WIR SIND SCHON DA! - Die Ecke rund um LGBTQIA+ Themen

Aus dem Test:
„I go to great lengths to avoid situations where sex might be expected of me.“
Was für Situationen wären das z.B.? Frage für einen Freund.

Ich kenne das selbst auch so nicht, aber Kumpel (1,85, muskulös, schlank, lange Haare, Musiker,) beschreibt Veranstaltungen(Clubs, Parteiveranstaltungen, After Concert Feier) auf denen er oft ist so, als müsse er da jeden 2ten Abend One Night Stand Angebote quasi abwehren. (Und da ich andere Leute aus seinem Umfeld kenne scheint das auch zu stimmen)

aber ja ist schon etwas spezieller Fall den wohl die meisten nicht haben.

Asexualität ist NICHT…

  • Sexlosigkeit „Mensch hat keinen/nie Sex“
  • Aversion oder Repulsion Sex gegenüber
    • Mensch kannst asexuell sein und sich vor Sex ekeln, es gar nicht mögen, aber das ist kein inhärent „asexuelles Merkmal“!
  • das Fehlen von Sexualität oder einer sexuellen Orientierung. Oder ein Rückzug dessen.
    • Asexuellen Menschen fehlt keine Fähigkeit oder Empfindung; diese Ausdrucksweise spiegelt Allonormativität wider!
  • eine sexuelle [Nicht-]Präferenz, eine sexuelle Neigung oder Paraphilie
  • Abstinenz von sexuellen Aktivitäten über einen gewissen Zeitraum
  • Zölibat
  • Anti-Sex oder Sex Negativity
  • Menschen, die einem Sex wegnehmen wollen und Dich bekehren wollen
  • Angst vor Sex
  • Kompensationsverhalten
  • „Spätzünder“ sein (eine sehr allonormative Zuschreibung)
  • Ausbleiben eines ominösen „sexuellen Erwachens“ in der Pubertät
  • Jungfräulichkeit (ein ohnehin sinnloses, verurteilendes Konzept)
  • Unschuldigkeit oder gar Reinheit („das asexuelle Unschuldslamm“)
  • Prüde sein
  • keine oder eine niedrige Libido / low sex drive haben
  • Unerfahrenheit
  • Fehlende Reife (emotionaler Art, … )
  • Desexualisierung
  • unsexy sein
  • TMI („too much information“, “wollte ich gar nicht so genau wissen”), schamvolles Geheimnis, über das nicht geredet werden darf
  • eine Erfindung gelangweilter weißer Jugendlicher im Internet
  • eine Krankheit oder Dysfunktion (Psycho-Pathologisierung, Medikalisierung)
  • Aromantik
    • Es gibt aromantische Menschen, die sind asexuell. Es gibt aromantische Menschen, die sind allosexuell. Es gibt aromantische Menschen, die keine Label für eine sexuelle Orientierung nutzen. Die aromantische Community ist keine bloße Untereinheit oder Subgruppe der asexuellen Community, sondern sollte unabhängig, eigenständig und gleichwertig behandelt und respektiert werden! Viele Überschneidungen und geteilte Erfahrungen sind selbstverständlich vorhanden ( aspec Community ) und für viele aromantisch-asexuelle Leute ist eine strikte Trennung nicht unbedingt gegeben
  • Trauma-Ergebnis (wobei individuelles ID-ing legitim ist, siehe oben)
  • alles andere, was allosexuelle Menschen fälschlicherweise unter Asexualität verstehen (wollen)

Bin ich asexuell?

Diese Frage kann ich Dir jetzt sofort leider nicht beantworten. Das musst Du für Dich selbst feststellen. Wie aber herausfinden, dass Du etwas nicht empfindest? Wonach suchen, wenn da nichts zu finden gibt? Fakt ist: Mit Dir ist alles okay! Du bist vollkommen und Dir fehlt auch nichts. An Dir ist absolut nichts kaputt – auch, wenn Dir das vielleicht mal so erscheinen mag. Bitte wisse, dass Du keinen Sex gehabt zu haben musst, um zu wissen, dass Du asexuell bist. Vielen unsicheren Menschen wird dahingehend großen Druck gemacht, „ es doch einmal probiert zu haben „. Das ist keinesfalls in Ordnung, wenn Du es nicht selbst willst!
Du bist auch niemenschem eine Erklärung oder Aufklärung schuldig, sollten übergriffige Fragen von aufdringlichen Menschen Dir Dein Leben erschweren. Schon gar nicht in Zeiten von häufig freier Internetsuche. Du brauchst Dich vor niemandem für Dein (potentielles) Asexuellsein zu „rechtfertigen“. An Deiner Orientierung gibt es nichts zu ändern, herauszufordern oder zu reparieren!

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Ok, stimmt. Überdurchschnittlich attraktive Menschen haben dieses Problem vermutlich häufiger. Mir wäre jetzt nur ein ganz klar romantisches Date oder eine Orgie oder so eingefallen, und da dürfte es leicht sein, die generell zu meiden. Aber vielleicht passiert einem sowas öfter, wenn man nicht aufpasst.

ich kann aus erfahrung mit einiger sicherheit sagen, dass online-PnP-runden nicht dazu gehören.
:eddyclown:

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Das ist aber eben die binäre Darstellung von Sexualität bzw. sexuelle Anziehung. Und manche bezeichnen nur das absolute Ende des Spektrums als Asexualität, also eben das komplette fehlen der sexuellen Anziehung. Aber da gibt es eben noch ganz viele Graustufen dazwischen, weswegen eben häufig noch der Begriff Grausexualität fällt.

Klar sind sexuelle Anziehung und Sex an sich zwei Aspekte der Ausprägung, aber es geht eben nicht darum, ob man absolut keine sexuelle Anziehung empfindet, sondern eventuell auch einfach kaum oder selten oder eben nur zu Personen mit emotionaler Bindung usw.
Sexuelle Abstinenz ist für mich wiederum was ganz anderes, weil das ja ein bewusstes Entscheiden gegen Sex ist, obwohl man dazu motiviert wäre. Aber wenn ich gar kein Interesse an Sex habe, dann bin ich ja eben nicht motiviert Sex zu haben. Sexuelle Anziehung ist ja nicht gleich Motivation zum Sex.

Und ich würde das Thema sexuelle Anziehung halt auch nicht nur auf Pornographie herunterbrechen.

Und @Angrist ich würde das halt auch auf Situationen in Beziehungen beziehen und nicht unbedingt nur auf One Night Stands. Also, dass man z.B. Schwierigkeiten hat eine stabile romantische Beziehung einzugehen, wegen der Verantwortung, dass der andere dann eventuell auch mit einem intim werden möchte.

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Wer weiß, wenn „Wege der Vereinigung“ wirklich intensiv gespielt wird, kann alles passieren :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Dann sollte man auf jeden Fall mit seinem Partner oder Partnerin darüber sprechen und die Gegenseite sollte sich im Klaren sein, was es bedeutet mit einer ace Person zusammen zu sein.

Nicht-online-PnP-Runden hingegen… :donnie:

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Kleine Ergänzung: Allosexuell ist quasi das andere Ende der Ausprägung der Sexualität (man hat (starke) sexuelle Anziehung zu einem attraktive Personen und (großes) Interesse an Sex.
Allonormativität ist der Gedankengang, dass es normal ist, Sex haben zu wollen und sexuelle Anziehung zu verspüren und dass Asexuellen da etwas fehlt oder quasi etwas falsch wäre.
Was eben schnell zu dem „Du hast nur noch nicht die richtige Person gefunden“ oder „Du musst es nur häufig genug ausprobieren“ führt.

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Abstinenz beinhaltet im normalen Sprachgebrauch ja normal auch Intention.

Ich bin ja nicht „Rolls Royce, Villa und 1te Klasse im Flugzeug“ Abstinent, weil ich das will, sondern weil ich es mir eben nicht leisten kann :wink:

Sprich Sexuelle Abstinenz kann aus Asexualität resultieren, aber das fehlen sexueller Aktivität bei einer Person muss weder sexuelle Abstinenz noch Asexualität sein.

Schließlich gehören zum Sex meist 2 Leute die Sex miteinander wollen (wenn wir mal das Thema Prostitution und Vergewaltigung da rausnehmen, ohne dass ich die jetzt irgendwie in Verbindung miteinander bringen will)

oder 3 …
… me, myself and I

ja sorry, hab wohl heute nen clown gefrühstückt

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Klar Kommunikation ist da immer der Schlüssel, man muss sich eben vorher bewusst machen, dass von einem in der Beziehung kein Sex verlangt werden muss und man da auch kein schlechtes Gewissen zu haben braucht. Und dann muss man das eben kommunizieren können und schauen, ob das dann miteinander so klappt oder eben nicht.

Das ist so eben nicht richtig, da eine Abstinenz immer ein bewusster Verzicht ist, obwohl ich das gerne hätte. Und wenn ich als asexuelle Person keinen Sex möchte, dann habe ich einfach keine innere Motivation dazu und deswegen ist es keine Abstinenz.

Oder auch aus dem Wikipediaartikel für Asexualität:

Asexualität bezeichnet die Abwesenheit sexueller Anziehung gegenüber anderen,[1] fehlendes Interesse an Sex oder ein nicht vorhandenes Verlangen danach.[2] Asexualität ist nicht gleichbedeutend mit sexueller Abstinenz, die nur den Verzicht auf sexuelle Aktivitäten umfasst (trotz vorhandener Fähigkeit und Motivation dafür).[3] Manche Asexuelle haben aber sogar einvernehmlichen Sex, wobei die Gründe dafür sehr unterschiedlich sein können. Am häufigsten werden der Wunsch nach Kindern oder die Pflege der Beziehung mit einem nicht asexuellen Partner genannt.

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ok aus dem Blickwinkel betrachtet hast du Recht.

Wer keine Pizza mag isst eben keine Pizza.

Wenn man der Definition folgt das zu Abstinenz immer der bewusste Verzicht gehört obowhl man es eigentlich will, hast du Recht

Man muss bei Selbstbefriedigung an nichts denken, das klappt auch so, man konzentriert sich dann einfach auf die Körperreaktion.

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7,
SIEBEN

Jahre…

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What??? Ich kenne die Story nicht und kann auf der Arbeit kein Twitter nutzen aber was war jetzt der Grund für die Ablehnung?

Der Mann ist schwul?
Der Mann sieht zu weiblich aus?
Der Mann sagt er sei ein Mann, sieht aber aus wie eine Frau?

Mal davon ab, dass keiner dieser Gründe irgendwie relevant dafür sein sollte, ob jemand Asyl bekommen oder nicht.

Einem 27-jährigen irakischen Asylwerber, der als einen der Fluchtgründe seine Homosexualität angegeben hatte, wurde demnach beschieden, dass er zu „mädchenhaft“ und „nicht authentisch“ auftrete. Eine homosexuelle Orientierung sei deshalb „nicht glaubhaft“.
Seine angegebene sexuelle Orientierung wirke auf die Behörde „lediglich gespielt“.

Sowas in der Art habe ich schonmal gelesen. Das ist doch komplett bescheuert. Soll er sich auf dem Schreibtisch der Behörde von einem anderen Mann in den * rsh f *cken lassen damit man ihm glaubt oder was? Sorry, aber das ist doch völlig bekloppt

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Hat leider sowas wie ne Tradition.

Kenne einen weiteren Fall, wo Asyl in 1. Instanz verwehrt wurde, weil der Antragsteller keine Dick pics am Handy hatte.

Also da muss selbst ich sagen: Was ein Bullshit. Man kann doch homosexuell sein ohne sich wie eine Tunte (darf man vermutlich nicht sagen aber weiß gerade keinen besseren Begriff) aufzuführen.

Hatte das Konsequenzen für den Sachbearbeiter?