Ja aber eben auch die Meinungsführer auf Twitter und CO. Egal ob ein HerrNewstime oder Gronkh. Alle posten das. Damit sind die bei Politikern der Union natürlich unten durch.
Was man auch nicht vergessen darf: Das ist klassische Lobbyarbeit. Wenn die Autokonzerne intervenieren wenn die Politik neue Verkehrsgesetze machen will, die ihnen nicht passen, schalten Sie auch Anzeigen, engagieren Lobbyisten und versuchen die Öffentliche Meinung auf ihre Seite zu ziehen. Das ist das selbe was die großen Youtuber aktuell machen. Auch wenn ich gegen Uploadfilter sind, finde ich darf man da nicht vergessen.
Darum geht es nicht. Aber wenn du willst das Politiker ihre Meinung ändern, erreichst du das nicht dadurch, dass du mehrfach täglich zum öffentlichen Boykott Aufrufst und unter jeden zweiten Tweets eines Union Politikers undifferenziert rumpöbelst. Das ist in gewisser Weise auch eine Stilfrage.
Auf der einen Seite beschweren sie sich, von der Politik nicht ernst genommen zu werden auf der anderen Seite benehmen sich da aktuell viele (gerade von Gronkh hat mich das sehr überrascht) so undifferenziert, dass man sie auch gar nicht ernst nehmen kann.
Also wenn Youtuber ihren Fans erzählen, dass das Internet kaputt gemacht wird. Youtube verschwinden wird oder die große Zensurmaschine jetzt anläuft., ist das nicht anders als wenn Autokonzerne prophezeien, dass die dt. Wirtschaft untergeht und Tausende ihre Jobs verliehren werden.
Die Autokonzerne haben da nur deutlich mehr Erfahrung und Geld für Lobbyisten mit entsprechenden Kontakten.
Viele, die hauptsächlich im Internet unterwegs sind und für die die klassischen Medien keine Rolle mehr spielt, dürfen noch garnicht wählen. Merken werden sie es sich trotzdem.
Die einzige direkt erkennbare Folge der Artikel13-Geschichte wird der Wiedereinzug der Piratenpartei sein.
Naja, klassische Lobbyarbeit bedeutet, dass man eigene Büros und Brüssel, Berlin, usw betreibt, dass man Berater in den Ministerien hat, dass man Parteien mit Spenden auf seine Seite zieht und Politikern für die Zeit nach ihrer Politikerlaufbahn hochkarätige Jobs verspricht und vieles mehr.
nur sind sie eben nur dagegen und bauen nicht wirklich Kontakt mit Politikern auf die sie dann auch in diese Richtung drehen, was eben erfolgreiche Lobbyarbeit wäre
Dabei sollte man nicht vergessen, dass diese YouTuber nicht von alleine auf den Gedanken gekommen sind, dagegen zu protestieren, sondern gezielt von YouTube dazu animiert wurden und dabei unterstützt werden.
Hinzu kommt dann die parteipolitisch motivierte Arbeit von Julia Reda, die von einem Großteil der Szene nicht als Abgeordnete einer kleinst Partei (Piraten) wahrgenommen wird, sondern als Schutzheilige des freien Internets.
Als Lobbyisten sind sie nicht sonderlich erfolgreich, aber die Reichweite ihrer Kanäle erhöht sich extrem. Gerade beim Solmecke dürfte darin auch die Hauptmotivation liegen, denn seine Kanzlei ist im Massengeschäft tätig und dürfte sich durch das Ganze zur Nummer 1 Anlaufstelle für kleinere und mittlere YouTuber (also die ohne Netzwerk) entwickelt haben.
Naja Kontakte schon, aber da instrumentalisieren dann eher die Parteien die YouTuber als umgekehrt.
Zumal die YouTuber die Messlatte sehr hoch gelegt haben, was die Folgen der Reform angeht. Es hilft sicher nicht bei der Glaubwürdigkeit, wenn man sagt “YouTube/das Internet werden geschlossen” und am Ende spürt der Endnutzer davon so gut wie nix.
„Wenn du X wählst, kriegst nen Aufsichtsratjob“ = kriminell
„Unserer Meinung ist Gesetz X schlecht und sollte nicht rechtskräftig werden. Ach ja, falls sie nach Ihrer Amtszeit einen Job suchen, können sie sich ja mal bei uns melden, wir suchen immer kompetente Leute .“ = legal
Ok ich merke es herrscht Uneinigkeit über die Bedeutung von Lobbyismus.
Grundsätzlich bedeutet Lobbyismus einfach nur, dass eine Interessensgruppe ihre Interessen gegenüber der Politik vertritt. Lobbyismus ist nicht grundsätzlich kriminell oder böse. Auch Greenpeace oder Verbraucherschutzorganisationen betreiben Lobbyismus.
Natürlich gibt es jetzt die unterschiedlichsten und teilweise mehr als fragwürdigen Auswüchse. Ob Autokonzerne die an Gesetzen mitschreiben oder Rüstungskonzerne die den Geldbeutel für Parteispenden aufhalten. Das ist, ich sage mal, die dunkle Seite des Lobbyismus.
Die Bezeichnung kommt übrigens von “Lobby” dem Eingangsbereich des Parlaments. Dort hatte man die besten Chance vor Sitzungen auf Politiker zu treffen um diese von der eigenen Meinung zu überzeugen.