19. Legislaturperiode - Regierung: CDU/CSU/SPD

Bei den Türken gibt es ja ordentlich Säbelrasseln.

Das schon geil das man Flüchtlinge als Drohmittel einsetzen kann.
Man könnte meinen das niemand sie möchte.

Mal sehen wie das den Wahlkampf beeinflusst.
Linke Politiker magt der Erdogan ja ganz besonders.

Meiner Meinung nach hätte das Drohmittel keinerlei Wirkung, hätte man sich innerhalb der EU auf verbindliche Aufnahmequoten einigen können. Denn die EU ist so groß, da fallen ein paar Millionen Flüchtlinge kaum auf.

Wird nicht passieren. Kein Land hat Bock auf Flüchtlinge und die langfristigen Probleme/Kosten, die die Aufnahme mit sich bringt. Erst recht nicht nach den Übergriffen/Terroranschlägen durch Flüchtlinge im letzten Jahr. Selbst ein so liberales und tolerantes Land wie Schweden nicht mehr.

Erdogan hat einfach jetzt ein ziemlich gutes Druckmittel - man stelle sich den Wahlkampf nächstes Jahr vor (und die Werte für die AfD), wenn 1+Millionen Flüchtlinge nach Europa strömen.

Die Europäer sollten Erdogan mal freundlich darauf hinweisen, dass er Milliarden Euro für den Deal bekommt (die die Türkei gerade gut gebrauchen kann) und das man bei einem Scheitern des Deals auch einfach den Zugang der Türkei zum Markt Europa beschränken könnte…

Damit wäre die Türkei wirtschaftlich ziemlich im Eimer.

Erdogan kann auch dezent darauf verweisen, das die Visafreiheit Bestandteil des Vertrags war…[quote=„modulaire, post:145, topic:16436“]
Erst recht nicht nach den Übergriffen/Terroranschlägen durch Flüchtlinge im letzten Jahr
[/quote]

Könntest du mir auf die Sprünge helfen, welche Terroranschläge oder Übergriffe von Flüchtlingen ausgingen?

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-Attentäter der Anschläge von Paris als Flüchtlinge eingereist
-Syrer Al-Bakr, der einen Sprengstoffanschlag durchführen wollte
-Sprengstoffanschlag in Ansbach
-Angriff in Regionalbahn Würzburg
-3 syrische Terrorverdächtige festgenommen im September
-und noch mehr

Hunderte sexuelle Übergriffe an Sylvester. Zum Großteil begangen durch Zuwanderer aus Nordafrika, die als Flüchtlinge registriert sind. Und Schweden hat in den letzten Monaten mit einer Häufung von Vergewaltigungen durch Zuwanderer zu kämpfen. Kannst du gerne auf seriösen Nachrichtenseiten googlen.

Die Türkei hält nach Ansicht der EU Vorgaben des Deals bei den Anti-Terror-Gesetzen nicht ein, die Bedingung für die Visa-Freiheit sind.

Und was ist mit den Brandstiftern, Volksverhetzer und Schläger?

Alleine schon die Diskussion hier zeigt ja schon, wie ein paar Idioten ein komplett anderes Thema verdrängen können.

Was soll mit Brandstiftern, Volksverhetzern und Schlägern sein? Ich habe nur auf die Frage von @anon12989251 geantwortet.

Und davor habe ich beschrieben, warum aus meiner Sicht die Vorstellung von @Hirschi (verbindliche Aufnahmequoten in Europa für ein paar Millionen Flüchtlinge, um nicht abhängig von Erdogan zu sein) aus meiner Sicht utopisch ist. Im Herbst 2016 mehr denn je.

Europa packt es ja nicht mal, die paar Hunderttausend Flüchtlinge aus Griechenland und Italien fair zu verteilen. Die Bevölkerung in Frankreich, Niederlande usw. wurde so eine Verteilung bei den anstehenden Wahlen mit einem klarem Votum für die Rechtspopulisten quittieren.

Das eigentliche Problem ist: Sie kommen um zu bleiben.

Wenn es nur um ein paar Jahre gehen würde bis der Krieg wieder vorbei ist, wäre das ganze Drama weniger anstrengend.

Es geht ja mittlerweile schon so weit das die Länder aus dem die Flüchtlinge kommen
(oder woher sie behaupten zu kommen) ihre eigenen Leute nicht mehr aufnehmen wollen.
Man müsste sie also illegal über die Grenze zurück schmuggeln.
Total absurd.


Auf Europa aufteilen wäre in der Theorie möglich. Doch genau das war ja der Knackpunkt.
Wer nimmt wieviel? Da wurden sich die Länder nicht einig.

Die Flüchtlinge selber sind Mitschuld an der Situation.
Alle wollen nach Deutschland oder nahe Umgebung.
Selbst wenn man sie aufgeteilt hätte, würden sie dagegen rebellieren.

Sie flüchten eben nicht nur vor dem Krieg, sondern nutzen gleichzeitig die Chance auf ein neues Leben in einem anderen Land.

Und um das zu erreichen ist jedes Mittel recht, egal wie link der auch ist.

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Das Ding ist ja auch, dass wir in Europa glücklicherweise Grenzfreiheit haben und man nur schwer kontrollieren kann, ob der jeweilige Flüchtling in dem Land bleibt, dass ihm zugeteilt wurde.

Was ich immer seltsam finde, dass irgendwie gefühlt jeder vergisst, dass wir vor der ganzen Flüchtlingsproblematik ständig gesagt bekommen haben, es würde uns an Hunderttausenden jungen Arbeitern fehlen, um unser Sozialsystem aufrecht zu erhalten. Und jetzt kommen diese Hunderttausend zu uns freiwillig und keiner will sie haben.

Ich sehe auch bei Flüchtlingen nicht die Anzahl, sondern die Verteilung das problematische. Wenn man 100 Deutsche auf engen Raum quetschen würde gäb es auch Probleme. Eigentlich müsste jeder von denen wirklich nach 3-4 Wochen eine eigene Wohnung bekommen oder einer Wohngemeinschaft zugeteilt werden, wo er dazu gezwungen ist sich selbst um seine Versorgung zu kümmern.

Es wurde ja nicht nur gesagt,es werden Hundertausende kommen, wir haben da doch gut geholfen, dass sie auch wirklich kommen, indem die Hilfsgelder für die Camps der Syrienflüchtlinge u.a. in der Türkei dermaßen gekürzt wurden, dass die “Campbetreiber” meinten in einem Monat müssen wir die Rationen halbieren.

Als der Monat um war, kamen die Flüchtlinge auch sofort.[quote=“anon22600747, post:150, topic:16436”]
Das eigentliche Problem ist: Sie kommen um zu bleiben.
[/quote]

Das ist nicht das eigentliche Problem, zumal ich bezweifel, dass das in der Mehrheit stimmt.
Das Problem ist, das die Politik mein Gesetze würden etwas ändern. Aber es fehlte bislang lediglich am Personal bestehende Gesetze umzusetzen. Für mich ein klarer Fall vom Versagen der Exekutive, mehr nicht.
Es gab eine recht lange Vorlaufzeit in der man irgendwas hätte planen können, Notfallmaßnahmen ect. der Krieg läuft ja nicht erst seit Januar letzten Jahres, die Flüchtlinge in den Camps gibs auch schon lange Zeit.

Ich bezweifle das nicht.

Die Mehrheit wird bleiben. Mal davon abgesehen dass das alles Kriegsflüchtlinge sind.

Das Thema Fachkräftemangel muss man vom Thema Flüchtlinge trennen. Um das erste Problem zu lösen, braucht man ein echtes Einwanderungsgesetz, damit gezielt qualifizierte Leute nach Deutschland kommen (siehe Kanada). Da sperrt sich die CDU/CSU vollkommen unnötigerweise dagegen.

Ein großer Teil der Flüchtlinge (weit über 60, 70% aus meiner Sicht) wird aufgrund des niedrigen Bildungsniveaus, Sprachbarrieren, fehlenden Qualifikationen und kulturellen Unterschieden kaum auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen. Und ganz sicher nicht in Jobs, wo Fachkräfte benötigt werden.

Und das Zuwanderungsgesetz – Wikipedia was wir aktuell haben ist kein „echtes“?
Und außerdem ist es ziemlich Menschenverachtend zu sagen, wir nehmen nur die guten und die schlechten könnt ihr behalten. Als ob wir die ärmeren Länder nicht schon genug ausnutzen würden.

Okay hast du irgendwelche Zahlen für deine Vermutung mit den 60%-70%? Oder ist das nur so ein Bauchgefühl? Das was ich auf die schnelle gefunden habe sagt da nämlich was anderes aus:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Kurzanalysen/kurzanalyse3_sozial-komponenten.pdf?__blob=publicationFile
Gerade die Syrer, die an den größten Anteil unter den Flüchtlingen stellen, sind durch aus gebildet. Und die Sprachbarriere wird sich schnell auflösen, wenn sie ordentlich integriert sind. Außerdem ging es bei meiner Aussage nicht nur um Fachkräfte, sondern allgemein um den demographischen Wandel, wo es in erster Linie egal ist wie gebildet oder ungebildet die Leute sind.

Was denkst du denn, hält die Flüchtlinge denn noch an ihrer Heimat?
Sie haben dort alles aufgegeben. Ihre Häuser, das Vieh und das Auto wurden verkauft und zwar zum Spottpreis.
Der Großteil kommt nichtmal aus einem Kriegsgebiet, sondern aus destabilisierten Ländern. Sie wünschen sich hier ein besseres Leben. Kann man ihnen ja auch nicht übel nehmen, allerdings ist das nicht die Idee von Asyl.

Das Problem ist aber, die Flüchtlinge haben hier einfach keine Zukunft. Die meisten werden unsere Sprache nie erlernen und die nötige Bildung ist oft nicht vorhanden.
Sie werden schlichtweg Arbeitslos sein und in Armut leben. Ihren Kindern wird es nicht anders ergehen. Das wird sich frühestens nach 2-3 Generationen einpendeln, aber dann hat man leider bereits verarmte Ghettos und die Menschen werden zu einem Großteil nicht mehr aus der Spirale herausfinden.

Kriminalität und Parallelgesellschaften sind da einfach vorprogrammiert.

Aus dem Grund hasse ich es, wenn ich immer lesen muss „helft den Flüchtlingen!“.
Wir helfen ihnen damit kein bisschen!!
Aber Hauptsache die Leute können nachts gut schlafen, denn sie stehen ja auf der „richtigen Seite“.

Die einzigen die dadurch profitieren sind die Politik, denn man erlangt mehr Macht über die anderen Ländern durch Forderungen und die Großunternehmen, denn diese bekommen Billiglohnkräfte vom Staat und können schööön den Mindestlohn umgehen. Ratet mal wieso BMW und co direkt erstmal hunderte Flüchtlinge als Praktikanten eingestellt haben? PR und billige Arbeitskraft und nicht aus gutem Willen.

Der Grund dafür sollte klar sein: Dann müsste man Ausländer rein lassen. Erklär das mal den Wählern dieser Partei.

Das mit dem demographischen Wandel wundert mich auch etwas. Ich meine solange wir unsere Rente nicht reformiert haben, brauchen wir jeden Jungen den wir kriegen können. Die Wirtschaft begrüßt die Flüchtlinge sogar freundlich (neue Arbeiter und Konsumenten)

PS: Wir haben in Deutschland keinen Fachkräftemangel, wir haben einen genügend Fachkräfte, nur leider wollen die nicht für billig Lohn arbeiten und gehen ins Ausland, da holen wir lieber die „Billigfachkräfte“ aus dem Ausland

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Nein, das jetzige Zuwanderungsgesetz ist nicht ausreichend. Deutschland hat bisher von der hohen Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus der EU profitiert. Aus Drittstaaten funktioniert das aufgrund eines unübersichtlichen Einwanderungsrechts längst nicht so gut. Deshalb fordern Parteien wie die SPD und die FDP ein neues Einwanderungsgesetz.

Im gleichen Text steht, dass Personen aus dem Irak, Afghanistan, Serbien, Mazedonien häufig keine formelle Schulbildung aufweisen. Und die gleichen schon mal locker die verhältnismäßig gut ausgebildeten Syrer aus.

Und du bist ja sehr optimistisch, dass alle schnell integriert werden und blitzschnell die Sprache lernen.

Ziemlich hypotetisch. Hast du dafür auch irgendeine Grundlage? Ich mein ich hab oben ja die Studie vom Bamf verlinkt, da steht zumindest nicht drin, dass sie ungebildet sind. Und, dass sie die Sprache nie lernen würde halte ich sogar für ausgemachten Bullshit.

Und historisch betrachtet gibt auch auch Fälle von viel extremerer Migration die gut ausgegangen sind. Siehe USA. Ich verstehe nicht warum das diesmal anders sein sollte? Klar wenn man mit der Einstellung ran geht, „das wird eh nix werden“ und „die wollen sich ja gar nicht integrieren, also sollten wir ihnen am besten gar keine Unterstützung geben“ ist ziemlich klar, dass sie keine Chance haben sich hier einzuleben.

Nein tut es nicht, weil der Anteil kleiner ist. Die Anzahl der Flüchtlinge aus Syrien ist viel viel höher als der aus Mazedonien.

Eine Sprache lernt man innerhalb eines Jahres sofern man dazu gezwungen ist sie ständig zu benutzten. Und das hat nix mit Optimismus zu tun.

Ihre Heimat, Freundeskreis und im Grunde alles was mich hier hält wo ich lebe. Und das ist mit Nichten mein geiles Auto, Haus oder Gehöft.[quote=„Schlaesen, post:156, topic:16436“]
Der Großteil kommt nichtmal aus einem Kriegsgebiet, sondern aus destabilisierten Ländern.
[/quote]

Könntest du das etwas mehr erläutern. wenn ich folgende Statistik zu Grund lege Asylantenzusammensetzung
sehe ich da kein Land, bei ich pauschal sagen würde, da wäre ein Asylantrag unbegründet, vllt mit Ausnahme Albaniens, Somalias und Eritreas. Syrien, Afghanistan und Irak sind für mich Kriegsgebiete. Alle Anderen verfolgen Minderheiten, sodass ggf ein Asylantrag logisch ist.
Und man kann gerne fliehen BEVOR einem das Haus unterm Hintern weggeschossen wurde, einfach weil man befürchten muss im Krieg jederzeit das zeitliche zu segnen. Ich sehe das dann auch als Hilfe an, wenn ich damit Leben rette.

Wo ich aber ergänzen muss, nach Kriegsende sollten sie wieder da hin zurück, so ist Asyl angelegt, auch wenn ein zerstörtes Land sicher nicht ideal zum Leben ist. Dafür fehlt derzeit aber schlicht das Personal, womit wir wieder beim Thema Exekutive wären.

Hauptherkunftsländer von Asylbewerbern in Deutschland 2016

Syrien 256.613
Afghanistan 121.431
Irak 91.621

Allein Afghanistan und Irak (niedriges Bildungsniveau) kommen schon fast an Syrien heran. Ohne Länder wie Serbien, Mazedonien, Marokko, Tunesien, Algerien usw.

Daten von statista.com

Nach diesem Krieg kommt Syrien erstmal ins Guinnessbuch der Rekorde. Als erstes Land in der Geschichte der Menschheit, das nach einem Krieg mehr Einwohner hat als davor.

Habt ihr gesehen was Böhmi geteilt hat? Ich finde diese Frau manchmal grenzenlos naiv und ihre Partei finde ich eigentlich unwählbar solange es eine sozialdemokratische Alternative gibt. Leider gibt es diese seit Gabriel nicht mehr und in dieser Rede spricht sie eigentlich alles an, was mich in die Arme der Anarchisten von der PARTEI getrieben hat. Muss ich jetzt die Linke wählen?