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WM-Studio 2022

Mir hat der Part am Anfang echt gut gefallen. Der Gast hat auch einen kompetenten Eindruck gemacht.

Die Einschätzung zur polnischen Mannschaft kann ich auch so unterschreiben. Wobei die Bezeichnung Lewandowski und der Rest schon ein wenig übertrieben ist. Potenzial hat die Mannschaft durchaus, wird halt nur nicht genutzt. :florentin:

Ich kann dich gut verstehen.
Mir fällt es auch schwer es auszuhalten wie Menschen sich noch über die Turniere und Spieler unterhalten „als wäre derzeit nichts schlimmes an all dem was dort passiert“.

Fühle mich damit auch in der Minderheit, zudem es auch krass ist wie heftig getriggert sich Fußballfans fühlen, wenn man als Mensch, der sich sonst nicht für Fußball interessiert gegen diese Menschenrechtsverletzungen öffentlich positioniert.
Ja, sorry, aber zufällig bin ich auch ein Mensch und kann entsprechend Empfindungen und Meinungen zu Menschenrechtsverletzungen haben, auch ohne mich für Fußball zu interessieren.

Mir fehlt wirklich das Verständnis dafür wie es ist, wenn man sich für Fußball und die WM interessiert. Finde es aber daher umso interessanter gerade von diesen Menschen zu lesen und zu hören wie sie nun damit umgehen.

Du bist auch ein Fußballfan bzw hast bisher sonst die WM verfolgt oder ?

Ach und zu deiner Frage „was noch passieren muss“ - die nächste WM soll doch in Saudi Arabien stattfinden :ugly: von daher können wir da jegliche Hoffnung begraben.

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Das war mir auch immer bei CR7 und der Rest oder Messi und der Rest ziemlich übertrieben, wenn man sich immer angesehen hat, wer da immer noch in den Kadern stand.

Nein, die nächste WM ist in den USA, Kanada und Mexiko und die danach ist zu 99% entweder in Europa oder Südamerika.

Du meinst die Olympischen Winterspiele 2029, die gehen nach Saudi Arabien, das ist ja noch krasser, weil da gibt es halt keinen Schnee und alles muss neu gebaut werden plus Kunstschnee/Eis usw. Da kommt dann die Klimakomponente auch nochmal krass hinzu.

Nein, ich meinte die WM.
Aber wie ich eben herausfand ging es bei der Info, die ich dazu aufgeschnappt habe nicht um die „nächste“ WM, sondern die WM 2030.

Bis dahin soll sie in Mexico, Kanada und den USA stattgefunden haben.

Bleibt halt trotzdem eine miese Prognose für die Zukunft.

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Es gibt das Gerücht, dass Saudi Arabien sich eventuell mit Griechenland und Ägypten bewerben möchte, das mag möglich sein, die Chancen dafür, dass es dort stattfindet sehe ich aber als sehr gering an. Da sehe ich die Chancen für VAE und Israel als größer an, was aber auch schlecht wäre. Ich kann mir aber beides nicht vorstellen, wenn sich gleichzeitig halb Südamerika gemeinsam und Spanien/Portugal/Ukraine gemeinsam bewerben.

Den Eindruck habe ich 0,0. Das Thema Katar wird doch überall kritisch beleuchtet. Man kriegt doch viel mehr zu den Menschenrechtsverletzungen mit, als zum Turnier selbst.

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Ich meine speziell, dass ich es nicht nachvollziehen kann wieso man sich dennoch darüber austauscht. Also über den Fußball an sich, das würde mir selbst als Fan, denke ich, schwer fallen, weil da immer dieser fade Beigeschmack bei ist, der mich da hemmen würde beispielsweise über so etwas wie mögliche Taktiken nachzudenken oder Prognosen zu bestimmen Spielen aufzustellen.

Zum Verständnis: ich kann auch nur schlecht Künstler vom Werk trennen. Ich tue mich schwer einen Song zu analysieren und gleichzeitig auszublenden, dass der Künstler oder die Künstlerin beispielsweise ein Trump Supporter ist.

Ich versuche das ja in Teilen nachzuvollziehen, aber, dass ich das nicht kann - da sehe ich mich in der Minderheit.

Aber die Wahrnehmung ist ja auch nur subjektiv.

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Also wenn ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umschaue und höre, da sieht jeder das mehr als kritisch, mein Vater sagte eben in einem Telefonat noch zu mir „nächste Woche ist WM und man hat gar keine Lust drauf“ und der ist Fußballfan seit 60+ Jahren, arbeitet bei einem sehr großen deutschen Sportverband und kennt sogar viele wichtige Leute aus der Branche persönlich. Auch mit meinen Bekannten geht es um erster Linie um die ganze Scheiße, die da seit Jahren passiert und kaum um das sportliche Geschehen, und die sind zu 80% fußballbegeistert.

Ich finde die Unterstellung vielerorts eher krass all diesen Leuten zu unterstellen diese Entwicklung gehe ihnen am Arsch vorbei. Wie medial und öffentlich mit dieser WM umgegangen wird ist doch kritisch wie nie. Nicht nur in Deutschland. Aber es ist leider auch so wie Tobi es gesagt hat, außerhalb von Mitteleuropa, Nordamerika, Japan, Südkorea und Japan geht das den Leuten leider zu großen Teilen am allerwertesten vorbei. Und die Macht haben die handvoll Fans aus Europa dann gar nicht.

Vor Jahren hätten sich Verbände aus England, Spanien, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Belgien usw. zusammentun müssen, um gegen diese Gastgeber vorzugehen. Wenn sich all diese Fußballnationen klar positionieren und mit Nichtantritt drohen, hätte die FIFA keine Wahl gehabt als das Turnier nicht dort stattfinden zu lassen.

Ich bin bei nahezu allen Kritikpunkten bei fast allen Kritikern und Boykotteuren, aber Rationalität bleibt hier dann doch häufig auf der Strecke. Ich kann die ersten Minuten aus dem WM-Studio fast komplett so unterschreiben.

Auch ich habe gerade keine wirkliche Lust auf die Spiele, aber ich schließe es für mich nicht aus einige zu sehen. Es werden nicht alle sein wie in den letzten 20 Jahren, aber immer noch mehrere. Ich war 2006 bei 7 Spielen im Stadion, 2010 in Südafrika bei 4, 2014 in Brasilien bei 5, Russland nur 3. Wenn selbst Leuten wie mir die Lust vergeht, dann sieht man, was das mit den Menschen macht. Der Vorwurf das es allen am Arsch vorbei geht ist nicht nur falsch, er tut auch weh.

Und alles was ich hier sage ist natürlich auch subjektiv.

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Ich hab doch ganz konkret erläutert worum es mir geht und was ich nicht nachvollziehen kann. Nirgends habe ich einen gezielten Vorwurf gemacht ala es interessiere niemanden.

Nochmal:
Ich erlebe, dass Menschen sich über die Spiele auf der reinen Fußballebene unterhalten können und das sie das können, kann ich nicht nachvollziehen, weil ich selber in Anbetracht allem was derzeit an Menschenrechtsverletzungen mit der WM einhergeht , starke Hemmungen hätte überhaupt nur an die Spiele zu denken.

An keiner Stelle habe ich geschrieben oder vorgeworfen, dass niemand dieser von mir beschriebenen Menschen nicht ebenso über die Missstände spricht.

Es wird über alles berichtet. Über die Missstände enorm. Es wird über die Spiele an sich gesprochen - auf der reinen Fußballebene.

Was ich nicht nachvollziehen kann ist ,dass man über die Missstände spricht - sich offenbar also bewusst ist über diese, sonst könnte man ja nicht drüber sprechen - aber gleichzeitig sich über den reinen Fußballtalk (Taktik , Prognosen, Spieler und Co) austauschen kann.

Nie hab ich gesagt " die sind blöd, weil sie das beides können".
Immer wieder habe ich betont, dass ich es nicht nachvollziehen kann.
Das sind 2 verschiedene Begriffe.
Das eine ist Wertung und Vorwurf und das andere eine Selbsterkenntnis.
Bitte unterlasse das framing meiner Worte.

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ich finde es super, dass es dieses format auch wieder gibt! :supa:

ist während der em / wm immer ein highlight für mich

ich freu mich drauf :beancute:

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sorry aber das ist quatsch.

das würden sich halt die wenigsten angucken.

dann kannst du das format auch direkt ausfallen lassen

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Ich habe früher wirklich sehr viel Fußball geschaut, habe jetzt mittlerweile aber seit über einem Jahr gar nichts mehr geschaut. Die WM in Katar ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Ich kann mir das leider nicht mehr angucken ohne irgendwie im Hinterkopf zu haben, wie viel Scheiße da im Hintergrund abgezogen wird.

Die Nationalmannschaft verfolge ich aber schon seit 2014 nicht mehr. Als dIe MaNnScHaFt in Berlin sich dermaßen daneben benommen hat uns der ganze Verband schon seit Jahren komplett verseucht war, hab ich da jegliche Identifikation verloren.

Ähnlich geht’s mir mit Dortmund. Das war früher Mal ein Verein, mit dem ich mich wirklich identifizieren könnte, heute ist das auch nur noch ein Haufen ohne irgendwelche spannenden Ambitionen. Man hat sich halt damit abgefunden, dass Bayern auf Ewig deutscher Meister werden wird und hat sich jetzt selbst zum Ausbildungsverein ernannt.
Ich war 10 Jahre Vereinsmitglied, das habe ich letztes Jahr dann auch gekündigt.

Im Prinzip bin ich nur noch enttäuscht und der Fußball hat für mich die Formel 1 was krumme Machenschaften und Arroganz angeht abgelöst, und das muss man erst Mal schaffen :sweat_smile:

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Verstehe ich alles.
Eigentlich total schade und traurig, wenn man bedenkt wie wertvoll der Sport an sich ist in Anbetracht dessen wie er zb Menschen aus unterschiedlichsten Schichten zusammenführt, gemeinsam auf den Platz bringt für ein gemeinsames Hobby oder sogar einer Leidenschaft. Eigentlich werden da doch so viele vermeintliche Hürden und soziale Unterschiede bei überwunden. Zumindest so einer der Grundgedanken und Theorien oder?
Das im Kontext der ganzen krummen Machenschaften dahinter ist besonders bitter finde ich.
Der ursprüngliche Grundgedanke des Sportes in Kombination mit dem Faktor Geld und Macht.

Glaubst du die Menschen, die trotz des Bewusstseins über die Missstände im Fußball noch weiterhin aktiv an diesem Interesse teilnehmen wollen, sind sich nicht bewusst genug oder wollen den Fußball noch nicht aufgeben ?
Letzteres so ein bisschen nach dem Motto
„den Fußball nicht den mächtigen und skrupellosen Eliten überlassen“.

Für viele, u.A. mich selbst, ist der Fußball eben ein Sport, den man schon seit Jahrzehnten leidenschaftlich verfolgt. So etwas kann man nicht so leicht aufgeben, als hätte es den Sport nie gegeben. Hinzu kommt, dass die Fans am allerwenigstens Schuld daran haben, dass die Entwicklung so verlaufen ist wie sie verlaufen ist. Nur haben Sponsoren, superreiche Eliten, etc. eben gemerkt, dass man den Fußball noch viel besser auspressen kann, eben weil die Fans so leidenschaftlich bei der Sache sind und daher eine hohe Toleranzschwelle für Kommerz haben, weil sie ihre Leidenschaft nicht einfach so aufgeben wollen.

Bei mir ist die Flamme auch schon schwächer geworden, v.a. was die Nationalmannschaft betrifft. Aber ich sitze eben trotzdem gerne noch Samstag Mittag vor dem Rechner und sehe meinem Lieblingsverein zu und gucke mir i.d.R. dann auch am Abend die Sportschau mit allen Zusammenfassungen an. Und ehrlicherweise fühle ich mich eigentlich auch gar nicht für diese Entwicklung verantwortlich, weil ich als Knirps damit großgeworden bin und einfach Spaß am Sport hatte.

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ich bin kein fussball fan.
ich bin eher ein event fan.

ich guck nur alle 2 jahre halt die em / wm.

und auf dieses event freue ich mich immer.

und das lass ich mir nicht kaputt machen.

ich hab bock und freu mich auf die deutschland spiele.

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Geht mir genauso. Aber die wm hat tiefen bitteren Geschmack und es ist das erste mal wo ich mich nicht freue oder wirklich groses interesse habe.

Der Umgang damit ist wirklich schwer.

Allein was in den letzten tagen abläuft.

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Das macht die Stimmung nicht besser :supa:

Danke euch erstmal.
Finde das total interessant und kann da auch ein paar genannte Beweggründe nachvollziehen.
Muss mich und meine Gedanken dazu aber erstmal sortieren, ehe ich zu alldem was sagen kann.
Mag auch gerne abwarten wie sich das hier noch entwickelt, ob noch weitere Posts dieser Art kommen.

Autsch :ugly:

der quatscht echt viel blödsinn

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