzunehmen, dass jeder Mensch von Gott „männlich und weiblich“ geschaffen worden ist.

Das entstammt ebenfalls der hebräischen Tradition. Gottes Name ist YHWH, aber das Judentum hat die Tradition nach dem Gebot „Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen“ entwickelt. Kurz gesagt: Bevor ich den Namen missbrauche, gebrauche ich ihn lieber gar nicht. Deswegen wird überall, wo in alttestamentlichen Texten JHWH steht, nicht JHWH gelesen, sondern klassischerweise „Adonaj“ und das bedeutet „der Herr“ (inzwischen wurde „Adonaj“ auch „verheiligt“ und inzwischen redet man im Judentum von „ha Schem“ - „der Name“). Das hat sich auch in den Übersetzungstraditionen durchgeschlagen. Überall, wo „HERR“ in Großbuchstaben steht, steht im hebräischen Text der Gottesname JHWH.

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