WIR SIND SCHON DA! - Die Ecke rund um LGBTQIA+ Themen

Oh sorry, das hab ich überlesen!

Finds trotzdem schwierig, da gleich mit Unverständnis und Unterstellungen zu kommen.

Sichtweisen sind halt unterschiedlich und Leute unterschiedlich empfindlich und ich find, es ist zumindest Input, über den man zumindest nachdenken sollte und ihn nicht direkt wegwischen, nur weil man selbst anderer Meinung ist.

Kein Problem :smiling_face:. Ist ja auch ein Thema, was ich selten anschneide und die Erkenntnis ist, im Vergleich zu meinem Lebensalter, noch jung.

Hmm kann ich nachvollziehen, dass es nach Außen so wirkt, als würde ich diese Aussagen schnell treffen, aber ich denke da schon lange drüber nach. Ist für mich eins der größeren Probleme der queeren Community.
Selbst innerhalb der „Buchstaben“ sind sich einzelne oft intolerant gegenüber anderen, sprechen aber gleichzeitig davon, doch endlich akzeptiert zu werden. Letztere Aussage ist komplett richtig und wichtig… aber dann halt mit Intoleranz gegenüber anderen zu reagieren, weil diese eben privilegiert sind, führt zu einer Abwehrhaltung eben dieser. Es baut mehr Gräben auf, als dass es sie überwindet und dies anzusprechen ist mir ebenso wichtig… stößt aber oft auf Ablehnung… genau wie Asexuell sein… man ist selbst für die Community meist eher unsichtbar und eine Randerscheinung, da diese tendenziell eher Hypersexualität zelebriert und lebt

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wobei sich ja leute an allem stoßen.
Die Frage ist doch nur ob sich eine Mehrheit davon daran stößt.

Wir waren mal auf einer Demo gegen Rechts und wir haben einem Heim für Menschen mit Behinderung geholfen, von denen einige Bewohner auf dei Demo wollten.
WAr auch alles ok, aber dann laberte uns ein Typ zu dass jeder der nicht mit " no borders, no refugees are illegal" 100% übereinstimmt,ja ein Nazi ist.

Das gab dann auch etwas diskussion bis eine alte Frau im Rollstuhl direkt gesagt hat dass er jetzt endlich mal die Klappe halten soll.

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Ja, ich versteh auf jeden Fall was du meinst.

Vermutlich kann man es einfach auch nie allen recht machen, was sowas angeht, dafür sind Menschen einfach zu unterschiedlich.

Glaub ich dir, wollte dich mit meinem Beitrag auch gar nicht angreifen. Da war vielleicht ich ein wenig vorschnell :beanderp:

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Ich denke, dieses „Mehrheits“-Argument ist ein Denkfehler. Demokratie-theoretisch bedeutet Demokratie nicht Diktatur der Mehrheit, sondern Teilhabe, Partizipation, gerade auch von Minderheiten und weniger Privilegierten.
Und im Kontext eines Themas das von Diskriminierung betroffene betrifft, ist „Mehrheit“ als Argument noch kritischer zu betrachten mMn.

Das Verhalten von dem Typen, der auf so einer Veranstaltung derart undifferenziert mit dem Begriff Nazi hantiert, ist natürlich indiskutabel.

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Ja, aber um mal ein hypothetisches beispiel zu nehmen.

Wenn auf einer Demo gegen Massentierhaltung auch Leute dabei sind, die Fleisch essen und sich daran sagen wir 10% der Demoteilnehmer stören, wessen Problem ist das dann ?

Wenn die 90% die Frage einfach ignorieren und sagen „nicht unser Problem“, dann ist es ein Problem aller 100%. Denn dann wurde die Teilhabe der 10% nicht gewährleistet.

D.h. die Stimmen der 10%, der Minderheit, sollen wahr-genommen werden, und sie sollen in irgendeiner der Sache und des Kontexts angemessenen Form ein Forum erhalten, um diskutiert zu werden (das wird man bspw. nicht auf einer Demo, während man da marschiert, lösen können).

Ich persönlich kann die Sichtweise des Autors gut nachvollziehen. Gleichzeitig bin ich aber auch in gar keine Art und Weise betroffen.

Am Ende kann es halt sein, dass sich einige an solchen Solidaritätsflaggen als „Selbstdarstellung“ stören.
Genau so gibt es aber vielleicht Menschen, die das als besonders wichtig empfinden, dass auch Menschen die nicht selber betroffen sind, ihre Solidarität offen kundtun, damit es nicht nur so als „kleine“ Bubble wahrgenommen wird.

Die Freunde von @Babelfisch stören sich ja offenbar gar nicht dran, sondern finden es im Gegenteil sogar schön, dass es solche Flaggen gibt.

In wie weit man damit der grundsätzlichen Diskussion hilft, indem man das Thema „Welche Gruppe darf sich öffentlich solidarisieren und welche nicht“ aufmacht, weiß ich nicht.

Wirkt erstmal auf mich als Außenstehenden so, als würde da mal wieder eher ein Fass zu internen Grabenkämpfen aufgemacht, als sich für die gemeinsame Sache einzusetzen. Wäre ja nicht das erste Mal in der linksprogressiven Szene.

Genau das ist meine Sorge und wie du sagst… „gehen zwei Linke in eine Bar, bilden sich drei Splittergruppen“

Ich finde sowas ist deutlich komplizierter als aus sowas eine mathematische Gleichung zu machen.

Also ob >50% gegen etwas sein zu müssen um auf etwas Rücksicht zu nehmen.

Ich habe nie groß über die Ally Flagge nachgedacht und das Nutzen von dieser. Aber ich versuche ja meistens die gute Absicht zu vermuten. Und die ist hier nun mal sicher auf eine weise „ich gehöre nicht dazu“ ABER im vollständigen eben „ich gehöre nicht dazu aber ihr seid nicht allein“.

Und das ist eine finde ich völlig unproblematische Aussage. Dass man in Solidarität mit anderen auf die Straße geht und dabei klar sagt, dass man nicht betroffen ist aber das in Solidarität tut ist ja jetzt kein reines Pride-Phänomen und sogar ein wichtiger Teil von Protesten.

Die Kritik und Diskussion darüber ob es so eine Flagge braucht ist natürlich trotzdem valide. Wenn sowas eine negative Botschaft sendet und diese Flagge (oder die Diskussion darüber) von der Sache ablenkt, dann lässt man es halt. straight ally ist ja nicht wirklich eine Identität die man schützen und für die man protestieren muss.

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So ne Ally-Pride-Flag sehe ich aus meiner Nicht-queeren Perspektive eigentlich auch eher positiv. Ich habe jetzt einige Male beobachten können, wie sich Leute aus einer Laune heraus (??) als queer identifiziert haben. Frau rasiert Haare ab, ist plötzlich Nonbinary. Lässt Haare wachsen „Ach nee, bin doch wieder ganz normale Cis-Frau“. Oder hier, Jojo Siva (oder wie die heißt), die sich erst als Lesbe feiern ließ und jetzt einen auf Trad Wife macht und mit Queerness plötzlich nichts mehr am Hut hat. Auch wenn das eher hier und da im kleinen stattfindet (und vllt auch nur in meiner Bubble): Sowas schadet doch auf Dauer der Bewegung auch immer ein bisschen, oder? So wie dann die 0,1% De-Trans-Personen als Beispiel dafür hergehalten werden, warum Transidentität angeblich totaler Humbug wäre.
Ich habe keine Probleme damit, mit einer ganz normalen Pride-Flag zu wehen. Und wenn mich jemand für queer hält, ist mir das an sich wurscht. Ich würde nur ungern als „Imposter“ gelten, der einen auf queer macht, weil das irgendwie „modisch“ ist.

Ist jetzt vielleicht auch ein ganz spezielles „Problem“ von mir, das im großen gar nicht so stattfindet. Ich neige manchmal sehr dazu, Dinge zu verkomplizieren und zu zerdenken :beanderp:

Find ich jetzt sehr nachvollziehbare Gedanken.
Da man sich stetig weiterentwickelt, kann sich da ja auch immer etwas ändern mMn… aber das Beispiel mit Jojo Siva wirkt schon sehr bewusst, um eben die Szene auch abzugreifen… dann ein Trad Wife zu werden… das ist schon ein sehr krasser Wechsel. Natürlich möglich… aber hinterlässt einen sehr bitteren Nachgeschmack.

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Er geht von der falschen Prämisse aus, Zitat:
„Der CSD ist für queere Menschen“, das ist die Grundlage für sein Unwohlsein. Die Heten sollen Unsichtbar sein, wenn sie Unterstützung zeigen wollen. Sie sollen ihm seinen „Feiertag“ nicht vermiesen. Das ist eine äusserst egoistische Perspektive.

Richtig wäre: der CSD ist für die Rechte queerer Menschen. Wenn man mit dem Mindset rangeht, dann ist es umso wichtiger, dass nicht nur der Regenbogen weht, sondern auch jede andere Fahne sichtbar ist.

Mit seiner Denkart, dass es Straight Allys sind, die um Göttinswillen bloß nicht als queer identifiziert werden wollen macht er den gleichen Fehler wie die, die sagen: Ich hab ja nichts gegen queere Menschen, aber … (bitte beliebiges Klischee einfügen).

Ich sag es mal frei raus: die Fahne stört mich um einiges weniger als Menschen (gerade aus der queeren Community), die glauben, das A in LGBTQIA+ steht für Allies und das Ace/Aro Spektrum verneinen.

Ich erklär dass dann immer so: Ich bin gegen Rassismus, aber als weiße Person in Österreich würde ich nicht sagen, dass ich davon betroffen bin.

Und ja: es braucht Allies. Es braucht starke, laute Allies. Die nicht jedesmal um Erlaubnis bitten, wenn wieder was passiert ist, ob sie da was sagen dürfen. Oder ob nicht lieber erst die queeren Organisationen was machen können, was sie dann liken können. (Ist ja nicht so, dass wir bei solchen Ereignissen komplett psychisch belastet und angegriffen sind).

Und wenn ich diese Fahne sehe, dann ist sie zumindest für mich ein Zeichen, dass wir nicht allein sind.

Es kommt halt auch drauf an, ob sie nur gezeigt wird, oder ob die Perdon das Versprechen dieser Fahne auch umsetzt.

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Lysop
Lao G
Blackbeard
Tony Chopper
Doc Q
Ivankov
Ace

Wissen wir doch alle :beancomfy:

Man moechte sich aber auch nicht als etwas labeln was man nicht ist. Und so wie ich die Flaggen verstehe geht es da auch viel um Suchen und Finden in seiner Nische. Nicht als Abgrenzung sondern als Beschreibung.

Hatte ja iwo befürchtet, dass der neue Papst die doch vergleichsweise progressive Politik seines Vorgängers nicht fortsetzt, wohl unbegründet, wie mir scheint.

hoffen wir mal das du recht hast und das die Planung nicht einfach schon so weit fortgeschritten war.
Weil das jetzt war ja schon angekündigt nehme ich an, als der letzte Papst noch im Amt war.

Ich würd mal sagen, wäre er streng dagegen, hätte mans noch absagen können. Aber dem scheint nicht zu sein.

ja klar,
aber der wahre Test ist ja erst ob jetzt noch neue Sachen angekündigt werden.

Termine die einmal verkündet wurden absagen, gibt schlechte PR.

Dinge danach einfach nicht mehr machen dagegen nicht.